Burkhard Spinnen Nevena

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Inhaltsangabe zu „Nevena“ von Burkhard Spinnen

Henner hat seine Frau an den Krebs verloren. Und seinen Sohn an ein Computerspiel. Patrick, siebzehn Jahre alt, sieht das ganz anders. Seit Monaten verbringt seine Zornelfe jede freie Minute mit Mr. Smith, dem Barbar. Zusammen sind sie ein unschlagbares Team geworden. Mr. Smith ist Nevena, ein siebzehnjähriges Mädchen, das angeblich in Belgrad lebt. Sie ist frech und quirlig, außerdem Kummerkasten und guter Geist ihrer leicht verrückten Großfamilie. In Hunderten von Mails erzählt sie Patrick von einer Welt, aus der ihn der Tod der Mutter vertrieben hat. Als Nevena von einem Tag auf den anderen aus dem Spiel und aus dem Netz verschwindet, ist Patrick verzweifelt. Über die wirkliche Nevena weiß er nur wenig, er kennt nicht einmal ihre Adresse. Da bietet ihm Henner an, Nevena gemeinsam zu suchen. Im Wohnmobil der Mutter unternehmen sie eine Reise, die durch die schreckliche Geschichte des ehemaligen Jugoslawiens führt, aber auch eine spannende Reise zur eigenen Identität wird. (Quelle:'Fester Einband/08.08.2012')

Ziemlich deutsche Familiengeschichte.

— Daniel_Tasco
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  • Vom Schicksal gefangen leben Vater und Sohn nach dem Tod der Mutter zusammen, ohne sich füreinander

    Nevena

    Daniel_Tasco

    01. May 2014 um 10:09

    Vom Schicksal gefangen leben Vater und Sohn nach dem Tod der Mutter weiter zusammen, ohne sich sonderlich füreinander zu interessieren, zumal der Heranwachsende nur für eine Unbekannte, die Partnerin in einem Computerspiel ist, Ohren hat. Als nichts mehr von dieser Dame zu hören ist, machen sich Vater und Sohn zu einer Reise nach Ex-Jugosl* auf. Der Text erfordert schon ein bisschen Interesse am Einblick in ein pubertierendes Gehirn.

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  • Man könnte einfach schneller zum Punkt kommen

    Nevena

    DeLioncourt

    02. January 2014 um 22:54

    Nevena Henner, seine Frau Astrid und ihr gemeinsamer Sohn Patrick waren einst eine glückliche Familie, bis Astrid den Kampf gegen den Krebs verliert und stirbt. Vater und Sohn kommen nur schwer mit diesem Umstand klar und entfernen sich weitgehend voneinander. Während Henner sich in seine Arbeit stürzt, verbringt Patrick die meiste Zeit in einem Online-Rollenspiel und lernt in diesem das Mädchen Nevena kennen, mit der er ein Team bildet und die dortige Welt unsicher macht. Nevena wird zu seinem Felsen, eine Freundin, eine Kampfgefährtin, eine Zuflucht aus der Realität. Obwohl er sie noch nie gesehen hat, glaubt er alles über sie zu wissen, über ihre Familie und Herkunft, aber als sie sich auf einmal nicht mehr meldet, muss er feststellen wie wenig er wirklich weiß. Zusammen mit seinem Vater, der seine letzte Chance erkennt sich seinem fast verlorenem Sohn wieder zu näher, macht er sich auf die scheinbar aussichtslose Suche nach ihr auf, im ehemaligen Jugoslawien. Der Anfang des Romans zieht sich viel zu sehr in die Länge. In den anfänglichen 200 Seiten passiert eigentlich fast nichts außer, dass Nevena aus einem ungewissen Grund verschwindet und Henner mit seinem Sohn losfährt um sie zu suchen. Der Haupthandlungsplot wird ständig unterbrochen oder wie gesagt, von irgendwelchen Nebensächlichkeiten unnötig in die Länge gezogen. Ein Beispiel dafür ist unter anderem ihr Aufbruch. Sie fahren los und man denkt als Leser, ja, endlich, die Geschichte beginnt spannend zu werden! Aber nein Pustekuchen, denn nach einer Seite stecken sie schon im Stau fest, der natürlich bis auf das letzte Auto beschrieben werden muss und auf der nächsten Seite habe sie dann einen Unfall und das Auto hat eine Delle und sie wissen nicht was sie machen sollen und fahren zurück und wollen schon alles abbrechen und dann fällt ihnen der alte Wohnwagen ein, doch er ist so alt und sie diskutieren und erinnern sich an die Mutter, die den Wagen so geliebt hat und irgendwann fahren sie doch mal mit dem Wohnwagen los, nach weiteren 10 Seiten. Und man denkt sich, WIESO NICHT GLEICH SO!!!!???? Ich will nicht sagen, dass die Informationen über die Mutter langweilig und nutzlos sind, das überhaupt nicht, aber es wird zu viel drum herum erzählt anstatt auf den Punkt zu kommen. Es werden ausschnittsweise Episoden von Astrids und Henners Kennenlernen, ihren Ausflügen und Astrids letzten Tagen gezeigt, die Gefühle aus diesen Momenten sind klar zu erkennen, aber nicht wie sie im normalen Alltag miteinander zurechtkamen, ohne spezielle Rahmenbedingungen. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Beziehung Mutter und Sohn. Auch hier ist die Trauer über den Verlust zu sehen, aber die Rolle, die Astrid in Patricks Leben eingenommen hatte, bleibt nur zu erraten, da er sie immer beim Vornamen nennt. Helfende Rückblenden gibt es nicht. Hintergrundwissen zum Krieg im Jugoslawien, wär für dieses Buch auch nicht schlecht. Es wird an vielen Stellen bruchstückhaft davon erzählt und ich hatte zum Teil keine Ahnung worüber die Rede ist. Da ging es nur: Wie? Was? Wo? Warum? Weiterhin empfinde ich eine Stelle des Buches etwas skurril: Sie haben nur einen winzigen Anhaltspunkt über Nevenas Verbleib und zwar den Kellner eines Urlaubortes, den Nevena mit ihrer Familie jedes Jahr besucht, sie hat über den Ort und den jungen Kellner in einer Mail geschrieben. Abgesehen davon, das ich wegen so einer winzigen Möglichkeit nie losfahren würde, dauert es wieder so lange bis sie mal da sind! Und dann finden sie den besagten jungen Mann (natürlich mit ein wenig zu viel Glück, aber was soll man machen, sonst wäre sie Geschichte schon vorbei) und fragen ihn nach Nevena. Er sagt, er kenne sie nicht und man könnte denken dieser Mann sagt die Wahrheit, aber nein sie wissen aus reiner Intuition, dass er lügt und beginnen ihn zu stalken und als nächstes rammt sich der Vater auch noch ein Messer in die Hand und droht damit zur Polizei zu gehen um zu sagen der junge Mann war es! Super Vorbild der Papa! Erst die letzten 80 Seiten enthielten so etwas wie Spannung, gleichzeitig überrollte einen ebenso eine Lawine von Informationen, sodass man verwirrt war und nochmal nachlesen musste, um alles zu verstehen. Die Wendung die im Verlaufe der Handlung entsteht, fand ich sehr gut und interessant gemacht, vor allem wie die Kultur von Nevena eingebunden wurde und die damit verbundenen Konflikte. Alles in allem war das Buch nicht nur schlecht. Es ist an vielen Stellen einfach zu lang und unübersichtlich, trotzdem gefällt mir die Idee und vor allem das Ende.

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