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Elimar

vor 6 Monaten

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Liebe LeserInnen,
ich muss Sie vor diesem Buch warnen. Das "Drama des 21. Jahrhunderts" ist auf den allerersten Blick ein fast normaler Roman, aber es ist ziemlich schwere Lesekost. Es setzt Leser voraus, die sich ernsthaft für die kommenden politischen Dramen unseres Jahrhunderts interessieren, und kaum jemand wird darin seine heutigen politischen Überzeugungen bestätigt finden. Das Buch irritiert also. Manche wird es sogar aggressiv machen.

Wer soll sich die Mühe des Lesens dann zumuten?
Z.B. all diejenigen, die sich fragen, ob und wie lange unsere Demokratie den politischen Problemen dieser Welt noch gewachsen ist.

Zentrale Figur des Buches ist Archivleiter Schmidt vom SPIEGEL-Verlag, geboren 1996. Schmidt schreibt Ende der siebziger Jahre seinen vorläufigen Rückblick auf unser Jahrhundert. Aus heutiger Perspektive ist dieser Rückblick ein fulminantes und verstörendes Zukunftsszenario. Darin wird deutlich: Hoffnungen auf eine bessere politische Zukunft können sich allenfalls im letzten Jahrhundertquartal erfüllen. Am ehesten noch in China.

Wer über Politik, wie sie in den Medien abgehandelt wird, möglichst weit hinausdenken will, für den ist dieses Buch eigentlich ein Muss. Und auch wenn es eigentlich ein Roman ist: Auch für Schüler und Lehrer der Sozialkunde in der Sekundarstufe II sollte es Pflichtlektüre werden.

Dabei muss niemand besorgt sein, der Text könnte bald durch aktuelle Ereignisse überholt sein. Das Buch soll mindestens einmal jährlich aktualisiert werden. Das es im Print-on-Demand erschienen ist, ist das ein Leichtes.

PS: Verlost werden erst einmal nur drei Exemplare. Wenn das Interesse unerwartet groß ist, wartet aber noch eine Anzahl zu verlosender E-Books auf Sie.

Autor: Burkhard Wehner
Buch: Das Drama des 21. Jahrhunderts: SPIEGEL-Archivar Schmidt blickt zurück

Xynovia

vor 6 Monaten

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Ich bewerbe mich gerne und versuche mein Glück ein Buch zu gewinnen. Ich bin vielseitig interessiert und interessiere mich unter anderem sehr für Geschicht und Politik. Ich bin ganz neugierig auf die Mischung aus Weltgeschichte des letzten Jahrhunderts, die Geschichte des SPIEGEL`s und aus der Biografie des Autors Burkahrd Wehner. Würde mich sehr freuen zu den Gewinnern zu gehören, im Gewinnfall hätte ich gerne ein Printexemplar.

camilla1303

vor 6 Monaten

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Ich würde gerne mitlesen, weil ich selbst nicht weiß, wie man politische Bewusstsein schaffen soll. Wie erklärt man jemandem, dass es keine einfachen Antworten geben kann, wenn alles andere so schwierig ist, dass es fast abstrakt erscheint? Außerdem würde ich gerne wissen, wie es der Autor schafft, die Weltgeschichte, seine eigene Lebensgeschichte und die Geschichte des SPIEGELs miteinander zu verschmelzen und ob das Buch mein politisches Denken verändert.

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Manuel2704

vor 4 Monaten

Plauderecke

So, ich habe vor wenigen Stunden die Lektüre beendet. Mit einigem Abstand werde ich das Buch sicherlich noch einmal lesen. Ich will meiner eigenen Rezension nicht vorgreifen aber ich möchte an dieser Stelle doch einmal vorausschicken, dass man Autor und Werk nur dann wenigstens halbwegs gerecht werden kann, wenn man die Rahmenhandlung des Buches einerseits und die zahlreich darin enthaltenen politisch-ideologischen Visionen andererseits einem differenzierten und dennoch subjektiven Urteil unterzieht.
Ich war versucht, mich zu der einen oder anderen These zu äußern. Ich habe dabei aber sehr schnell festgestellt, dass diese Äußerungen auch den Umfang eines Buches annehmen könnten. Aus diesem Grund ist es notwendig, das Gelesene erst etwas zu verdauen und sacken zu lassen. Ich bitte deswegen den Autor noch um etwas Geduld bezüglich der Rezension, die ich natürlich verfassen werde und die sich das Buch in jedem Fall verdient hat.

Herzliche Grüße

Manuel

Elimar

vor 4 Monaten

Plauderecke

Noch eine kleine Lesehilfe:
Man liest das Buch wahrscheinlich etwas entspannter, wenn man dabei diesen Satz aus dem Vorwort in Erinnerung behält (S. 12):

"Wer keine Vorurteile hat, der findet selten Gleichgesinnte."

Der Archivar ist ja als Figur mit möglichst wenig Vorurteilen angelegt. Also ist er einer, der auf wenig Gleichgesinnte stößt. Also werden sich bei fast allen, die seine Aufzeichnungen lesen, immer wieder die Nackenhaare sträuben. Das weiß er.

Auch die allermeisten realen, also heutigen Leser werden das Buch wohl mit reichlich gesträubten Nackenhaaren aus der Hand legen.
Das Beste, was man tun kann, ist also tatsächlich: Erst einmal verdauen, sacken lassen, später nochmal reinschauen.

(Aber gern auch, noch bevor die Irritation abflaut, das Buch als ein ungewöhnlich irritierendes weiterempfehlen.... )

Hier noch einmal die Passage aus dem Vorwort in Langversion:

......Das bringt die schreibenden Kollegen immer wieder in Versuchung, sich Vorurteile zu eigen zu machen. Solcher Versuchung war ich nie ausgesetzt. Von einem Archivar erwartet niemand, dass er Vorurteile bedient. Das verleiht innere Freiheit, es hat allerdings auch seinen Preis: Wer keine Vorurteile hat, der findet selten Gleichgesinnte.

Manuel2704

vor 4 Monaten

Plauderecke

Keine Sorge...
Bei mir war die Neugier auf das vor mir Liegende viel zu groß, als dass meine Nackenhaare Zeit für den Gedanken an ein mögliches "sich sträuben" hätten haben können :-)
Sie haben sich aber nach der letzten Seite gesträubt...allerdings nur ein wenig und ich möchte das keinesfalls als Indiz für einen negativen Gesamteindruck verstanden wissen.
Wie schon gesagt...das Buch erfordert eine differenzierte Betrachtung...und die kann ich erst mit ein wenig zeitlicher Distanz zum Gelesenen anstellen.
Anders ausgedrückt: der geistige Verdauungsvorgang wird noch ein wenig andauern...
In diesem Sinne...

LG

Manuel

Manuel2704

vor 3 Monaten

Plauderecke

Hier ist meine Rezension zu finden:
https://www.lovelybooks.de/autor/Burkhard-Wehner/Das-Drama-des-21-Jahrhunderts-SPIEGEL-Archivar-Schmidt-blickt-zurück-1466871227-w/rezension/1486105751/

Vielen Dank für dieses Buch

Elimar

vor 3 Monaten

Plauderecke

Schön, dass Manuel sich getraut hat, das "Drama" zu rezensieren. Vielleicht rafft sich ja noch jemand auf.

Nur ein paar Sätze zu der Rezension: Sie könnte ein guter Anfang einer Diskussion sein. Manuels politische Einwände teile ich natürlich nicht, aber ich habe Verständnis dafür. Genau so habe ich ja früher selbst gedacht.

Wenn Interesse besteht, gehe ich hier gern näher auf die Einwände und Weiteres ein, aber es soll natürlich kein Monolog werden...

Cornelia_Ruoff

vor 2 Monaten

Plauderecke

Vielen Dank für dieses wirklich lesenswerte Buch. Ich habe mich lange und viel damit auseinandergesetzt.

Meine Rezension
https://www.lovelybooks.de/autor/Burkhard-Wehner/Das-Drama-des-21-Jahrhunderts-SPIEGEL-Archivar-Schmidt-blickt-zur%C3%BCck-1466871227-w/rezension/1492865759/
https://www.amazon.de/gp/profile/amzn1.account.AGDG7VNYUDYCERC37KQIJYBYEF7A?ie=UTF8&ref_=sv_ys_4
thalia, hugendubel und weltbild
und darüber freue ich mich sehr: auf meinem Blog, Connie's Schreibblogg https://schreibblogg.de und in den sozialen Medien.

Das Rezensieren hat mir sehr viel Spaß gemacht, das Buch ist eine Quelle der Möglichkeiten und schaut wirklich über den Tellerrand.

Vielen Dank! Jederzeit wieder!

Liebe Grüße Connie

Elimar

vor 2 Monaten

Plauderecke

Habe mich über die Rezensionen zweier engagierter Leser gefreut und auch über die nachdenklichen inhaltlichen Kommentare, vor allem in Sachen Separatismus. Dazu eine Anmerkung:

Natürlich ist das Selbstbestimmungsrecht von Staatsbürgern über ihre Staatszugehörigkeit ein anspruchsvolles Konzept. Es widerspricht allen bisher veröffentlichten Meinungen und sprengt daher die Vorstellungskraft. Könnte z.B. eine völkerrechtliche Legalisierung des Separatismus die Welt wirklich friedlicher machen? Auf den ersten Blick kaum vorstellbar.

Aber darf man sich denn einfach sehenden Auges mit all den gegenwärtigen und künftigen Krisen und Kriegen abfinden, die um erzwungene Staatszugehörigkeiten in aller Welt ausgetragen werden? Um die Staatszugehörigkeit von Kurden, Katalanen und vielen anderen? Wäre das nicht politisch und moralisch unentschuldbar? Ja, natürlich wäre es das.

Bisher zeigen Politiker und Völkerrechtler angesichts dieser Krisen nur Ratlosigkeit. Es fehlt an plausiblen Regeln, nach denen solche Konflikte gelöst werden könnten. Also müssen doch, um die Welt friedlicher und weniger krisenanfällig zu machen, solche Regeln dringend entwickelt werden.

Diese Regeln sind auch in dem Buch nur angedeutet. Es ist eben "nur" eine Erzählung, noch keine völkerrechtliche Abhandlung. Aber erzählt wird immerhin, wie engagiert sich zwei der Protagonisten, Puig und Young, um die Entwicklung dieser Regeln verdient machen, mit einigen sehr konkreten Ansätzen.

Die aktuelle Katalonien-Krise ist nun etwas früher gekommen als in dem Buch angenommen, und sie zeigt, mit welcher Naivität, Sturheit und Ideenlosigkeit politische Protagonisten wie Rajoy, Puigdemont, Felipe und Mitstreiter dabei aufeinanderprallen.

U.a. zu solcher Ideenlosigkeit sollte das Buch ein Gegenentwurf sein.

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