Byung-Chul Han

 4 Sterne bei 44 Bewertungen
Autor von Müdigkeitsgesellschaft, Was ist Macht? und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Vom Verschwinden der Rituale

Erscheint am 14.06.2019 als Hardcover bei Ullstein Buchverlage.

Alle Bücher von Byung-Chul Han

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Müdigkeitsgesellschaft

Müdigkeitsgesellschaft

 (8)
Erschienen am 04.10.2010
Was ist Macht?

Was ist Macht?

 (6)
Erschienen am 01.07.2005
Transparenzgesellschaft

Transparenzgesellschaft

 (5)
Erschienen am 06.03.2012
Philosophie des Zen-Buddhismus

Philosophie des Zen-Buddhismus

 (5)
Erschienen am 01.03.2002
Psychopolitik

Psychopolitik

 (4)
Erschienen am 26.11.2015
Duft der Zeit

Duft der Zeit

 (2)
Erschienen am 01.04.2009
Die Errettung des Schönen

Die Errettung des Schönen

 (2)
Erschienen am 23.07.2015

Neue Rezensionen zu Byung-Chul Han

Neu

Rezension zu "Philosophie des Zen-Buddhismus" von Byung-Chul Han

Wie geht es für den Buddhismus weiter?
Ayleen_Scheffler_Hadenfeldtvor 22 Tagen

https://www.lovelybooks.de/autor/Ayya-Khema/Das-Geheimnis-von-Leben-und-Tod-143148060-w/rezension/2035171033/

Diese Rezension bezieht sich über das Buch hinaus ganz allgemein auf den Buddhismus.


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M

Rezension zu "Die Austreibung des Anderen" von Byung-Chul Han

Vom Verlust jeder schützenden Distanz
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Vom Verlust jeder schützenden Distanz

„Die digitale Kommunikation als neue Produktionsform schafft rigoros jede Distanz ab, um sich zu beschleunigen“.

„Der Transparenzzwang beseitigt jede Seh- und Informationslücke und liefert alles totaler Sichtbarkeit aus“.

Das, was den Fremden fremd sein lässt, das, was den Anderen anders macht, nivelliert auf diese Art und Weise immer mehr. Sei es (scheinbar) freiwillig über soziale Netzwerke als „Freundeskreis“, sei es (offenkundig) als hohes Interesse aller Wirtschaftstreibender an möglichst umfassenden Informationen über den aktuellen oder, vor allem, möglichem Kunden.

Eine Entwicklung, die Han mit großer Sorge konstatiert, die er an vielen Beispielen griffig macht, die er als eine sich „schon auf dem Weg befindende“ neue Lebensform konkretisiert.

„Beängstigend ist eben das sich immer verstärkende Rauschend es Gleichen“.

Abgetrennt sein, zumindest in gewissen Teilen der eigenen Person, sich distanzieren und so eigenständiges Individuum sein, dem steht dieser immer stärker und schneller werdende Druck der „An-Gleichung“, der „Normierung“ gegenüber. In einer Zeit, in der auch Menschen von Seiten der Wirtschaft als „Funktion“ entweder zur „Produktion“ oder des „Konsums“ gesehen wird, in der sich ganze Bildungssystem auf ebendiese Anforderungen der Profitabilität hin ausrichten.

Und das Ganze, auch damit beschäftigt sich Han und auch darin überzeugt sein Essay, sozusagen in der Quadratur des Kreises. Denn trotzt immer stärkerer Angleichung ist das Gefühl von „Freiheit und Individualität“ stark verbreitet.

Das muss man erst mal schaffen, als Konzern Millionen, Milliarden seiner Geräte an den Kunden zu bringen und jedem der Kunden zu vermitteln, er wäre eben nicht „einer von zig-Millionen“ Besitzer des Geräts, sondern durch den Besitz des Geräts ganz besonders „individuell“. Um dann das Gerät eifrig zu nutzen, um noch transparenter zu werden und sich noch mehr im „Rauschen des Gleichen“ zu verfangen.

Tief Dunkel malt Han die Gegenwart und die Entwicklung, die er aufzeigt. Nicht immer einfach zu lesen sind seine Wortkaskaden, die dennoch, bei konzentriertem Leser, eigentlich immer den ein oder anderen Anstoß in sich tragen, eigene Beobachtungen stützen, wobei man sich ja nicht jeder negativen Bewertung des Autors anschließen muss.

In den Beobachtungen, die Han immer wieder in neuen Schleifen in diesem Essay ausbreitet, in seiner Sorge vor der Preisgabe des „Fremd-Sein-Dürfens“ und eines volkkommen transparenten, „gläsernen“ Menschen aber kann man die Gedanken dieses Buches durchaus und sogar überaus ernst nehmen.

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Rezension zu "Psychopolitik" von Byung-Chul Han

Versatzstücke anderer?
Sokratesvor 3 Jahren

Mein erstes Buch von Byung-Chul Han, was auch nicht sein erstes ist. Gut zu lesen, besondere Rafinesse bei der Sprache gibt es nicht, auch inhaltlich gut erschließbar. - Nur, wer viel aus dem links-kritischen Genre liest, wird unglaublich viel wiederfinden. Das fand ich enttäuschend, denn ein Review vorhandener Ideen unter Auswertung und Akzentuierung des Autors kann doch nicht alleiniger Sinn & Zweck dieses Buches sein, oder? Soweit er eigene Schwerpunkte durch gezielte Auswahl setzen wollte, so sind die gewonnenen Ergebnisse auch nicht neu oder überraschend. Alle wesentlichen Interpretationen hat es so oder ähnlich bereits gegeben: Manipulation durch Social Media, perfekte Selbstausbeutung statt früherer (klassisch marxistischer) Ausbeutung der Arbeitskraft, etc. Manchmal frage ich mich, wieso der Buchmarkt so eine unendliche Fülle an sozial- & gesellschaftskritischen Büchern mit linker Tendenz auswirft, sich aber dann nichts an unseren Lebensverhältnissen ändert, wenn doch das kritische Reflektieren einer breiten Leserschaft zum Massensport geworden ist?! Ein wenig Frust darf angebracht sein und Enttäuschung über ein Buch, dass die ewig gleichen Zeitdiagnosen wälzt - zum Glück mal nur auf 123 Seiten...

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