Byung-Chul Han

 4 Sterne bei 56 Bewertungen

Lebenslauf von Byung-Chul Han

Byung-Chul Han, geboren 1959, studierte zunächst Metallurgie in Korea, dann Philosophie, Germanistik und katholische Theologie in Freiburg und München. Nach seiner Habilitation lehrte er Philosophie an der Universität Basel, ab 2010 Philosophie und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, und seit 2012 Kulturwissenschaft an der Universität der Künste in Berlin. Im S. Fischer Verlag sind zuletzt erschienen »Psychopolitik. Neoliberalismus und die neuen Machttechniken« (2014), »Die Errettung des Schönen« (2015) sowie »Die Austreibung des Anderen. Gesellschaft, Wahrnehmung und Kommunikation heute« (2016).

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Byung-Chul Han

Cover des Buches Was ist Macht? (ISBN: 9783150183564)

Was ist Macht?

 (6)
Erschienen am 01.07.2005
Cover des Buches Transparenzgesellschaft (ISBN: 9783882215953)

Transparenzgesellschaft

 (5)
Erschienen am 06.03.2012
Cover des Buches Psychopolitik (ISBN: 9783596033751)

Psychopolitik

 (5)
Erschienen am 26.11.2015
Cover des Buches Philosophie des Zen-Buddhismus (ISBN: 9783150181850)

Philosophie des Zen-Buddhismus

 (5)
Erschienen am 01.03.2002
Cover des Buches Vom Verschwinden der Rituale (ISBN: 9783550050718)

Vom Verschwinden der Rituale

 (5)
Erschienen am 14.06.2019
Cover des Buches Agonie des Eros (ISBN: 9783957572776)

Agonie des Eros

 (3)
Erschienen am 13.10.2017
Cover des Buches Duft der Zeit (ISBN: 9783837611571)

Duft der Zeit

 (2)
Erschienen am 01.04.2009

Neue Rezensionen zu Byung-Chul Han

Cover des Buches Undinge (ISBN: 9783550201257)yellowdogs avatar

Rezension zu "Undinge" von Byung-Chul Han

Von Dingen und Undingen
yellowdogvor 6 Monaten



Der deutsch-koreanische Philosoph Byung-Chul Han hat ein interessantes neues Buch vorgelegt.


Undinge ist ein für mich überraschender Text über Information und Kommunikation mit Umbrüchen in der heutigen Zeit. Das ist mit einem deutlich kritisch Ton unterlegt.

Erstaunlicherweise sieht Byung-Chul Han seine These zum Teil als Erweiterung von Heideggers Seins-Begriff. Auch Hannah Arendt und Walter Benjamin werden erwähnt.


Gut gefallen haben mir die Bezüge zu Roland Bathes Fotografiebuch Die helle Kammer, das er als Eloge der analogen Fotografie bezeichnet.

Nicht nur deswegen wurde Selfies mein Lieblingskapitel des Buches.


Es gibt sogar immer wieder literarische Verweise, z.B. zu Musil, Satre, Rilke, Robert Walser, Antonie de Saint-Exupery, Peter Handke und Kafka.


Mit einem Exkurs zur Jukebox erhält das Buch zum Ende hin noch einen Höhepunkt.

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Cover des Buches Lob der Erde (ISBN: 9783103972771)frenx1s avatar

Rezension zu "Lob der Erde" von Byung-Chul Han

Ein Philosoph als Gärtner
frenx1vor 2 Jahren

Drei Jahre Garten: Der Philosoph Byung-Chul Han beschließt, drei Jahre lang in Berlin einen Garten zu hegen und zu pflegen. Herausgekommen ist sein Buch "Lob der Erde". In seinem Buch beschreibt Byung-Chul Han nur an zwei Stellen die Arbeit im Garten, das Pflanzen und das Unkrautjäten. Ansonsten erweist sich der Philosoph als stiller Beobachter, der sich von der Schönheit der Pflanzen beeindrucken lässt. 

Byung-Chul Han lässt sich so sehr von ihr beeindrucken, dass er zur Überzeugung kommt, dass die Erde eine göttliche Schöpfung sein muss, und so kann er selbst die Gartenarbeit als "eine stille Meditation" verstehen. 

Das ist die eine Art, wie im Buch der Garten betrachtet wird: die Wirkung auf den Gärtner. Der Autor beobachtet sich, nimmt seine veränderte Wahrnehmung auf die Erde wahr, kritisiert das Leistungsdenken. Er nimmt seine veränderte Wahrnehmung der Zeit wahr, er leidet mit der Natur, hat bei Frost Angst um sie, bezeichnet einzelne Pflanzen schließlich als seine Geliebten und trauert, wenn sie absterben. 

Wer hier nun aber geschliffen ausgearbeitete Erkenntnisse erwartet, geht fehl. Byung-Chul Hans Buch ist eher tagebuchartig angelegt, Aussagen werden getroffen ohne dass sie ausführlich begründet werden. Dabei wirkt manches übertrieben, ja fast schon kitschig, manches sehr einfach gedachte, ja fast schon platt - und manches einfach schön. 

So eine Stelle findet sich, wenn das erste Graben im Garten beschrieben wird:


"Die graue sandige Erde, die dabei zum Vorschein kam, war mir fremd, ja fast unheimlich. Ich staunte über ihre geheimnisvolle Schwere."  


Was hierauf folgt, ist eine Exkursion über die Beschaffenheit Berliner Böden. Das ist die zweite Art, wie im Buch der Garten betrachtet wird: fachbuchartig wird dargelegt, wie der Boden beschaffen ist, wie Pflanzen aussehen... 

Am interessantesten ist aber die persönliche Sicht des Autors auf die Pflanzen. Wir erfahren, dass er ein großer Fan eines Wintergartens ist, dass er wuchernde Pflanzen nicht mag, dass Schatten ihm wichtig ist, dass Dahlien ihm zu plump sind, während Funkien sein Herz erobert haben. Die liebevolle Beschreibung der Schönheit der Pflanzen ist die dritte Art, wie im Buch der Garten betrachtet wird. Hier stellt der Autor immer wieder literarische Bezüge her und schiebt Gedichte und andere literarische Texte ein. 

Es ist mitnichten ein Gärtner, der diesen Garten am Wannsee hegt und pflegt - es ist ein Intellektueller, der im Garten eine neue Welt für sich entdeckt. Das ist teilweise spannend mitzuerleben, teilweise aber auch - vor allem durch viele Wiederholungen einzelner Aussagen - anstrengend. Am deutlichsten wird das, wenn er - weil er Samen mitbringt? - von seinen Reisen erzählt und - warum auch immer - von der Prädidentschaftswahl in Korea. Insgesamt wirkt das schmale Buch doch eher wie eine Sammlung von unredigierten Tagebuchaufschrieben. Das hat nicht immer seinen Reiz.

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Cover des Buches Vom Verschwinden der Rituale (ISBN: 9783550050718)yellowdogs avatar

Rezension zu "Vom Verschwinden der Rituale" von Byung-Chul Han

10 Essays
yellowdogvor 2 Jahren

Vom Verschwinden der Rituale heißt das neue Essay von Byung-Chul Han, der wahrscheinlich der momentan angesagteste deutschsprachige Philosoph ist.
Ich lese die 10 Kapitel aber als einzelne Essays. Alle Kapitel tragen eigene Titel. Das letzte könnte auch als erstes geschrieben sein. Es gibt nur der Titel “Vom Verschwinden der Rituale”  als übergeordnetes Thema, das sie verbindet, wenn überhaupt.
Das mindert natürlich nicht unbedingt die Qualität. Zum Beispiel empfand ich das Essay, in dem Byung-Chul Han über einen Texte von Peter Nadas reflektiert, sehr ansprechend. Das gilt auch für das Gespräch zwischen Foucault und dem Filmemacher Werner Schroeter, das in “Spiel um Leben und Tod” behandelt wird.
Wenn aber Hegel und Marx ins Spiel gebracht werden, erlahmt mein Interesse.
In Reich der Zeichen wird es wieder interessanter, da es um Haikus geht.
Auch ein paar der anderen Kapitel sind lesenswert. Vom Duell zum Drohnenkrieg zum Beispiel ist thematisch brisant.

Die Stärke des Autors liegt in der Bandbreite an Themen und Bezüge, die er einsetzt.

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