Byung-Chul Han Die Austreibung des Anderen

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Inhaltsangabe zu „Die Austreibung des Anderen“ von Byung-Chul Han

Der international als 'neuer Star der deutschen Philosophie' gehandelte Byung-Chul Han legt nach seinem Bestseller 'Psychopolitik' sein neues Buch über Gesellschaft, Wahrnehmung und Kommunikation heute vor:

Die Zeit, in der es den Anderen gab, ist vorbei. Der Andere als Freund, der Andere als Hölle, der Andere als Geheimnis, der Andere als Verführung, der Andere als Eros verschwindet. Er weicht dem Gleichen. Die Wucherung des Gleichen macht heute die pathologischen Veränderungen aus, die den Sozialkörper befallen. Sie gibt sich dabei als Wachstum. Nicht Entfremdung, Entzug, Verbot, Verdrängung, sondern Überkommunikation, Überinformation, Überproduktion und Überkonsumtion machen ihn krank. Nicht Repression durch den Anderen, sondern Depression durch das Gleiche ist das Zeitzeichen von heute. Byung-Chul Hans neuer Essay spürt der Gewalt des Gleichen in den Phänomenen wie Angst, Globalisierung und Terrorismus nach, die die heutige Gesellschaft kennzeichnen.

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  • Vom Verlust jeder schützenden Distanz

    Die Austreibung des Anderen

    michael_lehmann-pape

    26. August 2016 um 14:20

    Vom Verlust jeder schützenden Distanz„Die digitale Kommunikation als neue Produktionsform schafft rigoros jede Distanz ab, um sich zu beschleunigen“.„Der Transparenzzwang beseitigt jede Seh- und Informationslücke und liefert alles totaler Sichtbarkeit aus“.Das, was den Fremden fremd sein lässt, das, was den Anderen anders macht, nivelliert auf diese Art und Weise immer mehr. Sei es (scheinbar) freiwillig über soziale Netzwerke als „Freundeskreis“, sei es (offenkundig) als hohes Interesse aller Wirtschaftstreibender an möglichst umfassenden Informationen über den aktuellen oder, vor allem, möglichem Kunden.Eine Entwicklung, die Han mit großer Sorge konstatiert, die er an vielen Beispielen griffig macht, die er als eine sich „schon auf dem Weg befindende“ neue Lebensform konkretisiert.„Beängstigend ist eben das sich immer verstärkende Rauschend es Gleichen“.Abgetrennt sein, zumindest in gewissen Teilen der eigenen Person, sich distanzieren und so eigenständiges Individuum sein, dem steht dieser immer stärker und schneller werdende Druck der „An-Gleichung“, der „Normierung“ gegenüber. In einer Zeit, in der auch Menschen von Seiten der Wirtschaft als „Funktion“ entweder zur „Produktion“ oder des „Konsums“ gesehen wird, in der sich ganze Bildungssystem auf ebendiese Anforderungen der Profitabilität hin ausrichten.Und das Ganze, auch damit beschäftigt sich Han und auch darin überzeugt sein Essay, sozusagen in der Quadratur des Kreises. Denn trotzt immer stärkerer Angleichung ist das Gefühl von „Freiheit und Individualität“ stark verbreitet.Das muss man erst mal schaffen, als Konzern Millionen, Milliarden seiner Geräte an den Kunden zu bringen und jedem der Kunden zu vermitteln, er wäre eben nicht „einer von zig-Millionen“ Besitzer des Geräts, sondern durch den Besitz des Geräts ganz besonders „individuell“. Um dann das Gerät eifrig zu nutzen, um noch transparenter zu werden und sich noch mehr im „Rauschen des Gleichen“ zu verfangen.Tief Dunkel malt Han die Gegenwart und die Entwicklung, die er aufzeigt. Nicht immer einfach zu lesen sind seine Wortkaskaden, die dennoch, bei konzentriertem Leser, eigentlich immer den ein oder anderen Anstoß in sich tragen, eigene Beobachtungen stützen, wobei man sich ja nicht jeder negativen Bewertung des Autors anschließen muss.In den Beobachtungen, die Han immer wieder in neuen Schleifen in diesem Essay ausbreitet, in seiner Sorge vor der Preisgabe des „Fremd-Sein-Dürfens“ und eines volkkommen transparenten, „gläsernen“ Menschen aber kann man die Gedanken dieses Buches durchaus und sogar überaus ernst nehmen.

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