Cécile Harel

 3.3 Sterne bei 4 Bewertungen

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Sookie70s avatar

"Ich habe meinen Mann bei einem Abendessen kennengelernt (...) Gleich auf den ersten Blick war mir klar, dass ich mein Leben mit ihm teilen würde." (aus dem Klappentext)

Was sich anhört, wie der Beginn einer großen Liebesgeschichte, entpuppt sich vielmehr als schwieriges Psychogramm von gleich sieben ineinander verwobenen Charakteren.

Marie, die Ich-Erzählerin, Anfang 40, hat sich dem Leben nie wirklich gestellt und letztendlich auch nicht viel erreicht. Dass sie rechts spät noch geheiratet hat ("ihren Mann", den sie im Buch nie beim Namen nennt), ist zum Teil einem Zufall zu verdanken, zum anderen scheint gerade er in Maries Leben eine klaffende Lücke auszufüllen. Sie war das jüngste von vier Kindern und liebt ihre drei älteren Brüder, die aber keine Gelegenheit auslassen, ihr und den Eltern das Leben schwer zu machen: Der Älteste, Virgil, ist ein Narzisst, André hat immer wieder mit Alkoholproblemen zu kämpfen und Ferdinand leidet unter einer schweren, psychischen Erkrankung. Der Vater, ein gescheiterter Künstler, ist ein Frauenheld, die Mutter liebt ihn abgöttisch und verzeiht ihm scheinbar alles. Und Marie selbst? Sie versucht, so wenig wie möglich in Erscheinung zu treten, so lange, bis es nicht mehr anders geht und sie sich der Realität stellen muss...

Schwerer Tobak - aber leichtgängig geschrieben, sodass ich das Buch recht schnell ausgelesen hatte. Dabei ist es sicher nichts für Zwischendurch: Diese Geschichte einer völlig verrückten Familie ist traurig und hinterlässt einen bitteren Beigeschmack. Gegen Ende stellt man sich fast zwangsläufig die Frage: "Was wäre gewesen, wenn...?"

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Kristine_liests avatar

Rezension zu "Während wir warten, bis die schönen Zeiten wiederkehren" von Cécile Harel

Kein Buch für zwischendurch
Kristine_liestvor 4 Jahren

In Rückblicken erzählt Cecile Harel die Geschichte der Familie von Marie. Diese besteht aus ihrem Vater, ihrer Mutter und ihren drei Brüdern.
Dies macht sie mit einem Schreibstil, bei dem ich einige Zeit brauchte, bis ich ihn so richtig "drin" hatte. 
Da dieser Roman meiner Meinung nach nicht soeinfach nebenbei gelesen werden kann, da er einfach zu komplex ist, hatte er es bei mir nicht leicht, ich habe momentan meinen Kopf einfach zu voll.

Von daher kann ich dem Buch vielleicht gar nicht so gerecht werden, wie es vielleicht verdient wäre.

Zusammenfassen kann ich sagen, dass "Während wir warten, bis die schönen Zeiten wiederkehren" nicht geeignet ist, um einen leichten, gemütlichen Leseabend zu verbringen. Wer allerdings mit Herz und Kopf richtig bei der Sache ist, macht damit garantiert nichts falsch.

3 Sterne vergebe ich.

Ach ja, irgendwo in den Weiten des Internet habe ich gelesen, dass dieser Roman biographische Züge trägt.

http://kristineliest.blogspot.de/

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Scheherazades avatar

Rezension zu "Während wir warten, bis die schönen Zeiten wiederkehren" von Cécile Harel

Eine Geschichte über eine Frau und ihre Familie
Scheherazadevor 4 Jahren

Marie ist glücklich mit ihrem Mann, aber dieses Weihnachten scheint nicht so zu werden, wie sie es sich vorstellt. Denn eigentlich möchte sie ihre Eltern an ihren Gräbern besuchen, aber das ist leichter gesagt als getan. Die Gräber liegen hunderte Kilometer auseinander und ihr Mann will sie eigentlich nicht begleiten und ihren Ex kann sie schlecht fragen. Während sie also auf eine Lösung des Problems wartet, erzählt sie ihre Lebensgeschichte und die ihrer Familie.

Die Geschichte an sich fand ich etwas zu verwirrend. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass nur Ereignisse aneinander gereiht werden á la „Dann passierte das und das und das …“. Da ist zum Beispiel der Bruder Ferdinand, der in Abständen immer wieder halluziniert. Wenn er seine Tabletten nicht nimmt, bekommt er einen Schub. Da es aber so oft passierte und meist nur kurz erwähnt wurde, kann ich nicht mehr sagen, wie oft er eigentlich in einer Psychiatrie war und wie oft er sich davor gedrückt hat. Es ist also nicht viel hängen geblieben.

Genauso verhielt es sich auch mit den anderen Geschichten. Sie waren alle sehr kurz und dann kam schon etwas Neues. Es ist eben doch schwierig eine komplette Familiengeschichte (Vater, Mutter, 3 Söhne, 1 Tochter (Marie) + Ehemann) auf 240 Seiten zu quetschen. Hier währe weniger und dafür ausführlicher, für mich angenehmer gewesen.

Das Ende hat mich total geschockt. Mit so einer Wendung hatte ich überhaupt nicht gerechnet, aber wenn man rückblickend auf die Erzählung schaut, hat es sich doch angebahnt, obwohl ich es zu dieser Zeit noch nicht so recht deuten konnte. Deshalb ist das Ende für mich sehr positiv, denn ich mag solche Wendungen.

Der Erzählstil ist sehr eigen und ich brauchte eine Weile bis ich mich an ihn gewöhnt hatte. Danach hat er mir gut gefallen. Es werden nämlich die vergangenen Ereignisse mit der Jetzt-Zeit vermischt, da Marie ihre Geschichte ihrem Ehemann erzählt. Ich finde dies ist eine schöne Art eine Geschichte zu erzählen.

Insgesamt ein Buch, das einige Schwächen hat, mit einem schönen Erzählstil. Von mit gibt es 3 Sterne.

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