Neue Rezensionen zu C. A. Phipps

Krimi fängt erst nach mehr als einem Drittel an, viele redundante Gespräche

Inhalt: Maddie Flynn stammt aus der Kleinstadt Maple Falls in Oregon. Wegen des Studiums ging sie vor einigen Jahren nach New York, wechselte dann den Beruf und träumt nun davon, eine Bäckerei zu eröffnen. Da wird sie von der Großmutter, bei der sie aufwuchs, gebeten, heimzukommen und zu helfen, das Haus zu verkaufen. Doch in Wahrheit hat die Gran ganz andere Pläne. In der Inhaltsangabe der Autorin heisst es: Maddie hätte nie damit gerechnet, den Backwettbewerb zu gewinnen und über eine Leiche zu stolpern. Und dass ihr dann ihr unglaublich gutaussehender Ex im Nacken sitzt, weil Maddie des Mordes verdächtigt ist und er der Sherrif.

Bewertung: Beim Aufräumen meines Readers habe ich noch ein drittes Buch von C. A. Phipps gefunden. Wie kann es anders sein, es zu lesen war natürlich nach den anderen beiden, die ich bereits nicht mochte, reine Zeitverschwendung. Der Mord passiert erst nach mehr als einem Drittel und die letzten beiden Kapitel dienen dazu, das Geschehen zu rekapitulieren. Insgesamt hatte mir das Buch zu wenig von der versprochenen Handlung. Charakteristik von Cosy Crime seien Gespräche. Dagegen habe ich nichts. Nur sind diese hier schrecklich redundant. Es hat sich vieles wiederholt - es gibt ein Gespräch, Maddie denkt darüber nach und es gibt noch ein Gespräch über das Thema mit einer dritten Person. Nach meinem Empfinden war das oft ein Wiederkäuen und es gab nicht wirklich ein Input oder eine Entwicklung. Man weiss ja sowieo meist, wie es kommt. Allerdings war die Auflösung des Verbrechens komplizierter als gedacht, weil die Figuren nicht ganz so (aber doch schon) eindimensional sind, wie es scheint. Den Ton des Buches mochte ich auch nicht. Es gab nach meinem Empfinden zu viele Floskeln, die sagen, man solle das Richtige tun, sich durchbeissen usw. Das wirkte auf mich unecht und lebensfremd. Ich gebe dem Buch 2 Sterne.

Abbruch, da ich nicht mitschwingen konnte und es mir zuviele Themen waren

Inhalt: Jessica Lavender ist 45 Jahre, als ihre Mutter stirbt. Sie möchte eigentlich nur für 1-2 Tage nachhause kommen, um alles zu regeln. Doch ihr Kater Maestro fängt nicht nur urplötzlich zu reden an. Er eröffnet Jessica ausserdem, dass sie eine Hexe ist, aus einer Linie von Hexen stammt und ihre Mutter ermordet wurde.

Bewertung: Ich habe das Buch quasi aus Pflichterfüllung angefangen :D Dummerweise hatte ich mir zwei Bücher der Autorin gleichzeitig heruntergeladen und das erste nicht gemocht. Und Überraschung, das zweite mochte ich auch nicht, so dass ich es nach den ersten 3 Kapiteln abbrach. Ich mochte den Ton nicht; das ist schwer zu erklären. Ich merkte, dass ich nicht mitschwinge und es für mich wie Laientheater klingt. Es mag auch daran liegen, dass ich persönlich ganz andere Dinge zu besprechen hätte, wenn mein Haustier auf einmal reden würde. Die Beziehung der beiden war mir zu unpersönlich und lieblos. Es wurden zudem zuviele Themen auf einmal aufgebracht. Wobei man sich andererseits freuen kann, dass es viel Abwechslung und Umtriebe in der Story gibt. Diese klang für mich allerdings bekannt. In der Reihe Cozy Café Mysteries übernimmt ja auch die Tochter bzw. die Töchter die Bäckerei von der Mutter, wenn auch ohne Zauber. Mir erscheint das wie ein Schema, das man leicht abgewandelt strickt. Darauf hatte ich keine Lust, auch wenn sich der Text bis dahin flüssig gelesen hatte. Im Anhang gab es auch wieder ein Kapitel Rezepte. Es war nur eins, angeblich ein Familienrezept: gekaufter Teig, ein Glas Kirschen und Wackelpuddingpulver - das nahm ich als schlechtes Omen für das Buch. Im ersten Buch der Autorin war die Kulinarik ähnlich einfach und wurde von der Autorin trotzdem hochgelobt. Dabei kann man das Rezept nicht mal wirklich nachmachen, weil die Hersteller nicht angegeben sind und je nach Hersteller die Zutaten leicht unterschiedlich sind. Es hat keinerlei persönliche Note, kein Familiengeheimnis. Wenn ich ohne Details erzählt bekomme, dass etwas köstlich ist, wie im anderen Buch, dann ist mir das zu oberflächlich. Ich gebe 3 Sterne, wobei ich das Buch nur zum Teil gelesen habe.

Hat mich nicht gecatcht

Inhalt: Es handelt sich hier um den zweiten Band der Reihe The Cozy Café Mysteries. Aus dem ersten Band sind die drei Finch-Schwestern Scarlett, Violet und Ruby mit einem Erbstück herausgekommen: ein wahrscheinlich wertvolles antikes Buch, das es nun zu schätzen und zu verkaufen gilt. Ein ordentlicher Gewinn käme den Schwestern gelegen, denn Scarletts Bäckerei-Café benötigt eine Finanzspritze und Violet möchte aus dem Betrieb aussteigen. Zum Glück braucht Betty dringend einen Job und kann Violet ersetzen. Da finden Scarlett und Ruby auf dem Nachhauseweg zuerst einen herrenlosen Hund und dann einen Toten im Straßengraben. Doch das ist erst der Auftakt zu weiteren schlimmen Ereignissen.

Bewertung: Anfangs dachte ich, die Autorin hätte einen effizienten Schreibstil, wie er mir gefällt. Sie führt beispielsweise Personen ein, ohne sich in endlos in der Haarfarbe und Kleidung zu ergehen. Das kommt aber wohl daher, dass sie nahtlos vom ersten in den zweiten Band geschrieben hat (so mein Eindruck). Jedenfalls wird die Darstellung bald kleinteiliger und manchmal auch redundant. Es wird zudem immer wieder auf den ersten Band zurückgekommen, was für die neue Geschichte eigentlich keine Rolle spielt und mich daher zunehmend genervt hat. Die Figuren haben das Bedürfnis, die früheren Geschehnisse immer und immer wieder zu reflektieren. Das wiederholt sich unschön. Z. B. wurde mehrmals gesagt, wie sehr sich der Bürgermeister zum Positiven verändert habe durch die medikamentöse Behandlung seiner PTBS, obwohl man es bereits beim ersten Mal versteht. Es wurde sowieso sehr viel geredet in diesem Roman. Leider nicht so viel über Verbrechen und wenn, dann war es selten ein Diskutieren und Überlegen, wer es denn gewesen sein könnte. Viel häufiger wurde darüber gesprochen, wie das Verbrechen für jemand ist, dass er sich jetzt schrecklich fühlen muss, oder dass der Sheriff sich streng verbittet, dass man die Nase in die Ermittlungen steckt. So richtig sah ich dann nicht, wo der Roman ein Krimi sein soll, da er seinen Schwerpunkt ganz woanders hat. Vielleicht missverstehe ich aber das ganze Genre Cosy Crime, weil ich dachte, der Unterschied zum normalen Krimi sei, dass es weniger aufregend ist. Außer Cosy Crime soll die Geschichte sein: A Small Town Culinary Cozy Mystery. In der Beziehung wurde ich ebenso enttäuscht. Der Roman enthält zwar am Ende zwei Rezepte (Fudge, Coconut Ice, was eine Art Kuchen ist) und es wird auch viel gegessen in der Geschichte. Aber es findet keine intensivere Beschäftigung mit dem Kochen oder den Speisen statt. Man sagt sehr oft, wie köstlich denn etwas wäre, und bereitet so etwas Undefiniertes zu wie "Salat" oder "Gemüse". Insgesamt wirkte auf mich die Kulinarik, gemessen am Anspruch der Überschrift, recht lieb- und einfallslos. Ich mochte auch nicht die Einstellung der Menschen (der Vogel wurde für mich mit dem letzten Satz von Kapitel 27 abgeschossen). Die fusste oft auf Durchhalteparolen wie Mit Arbeit wird alles besser und sie wirkte auf mich oberflächlich und klischeehaft. Daher konnte ich den Gesprächen wenig abgewinnen. Trotzdem las sich der Roman flüssig und hielt mich bei der Stange. Vermutlich lag es am Timing, denn es wird zügig von einem Thema zum nächsten gewechselt, so dass trotz der Wiederholungen keine Längen entstehen. Ungefähr aber der Mitte hatte ich einen starken Verdacht, wer der Schuft sein könnte. Und da bin ich zum Ende vorgesprungen, wo sich mein Verdacht bestätigt hat. Ich lese gern mit dem Wissen vom Ende einen Roman, weil das Szenen einen Grusel verleihen kann. Und mir hat tatsächlich gefallen, wie die Autorin kleine Hinweise auf den Schuft eingebracht hat. Der Täter wird also zum Schluss nicht einfach aus dem Hut gezogen und man hat als Leser*in wirklich eine Chance zu raten oder zu ermitteln, wer es denn ist. Und die Auflösung ist zudem etwas komplexer, als ich gedacht hätte. Leider war mir zu unrealistisch, wie der Schuft gestellt wurde. Ich denke, sogar 12jährige würden das vernünftiger regeln. Danach kommt die Story leider nur langsam endgültig zum Schluß. Vieles hätte es in den letzten Kapiteln nach meiner Meinung nicht gebraucht. Ich gebe dem Roman 3 Sterne.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

2 Bibliotheken

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks