Gleich vorweg, um keine falschen Erwartungen zu schüren: Hier geht es nicht per se um Anne Boleyn. Sie bzw. ihre Hinrichtung ist nur der Aufhänger einer Hetzjagd quer durch Europa.
Das Buch beginnt mit der Hinrichtung von Anne Boleyn am 19. Mai 1536. Sie wird, auf Grund ihrer hohen Stellung durch das Schwert hingerichtet. Dazu hat man den französischen Scharfrichter Jean Rombaud, dem Meister von Calais, nach London geholt. Er soll Anne Boleyns letzten Wunsch, ihre legendäre sechsfingrige Hand an einer bestimmte Weggabelung vergraben, um sie vor dem MIssbrauch durch die katholische Kirche zu bewahren.
Damit beginnt eine Hetzjagd quer durch Europa ....
Meine Meinung:
Um Anne Boleyn (1501-1536), die zweite von insgesamt sechs Ehefrauen von Könige Heinrich VIII. ranken sich allerlei Geschichten wie jene von Nicolas Sander, einem Jesuitenpriesters in Umlauf gebrachte Anmerkung, Anne hätte an der rechten Hand sechs Finger gehabt. Und genau um diese Hand geht es hier. In einer Zeit, in der man glaubt, Könige seien von Gottes Gnade erleuchtet und in ihr Amt eingesetzt, sowie dass das Handauflegen eines gekrönten Hauptes Krankheiten heile, kommt der Hand von Anne Boleyn eine beinahe hysterische Bedeutung zu.
Nun, dieser historische Roman ist eine Aneinanderreihung von Stechen und Hauen an unterschiedlichen Schauplätzen. Jean Rombaud und seine wenigen Getreuen, darunter ein Mitglied der Familie Fugger, hetzt mit der Hand in der Satteltasche durch die Lande. Sie werden von diversen anderen Gruppen hartnäckig verfolgt.
Nicht alles ist historisch belegt und glaubwürdig. Dieser Roman ist eher dem Subgenre Abenteuerroman mit Fantasyelementen zu zuordnen.
Fazit:
Nicht der beste historische Roman rund um Anne Boleyn, dem ich mit Nachsicht 3 Sterne gebe.













