C. E. Morgan Die Glut der Sonne

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Inhaltsangabe zu „Die Glut der Sonne“ von C. E. Morgan

Manchmal muss man seine Träume aufgeben, um sein Glück zu finden Endlose Tabakfelder auf einer Farm in Kentucky, ein glutheißer Sommer, ein junges Liebespaar - die amerikanische Schriftstellerin C. E. Morgan webt daraus einen atmosphärisch dichten Roman mit unvergesslichen Landschaftsbildern und eindringlichen Szenen einer Liebe. Ein heißer Sommer in Kentucky: Die junge Aloma fährt mit ihrem Geliebten Orren zu der einsam gelegenen Tabakfarm, die er geerbt hat, nachdem seine Familie bei einem Unfall ums Leben kam. Aloma selbst ist schon seit ihrer Kindheit eine Waise; sie ist froh, der Enge der Missionsschule, in der sie als Klavierlehrerin arbeitete, zu entkommen. Sie träumt von einem Leben in Freiheit, voll Liebe und Leidenschaft, doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Während Orren unter großen Mühen die Farm vor der drohenden Dürre zu retten versucht, ist Aloma den ganzen Tag allein und muss das alte, klapprige Haus hüten. Und lebt wieder im Schatten der Berge, die ihr von klein auf verhasst sind. Der wortkarge, reizbare Orren wird ihr zunehmend fremd, und die Farm kommt ihr immer mehr wie ein Gefängnis vor, eine feindselige Kraft, die alles Leben aus ihr heraussaugt. Ihre innere Unruhe und Unzufriedenheit wächst – bis ihr eines Tages gegen Ende des glutheißen Sommers klar wird, dass sie sich ein paar entscheidenden Fragen stellen muss: Ist es wirklich die Farm, die sie unglücklich macht, oder liegt es nicht eher an ihr selbst, an ihren Ausbruchsphantasien, für die sie Orren womöglich nur benutzt hat? Will sie sich vorbehaltlos auf das Leben mit Orren einlassen, ihn so nehmen, wie er ist?

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  • Rezension zu "Die Glut der Sonne" von C. E. Morgan

    Die Glut der Sonne
    Clari

    Clari

    27. August 2010 um 17:06

    Endlose Weite und trockene Hitze markieren den Beginn einer Liebesgeschichte, die in Kentucky des heutigen Amerikas spielt. Aloma lernt den Tabakfarmer Orren kennen, mit dem sie auf die zerfallene Tabakfarm seiner Vorfahren fährt. Beide sind jung, haben keine Eltern mehr und freuen sich an einander. Aloma ist froh, ihrem Job als Klavierlehrerin auf einer strengen Missionsschule zu entkommen. Bald jedoch merkt sie, dass sie sich ein armseliges und entbehrungsreiches Leben an Orrens Seite ausgesucht hat. Das Klavier, das in dem zerfallenen Farmhaus steht ist nicht mehr zu gebrauchen, und ein Neues ist nicht bezahlbar. Orren vertröstet sie, aber sie bemerkt, dass sie an seiner Seite auf sehr vieles verzichten muss. Für ihre Musikliebe findet sie vorübergehend ein Ventil als Kirchenmusikerin. Hin und her gerissen zwischen ihrer Musikfreude und der heimlichen Bewunderung und zart angedeuteten Liebe von Bell, dem Pfarrer, und ihrem Leben an der Seite von Orren, warten dann doch einige Überraschungen auf den Leser. Der Roman lebt von der ländlichen Armseligkeit, von der harten Arbeit, mit der Orren mit seinem wenigen Vieh über die Runden zu kommen trachtet, und er lebt von der Spannung in einer Beziehung, in der nur wenige Wünsche in Erfüllung gehen. Aloma ist eine sehnsüchtige Frau, die mit dem nüchternen und spracharmen Mann ein Leben führt, von dem sie nicht weiß, wohin es führen wird. Die Arbeit, der Sommer, Hitze und Fleischeslust sind die täglichen Begleiter eines Lebens, in dem es so manch’ ein Geheimnis gibt. Ereignisarm und doch von verhaltener Spannung erfüllt erlebt man die Entwicklung zwischen Orren und Aloma. Der geheime Reiz besteht in der dürren, kargen Handlung, die von der unterschwelligen Spannung lebt, ob Orren und Aloma sich in ihr Leben zu zweit finden werden. C.E. Morgan bedient sich sparsamer Bilder, die umso eindringlicher wirken, als sie dem Land, dem Klima und den Menschen in ihrer sparsamen Diktion entsprechen. Aloma stellt fest „ Mehr als minutenweise Glück würde ihr die Welt nicht bescheren, eher weniger; dennoch wollte das Leben irgendwie ertragen sein“. Mehr oder weniger geht nicht. Ein Stiller, ruhiger von innerer Spannung getragener Roman bringt den Leser zum Nachdenken und lässt ihn teilnehmen an der Entwicklung eines Glücks,das nicht überragend ist und keine Euphorie kennt. Auch so kann Leben sein: bescheiden, anspruchslos und den Gegebenheiten von Bedürfnislosigkeit und kargen Einkünften Rechnung tragend. Poetisch dicht erzählt C.E. Morgan von den Wechselfällen des Klimas und von einer Landschaft, die heiß, schwül und in seiner geographischen Vielfalt eindrucksvoll ist. Ein liebevoll skizzierter Blick in das Land der unbegrenzten und begrenzten Möglichkeiten ist der Autorin mit diesem Roman gelungen. Die Übersetzerin Sabine Roth hat den Roman einfühlsam ins Deutsche übertragen.

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