C. G. Jung

 4.4 Sterne bei 66 Bewertungen

Alle Bücher von C. G. Jung

Sortieren:
Buchformat:

Neue Rezensionen zu C. G. Jung

Neu
M

Rezension zu "Das göttliche Kind" von C. G. Jung

Rezension zu "Das göttliche Kind" von C.G. Jung
michael_lehmann-papevor 7 Jahren

Zur Erläuterung der Mythologie

Mythen als „Aussage über unbewusstes seelisches Geschehen“, die es zu entschlüsseln gilt im Rahmen eines „kollektiven Unbewussten“, das ist psychotherapeutische Ansatz C.G.Jungs im Rahmen seiner „Analytischen Psychologie“. Naheliegend ist auf diesem Hintergrund die enge Verbindung zur Darstellung konkreter Mythen durch Karl Kerényi, der die Erforschung von eben jener Mythen zu einem Schwerpunkt seines Lebenswerkes gemacht hatte.

1939/40 sind die im Buch vereinigten Abhandlungen über „Das göttliche Kind“ und „Das göttliche Mädchen“ erschienen. Im Aufbau folgt zunächst eine „unverstellte“ Darlegung des jeweiligen Mythos an sich im Kontext seines Auftreten verschiedener mythologischen Gestalten und Erzählungen. Das „göttliche Kind“ hier unter anderem als Apollon, Zeus, Herms, Dionysos, das „göttliche Mädchen“ in den Mythen um Hekate, Demeter, Persephone, Koregestalten und manchem mehr.
Darstellungen, dann je gefolgt von Erläuterungen durch C.G.Jung zum Archtypen des „Kindes“ und zu den psychologischen Aspekten der „Kore-Figur“..

Dabei werden die beiden Grund-Mythen im Buch nicht vollständig erschöpfend behandelt und ausgelegt, sondern diesen in bester Weise zur Illustration und als methodische Beispiele für die eng verzahnte Mythenforschung und psychologische Arbeit an und Mit diesen Mythen als Zeichen des „kollektiven Unbewussten“.

„Was hat Mythologie mit Ursprung und Ursprüngen zu tun“ ist die Leitfrage, um welche die Betrachtungen dieser Studie kreisen, um durch dieses „Kreisen“ eine „Erweiterung jenes unmittelbaren Zugangs, durch den der Leser seinen eigenen Weg zur Mythologie zu finden hat“ zu schaffen.

Ein Weg, für den C.G.Jung maßgebliche Arbeiten geliefert hat, in dem er in Freudscher Tradition zunächst die Existenz einer „nichtbewussten Seele“ deutlich in das Zentrum der Betrachtungen rückt und darüber hinausgehend feststellt, dass im Traum und in den Produkten der Psychose sich vielfache Zusammenhänge ergeben, die man in seinen Augen eben nur mit mythologischen Ideenaspekten verknüpfen kann.. „Wiederentstehungen jenseits aller Traditionen“ und damit „mythenbildender Strukturelemente der unbewussten Psyche“, „Mythenbestandteile“ eben, Urbilder oder, in der Sprache Jungs, „Archetypen“.

In Bezug auf das göttliche Kind kann Jung so interpretierend von der „verlorenen Vergangenheit“ sprechen, mit der auch der „Heilbringer“ verloren gegangen ist und immer wieder als „Verkünder oder Erstling“ neu in die Mythologie der Generationen und in das unbewusste Erleben des einzelnen Menschen tritt als, im Kern, Repräsentanz „der unbewussten Kindheitsaspekte der Kollektivseele“. Die es in ihren nur zu ahnenden Bildern für einen psychotherapeutischen Prozess zu Entschlüsseln gilt.

Kerényi und Jung sind Wegbereiter einer modernen Begegnung mit einer kaum fassbaren und letztlich nicht wirklich abschließend erklärbaren „Ur-Welt“ im Menschen. Die Darlegungen an sich sind, wie schon zu Zeiten ihrer Niederlegung, auch für die Moderne hoch interessant (allein schon, was den „Fortschrittsglauben“ angeht) und zum Verständnis tief unbewusster Vorgänge ebenso, wie des Denkens von Jung, durchaus erhellend. Auch wenn es einer hohen Konzentration bedarf, sich allein schon sprachlich in dieser „fremden Welt“ des Buches zurecht zu finden.

Kommentieren0
8
Teilen

Rezension zu "Der Mensch und seine Symbole" von C. G. Jung

Rezension zu "Der Mensch und seine Symbole" von C.G. Jung
siebenundsiebzigvor 9 Jahren

Ein umfangreiches Buch über uns Menschen, unsere Träume und die Symbole, die tief in unserer Seele verborgen sind und manchmal doch in Träumen und Visionen an die Oberfläche unseres Lebens kommen.
Dieses letzte Werk des berühmten Arztes C.G.Jung, sollte nach seiner eigenen Aussage so verfasst sein, daß es auch vom "Durchschnittleser" verstanden wird. Über den Zugang zum Unbewussten, die Funktion der Träume, den Archetyp in der Traumsymbolik, der Gestalt des Helden, die ewigen Symbole und noch viel, viel mehr, unser eigenes "Ich" betreffend, geht es in diesem umfangreichen und interessanten Buch. Es ist gut zu lesen und auch die einzelnen Abschnitte von z.B. Marie-Luise von Franz, Joseph L. Hederson, Jolande Jacobi und Aniela Jaffe, mit zahlreichen Bildern versehen, lassen sich gut und verständlich durchlesen. "Wenn man versteht und fühlt,daß man schon in diesem Leben an das Grenzenlose angeschlossen ist, ändern sich Wünsche und Einstellung" C.G.Jung.
In diesem Sinne kann ich nur jeder Person, welche sich für dieses Gebiet interessiert, das Buch empfehlen.

Kommentieren0
71
Teilen

Rezension zu "Erinnerungen, Träume, Gedanken von C. G. Jung" von C. G. Jung

Rezension zu "Erinnerungen, Träume, Gedanken von C. G. Jung" von C. G. Jung
evaliteravor 11 Jahren

Es wäre so schön, wenn das buch noch mehr Leser finden würde. Lieblingsbuch
7 Sterne.

Kommentieren0
3
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

C. G. Jung wurde am 26. Juli 1875 in Kesswil (Schweiz) geboren.

Community-Statistik

in 72 Bibliotheken

auf 7 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks