C. G. Jung

 4,4 Sterne bei 73 Bewertungen

Lebenslauf

C. G. JUNG, 1875–1961, war einer der Begründer der modernen Tiefenpsychologie und gehört zu den größten Psychoanalytikern des 20. Jahrhunderts. Nach der Trennung von seinem Lehrer Sigmund Freud entwickelte er seine eigene »Analytische Psychologie

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu C. G. Jung

Cover des Buches Die Beziehungen zwischen dem Ich und dem Unbewussten (ISBN: 9783843611367)
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Rezension zu "Die Beziehungen zwischen dem Ich und dem Unbewussten" von C. G. Jung

Olivia_Grove
Ein Blick ins Unbewusste

Dieses Buch ist mehr als nur eine Sammlung kluger Gedanken – es ist das Destillat eines jahrzehntelangen Ringens, das innere Drama des Wandlungsprozesses der unbewussten Seele darzustellen.  


Jung nimmt uns mit auf einen Trip durch die verborgenen Prozesse, die unser Bewusstsein prägen und transformieren – ein Aufeinandertreffen von Licht und Schatten in uns selbst. Unser Ich als ein Fragment eines viel größeren, oft unbewussten Selbst; ein Puzzle aus dunklen, oft unbenannten Teilen, die unser Bewusstsein formen, ohne dass wir es wissen.  

„Und wie die Mitteilungen spiritistischer »Geister« erkennen lassen, dass es sich um Aktivitäten psychischer Teilstücke handelt, so sind auch die primitiven Geister Manifestationen unbewusster Komplexe.“ (eBook S. 83) 


Interessant: Jung glaubte nicht an Geister im traditionellen, übernatürlichen Sinn, sondern betrachtete sie als Manifestationen unbewusster psychischer Prozesse – Symbole für verdrängte Inhalte oder archetypische Bilder, die unser Verhalten beeinflussen. Die Seele war für ihn ein dynamisches, sich ständig entwickelndes Konzept, das im Zuge der Individuation und der Integration unbewusster Aspekte transformiert wird.  


„Der Traum ist […] ein höchst objektives, sozusagen ein Naturprodukt der Psyche, weshalb man von ihm […] Anspielungen auf gewisse Grundtendenzen des seelischen Prozesses erwarten darf.“ (eBook S. 16) 


Dieses Zitat verdeutlicht Jung's Ansicht, dass Träume tiefere psychische Dynamiken widerspiegeln und uns Einblicke in verborgene seelische Prozesse geben können. Vom Traum, „der nichts anderes als eine Selbstabbildung des psychischen Lebensprozesses darstellt“, darf man Indizien über eine objektive Ursächlichkeit sowie über objektive Tendenzen erwarten. 


Was dieses Werk besonders macht, ist nicht nur die inhaltliche Tiefe, sondern auch Jungs Fähigkeit, seine Gedanken mit poetischer Präzision und wissenschaftlicher Klarheit zu verknüpfen. Dabei zeigt er uns, wie sich das Ich durch Konfrontation mit dem Unbewussten entfalten kann – wenn wir bereit sind, uns diesem Prozess hinzugeben ... bietet dieses Buch nicht nur Erkenntnisse, sondern auch Orientierung. 


Eine echte Inspiration für jeden, der sich für Psychologie, Persönlichkeitsentwicklung oder einfach die Rätsel der menschlichen Seele interessiert. 


⭐⭐⭐⭐⭐

Cover des Buches Der Mensch und seine Symbole (ISBN: 9783491421356)
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Rezension zu "Der Mensch und seine Symbole" von C. G. Jung

Blintschik
Archetypische Symbole

Das Buch hat mich zutiefst fasziniert, auch wenn ich zugeben muss, dass ich es schwer finde zu rezensieren. Jungs Theorien finde ich ziemlich interessant und seine Ansätze geben gute Einblicke wie die menschliche Psyche funktionieren könnte. Ich finde die Arbeit mit archetypischen Bildern eine interessante Idee um träume zu interpretieren und habe es selbst mit interessanten Ergebnissen ausprobiert. Daher finde ich es gut, dass hier erwähnt wird, dass nicht bei jeder Person gleich vorgegangen werden kann und alles lediglich ein Ansatz ist. Das fällt auch auf, weil das Buch schon etwas älter ist und das gesellschaftliche Bild sich von unserem heute unterscheidet. Dennoch gibt das Buch gute Einblicke. Ich muss aber auch zugeben, dass einige Autoren, die hier mutgewirkt haben, etwas fraunefeindlich wirken bzw. ein sehr altes Frauenbild haben. Dazu sind manche Interpretation sehr religiös angehaucht oder für mich persönlich einfach sehr weit hergeholt. Aber es wird ja erwähnt,dass die Dinge in dem Buch nicht wissenschaftlich entgültig sind. Daher finde ich das Buch wirklich interessant und aus psychologischer Sicht sehr wertvoll. Jungs Theorien sind einfach eine wundervolle Grundlage für die Arbeit mit der menschlichen Psyche, besonders auch wenn man an sich selbst arbeiten möchte.

Cover des Buches Der Mensch und seine Symbole (ISBN: 9783843602945)
ArsAstrologicas avatar

Rezension zu "Der Mensch und seine Symbole" von C. G. Jung

ArsAstrologica
Bündelung komplexer Informationen

Eine zerfledderte, jahrzehntealte Ausgabe steht in meinem Regal, und wenn ich auch oft ausmiste, dieses Buch kommt nicht weg! Maria-Louise von Franz, die Schülerin des großen Psychoanalytikers hat es verfasst. Viele Jahre arbeitet sie eng mit ihm zusammen.

C.G. Jung war der Lieblingsschüler Siegmund Freunds, bis sich ihre Wege trennten. Während Freud seine Trieb-Theorie immer weiter ausbaute, das Kausale, die Kette von Ursache und Wirkung, welche seiner Meinung nach von der frühkindlichen Prägung zum Verhalten als Erwachsener führt, entwickelte Jung die Lehre der Synchronizität, verließ Wien und ließ sich in der Schweiz nieder.

Synchronizität ist die Lehre von Entsprechungen, von der Gleichzeitigkeit von Phänomenen, ohne dass Eines das Andere bewirkt. Wenn sich beispielsweise zwei Menschen in einander verliebe und man sagt, sie wären "vom gleichen Stern", so ist dies nicht kausal gemeint. Sie sind natürlich keine Außerirdischen, die mit einem Raumschiff von der Venus gekommen sind. Dies ist eine metaphorische Redensart, die ausdrücken soll, dass sie eine Ähnlichkeit besitzen, jenseits direkter Wirkketten, rein "zufällig", ohne dass Einer den Anderen beeinflusst oder geprägt habe.

Symbole, das In-einander-Fallen von Dingen, wie es der griechische Wortstamm etymologisch beschreibt, bewirken ebenfalls nicht. Die sind Gleichnisse, Erkennungsmarken, begleiten und prägen die Menschheitsgeschichte von ihren Anfängen bis jetzt, in die Postmoderne des 21. Jahrhunderts, wenn wir nur an die Logos der Warenwelt denken, und an die Icons auf unseren Computern und Smartphones. 

In einem Symbol wird eine ganze Geschichte gebündelte, ein Komplex von Informationen. Damit umzugehen ermöglicht die Handhabung unzähliger Details in einem sinnvollen Ganzen. Seit Urzeiten ist es der Menschen gewohnt, damit umzugehen. Dieses faszinierende Buch beschreibt, wie es dazu kam.

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Zusätzliche Informationen

C. G. Jung wurde am 26. Juli 1875 in Kesswil (Schweiz) geboren.

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