C. J. Box

 3.6 Sterne bei 108 Bewertungen
Autor von Mörderischer Abschied, Wilde Flucht und weiteren Büchern.

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Mörderischer Abschied

Mörderischer Abschied

 (14)
Erschienen am 01.06.2009
Wilde Flucht

Wilde Flucht

 (8)
Erschienen am 11.10.2010
Todeszone

Todeszone

 (7)
Erschienen am 05.10.2009
Jagdopfer

Jagdopfer

 (6)
Erschienen am 03.05.2010
Blue Heaven

Blue Heaven

 (2)
Erschienen am 22.05.2012

Neue Rezensionen zu C. J. Box

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pardens avatar

Rezension zu "Bis zur letzten Seite: Biblio-Mysteries 6 (KNAUR eRIGINALS)" von C. J. Box

Spannung im Wilden Westen...
pardenvor 3 Jahren

SPANNUNG IM WILDEN WESTEN...

Der erfahrene Rechtsanwalt Paul Parker beginnt seinen Tag wie immer: er wird geweckt von seinem alten Hund, der dringend vor die Tür muss. Kaum hat er diese geöffnet, erwartet ihn jedoch nicht nur der beginnende Schneefall, sondern auch eine böse Überraschung. Zwei Männer lauern Parker auf und bringen ihn in ihre Gewalt. Der Anwalt kennt einen von ihnen von einer Begegnung vor Gericht, auch wenn diese schon Jahre her ist.


"Aus Kojoten würden niemals Hunde werden, genauso wenig wie aus Raben jemals Singvögel würden. So würde auch aus Lyle Peebles niemals ein anständiger Mensch werden. Er gehörte zu den Männern, deren Existenz auf nichts als Kummer und Leid beruhte."


Lyle Peebles ist der Meinung, dass Parker ihm noch etwas schulde, denn seinetwegen hat er damals bei Gericht einen wichtigen Fall verloren. Mit Waffengewalt zwingen Lyle und sein Kumpel Juan den Rechtsanwalt, in ihr Auto zu steigen und mit ihnen zu einer alten Ranch zu fahren. Dort hofft Lyle, mit Hilfe der Schlüssel des Anwalts in die Bibliothek des Anwesens zu gelangen, wo es äußerst wertvolle Sammlerstücke gibt. Der Verkauf der Bücher, so hofft er, wird ihn für erlittene Schmach entschädigen. Doch dann kommt alles anders als geplant...


"Er verachtete Männer, die Geschehenes für die Situation verantwortlich machten, in der sie steckten, als wäre das Leben vorherbestimmt. Hatte Lyle nicht begriffen, das man sich im Westen einfach nur neu erfinden musste?"


C. J. Box erzählt hier eine erfundene Geschichte rund um ein reales Foto, das hier am Ende auch abgedruckt ist. Dieses Foto ist in der Tat beeindruckend, und so verwundert es nicht, dass es die Fantasie eines Autors beflügelt hat.

Die Geschichte selbst lebt von der Spannung, wie wohl der Ausgang sein wird und überrascht am Ende gleich mehrfach. Eine der Überraschungen ließ mich doch etwas schlucken, aber da sich keine Alternative bot, sei dem Autor verziehen. Jeder passionierte Leser, der an diese Stelle gelangt, wird sofort wissen, was ich meine... Insgesamt war dies jedoch wieder eine gelungene Folge der Biblio-Mysteries-Reihe, die Spannung aus dem winterlichen Wyoming brachte.

Dies war Band 6 der Biblio-Mysteries Reihe (13 Folgen gibt es insgesamt), in der es immer um Kriminalfälle geht, die im Zusammenhang mit Büchern stehen: mit alten Büchern, seltenen Manuskripten, unschätzbaren Stücken. Und natürlich geht es auch um diejenigen, die sie unbedingt haben wollen: Buchhändler, exzentrische Sammler, Bibliothekare, Buchliebhaber - oder einfach: Leser.

Ich freue mich auf mehr!


© Parden

Kommentare: 5
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Stefan83s avatar

Rezension zu "Wilde Flucht" von C. J. Box

And the cow goes boooom ...
Stefan83vor 4 Jahren

Sollte C. J. Box in fünf Jahren den wenigsten deutschen Lesern noch ein Begriff sein – man könnte es ihnen kaum verübeln, ist doch dessen Reihe um den etwas schusselig-naiven Wildhüter Joe Pickett nicht nur so amerikanisch wie es eben geht, sondern gleichzeitig wohl auch das ungeliebte Kind des hiesigen Verlegers Heyne, der zwar für die Wiederentdeckung des Autors verantwortlich zeichnet (Blanvalet hatte bereits 2002 mit „Keine Schonzeit“ einen Versuch gestartet), darüber hinaus aber keine großen Anstalten macht, um ihn auch dem deutschen Buchmarkt schmackhaft zu machen. Im Gegenteil: Die Serie wird so zum Beispiel nicht fortlaufend ihrer Chronologie veröffentlicht („Wilde Flucht“ erschien als zweiter Band nach Band sieben „Todeszone“). Und auch hinsichtlich der Covergestaltung ist wenig Konstanz festzustellen. Nun gut, alles keine Gründe, ein Buch nicht zu kaufen, aber Tatsache ist doch: Das kann Heyne eigentlich besser. Wirft man allerdings auch mal einen genauen Blick zwischen die Buchdeckel, lässt sich der mangelnde Enthusiasmus beim Verlag vielleicht erklären. „Wilde Flucht“ ist nun bereits mein vierter Box – und soviel sei vorab gesagt – mir wurde hier wenig Appetit auf einen fünften gemacht. Nach dem wirklich lesenswerten und mit dem Edgar Award ausgezeichneten „Stumme Zeugen“ („Blue Heaven“, 2008) fallen die weiteren Romane aus Box' Feder doch deutlich ab.

Während andere Autoren wie Robert B. Parker oder Richard Stark die Variation auf kleinstem Raum mit Bravour meisterten und ihrer Hauptfigur immer wieder neue Facetten abgewinnen konnten, ist man Joe Pickett weitaus schneller über – möglicherweise auch deshalb, weil er genau das Gegenteil eines Spenser oder Parker verkörpert. Doch first things first, weshalb der Inhalt von „Wilde Flucht“ kurz angerissen sei:

Die Bighorn Mountains in Wyoming. Hier, in den noch weitestgehend unberührten Wäldern, lebt und arbeitet Joe Pickett als staatlicher Wildhüter. Gemeinsam mit seiner Frau und den Töchtern kümmert er sich um Flora und Fauna, sowie alle Belange, welche die angrenzenden Farmen oder den Tourismus betreffen. Sein Revier kennt er wie die Westentasche, weswegen man ihn in seltenen Fällen auch zu Polizeiaktionen hinzuruft und als örtliche Autoritätsperson respektiert. Als der bekannte Umweltaktivist Stewie Woods gemeinsam mit seiner Frau und einem Rind Opfer einer gewaltigen Explosion wird, bestellt man zum Ort des Geschehens auch Pickett, dem die ungeliebte Aufgabe zufällt, dem Rancher Jim Finotta vom Verlust seines vierbeinigen Kapitals zu unterrichten. Doch statt einem wütenden Rinderzüchter erwartet den Wildhüter ein gelassener und vor allem wenig sympathischer Großgrundbesitzer, den die Umstände vom Ableben seines Viehs wenig zu überraschen scheinen. Pickett wird misstrauisch. Wusste Finotta schon vor seiner Ankunft von den Geschehnissen? War die Explosion wirklich die Folge einer missglückten Protestaktion? Und was weiß Picketts Ehefrau von Woods' Vergangenheit?

Seine Nachforschungen bringen Pickett ins Visier des Viehdetektivs Charlie Tibbs. Und der ist fest entschlossen, sich von niemanden ins Handwerk pfuschen zu lassen. Es beginnt eine wilde Hatz in den „Savage Run“ (hiervon rührt auch der Originaltitel) – eine Schlucht, die einst für verfolgte Cheyenne-Indianer zur letzten Rettung wurde. Auch für Joe Pickett?

Man mag es vielleicht schon anhand dieser Kurzbeschreibung erahnen – komplexes Plotten ist Box' Sache nicht. Ausschweifende Erläuterungen und parallel laufende Handlungsstränge sucht man genauso vergebens, wie nähere Einblicke in die Psyche von Pro- und Antagonisten. Stattdessen macht der Leser von Beginn an mit einer Sprache Bekanntschaft, welche zwar kahl, schlicht und schnörkellos ist, damit aber gleichzeitig bestens zu der rauen Landschaft passt, in welche Box den Leser eintauchen lässt. Und hier wären wir auch bei der großen Stärke des Autors: Die Flora und Fauna auf dem Papier zum Leben zu erwecken, Landschaften und Wettereinflüsse authentisch und für uns Beobachter beinahe fühlbar zu beschreiben. Wenn Joe Pickett mit Gewehr oder Colt durch die Nadelwälder schleicht, meint man das Knacken der Kiefernadeln beinahe genauso zu hören, wie das Rauschen der rasenden Wildbäche. C. J. Box, selber jahrelang als Rancher und Wildhüter tätig, weiß wovon er schreibt und vor allem, wie er es so nahebringt, dass aus einer nützlichen Kulisse ein atmosphärischer Schauplatz wird. Wenn er hierbei auch nicht die Weihen eines James Lee Burke oder James Dickey erreicht – an diesem Kennzeichen wird Box zumeist gemessen. Und es sind auch letztlich diese Elemente, welche seine Romane aus der grauen Masse des Mainstreams hervorheben und dabei für einen erfrischenden Farbtupfer sorgen.

Doch Farbe ist leider nicht gleich Unterhaltung und schon gar nicht Spannung – und gerade an diesen Zutaten fehlt es zuweilen, auch weil die schablonenhaften Charaktere den ohnehin schon dünnen Plot zusätzlich torpedieren. Hier ist allen voran natürlich Joe Pickett selbst zu nennen, der, ganz im Stile von Fernsehserien wie Daktari, Lassie und Flipper, immer wieder im richtigen Moment zur Rettung eilt und dem eigentlich nur noch das obligatorische Holzfass unter dem Kinn fehlt. Pickett ist ein Gutmensch wie er im Buche steht. Fröhlich, bescheiden, zufrieden, freundlich. Und mit dem Schießen hat er es auch nicht so. Der perfekte Schwiegersohn also, was übrigens in meinen Breiten genauso wenig ein Kompliment darstellt wie nett, dass ja bekanntlich die kleine Schwester von … aber lassen wir das. Um es auf den Punkt zu bringen: Box' Versuch (und das unterstelle ich ihm hiermit mal) mit Pickett einen „normalen“ Menschen in den Mittelpunkt der Geschichte zu stellen und sich damit gegen die übliche Raubeine, wie sie die amerikanische Konkurrenz präferiert, zu entscheiden, ist sicher löblich, führt aber in „Wilde Flucht“ ad absurdum. Niemand der uns als so naiv, zahm und lieb verkauft wird, ist Gegnern der hier beschriebenen Kategorie gewachsen.

Womit wir beim nächsten Kritikpunkt sind: Die Antagonisten. C. J. Box scheint, wie die früher von ihm bewachten Tiere, nur Schwarz und Weiß wahrzunehmen. Anders lässt sich die abgrundtiefe Bösartigkeit der Gegenspieler nicht erklären, welche so offensichtlich ist, dass Wendungen oder Überraschungen innerhalb der Handlung von vorneherein ausgeschlossen werden. John Wayne-Liebhaber wird’s freuen, läuft doch somit zumindest alles auf einen Shoot-Out hinaus, der gar packend werden könnte … tja, wäre Pickett nicht so ein lausiger Schütze. Eine Schwäche, aus der Box Kapital hätte schlagen können, doch besonders was möglichen Humor oder überhaupt Esprit angeht, lässt er viele Gelegenheiten ungenutzt. Ich meine, herrgott, ein Rind wird auf absurde, ja einfach lächerliche Art und Weise in die Luft gejagt. Und alle Beteiligten benehmen sich am Tatort so, als wäre der Papst höchstpersönlich abgetreten. Ein kleiner Witz, so blöd er auch gewesen wäre, hätte an dieser Stelle viel vom krampfhaft aufrechterhaltenen Ernst der Geschichte nehmen können.

Am Ende klingt das nach mehr Nörgelei, als „Wilde Flucht“ eigentlich verdient hat.

Band drei der Pickett-Serie ist ein schlichter, solider und unaufgeregter Neo-Western ohne großen Tiefgang, der durchaus seine Berechtigung hat, aber halt Freunde anspruchsvollerer Kriminalliteratur wohl nicht hinter dem Ofen hervorlocken wird.

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Ginkgos avatar

Rezension zu "Blue Heaven" von C. J. Box

Clevere Story mit Hochspannung
Ginkgovor 5 Jahren

Zwei Kinder aus einer kleinen Stadt in Idaho werden Zeugen eines Mordes während sie zum Fischen unterwegs sind. Mit knapper Not entkommen sie den Mördern, die sie gesehen haben, aber für wie lange? Und wem können sie trauen?

In diesem Thriller ist Vieles nicht so wie es zunächst scheint und alle Beteiligten müssen umsichtig entscheiden, wem sie trauen können. Es ist ein Thriller über Gut und Böse mit vielen Grautönen, aber ohne jede Langeweile.

Das Hörbuch ist ungekürzt und das beste, dass ich seit Langem gehört habe. Unbedingt hören oder lesen!

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