C. J. Box Wilde Flucht

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Inhaltsangabe zu „Wilde Flucht“ von C. J. Box

Als eine Explosion den berühmten Umweltaktivisten Stewie Woods mit sich in den Tod reißt, ist Joe Pickett der Erste am Tatort. Bei seinen Nachforschungen wird er Zeuge der Machtkämpfe zwischen lokalen Geschäftsmännern und Umweltschützern und befindet sich plötzlich selbst in Lebensgefahr. Denn ein gewissenloser Auftragsmörder ist ihm auf den Fersen, und der einzige Fluchtweg führt durch einen unwegsamen Canyon.

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    Wilde Flucht

    Stefan83

    Sollte C. J. Box in fünf Jahren den wenigsten deutschen Lesern noch ein Begriff sein – man könnte es ihnen kaum verübeln, ist doch dessen Reihe um den etwas schusselig-naiven Wildhüter Joe Pickett nicht nur so amerikanisch wie es eben geht, sondern gleichzeitig wohl auch das ungeliebte Kind des hiesigen Verlegers Heyne, der zwar für die Wiederentdeckung des Autors verantwortlich zeichnet (Blanvalet hatte bereits 2002 mit „Keine Schonzeit“ einen Versuch gestartet), darüber hinaus aber keine großen Anstalten macht, um ihn auch dem deutschen Buchmarkt schmackhaft zu machen. Im Gegenteil: Die Serie wird so zum Beispiel nicht fortlaufend ihrer Chronologie veröffentlicht („Wilde Flucht“ erschien als zweiter Band nach Band sieben „Todeszone“). Und auch hinsichtlich der Covergestaltung ist wenig Konstanz festzustellen. Nun gut, alles keine Gründe, ein Buch nicht zu kaufen, aber Tatsache ist doch: Das kann Heyne eigentlich besser. Wirft man allerdings auch mal einen genauen Blick zwischen die Buchdeckel, lässt sich der mangelnde Enthusiasmus beim Verlag vielleicht erklären. „Wilde Flucht“ ist nun bereits mein vierter Box – und soviel sei vorab gesagt – mir wurde hier wenig Appetit auf einen fünften gemacht. Nach dem wirklich lesenswerten und mit dem Edgar Award ausgezeichneten „Stumme Zeugen“ („Blue Heaven“, 2008) fallen die weiteren Romane aus Box' Feder doch deutlich ab. Während andere Autoren wie Robert B. Parker oder Richard Stark die Variation auf kleinstem Raum mit Bravour meisterten und ihrer Hauptfigur immer wieder neue Facetten abgewinnen konnten, ist man Joe Pickett weitaus schneller über – möglicherweise auch deshalb, weil er genau das Gegenteil eines Spenser oder Parker verkörpert. Doch first things first, weshalb der Inhalt von „Wilde Flucht“ kurz angerissen sei: Die Bighorn Mountains in Wyoming. Hier, in den noch weitestgehend unberührten Wäldern, lebt und arbeitet Joe Pickett als staatlicher Wildhüter. Gemeinsam mit seiner Frau und den Töchtern kümmert er sich um Flora und Fauna, sowie alle Belange, welche die angrenzenden Farmen oder den Tourismus betreffen. Sein Revier kennt er wie die Westentasche, weswegen man ihn in seltenen Fällen auch zu Polizeiaktionen hinzuruft und als örtliche Autoritätsperson respektiert. Als der bekannte Umweltaktivist Stewie Woods gemeinsam mit seiner Frau und einem Rind Opfer einer gewaltigen Explosion wird, bestellt man zum Ort des Geschehens auch Pickett, dem die ungeliebte Aufgabe zufällt, dem Rancher Jim Finotta vom Verlust seines vierbeinigen Kapitals zu unterrichten. Doch statt einem wütenden Rinderzüchter erwartet den Wildhüter ein gelassener und vor allem wenig sympathischer Großgrundbesitzer, den die Umstände vom Ableben seines Viehs wenig zu überraschen scheinen. Pickett wird misstrauisch. Wusste Finotta schon vor seiner Ankunft von den Geschehnissen? War die Explosion wirklich die Folge einer missglückten Protestaktion? Und was weiß Picketts Ehefrau von Woods' Vergangenheit? Seine Nachforschungen bringen Pickett ins Visier des Viehdetektivs Charlie Tibbs. Und der ist fest entschlossen, sich von niemanden ins Handwerk pfuschen zu lassen. Es beginnt eine wilde Hatz in den „Savage Run“ (hiervon rührt auch der Originaltitel) – eine Schlucht, die einst für verfolgte Cheyenne-Indianer zur letzten Rettung wurde. Auch für Joe Pickett? Man mag es vielleicht schon anhand dieser Kurzbeschreibung erahnen – komplexes Plotten ist Box' Sache nicht. Ausschweifende Erläuterungen und parallel laufende Handlungsstränge sucht man genauso vergebens, wie nähere Einblicke in die Psyche von Pro- und Antagonisten. Stattdessen macht der Leser von Beginn an mit einer Sprache Bekanntschaft, welche zwar kahl, schlicht und schnörkellos ist, damit aber gleichzeitig bestens zu der rauen Landschaft passt, in welche Box den Leser eintauchen lässt. Und hier wären wir auch bei der großen Stärke des Autors: Die Flora und Fauna auf dem Papier zum Leben zu erwecken, Landschaften und Wettereinflüsse authentisch und für uns Beobachter beinahe fühlbar zu beschreiben. Wenn Joe Pickett mit Gewehr oder Colt durch die Nadelwälder schleicht, meint man das Knacken der Kiefernadeln beinahe genauso zu hören, wie das Rauschen der rasenden Wildbäche. C. J. Box, selber jahrelang als Rancher und Wildhüter tätig, weiß wovon er schreibt und vor allem, wie er es so nahebringt, dass aus einer nützlichen Kulisse ein atmosphärischer Schauplatz wird. Wenn er hierbei auch nicht die Weihen eines James Lee Burke oder James Dickey erreicht – an diesem Kennzeichen wird Box zumeist gemessen. Und es sind auch letztlich diese Elemente, welche seine Romane aus der grauen Masse des Mainstreams hervorheben und dabei für einen erfrischenden Farbtupfer sorgen. Doch Farbe ist leider nicht gleich Unterhaltung und schon gar nicht Spannung – und gerade an diesen Zutaten fehlt es zuweilen, auch weil die schablonenhaften Charaktere den ohnehin schon dünnen Plot zusätzlich torpedieren. Hier ist allen voran natürlich Joe Pickett selbst zu nennen, der, ganz im Stile von Fernsehserien wie Daktari, Lassie und Flipper, immer wieder im richtigen Moment zur Rettung eilt und dem eigentlich nur noch das obligatorische Holzfass unter dem Kinn fehlt. Pickett ist ein Gutmensch wie er im Buche steht. Fröhlich, bescheiden, zufrieden, freundlich. Und mit dem Schießen hat er es auch nicht so. Der perfekte Schwiegersohn also, was übrigens in meinen Breiten genauso wenig ein Kompliment darstellt wie nett, dass ja bekanntlich die kleine Schwester von … aber lassen wir das. Um es auf den Punkt zu bringen: Box' Versuch (und das unterstelle ich ihm hiermit mal) mit Pickett einen „normalen“ Menschen in den Mittelpunkt der Geschichte zu stellen und sich damit gegen die übliche Raubeine, wie sie die amerikanische Konkurrenz präferiert, zu entscheiden, ist sicher löblich, führt aber in „Wilde Flucht“ ad absurdum. Niemand der uns als so naiv, zahm und lieb verkauft wird, ist Gegnern der hier beschriebenen Kategorie gewachsen. Womit wir beim nächsten Kritikpunkt sind: Die Antagonisten. C. J. Box scheint, wie die früher von ihm bewachten Tiere, nur Schwarz und Weiß wahrzunehmen. Anders lässt sich die abgrundtiefe Bösartigkeit der Gegenspieler nicht erklären, welche so offensichtlich ist, dass Wendungen oder Überraschungen innerhalb der Handlung von vorneherein ausgeschlossen werden. John Wayne-Liebhaber wird’s freuen, läuft doch somit zumindest alles auf einen Shoot-Out hinaus, der gar packend werden könnte … tja, wäre Pickett nicht so ein lausiger Schütze. Eine Schwäche, aus der Box Kapital hätte schlagen können, doch besonders was möglichen Humor oder überhaupt Esprit angeht, lässt er viele Gelegenheiten ungenutzt. Ich meine, herrgott, ein Rind wird auf absurde, ja einfach lächerliche Art und Weise in die Luft gejagt. Und alle Beteiligten benehmen sich am Tatort so, als wäre der Papst höchstpersönlich abgetreten. Ein kleiner Witz, so blöd er auch gewesen wäre, hätte an dieser Stelle viel vom krampfhaft aufrechterhaltenen Ernst der Geschichte nehmen können. Am Ende klingt das nach mehr Nörgelei, als „Wilde Flucht“ eigentlich verdient hat. Band drei der Pickett-Serie ist ein schlichter, solider und unaufgeregter Neo-Western ohne großen Tiefgang, der durchaus seine Berechtigung hat, aber halt Freunde anspruchsvollerer Kriminalliteratur wohl nicht hinter dem Ofen hervorlocken wird.

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  • Rezension zu "Wilde Flucht" von C. J. Box

    Wilde Flucht

    smutcop

    04. July 2012 um 14:52

    Mischung aus Umweltkrimi und Serienkiller-Thriller, dem ich nicht so richtig was abgewinnen kann. Ist mir alles zu konstruiert und an den Haaren herbeigezogen. Eine alte Ranchermafia, läßt Umweltschützer verschwinden, die ihre Privilegien gefährden. Stevie, ein Held der Bewegung, soll gar mittels eines Sprengsatzes, welcher auf eine Kuh geschnallt ist das Zeitliche segnen. Doch wie immer gibt es auch hier den jungen, ehrlichen Wildhüter, der sich gegen Karriere, Gouverneur und Rancher stellt, um der Wahrheit zum Sieg zu verhelfen. Knallharter Showdown.

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  • Rezension zu "Wilde Flucht" von C. J. Box

    Wilde Flucht

    Tenshi

    08. April 2011 um 13:15

    Die Geschichte beginnt direkt mit einem Knall: Stewie Woods, gerade frisch verheiratet, wird durch eine Kuh in die Luft gejagt! Der erste am Tatort ist Joe Pickett, ein Wildhüter, da man eigentlich nur von toten Kühen ausging. Aber nun ist die erste Vermutung eine verunglückte Aktion von Stewie Woods, wo er selbst zum Opfer wurde. Jedoch kommen schnell Zweifel auf, besonders weil der Großgrundbesitzer Jim Fionetta, so gar kein Interesse, an seinen toten Kühen, geschweige denn an Stewie Woods hat. Als dann auch noch seltsame Anrufe bei Joes Frau Marybeth eingehen, kommt schnell der Verdacht auf, das Stewie vielleicht doch nicht so tot ist, wie es scheint. Doch wie soll er die Detonation überlebt haben? Durch diese Zweifel angetrieben, begibt sich Joe auf die Suche nach der Wahrheit und gerät dabei dem skrupellosem Viehdetektiv Charlie Tibbs vor die Flinte. Die Hauptperson Joe Pickett ist an sich sehr sympathisch und gutmütig. Aber auch sehr stur, so will er sich fast immer durchsetzen und wenn andere einen Fehler machen, kommt sein Gerechtigkeitssinn durch. Ein schlechter Schütze der hartnäckig seinen Weg geht. Und dann haben wir da noch Stewie Woods, der am Anfang radikal seine Ziele erreichen will, aber zum Schluss hin eine kritische Haltung zu erfolgsgeilen Umweltaktivisten, als auch machthungrigen Rancher einnimmt. Während Joe samt Anhang auf der Flucht ist, sieht man die Landschaften direkt vor sich, da wunderbar beschrieben und eingeflochten in einer Legende, das Ganze zum Leben erwacht. Box hat hier einen sehr klaren und kurzweiligen Roman geschrieben, der unabhängig von den anderen Bänden lesbar ist. Fazit: Gut nachvollziehbar, inhaltlich gut erzählt, eine Mischung aus Abenteuer und Krimi.

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  • Rezension zu "Wilde Flucht" von C. J. Box

    Wilde Flucht

    hebersch

    06. March 2011 um 14:32

    Kurzweilig und spannend erzählt der Krimi von den Attentaten auf bekannte Umweltschutzaktivisten. Der Wildhüter wird Zeuge eines Sprengstoffanschlags und gegen seinen Willen in die Morde verwickelt.

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