C. J. Cooke

 3.6 Sterne bei 9 Bewertungen
Autorin von Broken Memory.
C. J. Cooke

Lebenslauf von C. J. Cooke

Von Shakespeare zu psychologischer Spannungsliteratur: C. J. Cooke ist das Pseudonym der Schriftstellerin Carolyn Jess-Cooke. Geboren wurde sie 1978 in Belfast. Sie arbeitet als Dozentin für kreatives Schreiben an der Universität in Glasgow. 2004 promovierte sie zu den Film-Adaptionen Shakespeares und schrieb wissenschaftliche Bücher zum Thema. Ihr schriftstellerisches Debüt gab C. J. Cooke als Carolyn Jess-Cooke 2009 mit dem Roman „The Guardian Angel’s Journal“ (deutsch: „Tagebuch eines Engels“, 2011). Das Buch erzählt die Geschichte einer Frau, die einen gewaltsamen Tod stirbt und als ihr eigener Schutzengel ihr Leben erneut durchlaufen soll. Der Roman wurde in 23 Sprachen veröffentlicht und avancierte zum internationalen Bestseller. Der Nachfolge-Roman „The boy who could see demons“ (deutsch: „Die Psychologin“, 2012) wurde bereits in Hollywood verfilmt. Für ihren Psychothriller „Broken Memory“ (2018), den sie als C. J. Cooke veröffentlichte, wird für das Fernsehen adaptiert. Neben Romanen und Thrillern verfasst C. J. Cooke auch Lyrik. Für ihre Werke hat sie bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten. C. J. Cooke lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern im Nordosten Englands.

Alle Bücher von C. J. Cooke

Broken Memory

Broken Memory

 (9)
Erschienen am 02.05.2018

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eulenmatzs avatar

Rezension zu "Broken Memory" von C. J. Cooke

Interessante Story
eulenmatzvor 2 Tagen

INHALT:

Eine Frau erwacht am einsamen Strand einer Insel im Mittelmeer, verletzt und ohne jede Erinnerung. Zum Glück wird sie von vier Freunden, von Beruf Schriftsteller und Autoren, gefunden, die diese Insel als Rückzugsort gewählt haben, um sich in Einsamkeit und karger Abgeschiedenheit ganz dem Bücherschreiben und Schreibprozess widmen zu können. Sie wollen sich um die gestrandete Frau kümmern, bis sie ihr Trauma überwunden hat, ihre Erinnerung zurückgekehrt ist und es ihr gut genug geht, um die Insel zu verlassen. Doch irgendetwas stimmt nicht mit den zwei Männern und zwei Frauen, das kann ihr unfreiwilliger Gast, auch mit Gedächtnisverlust, fühlen: Jeder von ihnen scheint etwas zu verbergen - und: Was wissen sie wirklich über ihren Gast?
Zeitgleich sucht man in London verzweifelt nach einer jungen Mutter und Ehefrau, die am helllichten Tag spurlos verschwunden ist. Ohne Geld und Ausweis, ohne Koffer oder Auto, ohne Flugticket und ohne ihre Kinder. Sie ist spurlos verschwunden. Der Ehemann verzweifelt. Stück für Stück lassen die Ermittlungen die perfekte Fassade von Ehe- und Familienglück bröckeln …

MEINUNG:

Die Geschichte wird aus mehreren Sichten erzählt, wobei der Hauptanteil an Eloise Lochlan, Eloises Mann, zufällt. Die Geschichte startet relativ gemächlich, auch wenn der Leidendrucks sehr hoch ist, den Eloise ist von heute auf morgen einfach verschwunden und lässt ihre beiden kleinen Kinder unversorgt allein Zuhause.

Auf der einen Seite hat man also Lochlan und die Eloises Familie, die sie panisch suchen und bei denen sprichwörtlich alles zusammenbricht, vor allem bei Lochlan. Auf der anderen Seite hat man Eloise, die auf einer kleinen griechischen Insel bei vier Schriftstellern gestrandet ist. Das ist zum Teil alles ziemlich surreal und so richtig weiß man als Leser nicht, was es mit diesen vier Personen auf sich hat. Ich habe deutlich lieber den Teil von Lochlan gelesen. Es kommen so einige Dinge ans Tageslicht, die in der Ehe der beiden wohl nicht mehr so gut gelaufen sind. Für Lochlan ist es diese schlimme Zeit auch eine Zeit der Selbstreflexion, in der sich endlich, wenn auch gezwungenermaßen, mal um die Versorgung seiner Kinder kümmern muss, anstatt nur zu arbeiten.

Zwischen den Kapiteln aus Gegenwartssicht werden auch immer wieder einzeln Kapitel aus der Kindheit von Eloise eingestreut, wo einen dann langsam eine dunkle Ahnung befällt. Doch so richtig konnte ich zu ihrem Verschwinden keinen Zusammenhang finden und genau das macht das Buch auch ziemlich genial konstruiert. Das Ende ist wieder völlig anders als gedacht, aber auch wirklich ziemlich hart. Die Autorin stellt auch gut heraus, dass einige Geschehnisse in der Vergangenheit Spuren bei Menschen hinterlassen und dann auch nicht wieder so einfach zu entfernen sind mit ein paar Tabletten oder Therapiestunden. Das hat mir gut gefallen, dass sie hier ein realistisches Bild aufzeigt.

FAZIT:

Broken Memory ist für mich weniger ein Psychothriller als eher ein sehr gut konstruierter Spannungsroman. Ich habe als Vielleser von Thrillern hier das Gefühl gehabt, mal wieder etwas Neues zu lesen. Die Geschichte braucht ein bisschen seine Zeit, ist aber dennoch durchgängig spannend zu lesen und die Auflösung kommt überraschend.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Unzertrennlichs avatar

Rezension zu "Broken Memory" von C. J. Cooke

Gestrandet auf einer Insel ...
Unzertrennlichvor 4 Monaten

Schreibstil


"Broken Memory" wird aus zwei unterschiedlichen Sichten erzählt. Einmal lernen wir eine Frau kennen, die auf einer Insel strandet. Sie ist verletzt und hat keine Erinnerung. Dort lernt sie vier Schriftsteller kennen, zwei Männer und Frauen. Zwischen ihnen entwickelt sich eine seltsame Spannung, denn die vier scheinen sie zu kennen und verlangen, dass sie auf der Insel bleibt.


Gleichzeitig vermisst in London Lochlan Shelley seine Ehefrau Eloise. Sie ist einfach verschwunden und hat damit ihn und ihre zwei Kinder, eins davon ist noch ein Baby, zurückgelassen. Wurde sie entführt? Oder hat sie einfach nur die Familie verlassen?


Die Perspektivenwechsel sorgen hier für die nötige Spannung, auch wenn das gesamte Buch sehr ruhig erzählt ist. Wer hier einen fesselnden und blutigen Thriller erwartet, wird wohl enttäuscht werden, denn "Broken Memories" ist in erster Linie ein psychologischer Roman.


Charaktere


Eloise


Bei wem es sich um die Frau auf der Insel handelt, sollte dem Leser schnell klar sein. Wir lernen hier nach und nach die vollkommene verlorene Eloise kennen, ihre Hintergrundgeschichte zu ihrer Ehe, aber auch ihre Vergangenheit.


Interessant ist hier sicher, dass der Leser nicht weiß, inwiefern er Eloise vertrauen kann. Ich mochte Eloise, konnte sie aber sehr lange nicht einschätzen.


Lochlan


Lochlan auf der anderen Seite ist ein Ehemann, der den Bezug zu seiner Frau schon länger verloren hat. Er ist ein regelrechtes Arbeitstier, über Eloise weiß er daher nur noch wenig. Das wird besonders deutlich, als sie verschwindet und er die Fragen der Polizei nicht wirklich beantworten kann.


Er beginnt eigenhändig Nachforschungen anzustellen und findet dabei viel über seine Frau heraus. Dabei muss er sich aber auch seinen eigenen Fehler stellen.


Zu Beginn der Geschichte mochte ich Lochlan nicht so recht, denn er wirkt sehr distanziert und wenig interessiert an seiner Frau. Erst einmal muss er nun mit seinen zwei kleinen Kindern alleine klarkommen und dabei lernen, was seine Frau nicht all die Jahre zu leisten hatte.


Meine Meinung


"Broken Memory" hat mich erst einmal durch den spannenden Anfang fesseln können. Wir erleben mit, wie eine Frau auf einer Insel strandet und von vier Fremden gepflegt wird. Die vier Schriftsteller wirken recht eigen und es scheint, als wollten sie die Frau irgendwie auf der Insel behalten.


der zweite Handlungsstrang erstreckt sich dann auf Lochlan und seine Nachforschungen über seine vermisste Frau. Es wirkt, als müsste Lochlan hier seine Frau noch einmal komplett neu kennenlernen, um herauszufinden, was mit ihr passiert ist.


Das Buch besitzt einen sehr ruhigen Unterton und erstreckt sich auf die Innenwelt der beiden Charaktere. Es macht Spaß, nach und nach herauszufinden, was denn nun hinter dem Verschwinden von Eloise steckt, auch wenn es einige Passagen gab, die für mich ein wenig in die Länge gezogen wirkten.


Die leicht unheimliche Atmosphäre auf der Insel hat mir sehr gut gefallen. Hier ist natürlich nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Ab der Hälfte des Buches, hatte ich zwar eine gewisse Ahnung, welche Richtung die Geschichte nun wahrscheinlich einschlägt, aber dennoch konnte mich das Ende dann noch überraschen. Die Hintergründe fand ich hier sehr erschreckend, gleichzeitig aber auch sehr spannend und interessant.


Leider kann ich aufgrund von Spoilern nicht näher auf die eigentliche Thematik des Buches eingehen. Die psychologische Tiefe hat mich aber auf jeden Fall überzeugt. Ich konnte mit allen Charakteren mitfühlen, besonders mit Eloise. Auch wenn ich mir an einigen Stellen mehr Elan in der Handlung gewünscht hätte, so wird mir dieser Psychothriller doch positiv in Erinnerung bleiben!


Fazit


Mal wieder ein Psychothriller, der zwar sehr ruhig erzählt wird, aber dennoch zu überraschen weiß. Den Leser erwartet hier eine spannende Thematik, viel Tiefgang und ein Puzzle, das sich nach und nach zusammensetzt ... 

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Curins avatar

Rezension zu "Broken Memory" von C. J. Cooke

Spannender Psychothriller mit kaum vorhersehbaren Wendungen
Curinvor 5 Monaten

Verletzt und ohne jegliche Erinnerung erwacht eine junge Frau auf einer abgelegenen griechischen Insel, die nur von vier Schriftstellern zeitweise bewohnt wird. Schnellstmöglich möchte sie herausfinden, wer sie ist und sich weitere Hilfe suchen, doch bald stellt sie fest, dass die Autoren mehr über sie zu wissen scheinen, als sie zugeben wollen. Gleichzeitig wird in London der junge Ehemann und Vater Lochlan von seiner Nachbarin informiert, dass seine beiden kleinen Kinder alleine zu Hause sind und seine Ehefrau Eloise spurlos verschwunden ist... .
C. J. Cooke hat hier eine Geschichte entworfen, die ebenso spannend wie verstörend ist und für mich lange nicht durchschaubar war. Die Handlung lässt sie von den jeweiligen Figuren aus deren Ich-Perspektive erzählen, wodurch besonders deutlich wird, was ihnen durch den Kopf geht und was sie wirklich wissen. 
Besonders spannend fand ich den Handlungsstrang, indem es um Eloise und ihre Geschichte geht. Sie landet nach einem Sturm auf der Insel und hat nicht nur mit ihrer fehlenden Erinnerung, sondern auch mit ihren Rettern zu kämpfen. Besonders George, ein ruppiger und unberechenbarer Mann, scheint sie am liebsten nicht gehen lassen zu wollen. 
Auch Lochlan, der Ehemann ist eine facettenreiche Figur, die auf mich sehr authentisch wirkte. Er ist auf der einen Seite sehr besorgt um seine Frau, aber andererseits hat er sich vor ihrem Verschwinden wenig um sie und die Kinder gekümmert und auch einige Fehler begangen. Sein Erschrecken darüber, wie wenig er eigentlich über Eloise Alltag und ihr gesamtes Leben weiß, kommt sehr deutlich in der Handlung rüber.
C. J. Cooke schreibt gut lesbar und hat es geschafft, die Spannung fast bis zum Ende oben zu halten. Gerade zum Beginn des Buches habe ich mich gefragt, wie sie glaubwürdig und vor allem auch nachvollziehbar die Geschichte auflösen will. Lange war für mich nicht durchschaubar, warum Eloise plötzlich von zu Hause weg und auf der Insel gestrandet ist. Irgendwann ab der Mitte der Handlung kann man erahnen, was passiert ist, aber dennoch hat mich die Auflösung überrascht und doch sehr mitgenommen. 
Insgesamt ist ,,Broken Memory" ein spannendes Buch mit einigen unerwarteten Wendungen und einer Auflösung, die mich zum Teil fassungslos und auch sehr nachdenklich zurückgelassen hat. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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