C. J. Sansom

 4.2 Sterne bei 83 Bewertungen
Autor von Die Schrift des Todes, DISSOLUTION und weiteren Büchern.

Lebenslauf von C. J. Sansom

Christopher John Sansom wurde 1952 in Großbritannien geboren und studierte Geschichte an der Universität von Birmingham, wo er auch promovierte. Er übte einige Berufe aus, bevor er Rechtsanwalt wurde. In diesem Beruf war er einige Jahre in Sussex tätig, bevor er sich vollständig dem Schreiben widmete. Mit seiner Serie über Heinrich VIII. im 16. Jahrhundert mit der Hauptfigur Matthew Shardlakegelang Sansom der Durchbruch. 2006 verfasste er "Winter in Madrid", einen historischen Kriminalromen im Spanien während des Bürgeskrieges.

Alle Bücher von C. J. Sansom

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Cover des Buches Die Schrift des Todes9783596296842

Die Schrift des Todes

 (29)
Erschienen am 24.11.2016
Cover des Buches Winter in Madrid9783453439436

Winter in Madrid

 (6)
Erschienen am 10.12.2018
Cover des Buches DissolutionB003O86FM2

Dissolution

 (1)
Erschienen am 04.09.2008
Cover des Buches Feindesland9783453439429

Feindesland

 (1)
Erschienen am 13.01.2020
Cover des Buches Feindesland9783837152012

Feindesland

 (0)
Erschienen am 13.01.2020
Cover des Buches DISSOLUTION9780330450799

DISSOLUTION

 (13)
Erschienen am 18.05.2007
Cover des Buches Revelation9780143116240

Revelation

 (10)
Erschienen am 23.02.2010
Cover des Buches DARK FIRE9780330450782

DARK FIRE

 (6)
Erschienen am 18.05.2007

Neue Rezensionen zu C. J. Sansom

Neu

Rezension zu "Feindesland" von C. J. Sansom

Was wäre geschehen, wenn...?
Haversvor 4 Monaten

Wie hätte sich die Historie entwickelt, wenn Nazi-Deutschland den Krieg gewonnen hätte? Diese Frage scheint im englischsprachigen Raum so manchen Autor zu beschäftigen, man denke nur an Robert Harris‘ „Vaterland“. Nun also auch C.J. Sansom, den Lesern hierzulande vor allem durch seine Tudor-Krimis mit Matthew-Shardlake bekannt.

„Feindesland“ spielt in England Anfang der fünfziger Jahre. Noch ist die Welt nicht aufgeteilt, Russland befindet sich noch immer im Krieg mit Deutschland. England hingegen hat kapituliert und steht unter deutscher Besatzung. Deren Kontrolle ist allgegenwärtig, die Repressalien nehmen zu, nicht nur gegenüber der jüdischen Bevölkerung. Die Regierung hat keinerlei Entscheidungsbefugnis mehr, ihre Vertreter verkommen zu Marionetten der Nationalsozialisten. Einzig Winston Churchill will sich mit diesen Umständen nicht abfinden. Er ergreift die Initiative und organisiert im Geheimen den Widerstand. Immer mehr Menschen scharen sich um ihn, auch ein Beamter der Regierung, nicht wissend, dass ihnen bereits die Häscher der Nazis auf den Fersen sind.

Sansoms Romane, sowohl die Shardlake-Reihe als auch „Winter in Madrid“, zeichnen sich immer wieder durch die atmosphärischen Beschreibungen aus, und bereits nach wenigen Seiten fühlt man sich an den jeweiligen Handlungsort versetzt. So auch hier, zumal der Autor auch reale Ereignisse wie z.B. den Londoner „Todesnebel“ von 1952 einbezieht, wodurch die Schilderungen wesentlich anschaulicher erlebt werden.

Auch die verschiedenen Protagonisten und ihre Motivationen sind allesamt sehr gut und detailliert ausgearbeitet, jeder mit seiner besonderen Geschichte und Funktion in diesem Roman. Ob das nun der desillusionierte Beamte ist, der zum Spion wird, seine Frau, die um jeden Preis ein Geheimnis bewahren muss, der in der Psychiatrie festgehaltene Freund, dessen Wissen, so es denn in falsche Hände gerät, verheerende Folgen haben könnte, oder der Menschenjäger der Gestapo, der sie aufspüren soll.

Die Geschichte ist nicht linear erzählt, sondern wechselt zwischen einzelnen Personen, Ereignissen und Zeit hin und her. Zum einen erfordert das die erhöhte Konzentration des Lesers, zum anderen hemmt es leider auch immer wieder den Erzählfluss. Aber das ist Mäkeln auf hohem Niveau, denn alles in allem ist „Feindesland“ ein spannender und interessanter Roman darüber, inwieweit bestimmte Entscheidungen den Lauf der Historie beeinflussen und gegebenenfalls ins Gegenteil hätten verkehren können.

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Rezension zu "Die Schrift des Todes" von C. J. Sansom

Historischer Kriminalroman
tragalibrosvor einem Jahr

1546, London.

Unter der Herrschaft Heinrich des VIII. ist das Land gespalten, Katholiken und Protestanten bekämpfen sich und die Hetzjagd auf Ketzer ist im Gange. Inmitten all dieser Wirren, wird der Anwalt Matthew Shardlake zur Königin gerufen. Ihr ist ein brisantes Manuskript entwendet worden, welche sie in größte Gefahr bringen könnte. Shardlake macht sich auf die Suche...

Den ersten Band dieser Reihe historischer Kriminalromane hatte ich noch in guter Erinnerung, allerdings ist es Jahre her, dass ich es gelesen hatte. Also, dachte ich, wieso nicht einen weiteren Band lesen? 
Leider hat mich dieses Buch sehr enttäuscht. Zwar bevölkern viele historische Persönlichkeiten die Handlung und auch die Charaktere sind gut beschrieben und passen hervorragend in die Geschichte, doch der Autor hat einen enorm ausschweifenden Erzählstil, welcher sich oft in Details und Nebenhandlungen verliert und dem eigentlichen Handlungsstrang viel Schwung nimmt. 
Hin und wieder lassen spannendere Abschnitte den in der Story eingebetteten Krimi wieder aufleben, doch dies hält nicht allzu lange an und schon schweift die Erzählung wieder in Belanglosigkeiten ab.

Zwar ist jede Beschreibung sehr treffend, sodass man sich als Leser ein tolles Bild machen kann, doch auch hier baut der Autor unzählige Wiederholungen von Äußerlichkeiten und Charaktereigenschaften ein, dass sie nach einigen Kapiteln eher langweilig und unnötig erscheinen. 

Positiv fand ich aber, dass C.J. Sansom viele Personen in seine Geschichte eingebaut hat, die nachweislich lebten. Dies gibt dem Buch einen besonderen Touch. Im Nachwort werden zu den wichtigsten Persönlichkeiten auch noch nähere Informationen geliefert. 

Nun zu meinem Fazit. 
Ich möchte für "Die Schrift des Todes" nur zwei Sterne vergeben. Ich hatte mir mehr erwartet. So zwar einen guten historischen Roman bekommen, aber mit einem viel zu weitschweifenden Erzählstil, was mit die Lust am Lesen genommen hat. Der versprochene Kriminalfall ging hier unter.

Dieses Buch kann man lesen, es ist aber kein Muss. 

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Rezension zu "Die Schrift des Todes" von C. J. Sansom

Historischer Kriminalroman um 1500
kleine_leseeckevor einem Jahr

Die Schrift des Todes von C. J. Sansom ist der 6. Band seiner "Matthew Shardlake" - Reihe. 


Zum Inhalt:
Die Ära König Heinrichs VIII. neigt sich dem Ende zu. Der König ist schwer krank. Seine Ärzte geben ihm nicht mehr viel Zeit. Immer an seiner Seite steht seine Frau Königin Catherine. Mitten in den Glaubenskriegen und Ketzerverfolgungen im Tudor-England des 16. Jahrhunderts schreibt die Königin in einem Buch ihre Gedanken zu jenen Ereignissen nieder. Dieses Buch wird gestohlen. Wenn es in die falschen Hände kommt, kann es sie aufs Schafott bringen. Shardlake wird von ihr in geheimer Mission beauftragt, ihre Schrift zu finden. Der König darf nichts mitbekommen. Keine leichte Aufgabe für den Anwalt der Königin. Ränke am Hof, einige Morde rund um das Skript und Verschwörungen aus den eigenen Reihen bringen Shardlake und seine Helfer Barrack und Nicholas schon bald in höchste Gefahr.

Meine Meinung:
Dieses Buch umfasst rund 800 Seiten. Diese sind gefüllt mit absoluter Spannung, exzellent recherchierten Tatsachen und einer guten Portion trockenen englischen Humors. Drumherum legt sich eine schöne Geschichte. Man fühlt sich mittendrin, die Charaktere sind sympatisch gestaltet und handeln zu jeder Zeit nachvollziehbar. Es ist ein Genuss. Freunde der Historie kommen genauso auf ihre Kosten, wie jene der Krimiliteratur. Absolute Leseempfehlung.

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