C. S. Forester Tödliche Ohnmacht

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Inhaltsangabe zu „Tödliche Ohnmacht“ von C. S. Forester

Krimi Noir vom Feinsten

An einem lauen Sommerabend kehrt Marjorie, eine „desperate housewife“ der Dreißigerjahre, von einem Abend mit ihrer kinderlosen Freundin in London in die Vorstadt zurück. Als sie die Küchentür öffnet, um ihre babysittende Schwester Dot von ihrer Pflicht zu erlösen, findet sie diese mit friedlichem Gesichtsausdruck in einem geblümten Sommerkleid auf dem Küchenboden liegen – den Kopf im Gasherd. Es ist die Mutter der beiden Frauen, die von Anfang an an dem vermeintlichen Selbstmord zweifelt. Bald schon findet sie heraus, wer der Mörder ihrer Tochter ist.

Foresters meisterhafter psychologischer Thriller um Mord, Liebe, Lust, Eifersucht und Rache führt in die Abgründe der menschlichen Seele und porträtiert eindrucksvoll die Londoner Vorstadt der Dreißigerjahre. Der 1935 entstandene Roman war jahrzehntelang verschollen. Er tauchte erst 2002, viele Jahre nach dem Tod des Autors, auf einer Christie's Auktion auf. Eine faszinierende Entdeckung für alle Krimifans!

'Tödliche Ohnmacht' stand auf den KrimiZEIT-Bestenlisten September / Oktober / November 2013.

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  • Gewiefter Psychothriller

    Tödliche Ohnmacht

    PaulTemple

    Die Geschichte von Mutter und Tochter, die der Mordtat des Ehemanns auf die Schliche kommen und diesen ebenfalls umbringen wollen, hat mich durchaus begeistert. Tief dringt der Autor in die Psyche der Protagonisten ein und schildert diese realistisch. Angst, Wut,  Hass - mehr braucht es nicht für einen sehr guten Thriller. Ein Punkt Abzug allerdings für die wirklich ärgerliche Übersetzung.

    • 4

    PaulTemple

    20. April 2015 um 17:40
    BrittaRoeder schreibt Ist das der selbe Forester, der auch die Hornblower-Romane geschrieben hat? Dann wäre es eine interessante neue Facette, die ich gerne kennenlernen würde.

    In der Tat ist es derselbe Autor, der bei diesem Werk für damalige Verhältnisse noch viel Erotik und Gewalt hinzumixt.

  • Dunkle Wolken über der Vorstadt

    Tödliche Ohnmacht

    Udoland

    18. November 2013 um 13:44

    Marjorie lebt mit ihrem Mann Ted und zwei Kindern in einer Londoner Vorstadt. Sie findet ihre Schwester Dot eines Tages Tod in der Küche mit dem Kopf im Backofen. Es sieht sehr nach Selbstmord aus, doch das wollen weder Marjorie noch ihre Mutter glauben. Der Verdacht den Mörder zu kennen verhärtet sich schnell. Schließlich hat Dot Marjorie immer alles erzählt. Doch über eine Person hätte Dot nicht geredet … Dass etwas ungewöhnliche an diesem Roman Cecil Scott Forester ist, dass der Mörder bereits am Anfang gefunden wird. Hier geht es nicht um die Frage „Wer?“, sondern darum wie die Strafe ausfällt. Zwei Frauen planen jeweils ihren Weg, doch weder Mutter noch die Tochter ahnen etwas von den Plänen der jeweils Anderen. Beim Lesen des 1935 entstandenen Romans entstehen automatisch Szenen eines Schwarz-Weiß-Filmes im Kopf. Die erst 40 Jahre nach dem Tod des Autors entdeckte Erzählung zeichnet dabei ein sehr lebendiges Bild dieser Zeit. Männer dominieren diese Welt und es entsteht eine unterkühlte, eher düstere Atmosphäre. Die weiblichen Hauptcharaktere entschließen sich jedoch dazu zu handeln, und aus dem alltäglichen Trott auszubrechen. Kurzrezension/Fazit: Es ist ein MUSS für Krimifans. Spannend, düster und mit einer leichten Note „Londoner Nebel“ im Abgang …

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  • Kriminalgeschichte im kleinbürgerlichen Vorstadtmilieu Londons

    Tödliche Ohnmacht

    Clari

    17. August 2013 um 19:44

    Dieser bereits 1935 erschienene Kriminalroman des Autors C.S. Forester folgt einer ruhigen Linienführung. Eine Tote hat vermeintlich Suizid begangen bis sich sehr bald herausstellt, dass sie wohl ermordet wurde. Marjorie, Schwester der toten Dot, lebt ein Leben unter der unnachgiebigen und unbarmherzigen Ägide ihres Ehemannes, der nur den eigenen Trieben und Bedürfnissen folgt. Dass er als möglicher Mörder von Dot gelten kann, ergibt sich aus vielerlei Anzeichen. Der Stil der Geschichte erscheint ein wenig betulich und sehr ruhig. Doch macht diese Erzählform gerade den Reiz der Geschichte aus. Steht der Täter für die Mutter von Marjorie und Dot erst fest, muss sie nur noch ein Netz spinnen, in dem sie ihn zu Fall bringen kann. Mrs Clair macht sich mit ihrer liebevollen und zugleich zielstrebigen Energie auf den Weg, um den unliebsamen und brutalen Schwiegersohn zu beseitigen. In diesem Krimi geben nicht die Fahnder und Kriminalkommissare den Ton an, sondern Marjorie, ihre Mutter und ihr Mann Ted bestimmen das Hauptgeschehen. Der liebevolle Ton untereinander „ meine Liebe“ hier und „Liebste“ dort lassen zunächst verkennen, mit welcher Akribie und Intriganz Mrs Clair listig die Fäden in der Hand hält und nach einer geheimen Regie die Geschicke ihrer Tochter leitet. Die wenigen Personen, die das Geschehen bestimmen, machen es leicht, der Geschichte zu folgen. Man spürt das Klima um die Mitte der dreißiger Jahre in England, als die Welt noch überschaubar und fast gemütlich war. Meint man nicht sogar ein wenig, Miss Marple in der Hauptfigur zu erkennen? Der Roman des 1966 verstorbenen Schriftstellers C.S. Forester ist offen, klar und leicht makaber aufgebaut und bietet neben dem eigentlichen Geschehen ein ruhiges Klima der Beschaulichkeit.

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