C. S. Harris

 4,8 Sterne bei 399 Bewertungen

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Cover des Buches Die Schatten von Westminster: Sebastian St. Cyr 1 (ISBN: B08QZWY82K)
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Rezension zu "Die Schatten von Westminster: Sebastian St. Cyr 1" von C. S. Harris

LauranasLeseleben
Spannender historischer Krimi mit viel Atmosphäre

Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist spannend, gut durchdacht und hält einige überraschende Wendungen bereit. Ich musste tatsächlich fast bis zum Ende hören, um zu erkennen, wer hinter dem Mord steckt.

Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre. Das London zu Beginn des 19. Jahrhunderts wird sehr eindrucksvoll und anschaulich beschrieben. Die überwiegend düstere, fast schon viktorianisch anmutende Stimmung passt hervorragend zu dem mysteriösen Fall.

Auch die Protagonisten und Nebencharaktere sind gut gelungen. Neben den eigentlichen Mordermittlungen erfahren wir auch viel über das Leben der Figuren, wodurch sie greifbarer und sympathischer werden. Einige Nebenfiguren dürfen hoffentlich in den weiteren Teilen der Reihe noch eine Rolle spielen.

Der Stil ist angenehm und flüssig, und auch der Sprecher hat mir sehr gut gefallen.

Insgesamt ein spannender Krimi für alle, die gerne historische Fälle mit Atmosphäre, Verwicklungen und interessanten Charakteren mögen. Ich freue mich schon auf die weiteren Abenteuer von Sebastian St. Cyr und werde die Fortsetzung auf jeden Fall weiter hören wollen.

„Es spielt nicht nur eine Rolle, dass wir Dinge sehen, sondern wie wir sie sehen.“

Als im Londoner “Pennington’s Tea Gardens” eine männliche Leiche gefunden wird, kann sich niemand erklären, dass der Tote als der Adelige Nicolas Hayes identifiziert wird. Dieser ist vor 18 Jahre wegen Mordes verurteilt und nach Botany Bay verbannt worden. Hier soll er auch gestorben sein. Sebastian St. Cyr wird von einem 8jährigen Jungen, der einen chinesischen Hintergrund zu haben scheint, informiert zu helfen. Sofort informiert er die Behörden und eilt zum Tatort. Auch er ist der Meinung, dass es sich bei dem Toten um Nicolas handelt. Er beginnt mit Magistrat Sir Henry Lovejoy, den inzwischen als Mordfall eingestuften Fall, zu untersuchen. 

Die Ermittlungen gestalten sich äußerst schwierig, denn es ist Sommer in London Anno 1814 und es bleibt nicht bei diesem einen Mord. Kann Sebastian mit Hilfe seiner Frau Hero und Sir Lovejoy den komplexen Fall, der ihn auch in die Vergangenheit führt, aufklären? Und dann ist da ja noch der 8jährige Ji, der unauffindbar ist und sich in höchster Lebensgefahr befindet, vor seinen Häschern retten? 

Fazit: Lange musste ich nicht auf „Die Morde in Somers Town“, den 15. Fall der historischen Krimireihe mit Sebastian St. Cyr, Viscount Devlin, von der Autorin C.S. Harris, warten. Der bildliche, schnörkellose und flüssige Schreibstil bringt mein Kopfkino wieder sofort zum Laufen. Wieder befinde ich mich in London Anno 1814. Die gut ausgesuchten und in Szene gesetzten, schon bekannten, Charaktere machen es mir leicht, ihnen zu folgen und über die Schulter zu schauen. Aber es gibt auch neue Figuren und alle sind sehr authentisch dargestellt. Die Kapitel haben eine gute Länge, so dass durch die schnellen Szenenwechsel und den gut gesetzten Spannungsborgen der Sog entsteht, einfach immer weiterlesen zu müssen. Auch wenn in diesem Fall wirklich viele Tote zu beklagen sind, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, bevor ich die letzte Seite gelesen hatte. Alle Fäden wurden nachvollziehbar zusammengeführt. Das Ende war gut ausgearbeitet und konnte mich dennoch ein wenig überraschen.

Ich habe auch diesen Teil wieder sehr gerne gelesen und freue mich schon auf die Fortsetzung. Daher vergebe ich hier eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne. Aber lest selbst, denn dies hier ist ganz allein meine Meinung.

„Ihr müsst wohl aus einem bestimmten Grund hier sein.“

Der äußerst brutal ausgeführte Mord an dem jungen Lord Ashworth beschäftigt Sebastian St. Cyr nicht nur „beruflich“, sondern auch privat. Seine Nichte Stephanie war mit dem Opfer verheiratet. Er hatte sie vor ihm gewarnt, aber die grausamen Taten, derer Ashworth beschuldigt wurde, konnten ihm nicht nachgewiesen werden. 

Magistrat Sir Henry Lovejoy hatte Sebastian natürlich um Hilfe bei der Aufklärung gebeten, aber die vielen Spuren die sie gefunden hatten, führten immer wieder ins Leere. Nichts ist hier wie es scheint und als Sebastian alles noch einmal durchgeht, befürchtet er, den wahren Täter zu kennen. Hier liegt aber die Gefahr, denn wenn es stimmt, bringt er nicht nur sich, sondern auch seine Familie, in ganze große Gefahr.

Fazit: Mit „Der Teufel von Bethnal Green“, schreibt die Autorin C.S. Harris schon den 14. Fall für den adeligen Sebastian St. Cyr. Auch in diesem historischen Krimi werden wir wieder mit nach England und ins Jahr 1814 genommen. 

Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft, empathisch und gut lesbar. Leider fehlte mir in diesem Fall ein wenig die durchgehende hohe Spannung. Die Charaktere sind gut ausgewählt und toll beschrieben. Es gibt die guten und die bösen Figuren, und allen konnten wir bei ihrem Tun über die Schulter schauen, ob wir wollten oder nicht.

Die historischen Hintergründe sind bestens recherchiert und haben mir einen interessanten Einblick in die Vergangenheit gegeben. Mir hat der Krimi sehr gut gefallen und daher kommen von mir hier verdiente 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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