C. Verhein

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Blockadebrecher gegen Napoleon

Blockadebrecher gegen Napoleon

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Erschienen am 13.05.2014
Blockadebrecher gegen Napoleon

Blockadebrecher gegen Napoleon

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Erschienen am 19.05.2014
Von Peyse nach Pulitz

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Erschienen am 31.07.2012
Bärenfang

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Erschienen am 29.07.2013

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Rezension zu "Blockadebrecher gegen Napoleon" von C. Verhein

Rügens Bevölkerung wehrst sich gegen die Franzosen
Bellis-Perennisvor 3 Jahren

Der Autor entführt den interessierten Leser in die Zeit der Napoleonischen Befreiungskriege.
Man schreibt das Jahr 1807. Seit einigen Monaten ist die Kontinentalsperre gegen England in Kraft. Der Warenaustausch soll unterbunden und England wirtschaftlich in die Knie gezwungen werden. Doch so lückenlos, wie sich Napoleon das vorstellt, kann die Seeblockade nicht aufrecht erhalten werden. Schmuggler durchbrechen sie trotz Militärpräsenz häufig.

Die vorliegende Erzählung – Roman kann man das Buch nicht nennen – beschreibt das Leben zweier Bauernburschen, Jan und Vincent, aus dem Königreich Westfalen (jerome Bonaparte ist dort König), die genau diese Blockadebrecher an der Ostsee dingfest machen sollen.
Schon bald kommen ihnen Zweifel am Sinn dieses Unterfangens. Nach den Hochzeiten mit einheimischen Mädchen wechseln sie die Seiten und helfen selbst beim Schmuggel.

Den beiden begegnen am Rande ein paar historische Persönlichkeiten wie z.B. Major Ferdinand von Schill, der 1809 in Stralsund einen Aufstand gegen Napoleon wagt. Sie kämpfen in dessen Freicorps und überleben, während Major von Schill dabei getötet wird.
Bemerkenswert sind die Sabotageakte, die die beiden gegen Napoleons Armee verüben. Sie zerstören Brücken in Vorpommern über die die Franzosen ihren Nachschub nun nicht mehr transportieren können.
Sie bereiten sich im Heer der, mit Deutschland, Österreich und Russland verbündeten, Schweden auf die Völkerschlacht bei Leipzig 1813 vor.

Ein grober historischer Schnitzer ist dem Heimat verbundenen Autor auch noch passiert: die zitierte Eleonore Prochaska wurde 1785 in Potsdam (Preußen) und nicht, wie fälschlich behauptet, in Österreich geboren. Sie diente unter dem Namen „August Renz“ als Soldat im Lützower Freicorps, den „Schwarzen Jägern“.
Die junge Frau stirbt 1813 in Dannenberg, nachdem sie in der Schlacht an der Göhrde durch eine Kartätsche schwer verwundet wurde.

Die Geschichte ist in der Ich-Form, mit Jan als „Berichterstatter“ nett erzählt. Sie liest sich ein bisschen wie ein Reiseführer. Wir bekommen Land und Leute anschaulich geschildert.

Ähnliche Vorkommnisse an der Ost- bzw. Nordseeküste sind historisch belegt. Bedauerlicherweise fehlen hier Spannung sowie Höhen und Tiefen. Selbst als die Burschen desertieren, bleibt die Erzählung sehr ruhig und emotionslos. Auf Fahnenflucht stand und steht die Todesstrafe! Das ist doch kein Kinderspiel. Die im Klappentext als „abenteuerliche Flucht“ erscheint nicht sehr dramatisch.
Diese Geschichte könnte viel, viel spannender und lebendiger erzählt werden.

Beim Wort „Blockadebrecher“ fallen mir immer die tollkühnen Schilderungen von Rhett Butler aus „Vom Winde verweht“ ein.

Leider finden sich auch zahlreicher Tipp- und Satzfehler.

Für das interessante Thema vergebe ich vier Sterne, für die Ausführung muss ich einen Stern wieder abziehen.

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