C.G. Jung Das göttliche Kind

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Inhaltsangabe zu „Das göttliche Kind“ von C.G. Jung

Mythen vermitteln wesentliche Erkenntnisse über das menschliche Dasein. C. G. Jung, der Entdecker des kollektiven Unbewussten, und Karl Kerényi, einer der bekanntesten Mythenforscher des 20. Jahrhunderts, betrachten in diesem Buch zwei zentrale mythologische Motive: das "göttliche Kind" und das "göttliche Mädchen". Die Autoren zeigen, jeder auf seine Weise, die Bedeutung des mythischen Denkens für den heutigen Menschen.

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  • Rezension zu "Das göttliche Kind" von C.G. Jung

    Das göttliche Kind

    michael_lehmann-pape

    14. October 2012 um 14:39

    Zur Erläuterung der Mythologie Mythen als „Aussage über unbewusstes seelisches Geschehen“, die es zu entschlüsseln gilt im Rahmen eines „kollektiven Unbewussten“, das ist psychotherapeutische Ansatz C.G.Jungs im Rahmen seiner „Analytischen Psychologie“. Naheliegend ist auf diesem Hintergrund die enge Verbindung zur Darstellung konkreter Mythen durch Karl Kerényi, der die Erforschung von eben jener Mythen zu einem Schwerpunkt seines Lebenswerkes gemacht hatte. 1939/40 sind die im Buch vereinigten Abhandlungen über „Das göttliche Kind“ und „Das göttliche Mädchen“ erschienen. Im Aufbau folgt zunächst eine „unverstellte“ Darlegung des jeweiligen Mythos an sich im Kontext seines Auftreten verschiedener mythologischen Gestalten und Erzählungen. Das „göttliche Kind“ hier unter anderem als Apollon, Zeus, Herms, Dionysos, das „göttliche Mädchen“ in den Mythen um Hekate, Demeter, Persephone, Koregestalten und manchem mehr. Darstellungen, dann je gefolgt von Erläuterungen durch C.G.Jung zum Archtypen des „Kindes“ und zu den psychologischen Aspekten der „Kore-Figur“.. Dabei werden die beiden Grund-Mythen im Buch nicht vollständig erschöpfend behandelt und ausgelegt, sondern diesen in bester Weise zur Illustration und als methodische Beispiele für die eng verzahnte Mythenforschung und psychologische Arbeit an und Mit diesen Mythen als Zeichen des „kollektiven Unbewussten“. „Was hat Mythologie mit Ursprung und Ursprüngen zu tun“ ist die Leitfrage, um welche die Betrachtungen dieser Studie kreisen, um durch dieses „Kreisen“ eine „Erweiterung jenes unmittelbaren Zugangs, durch den der Leser seinen eigenen Weg zur Mythologie zu finden hat“ zu schaffen. Ein Weg, für den C.G.Jung maßgebliche Arbeiten geliefert hat, in dem er in Freudscher Tradition zunächst die Existenz einer „nichtbewussten Seele“ deutlich in das Zentrum der Betrachtungen rückt und darüber hinausgehend feststellt, dass im Traum und in den Produkten der Psychose sich vielfache Zusammenhänge ergeben, die man in seinen Augen eben nur mit mythologischen Ideenaspekten verknüpfen kann.. „Wiederentstehungen jenseits aller Traditionen“ und damit „mythenbildender Strukturelemente der unbewussten Psyche“, „Mythenbestandteile“ eben, Urbilder oder, in der Sprache Jungs, „Archetypen“. In Bezug auf das göttliche Kind kann Jung so interpretierend von der „verlorenen Vergangenheit“ sprechen, mit der auch der „Heilbringer“ verloren gegangen ist und immer wieder als „Verkünder oder Erstling“ neu in die Mythologie der Generationen und in das unbewusste Erleben des einzelnen Menschen tritt als, im Kern, Repräsentanz „der unbewussten Kindheitsaspekte der Kollektivseele“. Die es in ihren nur zu ahnenden Bildern für einen psychotherapeutischen Prozess zu Entschlüsseln gilt. Kerényi und Jung sind Wegbereiter einer modernen Begegnung mit einer kaum fassbaren und letztlich nicht wirklich abschließend erklärbaren „Ur-Welt“ im Menschen. Die Darlegungen an sich sind, wie schon zu Zeiten ihrer Niederlegung, auch für die Moderne hoch interessant (allein schon, was den „Fortschrittsglauben“ angeht) und zum Verständnis tief unbewusster Vorgänge ebenso, wie des Denkens von Jung, durchaus erhellend. Auch wenn es einer hohen Konzentration bedarf, sich allein schon sprachlich in dieser „fremden Welt“ des Buches zurecht zu finden.

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