Ein schöner "Stream of conciousness" zur Inspiration. Pickover gibt mit diesem Buch intellektuelle Anstöße zur Reflexion über Tod, Jenseits und das menschliche Leben überhaupt. Bei den Illustrationen handelt es sich größtenteils um hochwertige Kunstwerke. Durch diese Sinfonie aus künstlerischen, historischen und naturwissenschaftlichen Inhalten entsteht ein einzigartiges Gesamtkunstwerk zum Thema Tod und Jenseits.
CLIFFORD A. Pickover
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TOD UND JENSEITS
Neue Rezensionen zu CLIFFORD A. Pickover
*Von der Bronzezeit bist zum Atomzeitalter ist der Tod auf verschiedene Weise künstlerisch personifiziert und symbolisiert worden.*
Seit jeher macht sich der Mensch Gedanken über den Tod und das Jenseits. Ob Bestattungsrituale früher und heute, der Himmel und die Hölle, das Übernatürliche, das sich in Vampiren, Geistern und Zombies materialisiert oder die Malerei und Schriftstellerei, die den Tod in den Mittelpunkt stellen – hier werden hundert Berichte geboten, die sich mit dem Tod und dem Jenseits beschäftigen.
Eingeteilt werden die unterschiedlichen Bericht mit einer Zeitleiste, die 20.000 Jahre zurückreicht. Dabei ist es nicht immer das älteste Datum, das dazu dient ein Thema aufzugreifen. Da die Beiträge mit den Namen und Lebensdaten bekannter Persönlichkeiten eingeleitet werden und von Querverbindungen zu anderen Teilen des Buches ergänzt werden, fällt es leicht, sie in einen Zusammenhang zu bringen.
Der Beginn des Buches zeigt archäologische Ansätze, stellt interessante Gräber und Grablegungen vor. Danach rückt die christliche aber auch die antike Mythologie immer mehr in den Vordergrund – dabei werden jeweils auch Vergleiche zu den anderen Weltreligionen gezogen. Die Themen, die im weiteren Verlauf aufgegriffen werden, umfassen eine Vielzahl an Bereichen. So kommt die Medizin ebenso zu Wort, wie die Geschichte, die Kunst genauso wie Technik und Physik. Zum Schluss wird ein Ausblick in die Zukunft gegeben, in der sowohl das Thema Unsterblichkeit als auch der Tod des Universums angesprochen werden.
Die Beiträge können sich auf allgemeine Themen, wie Särge, die Hölle, Suizid oder Friedhöfe beziehen. Es gibt aber auch solche, die auf Details eingehen. So werden Kunstwerke vorgestellt, die sich mit dem Sterben und dem Tod aber auch übernatürlichen Phänomenen beschäftigen. Die Kunst spielt auch insofern eine Rolle im Buch, als dass jeder Beitrag von einem Bild begleitet wird, das aus einer Fotografie viel öfter aber aus der Abbildung eines passenden Gemäldes besteht. Ebenso wichtig sind im Buch die vielen Zitate, die auf Wissenschaftler und Schriftsteller (von der Antike bis zur Gegenwart) genauso zurückgehen können. Eigene Beiträge widmen sich Werken von Tolstoi oder auch Edgar Allen Poe.
Fazit: Schon die Aufmachung des Buches ist gelungen. Jeder Beitrag wird von einem Bild eingeleitet, das eine ganze Seite in Anspruch nimmt, sodass Hundert Abbildungen das Buch aufwerten. Die Beiträge selbst geben einen zwar jeweils kurzen aber im Ganzen gesehen umfassenden Einblick in das Thema Tod und Jenseits.



