Der Gallische Krieg /Bellum Gallicum

von Caesar 
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Der Gallische Krieg /Bellum Gallicum
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Über zweitausend Jahre alter authentischer Bericht aus dem damaligen Wilden Westen in Gallien.

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Inhaltsangabe zu "Der Gallische Krieg /Bellum Gallicum"

Jeder, der Latein gelernt hat, kennt diesen Text, aber auch jedem Asterix-und-Obelix-Leser sind die paraphrasierten ersten Zeilen bekannt: Gallia est omnis divisa in partes tres... Caesar wurde das Aufgabengebiet Gallien im Verlauf des Jahres 59 v. Chr. zugesprochen; über seine zehn Jahre dauernde Kriegsführung legt er in den Commentarii belli Gallici Rechenschaft ab.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783760813523
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:546 Seiten
Verlag:Artemis & Winkler
Erscheinungsdatum:07.09.1998

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    Aliknechtvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Über zweitausend Jahre alter authentischer Bericht aus dem damaligen Wilden Westen in Gallien.
    Gallia est omnis divisa in partes tres.

    Der über zweitausend Jahre alte authentische Bericht aus dem damaligen  Wilden Westen in Gallien beginnt mit den berühmten Worten "Gallia est omnis divisa in partes tres", einer Beschreibung des Kriegsgebiets, das aus den drei Ländereien der Belger, der Aquitanter und der Kelten bestand.  Die Belger waren die tapfersten, weil sie von der Verfeinerung und Kultur der Römer am weitesten entfernt waren und sie noch keine "verweichlichenden Waren" [1] kannten.

    Man erfährt detailliert, wie der römische Legionär sich rüstete, marschierte, in den Militärlagern hauste und wie er sich ernährte. Er erhielt damals noch keine Fertig-Pizza sondern im Abstand von zwei Wochen wurden lediglich jeweils 14 kg ungemahlenenes Getreide zur Gestaltung des individuellen Speisezettels ausgegeben. Nicht nur die Kampfkraft der römischen Legionien war auf der Basis dieser gesunden Ernährung nahezu unbezwingbar, auch der römischen Ingenieurs-Kunst gelangen erstaunliche Leistungen, die die Feinde in Furcht und Schrecken versetzten. So überschritten die Legionen zur nicht geringen Überraschung der Germanen zweimal den Rhein. Caesar beschreibt auf das genaueste den Bau einer festen hölzernen Rhein-Brücke durch römische Pioniere in nur 10 Tagen [2].

    Die berühmteste militärische Leistung war aber zweifellos Caesars Belagerung von Alesia, das auf einem Hügel lag, und in das sich Vercingetorix zurückgezogen hatte. Ihm gelang es noch, seine Reiterei zu entlassen und ins Land hinauszuschicken, um ganz  Gallien aufzurufen, Truppen zum Entsatz Alesias zu schicken. Der innere befestigte römische Belagerungsring um die Stadt, hatte einen Umfang von 16 km. Gleichzeitig liess Caesar einen äußeren Belagerungsring zur Sicherung der Legionen gegen das anrückende Entsatzheer mit einem Umfang von 22 km anlegen [3]. Trotz großer Überzahl gelang es den Galliern nicht, den Belagerungsring zu sprengen und schließlich ergab sich Vercingetorix und Gallien gelangte nach dieser Entscheidungsschlacht 52 v. Chr. unter römische Oberhoheit. Man kann sich auch heute noch vor Ort im MuséoParc Alésia bei Alise-Sainte-Reine in der Nähe von Dijon ein Bild von der einstmals belagerten Stadt und von der Anlage und Struktur der Belagerungseinrichtungen machen, die durch das Museum hervorragend dokumentiert werden.

    Es ist ein wirklicher Luxus 50 Jahre nach zahllosen Lateinstunden, die damals zum Großen Latinum führten, sich nochmals in dieses Werk aus der römischen Antike in einer zweisprachigen Ausgabe vertiefen zu können. Die Festsetzung römischer Kultur in Gallien für viele Jahrhunderte hat Europa nachhaltig historisch geprägt. Natürlich ist Caesars Werk auch eine Propaganda-Schrift ersten Ranges, aber das schmälert sein Werk nur wenig, denn das gilt zum Beispiel genauso für Churchills monumentale Geschichte des Zweiten Weltkriegs, für die er immerin den Literaturnobelpreis erhielt. Wir haben die großen Helden der Weltgeschichte doch nicht dafür, dass sie ihr Licht unter den Scheffel stellen.

    Ausgabe: C. Julius Caesar, Der Gallische Krieg / De Bello Gallico lateinisch-deutsch, herausgegeben und übersetzt von Otto Schönberger, Tusculum Studienausgaben, 8. überarbeitete Auflage 2012, Akademie Verlag, Berlin

    Referenzen:
    [1] Seite 7
    [2] Seite 167
    [3] Seite 516

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