Cai Marin

 3,6 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor*in von Nordkap.

Lebenslauf

Cai Marin ist ein Pseudonym. Aufgewachsen in Deutschland und Frankreich, lebt Cai heute östlich des Rheins und liebt das Wasser und die Farbe Blau. Dem Nordic Noir fühlt sich Cai seit frühester Jugend verbunden.

Quelle: Verlag / vlb

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Cover des Buches Nordkap (ISBN: 9783764508722)

Nordkap

(7)
Erschienen am 11.06.2025

Neue Rezensionen zu Cai Marin

Cover des Buches Nordkap (ISBN: 9783764508722)
M

Rezension zu "Nordkap" von Cai Marin

M.Lehmann-Pape
Thriller mit mysteriösen Anmutungen

Ob es gewollt ist oder nicht, gerade zu Beginn erinnert der Thriller von Cai Martin nicht nur am Rande an Frank Schätzings „Der Schwarm“.

Wenn da im hohen Norden Norwegens, wo sich die Bevölkerungsdichte gering, die Natur grimmig und weit und das Leben eher ruhig und überschaubar darstellt.

 

Doch wenn ein Junge als Mutprobe seinen Freunden auffordert, wer es am längsten im (eis-) kalten Wasser aushält, diese gewinnt, dann aber aus vielen Wunden, Hautrissen blutend aus dem Wasser kommt. Und wenn dies eine längere Zeit später auch einem Helfer für Tiefentaucher geschieht, dann hat das erst einmal die gleiche Schlagrichtung, wie jener Schwarm, der ominöse Probleme im Wasser auslöst. Verstärkt durch Eric, den Mann, der sich unter Wasser am wohlsten fühlt, dann aber in eine Strudel-Gefahrensituation gerät, die ihn fast das Leben kostet und ihn eine Beobachtung von Wesen machen lässt, die schlichtweg da nicht hingehören, dann ist dieser erste Ton im Thriller gesetzt. Was im Übrigen auch in der zu Schätzings Stil ähnlichen, breiten, man kann in manchen Bereichen sagen, auch langatmigen und sehr detaillierten Erzählweise liegt.

 

Doch auf der anderen Seite ist dieser Thriller von Beginn an erweitert durch dunkle Vorgänge in politischen und wirtschaftlichen Kreisen, bietet aber auch hier ein eher bekanntes Motiv einer undurchschaubaren und nicht unbedingt legal operierenden Firma mit an, bei der Leser und Leserinnen von Beginn an nicht im Unklaren gelassen werden, dass da einiges hinter den Kulissen stattfindet.

 

Dass all dies in höchste politische Kreise mitführen wird, das ein Würdenträger sich das Leben nehmen wird und das jene, die um seine Nachfolge ringen, noch ganz andere Interessen verfolgen, das alles birgt den vielfachen Stoff, den Martin Schritt für Schritt langsam vor den Augen entrollt.

 

Kriminaloberrat Simen Sundby, der zunächst die Fälle der merkwürdig verletzten Menschen vor der Küste untersucht, kommt dabei etwas fade und blutleer zunächst in das Geschehen, erhält aber durch jenen Apnoe Taucher Eric und einen weiteren engagierten Mann genügend „Sidekicks“, um das Ermittlerteam vielfältig und ins ich stimmig zu besetzen.

 

Etwas weit hergeholt erscheint, dass ein Unternehmen, dass sich ursprünglich auf Leuchtmasse für Uhren und andere Geräte spezialisiert hatte, nun in solche Regionen hochtechnischer und wirtschaftlicher Verflechtungen verdeckt breit macht, aber das vergisst man im Lauf der Lektüre schnell.

 

Dass aber erst einmal über 100 Seiten hinter sich gebracht werden und dabei der rote Faden gesucht werden muss, auch an den verschiedenen Orten der Ereignisse und der nicht wenigen beteiligten Personen, dass zieht sich schon länger hin. Die Spannung und ein gewisses Mitfiebern entwickelt sich erst ab der Mitte des Buches dann zum Ende hin sich steigernd.

 

Und wenn dann auch noch die militärische Seite „mit Macht“ ins Geschehen eingebunden wird, dann ist und bleibt es nicht einfach, den detaillierten, aber teils auch zähen Einzelheiten und den sich immer wieder verzweigenden Handlungssträngen konzentriert zu folgen.

 

Wobei sich inmitten der Interessen und der Strategien im Lauf der Ermittlungen das „mystische“ dann auch ins „weltliche“ auflösen wird.

 

Durchaus interessante Szenen und ein ökologischer Hintergrund auf der Vorderseite der nach Gewinn und Macht strebenden Interessen sind am Ende aber keine schlechte Vermengung für eine teils spannende, teils empörende Machtstrategie, die die Lektüre durchaus lohnen. In der sich Cai Martin bei seinem Debüt zu viel auf einmal vorgenommen hat und die Konzentration auf das Eigentliche des Falles damit erschwert.

Cover des Buches Nordkap (ISBN: 9783764508722)
cybergirlls avatar

Rezension zu "Nordkap" von Cai Marin

cybergirll
Mir fehlte etwas Spannung

Nordnorwegen. Blutüberströmt liegt ein kleiner Junge am Ufer. Kurz darauf fordern unerklärliche Vorgänge vor der Küste des Europäischen Nordmeers weitere Opfer. Während Kriminaloberrat Simen Sundby und sein Team noch vor einem Rätsel stehen, erhalten sie unerwartete Unterstützung von dem Apnoetaucher Eric und dem Aktivisten Cai. Alle Spuren führen zu einem geheimen Forschungsstandort. Doch dann überstürzen sich die Ereignisse, und Simen Sundby wird klar, dass hinter den Kulissen ein gnadenloser Machtkampf tobt, der ganz Norwegen erschüttern wird.

„Nordkap“ ist das Debüt von Cai Marin.

Der Autor schickt als Ermittler Simen Sundby ins Rennen. Sundby hat seine eigene Methode Fälle zu lösen. Seine Aufklärungsquote spricht führ ihn. Da Besondere an Sundby, er hört zu und hört auch auf Das, was zwischen den Zeilen gesagt wird.

Hier bekommt er es mit einem schwierigen Fall zu tun. Am Anfang ist da nur der kleine Junge, der blutüberströmt am Ufer gefunden wird. Aber dabei bleibt es nicht.


Ich habe einige Zeit gebraucht, um in die Geschichte einzutauchen. Es sind recht viele Personen und man muss sich da erst einmal zurechtfinden. Auch bei den verschiedenen Handlungssträngen ist es am Anfang nicht leicht den Überblick zu behalten.


Der Handlungsort, Norwegen und das Nordkap werden gut beschrieben.

Auch die Unterwasserwelt, die der Apnoetaucher Eric erlebt wird, sehr gut vermittelt. 


Der Fall an sich ist spannend. Nur zwischendurch zieht die Geschichte sich immer wieder etwas in die Länge. Wenn es zum Beispiel um Militärisches geht, da bin ich immer wieder rausgekommen. 


Der Schreibstil von Cai Marin ist an sich angenehm zu lesen, nur schweift der Autor manchmal zu sehr ab, was die Spannung dann mindert.


„Nordkap“ hat mich nicht richtig überzeugt, sollte es einen weiteren Band geben, da werde ich mein Glück noch einmal versuchen.


Cover des Buches Nordkap (ISBN: 9783764508722)
tigerbeas avatar

Rezension zu "Nordkap" von Cai Marin

tigerbea
Langatmig

Am Nordkap geschehen seltsame Dinge. Ein Junge liegt am Ufer, die Beine blutig, nachdem er im Wasser stand. Er bleibt nicht das einzige Opfer im Wasser. Der Forscher Eric Perrain sieht beim Apnoetauchen einen riesigen Schwarm EIs-Flusskrebse, die es an dieser Stelle gar nicht geben dürfte. Gemeinsam mit Kriminalrat Simen Sundby und dem Aktivisten Cai will Eric das Rätsel um die Geschehnisse lösen. Sie stoßen dabei auf einen geheimen Forschungsstandort. Hinter den Kulissen tobt ein Machtkampf, der ganz Norwegen erschüttern wird!

Cai Marin hat mit "Nordkap" sein Debüt vorgelegt. Leider ist dies nur mittelmäßig gelungen. Mir persönlich waren es hier zu viele Handlungsstränge mit zu vielen Charakteren. Dadurch wurde die Handlung unübersichtlich und man verliert sehr schnell den roten Faden. Auch die Charaktere leiden darunter, sie bleiben blaß, man bekommt keinen Bezug zu ihnen und man hat keine genaue Vorstellung von ihnen. Was mir endgültig den Spaß am Lesen genommen hat, waren die militärischen Abschnitte. Die Aktionen dort waren mir, genau wie die computerintensiven Abschnitte, leider zu unverständlich und dadurch langatmig. Die Angriffe im Wasser stehen hier deutlich im Schatten der Themen Politik, Industrie und Militär, sowie deren Verwicklungen. Lichtblicke waren die wunderschönen Beschreibungen des Apnoetauchens und der Unterwasserwelt, sowie die spannenden Szenen rund um die rätselhaften Geschehnisse rund um die Angriffe im Wasser. Wenn der Fokus mehr hierauf gelegen hätte, hätte mir das Buch wohl insgesamt besser gefallen. Dabei verfügt der Autor über einen richtig guten Schreibstil und auch die Idee, die diesem Thriller zugrunde liegt, ist toll. Leider wurde hier jedoch zu viel drumherum eingebaut, so daß bei mir keine wirkliche Spannung aufkam.

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