Caitlin Doughty

 4,1 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von Fragen Sie Ihren Bestatter, Wo die Toten tanzen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Caitlin Doughty

Caitlin Doughty, geboren 1984, führt in Los Angeles ein Bestattungsinstitut. Ihre YouTube-Serie »Ask a Mortician« hat Fans auf der ganzen Welt. Mit dem von ihr gegründeten »Order of the Good Death« setzt sie sich dafür ein, die Menschen wieder stärker mit »ihren« Toten zu konfrontieren. Von ihr erschienen auch die Bände »Fragen Sie Ihren Bestatter. Lektionen aus dem Krematorium« und »Was passiert, wenn ich tot bin? Große Fragen kleiner Sterblicher über den Tod«.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Caitlin Doughty

Cover des Buches Fragen Sie Ihren Bestatter (ISBN: 9783406688201)

Fragen Sie Ihren Bestatter

 (14)
Erschienen am 21.01.2016
Cover des Buches Wo die Toten tanzen (ISBN: 9783890295060)

Wo die Toten tanzen

 (5)
Erschienen am 02.09.2019
Cover des Buches Was passiert, wenn ich tot bin? (ISBN: 9783406757174)

Was passiert, wenn ich tot bin?

 (1)
Erschienen am 27.08.2020
Cover des Buches Fragen Sie Ihren Bestatter (ISBN: 9783406748905)

Fragen Sie Ihren Bestatter

 (0)
Erschienen am 27.01.2020
Cover des Buches Fragen Sie Ihren Bestatter (ISBN: 9783945095157)

Fragen Sie Ihren Bestatter

 (1)
Erschienen am 01.10.2016
Cover des Buches Was passiert, wenn ich tot bin? (ISBN: 9783940018991)

Was passiert, wenn ich tot bin?

 (0)
Erschienen am 21.09.2020

Neue Rezensionen zu Caitlin Doughty

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Cover des Buches Wo die Toten tanzen (ISBN: 9783890295060)sabatayn76s avatar

Rezension zu "Wo die Toten tanzen" von Caitlin Doughty

‚Ich wollte mit eigenen Augen sehen, wie in anderen Kulturen mit dem Tod umgegangen wird'
sabatayn76vor 4 Monaten

‚Ich wollte mit eigenen Augen sehen, wie in anderen Kulturen mit dem Tod umgegangen wird, weil ich glaubte, dann vielleicht zeigen zu können, dass es keine reglementierte Art gibt, mit dem Tod zu ‚verfahren‘ oder ihn zu verstehen.‘ (Seite 16)

Caitlin Doughty führt in Los Angeles ein Bestattungsinstitut und setzt sich mit dem von ihr gegründeten ‚Order of the Good Death‘ dafür ein, dass sich Menschen wieder stärker mit dem Tod und den Toten konfrontieren.

In ‚Wo die Toten tanzen‘ erzählt Doughty unter anderem von Scheiterhaufenverbrennung in Colorado, Días de los Muertos in Mexiko, der Forschungsstation FOREST, Glassärgen in Spanien, ñatitas in Bolivien, Katakomben von Neapel, Türmen des Schweigens und Himmelsbestattungen in Tibet.

Ich fand die Idee des Buches ganz toll, aber die Umsetzung hat mir anfangs nicht so gut gefallen, und ich musste mich erst ins Buch einlesen. Vor allem in den ersten Kapiteln fand ich Doughtys Ausführungen bisweilen etwas langatmig, so dass ich manche Kapitel eher quergelesen habe.

Obwohl mich das Thema sehr interessiert hat, ist der Funke initial also nicht ganz übergesprungen, doch die zweite Hälfte des Buches hat mir dann sehr gut gefallen, konnte mich fesseln und begeistern.

Ich bin hier auf viel Bekanntes gestoßen, habe aber auch Neues gelernt. Insgesamt kann ich das Buch empfehlen, auch wenn ich nicht alle Kapitel gleich spannend fand.

‚Alles, was uns umgibt, erwächst aus dem Tod, jeder Teil einer jeden Stadt und jeder Teil eines jeden Menschen.‘ (Seite 233)

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Cover des Buches Wo die Toten tanzen (ISBN: 9783890295060)himbeerbels avatar

Rezension zu "Wo die Toten tanzen" von Caitlin Doughty

Interessante Reise in die Welt der Totenrituale
himbeerbelvor einem Jahr

Nicht einfach, dieses Buch zu beschreiben, das von einem Thema handelt, über das meist doch lieber nicht gesprochen wird. Dabei ist das endgültige Versagen aller lebenserhaltenden Funktionsabläufe – also der biologische Tod von Lebewesen – eigentlich etwas ganz Natürliches. Im 19. Jahrhundert hätte es niemanden verwundert, wenn ein Leichnam von den Verwandten für die Trauerfeierlichkeiten hergerichtet wurde – es wäre sogar befremdlich gewesen, wenn sie das nicht getan hätten. In beeindruckend kurzer Zeit ist jedoch die Bestattungsbranche entstanden und in vielen Industrieländern zur teuersten, kommerziellsten und bürokratischsten Art mit seinen Verstorbenen umzugehen geworden.

Aus genau dieser Branche kommt die amerikanische Bestatterin Caitlin Doughty. In den letzten Jahren reiste sie durch die Welt, um herauszufinden, welche Totenrituale in anderen Ländern praktiziert werden – unter anderem in Indonesien, Mexiko, Spanien, Japan, Bolivien und in verschiedenen Gegenden der USA. In dem Buch „Wo die Toten tanzen – Wie rund um die Welt gestorben und getrauert wird“ versucht sie zu zeigen, dass es keine reglementierte Art gibt, mit dem Tod zu ‚verfahren‘ oder ihn zu verstehen. Sie besucht in Indonesien einen Mann, der mit dem mumifizierten Körper seines Großvaters zusammenlebt. Verfolgt in Japan eine Zeremonie, bei der Angehörige die Knochen des Verstorbenen mit Stäbchen aus der Verbrennungsasche lesen. Und geht in Mexiko dem „Tag der Toten“ auf den Grund. Augenzwinkernd stellt sie Alternativen wie die Öko-Bestattung vor. Und hinterfragt, ob unsere westlichen Riten Raum zur angemessenen Trauer lassen.

„Ich glaube mittlerweile, dass die Vorzüge eines Totenbrauchs nicht auf Mathematik beruhen, sondern auf Emotionen, auf dem Glauben an die einzigartige Würde der jeweils eigenen Kultur. Das heißt, wir halten Totenrituale nur dann für primitiv, wenn sie nicht mit den unseren übereinstimmen.“ (S. 14)

Wenn man dies gleich zu Beginn des Buches für sich geklärt hat, herrscht die nötige Offenheit um kennenzulernen, wie in anderen Kulturen mit dem Tod und den Verstorbenen umgegangen wird. Die Konfrontation mit dem Tod ist nichts für schwache Nerven und manche Beschreibungen über Aussehen und den Umgang mit menschlichen Überresten verursachen mir beim Lesen ein flaues Gefühl im Magen. Tatsächlich hätte ich mir stellenweise eine weniger anschauliche Schilderung gewünscht, weil es mich doch schockiert hat. Nichtsdestotrotz ist die Thematik sehr interessant und auf ihre Weise bereichernd, da mein Umgang mit dem Tod bislang eher oberflächlicher Natur war. Ebenfalls für gelungen halte ich die zahlreichen Illustrationen von Landis Blair, die Aufbauten und Arrangements begleitend zum Text auf ansprechende und in gewisser Weise doch pietätvolle Art verbildlichen, wie es beispielsweise Fotografien nicht gekonnt hätten.

Gelegentlich ist mir die Ausdrucksweise jedoch zu flapsig und makaber, der Humor der amerikanischen Autorin zu gewollt. Doch das sind glücklicherweise nur kurze Sequenzen, denn sobald Caitlin Doughty wieder etwas sachlicher wird, lese ich gespannt und interessiert weiter.

„Wo die Toten tanzen“ ist kein Buch, das sich einfach so weglesen lässt. Zu oft vergleicht man mit eigenen Erfahrungen und Vorstellungen und wird mit dem Tod in einem Rahmen konfrontiert, der teilweise nur schwierig vorstellbar ist. Gleichzeitig entmystifiziert das Buch dieses Thema ein wenig und ist ein Plädoyer dafür, dem Tod wieder mit mehr Würde zu begegnen. Eine Empfehlung!

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Cover des Buches Wo die Toten tanzen (ISBN: 9783890295060)Nele33s avatar

Rezension zu "Wo die Toten tanzen" von Caitlin Doughty

Totentanz rund um die Welt
Nele33vor einem Jahr

Caitlin Doughty hat mit ihrem Buch eine interessante Reise durch die Bestattungskulturen dieser Erde gemacht.
Die Beschreibung des Buches hat mich sehr angesprochen, da mich diese Thematik sehr interessiert und ich mich persönlich schon sehr mit der westlichen Bestattungskultur auseinandergesetzt habe.
Versprochen habe ich mir Einblicke in die Bestattungskulturen anderer Kulturen und diese Erwartung wurde nicht enttäuscht.

Die Reise beginnt und endet in Amerika, wo die Autorin ein eigenes Bestattungsunternehmen leitet, und führt auch in entlegene Orte der Welt.
In Mexiko wird wie in keinem anderen Land am 31 Oktober öffentlich getrauert, es gibt Brötchen die den Namen "pan de muerto"-Brot des Todes tragen. Familien treffen sich auf den Friedhöfen und feiern mit ihren Verstorben, die Kinder bekommen Süßigkeiten und es ist ein schönes, lebendiges Fest.
Spannend war für mich, dass es in North Carolina Versuche zum Kompostieren von Leichnamen stattfinden. Was auf den ersten Blick makaber wirkte, stellt sich vielleicht als beste Möglichkeit für Umwelt und Natur dar.
In Japan hingegen gibt es ein Lastel- ein Hotel für den Verstorbenen, in dem die Familie und Freunde mit dem Toten noch eine Weile leben können, um ganz in Ruhe zu trauern. Unvorstellbar für unsere deutsche Bestattungskultur, in der der Tote leider immer noch so schnell wie möglich "entsorgt" wird. Langsam geschieht jedoch auch hier ein Umdenken.
In Tibet werden die Toten an die Geier verfüttert, die Beschreibung war schon ziemlich gruselig.

Die Autorin hat die Erfahrungen ihrer Reise sehr detailliert geschildert, was für mich gut zu ertragen war. Ich habe auch viel über die geschichtliche Entstehung bestimmter Bestattungskulturen erfahren und mir ein gutes Bild davon machen zu können. Manche Rituale muteten mir sehr skurril an. Der Schreibstil war angenehm zu lesen und war zur Auflockerung mit Anekdoten ihrer Reise gespickt.

Die Konfrontation mit dem Tod ist nichts für schwache Nerven schreibt Caitlin Doughty, und dies kann ich nach der Lektüre des Buches nur unterschreiben. Ebenso die Aussage: wir im Westen stehen vor der großen Anstrengung, unsere Angst, Scham und Trauer im Umgang mit dem Tod in das desinfizierende Licht der Sonne zu zerren.

Ein sehr empfehlenswertes Buch für diejenigen, die sich mit dem Tod und der Zeit danach

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