Caitlin Moran

 3,5 Sterne bei 160 Bewertungen
Autorin von All About a Girl, How to be a woman und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Caitlin Moran

Caitlin Moran wurde 1975 als das älteste von acht Geschwistern geboren und wuchs in Wolverhampton, England, auf. Mit fünfzehn verfasste sie ihren ersten Roman und mit sechzehn ihre ersten Artikel für den Melody Maker. Seit sie achtzehn ist, veröffentlicht sie Kolumnen für die Times. Ihr feministisches Manifest „How to be a woman“, welches 2012 in deutsch erschien, war ein internationaler Bestseller. Ihr aktueller Roman „About a Girl“ stand oben auf den Bestsellerlisten in Großbritannien und erschien in zahlreichen Ländern.

Alle Bücher von Caitlin Moran

Cover des Buches All About a Girl (ISBN: 9783570585429)

All About a Girl

 (75)
Erschienen am 08.09.2015
Cover des Buches How to be a woman (ISBN: 9783550080029)

How to be a woman

 (47)
Erschienen am 01.04.2012
Cover des Buches All About a Girl (ISBN: 9783641153847)

All About a Girl

 (0)
Erschienen am 08.09.2015
Cover des Buches How to be a woman (ISBN: 9783899033663)

How to be a woman

 (0)
Erschienen am 25.04.2012
Cover des Buches How to be a woman (ISBN: 9783844905724)

How to be a woman

 (0)
Erschienen am 25.04.2012
Cover des Buches How to Be a Woman (ISBN: 9780062124296)

How to Be a Woman

 (16)
Erschienen am 17.07.2012

Neue Rezensionen zu Caitlin Moran

Cover des Buches All About a Girl (ISBN: 9783570585429)KateRapps avatar

Rezension zu "All About a Girl" von Caitlin Moran

Spritziger, sehr britischer Entwicklungsroman einer jugendlichen Antiheldin
KateRappvor 3 Monaten

All about a Girl“ist ein wunderbar frecher Entwicklungsroman der Times-Kolumnistin Caitlin Moran. Er beschreibt in einer Mischung aus schnoddriger Poesie und metaphernden Kraftausdrücken die schwierigen Jahre von Johanna, bevor sie von Zuhause auszieht und sich in ihre langersehnte Selbstständigkeit stürzt.

Dieses Zuhause ist eine siebenköpfige Familie im Wolverhampton der Neunziger Jahren, die auf Sozialhilfe angewiesen ist und hinter der brüchigen Fassade aus Wut und gegenseitiger Beschimpfung steht eine Liebe und ein Zusammenhalt, die Johanna die Kraft geben, auszubrechen.

„Denn als Teenager ist man eine silberne, leere Rakete. Die Musik ist unser Treibstoff, und die Informationen aus Büchern sind die Weltkarten mit den Koordinaten, die uns zeigen, wohin die Reise geht.“

Sie ist eine pummelige Antiheldin, die sich danach sehnt, endlich geküsst zu werden und die sich mit frechen Musikkritiken einen Job als freie Mitarbeiterin bei einem Musikmagazin erschreibt. Sie nennt sich fortan Dolly Wilde, färbt die Haare knallrot und trägt ausschließlich schwarze Klamotten und einen Zylinder. Sie lernt Musiker und Musikkritiker kennen, taucht ein in die wilde Welt der Rockmusik. Und es dauert ein wenig, bis sie bemerkt, dass auch unter den bewunderten Kollegen fiese Idioten sind, und sie sich nicht mehr ausnutzen lässt, ihre eigene Stimme findet.

„Ich dagegen - ich hätte diesen Tag mit Haut und Haaren verspeist. Noch das letzte kleine Funkeln hätte ich aus dem Nachthimmel herausgequetscht, und im Morgengrauen wäre ich auf dem Balkongitter geritten. Wenn man mich am Mittag erschossen hätte, wäre ich mit einem Lächeln auf den Lippen gestorben. Warum bin ich nicht dortgewesen?“

Dieses als Jugendbuch erschienene Werk ist spritzig und humorvoll, mit Herzblut geschrieben und very british. Es beschwört den Zeitgeist der Neunziger Jahre in einer heruntergekommenen Kleinstadt und London so anschaulich herauf, dass es nicht verwundert, dass es 2020 verfilmt wurde.

„Wenn man allen Küssen der Welt flussaufwärts folgt, gelangt man schließlich an die Quelle, hierher, in den Eingang eines Pubs gegenüber der Waterloo Station (....) Und wenn man so geküsst wird, ist man Weihnachten, der erste Mondflug und ein Schwarm Feldlerchen zugleich. Meine Schuhe sind plötzlich Millionen wert, mein Atem ist der Weingeist im Champagner. Wenn man so geküsst wird, ist man der Sinn des Lebens.“


Aus dem Englischen von Regina Rawlinson, Carl`s Books 2015

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Cover des Buches How to be a woman (ISBN: 9783548374932)LimitLesss avatar

Rezension zu "How to be a woman" von Caitlin Moran

Ein feministischer Blick aufs eigene Leben
LimitLessvor 2 Jahren

"Man ist nicht als Frau geboren, man wird es" hat schon Simone de Beauvoir festgestellt. In "how to be a woman" beschreibt Caitlin Moran wie sie zu der Frau wurde, die sie jetzt ist. Sie beginnt mit ihren Jugendjahren in den 80ern und erzählt im Laufe des Buches die einschneidendsten Erlebnisse, die mit ihrem Frausein und -werden zu tun hatten.

Das Buch ist eine feministische Autobiographie, die wichtige Themen wie die erste Menstruation, Masturbation, Körperbehaarung, erste Liebe, Sexismus, Ehe, Schwangerschaft, Schwangerschaftsabbruch, weibliche Vorbilder und Schönheitschirurgie thematisiert. Moran schreibt über Themen, über die oft geschwiegen wird, die nie ganz so ehrlich erzählt werden, die noch so banal klingen, aber trotzdem wichtige Aspekte des weiblichen Lebens sind und die die Frauen sich aber oft nicht zugestehen, eben weil sie so banal scheinen. Wie Mode zum Beispiel.

Moran schreibt sehr provokant. Sie hält sich nie zurück und es liest sich so, als würde sie mit dir sprechen. Ihre Aussagen klingen manchmal sehr derb und sie hat einen gewöhnungsbedürftigen Humor. Für mich war das mit der Zeit anstrengend, trotzdem war ich durchgehend sehr neugierig auf ihre Meinung und konnte nicht aufhören zu lesen. Ihre Leidenschaft für den Feminismus merkt man in jeder Zeile. (Ich empfehle Interviews mit ihr auf YouTube anzuschauen!) Man muss eben manchmal provokant sein, um beim Gegenüber Reaktionen hervorzurufen. Mir war immer bewusst, dass das, was sie anspricht, eben auch ihre Meinung ist und ich da kritisch lesen und hinterfragen muss. Aber nicht nur das. Die Welt hat sich seit den 80er Jahren verändert. Der Zugang zu Pornos ist zum Beispiel durch das Internet sehr vereinfacht worden. Die Darstellung männlicher Lust und Gewalt gegenüber Frauen hat sich in dieser Branche jedoch nach meinem Wissensstand in gewisser Hinsicht noch mehr ausgeprägt. Andere Sachen haben sich nicht wirklich verändert. In vielen Ländern wird immer wieder die Abtreibungsdebatte geführt, Schönheitschirurgien sind immer noch präsent und der Umgang mit und die Darstellung von Frauen in den Medien ändert sich nur langsam. 

Das Buch lebt von vielen kleinen Anekdoten aus Morans Leben, sie gibt Gespräche wider und schreibt so, als würde sich eine Handlung durchs Buch ziehen. Das war witzig und ich konnte mich dadurch sehr gut in sie hineinversetzen. Sie versucht, feministische Themen aufs einfachste herunterzubrechen und auf das tägliche Leben auszulegen. Das ist ihr sehr gut gelungen. Mit einem feministischen Blick durch die Welt zu gehen, kann nie schaden. Ihre Message ist eindeutig. Sie will, dass man sich selbst treu und menschlich bleibt, und das "Scheißpatriaracht" aufs übelste verurteilt und kritisiert!

 

Fazit

Lest es! Caitlin Morans Biographie sticht durch ihre Sprache, ihren leidenschaftlichen Ton, ihre witzigen Anekdoten und ihren äußerst kritischen Blick auf ihre Umgebung deutlich hervor. Da es so viele Definitionen von Feminismus gibt wie es Menschen gibt, muss man mit ihren Ansichten nicht immer übereinstimmen. Also bitte unbedingt selbst kritisch lesen. Man muss nicht "die/der perfekte Feminist*in" sein, um Feminist*in zu sein. Caitlin Moran lebt das vor. Diese Auffassung habe ich jetzt schon so oft gelesen und sie ist einfach nur traurig. Seid Feminist*innen, so wie ihr es sein wollt. Nehmt die Strukturen des Patriarchats wahr und kämpft dagegen auf eure Art und Weise an! Einen Schnelltest, ob man als Frau Feministin ist, gibt es im Buch auch noch. 

 

Die Rezension findet man auch auf meinem Blog Grenzenlos.


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Cover des Buches All About a Girl (ISBN: 9783570585429)MrsFrasers avatar

Rezension zu "All About a Girl" von Caitlin Moran

Sex, Drugs & Rock'n'Roll
MrsFraservor 2 Jahren

Wat'n cooles Buch! :D Ja, am Anfang geht es sich etwas schleppend an, aber am Ende war ich von 'All about a Girl' von Caitlin Moran schlicht restlos begeistert.


Johannas Familie im industriell aussterbenden England lebt Ende der 80er Jahre von Sozialhilfe. Der traumatisierte Vater klammert sich an seinen Traum von einer Musikkarriere, die von drei Kindern überforderte Mutter bekommt überraschend Kind Nummer vier und fünf. Mit einem Bein steht die Familie stets im Abgrund und die pummelige, belesene und zum Überanalysieren neigende Johanna sucht nach einem Ausweg und einer Chance, ihre Familie zu unterstützen. Sie setzt sich ein Ziel und verfolgt es überraschend zielstrebig: Nach viel Arbeit, ungezählten Stunden Recherche und einer Reise nach London kehrt sie als Dolly - Rotzgöre und Musikkritikerin, zurück. 

In den nächsten Jahren begleitet der Leser Dolly zu beruflichen und sexuellen Eskapaden. Dabei macht Johanna durchaus (in beiden Bereichen) auch negative Erfahrungen, aber niemals ist sie Opfer. Immer trifft sie selbst die Entscheidungen und gibt bei Nichtgefallen des Resultats auch keinem anderem die Schuld daran. Was für ein Charakter! Auch wenn das, was sie macht sicherlich nicht als 'Vorbild' gelten sollte, ist ihr Umgang damit und ihre Fähigkeit zur Selbstanalyse für mich kritiklos richtig. Manchmal urteilt sie in einer herzzerreißenden Ehrlichkeit über sich selbst, das man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Obwohl der Tonfall ein komplett anderer ist, erinnert sie mich in dieser Hinsicht an Francie Nolan aus 'Ein Baum wächst in Brooklyn' - beide Mädchen wählen das Schreiben als den Weg aus ihren ärmlichen und tristen Verhältnissen und identifizieren sich über ihre Worte, die lyrisch den direkten Weg ins Herz des Lesers finden. 

"Staunend blickst du zurück auf die vielen Geheimnisse, die du bewahren wolltest - auch das Geheimnis deiner Person. (...) Obwohl du ungefähr so geheim warst wie der Mond. Und genauso hell geleuchtet hast, verborgen unter all den schrägen Klamotten." (S. 357)

Die Übersetzung des Originaltextes von Regina Rawlinson ist sprachlich grandios. Bisweilen derb und drastisch, oft mit extrem komischen Wortspielen und dabei trotzdem immer wieder hoch poetisch. Ein Spagat, der vielleicht als Charakterisierung der Hauptfigur nicht 100%-ig glaubwürdig ist, den Leser aber von der ersten Seite an fesselt. 

Doch während ich Johannas Weg lachend, kopfschüttelnd und seufzend begleitet habe, ist es tatsächlich ein Nebencharakter, der fast 'schüchtern' nur von Zeit zu Zeit auftritt und mir mein Herz gestohlen hat. Im Hintergrund erzählt dieser von einem Politikum, das in einigen Jahrzehnten wahrscheinlich gar kein Thema mehr sein wird, es in den 90ern aber definitiv noch war: Homosexualität. So nach und nach selbstverständlicher wie Caitlin Moran diesen Charakter dem Leser näher bringt, spiegelt sie eine (teils wünschenswerte, teils tatsächliche) gesellschaftliche Entwicklung. Das ist grandios gemacht. Fast merkt man gar nicht, was Sache ist, bis der Mensch schließlich 'fertig' und offen vor einem steht und man erkennt: das war er schon immer. So selbstverständlich sollte das bei jedem sein!

Ein absolut überraschendes Buch - nicht so sehr von der Handlung her, sondern hinsichtlich meiner Begeisterung darüber. Eine Coming of Age-Story par excellence, sprachlich fetzig und dabei tiefsinnig zugleich! 

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Gespräche aus der Community

"Die zwei wirkungsvollsten Worte, die ein Mädchen sagen kann, sind JA und NEIN."

Wenn Kinder zu Teenagern werden, geraten manche Eltern in Panik, vor allem, wenn sie an ihre eigene wilde Teenagerzeit zurückdenken müssen. Das hat die britische Bestsellerautorin Caitlin Moran erlebt, als ihre Tochter 13 Jahre alt wurde. Aus dieser Panik ist ein autobiografischer Roman entstanden: "All about a Girl". Caitlin Moran, die in Großbritannien Kultstatus genießt und als eine der wichtigsten Persönlichkeiten ihres Landes gilt, betrachtet ihren neuen Roman als "Projekt ihrer Teenagerjahre". Das Ergebnis dieses Projekts ist eine warmherzige und lustige Geschichte über ein Mädchen aus der Arbeiterklasse im England der aufregenden 90er Jahre, das - so beschreibt Caitlin Moran ihre Heldin - kein Pony will, sondern die Revolution.
Neugierig geworden?

Zum Inhalt
England 1990, die Happy Mondays sind in den Top of the Pops, Margaret Thatchers Regierungszeit neigt sich dem Ende zu, und das Land ächzt unter der Arbeitslosigkeit: Wie soll man bloß in einer Sozialsiedlung in Wolverhampton inmitten einer chaotischen Familie erwachsen werden – mit einem Vater, der seit zwanzig Jahren von einer Karriere als Rockstar träumt und einer Mutter, die, obwohl sie schon drei Kinder hat, eine erneute Schwangerschaft bis zum Geburtstermin als Magenverstimmung deutet? Reicht Johanna Morrigans Trickkiste aus schwarzem Eyeliner, Doc Martens, derben Sprüchen, einem wilden Partystil und einem immensen Wissen über angesagte Popmusik aus, um sich neu zu erfinden, endlich Sex zu haben und die Familie aus der Misere zu retten? Ein intelligenter, sprühend witziger Roman über das Erwachsenwerden, trügerische Rollenbilder und das Glück, ein Kind der Neunzigerjahre zu sein.

Leseprobe

Zur Autorin
Caitlin Moran, geboren 1975, ist das älteste von acht Kindern und wuchs in Wolverhampton in England auf. Mit fünfzehn verfasste sie ihren ersten Roman, mit sechzehn ihre ersten Artikel für den Melody Maker. Seit sie achtzehn ist, schreibt sie Kolumnen für die Times. Sie wurde für ihre journalistische Arbeit bereits mehrfach mit dem British Press Award ausgezeichnet. Ihr "feministisches Manifest mit viel schrägem Humor" (Zeit-Magazin), "How to be a woman" (dt. 2012), war ein internationaler Bestseller. Ihr neuer Roman "All About a Girl" stürmte in Großbritannien die Spitze der Bestsellerlisten und erscheint in zahlreichen Ländern.
Moran lebt mit ihrem Mann und den beiden Töchtern in London.

Wer möchte diesen tollen Roman über das Erwachsenwerden im England der 90er Jahre im Rahmen einer Leserunde lesen, sich darüber austauschen, und am Ende eine Rezension schreiben? Bewerbt euch* bis zum 30.08. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button für eins der 25 Exemplare von "All about a Girl", die wir zusammen mit carl's books verlosen. Dafür müsst ihr auch eine Frage beantworten:

Was verbindet ihr mit den 90er Jahren? Habt ihr besondere Erinnerungen an diese Zeit? Gibt es vielleicht ein Lied oder ein Ereignis, an das ihr gern - oder ungern - denkt?

Auf eure Antworten bin ich jetzt schon sehr gespannt!

Ich wünsche euch viel Glück!

* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.
623 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

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