Caitlin Moran Moranifesto

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Inhaltsangabe zu „Moranifesto“ von Caitlin Moran

Must-Read!!

— BluevanMeer
BluevanMeer

Hands down, my favourite British female person and an enthusiastic funny writer!

— ichundelaine
ichundelaine
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  • Themen
  • Geistreich und charmant, aber nicht immer relevant

    Moranifesto
    whoiskafka

    whoiskafka

    07. March 2017 um 16:47

    Einige Worte zum Inhalt Moranifesto ist eine Essay-Sammlung von Caitlin Moran, in der sie zu zahlreichen Themen ihren Senf dazugibt, sei es die Immobilienlage in London, die böse Natur des Druckers, der Feminismus oder Terrorismus. Aber vor allem ist Moranifesto eines: sehr politisch. Meine Meinung Caitlin Moran hat diese unverwechselbare Art, Themen in raffinierte, originelle und clevere Worte zu verpacken. Ihr Schreibstil ist so frisch, eloquent und unverstellt, dass jeder ihrer Sätze wie Honig durch die Gehirnwindungen rinnt. Mal witzig, mal ernst widmet sie sich den kleinen und großen Problemen unserer modernen Gesellschaft. Zwischendrin wird auch mal ein wenig für Benedict Cumberbatch geschwärmt, was ihr wohl niemand übelnehmen kann, denn Benedict Cumberbatch ist nun einmal ein Gott. Auch wenn ich Themenvielfalt liebe, so war doch nicht jedes Essay für mich von Relevanz. Da habe ich dann auch schon einmal ein paar Seiten übersprungen, zumal manche der Texte bereits zu alt sind, um aktuell zu sein. Das finde ich recht schade, da das Buch erst im letzten Jahr erschienen ist und ich daher einen höheren Anspruch an die Aktualität der Thematiken hatte. Außerdem sind viele der Essays very British, was zwar ganz interessant ist, in der Masse jedoch manchmal anstrengend. Besonders interessant waren für mich die Essays über Feminismus, die auch der eigentliche Grund dafür waren, weshalb ich das Buch lesen wollte. Es ist so wichtig, sich mit dem Feminismus auseinanderzusetzen, gerade in der heutigen Zeit. Ich muss jedoch sagen, dass ich durchaus nachvollziehen kann, weswegen Moran als „white feminist“ betitelt wird – aber man muss einem Autor ja nicht in jedem Aspekt zustimmen. Die meisten Essays aber sind das Lesen definitiv wert. Caitlin Moran nimmt kein Blatt vor den Mund, was ihren Texten sehr viel Authentizität verleiht. Sie vertritt ihre politischen Ansichten mit durchdachter Vehemenz und gut gewählten Argumenten. Die Kombination aus Humor und Ernsthaftigkeit ist der Autorin wirklich ausgesprochen gut gelungen. Fazit Wer gerne geistreiche, wohlformulierte Essays liest, sich für Politik und das Weltgeschehen interessiert, zwischendurch aber auch gerne mal von sarkastischen Analysen oder Schwärmereien berieseln lässt, ist mit Moranifesto bestens beraten!

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  • Pop & Politics

    Moranifesto
    BluevanMeer

    BluevanMeer

    02. March 2017 um 20:06

    Pop & Politics - Moranifesto I’ve lived through ten iOS upgrades on my Mac - and that’s just something I use to muck about on Twitter. Surely capitalism is due an upgrade or two?  In Moranifesto versammelt Caitlin Moran, Kolumnistin der Times, unterschiedliche Artikel, die sie bisher geschrieben hat und komplett neues Material. Moranifesto besteht aus vier Teilen. Im ersten Teil beschreibt sie die britische Gesellschaft, im zweiten Teil drehen sich ihre Essays um Feminismus und im dritten Teil geht es auch um politische Fragestellungen, die dann in einem eigenen Manifest, einem Moranifest, enden. Und wenn ich das so beschreibe, stimmt das eigentlich gar nicht. Moran schreibt, wie in ihrem Bestseller How to build a girl, sehr persönliche und unglaublich witzige Begebenheiten aus ihrem Leben, die sie dann mit den vermeintlich großen Themen verknüpft. Sehr lässig und mit einer Menge „attitude“. Es geht um Bacon, High Heels, Lena Dunham, Blasenentzündung, Bowie und Moms, die eigentlich als Superhelden gefeiert werden müssen. Es geht aber auch um Gentrifizierung in London, Flüchtlinge, Starbucks und wie verkehrt die britischen Medien Menschen darstellen, die von Sozialhilfe leben und die ständige Frage danach, was der Kapitalismus heute eigentlich noch kann. Popkultur und Politics eben. Moran schreibt sehr persönlich und berichtet auch immer wieder aus ihrer Kindheit. Zum Beispiel, wie sie die Jahre der Thatcher Regierung erlebt hat und wie es für sie war, mit acht Geschwistern und einem arbeitslosen Vater „on benefits“ zu leben. Einerseits. Andererseits betrachtet sie die Bedingungen unter denen sie aufgewachsen ist, als Folie für ihre politischen Auseinandersetzungen und die bestimmen viele ihrer Essays. Das ist lustig, denn sie selbst hätte sich früher nie als politisch denkender Mensch bezeichnet. Aber sie macht deutlich, wie selten es jemand wie sie, in das Berufsfeld der Kolumnistin schafft. Mit der Folge, dass die Perspektiven in Fernsehshows oder in Magazinen sehr einseitig sind. Denn die meisten Menschen, die in der londoner Medienlandschaft arbeiten, sind weiße Männer, die eine Ausbildung an Elitecolleges vorweisen können und die ihre Perspektive (ignorance is bliss) für die „normale“ Sicht der Dinge halten. Mittlerweile schreibt Moran seit mehreren Jahren für die Times, mit 16 begann sie als Musikjournalistin. In dieser Hinsicht ist sie ihrer Titelheldin aus All about a girl (die übrigens auch mit ihrer mehrköpfigen Familie von Sozialhilfe lebt) sehr ähnlich. Weil ein Großteil des Moranifests eben auch ein Aufguss schon bestehender Kolumnen ist, fehlen mir dann häufig die Anknüpfungspunkte, weil ich nicht alle Bezüge kenne und die wenigsten Fernsehshows, die erwähnt werden (von Sherlock & Girls mal abgesehen). Nichtsdestotrotz macht das Moranifesto unglaublich viel Spaß, weil es mit sehr viel Leidenschaft und Witz geschrieben wurde und clevere Beobachtungen und entsprechende Schlussfolgerungen zieht. Harte Themen, wie Vergewaltigung, Genitalverstümmelung von Mädchen oder der Krieg in Syrien werden neben den vielen fluffigen Popreferenzen aber keineswegs ausgespart. Und natürlich geht es ihr dabei besonders um die Bewertung, Abwertung und Kategorisierung von Frauen. Stichwort Empowerment. Denn sie schreibt auch für die Mädchen, die jetzt 13 Jahre alt sind und sich in einer ähnlichen Situation befinden, wie sie früher gewesen ist. Der Essay To Teenage Girls on The Edge ist super und hat mich wirklich beeindruckt. And since we were teenage girls -- since the moment we went, mortified, to buy that first bra, and left the safe, unisex world of childhood to become "a woman" -- we've been judged and commented on. Catcalls in the streets; relatives saying we're too fat or too thin. Comments in yearbooks and on Facebook; hairdressers saying, "You have a mannish jaw." "Uncles" at weddings, and bosses at parties, and friends of friends, rating you to your face -- saying if they "would" or "wouldn't," scoring you out of ten, as if you're a gadget for sale on Amazon, or livestock at a fair. Mich hat Moran mit ihrem persönlichen Manifest sehr beeindruckt. Vor allen Dingen auch, weil sie an vielen Stellen darüber schreibt, dass sie eine begeisterte Leserin ist (ein Essay trägt den Titel: Reading is fierce!). Und weil mir ihre Gedanken so gefallen, hier noch meine Lieblingszitate: „Your mind is the projection screen every writer steals; it is the firing of your neurons that makes every book come alive. You are the electricity that turns it on. A book cannot live until the touch of your hand on the first page brings it alive. A writer is essentially typing blank pages -- shouting out spells in the dark -- until the words are read by you, and the magic explodes into your head, and no one else's.And so to read is, in truth, to be in the constant act of creation. The old lady on the bus with her Orwell, the businessman on the Tube with Patricia Cornwell, the teenager roaring through Capote -- they are not engaged in idle pleasure. Their heads are on fire. Their hearts are flooding. With a book, you are the landscape, the sets, the snow, the hero, the kiss -- you are the mathematical calculation that plots the trajectory of the blazing, crashing zeppelin. You -- pale, punchable reader -- are terraforming whole worlds in your head, which will remain with you until the day you die. These books are as much a part of you as your guts and your bone. And when your guts fail and your bones break, Narnia, or Jamaica Inn, or Gormenghast will still be there; as pin-sharp and bright as the day you first imagined them -- hiding under the bedclothes, sitting on the bus. Exhausted, on a rainy day, weeping over the death of someone you never met, and who was nothing more than words until you transfused them with your time, and your love, and the imagination you constantly dismiss as "just being a bit of a bookworm."Kaitlin Moran hat bei mir einen Nerv getroffen und sicherlich auch mein Herz. Ich würde gerne mit ihr in einem Pub ein Bier trinken und wir würden keine Highheels tragen, weil darauf sowieso kein Mensch laufen kann und dann würden wir über Benedict Cumberbatches Kinn reden und ihr geniales Interview mit ihm, bei dem sie versehentlich am falschen Haus klingen wollte oder wir würden darüber sprechen, ob Drucker wirklich so böse sind, wie sie glaubt und über Bowie, definitiv über Bowie.  

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  • Zum Denken anregend

    Moranifesto
    BloodyBigMess

    BloodyBigMess

    27. February 2017 um 18:24

    Caitlin Morans Internetpräsenz ist für mich stets informativ und auch zum wegschmeißen lustig - also wollte ich auch mal ihren Büchern eine Chance geben und dachte mir Moranifesto, eine Ansammlung ihrer Kolumnen und Essays, wäre ein guter Ort um damit zu beginnen. In Moranifesto schreibt sie über viele und verschiedene Themen, mit Humor, schwer gewonnener Weisheit und auch unerschütterbaren Fakten. Ihr selbsterklärter Krieg mit Druckern (Printers Are Evil), die nie das tun, was sie sollen und einem das Leben unglaublich schwer machen, ließ mich laut loslachen, da sie genau meine Gedanken mit unglaublich Witz in Worte fasste. Ihre eigenen Erfahrungen mit dem Welfare State, als ein Kind das mit Zuschüssen großgeworden ist, sind unglaublich herzergreifend und öffnen einem die Augen. Ihre unverschämt feministischen Kolumnen und Essays bringen auf den Punkt, was vermutlich jede Frau einmal in ihrem Leben oder auch jeden Tag denkt. Besonders ihre Denkansätze zur Legalisierung von Prostitution (Olympic Prostitutes) waren willkommen, da ich nicht das Gefühl habe, dass oft hierüber gesprochen wird. Ihre Leidenschaft und ihre Trauer zu den Kürzungen von Bibliotheksgeldern (Austerity - They Killed My Library) und ihre wunderschöne Beschreibung von der Liebe zu Büchern und was einen Leser ausmacht (Reading is Fierce) stießen bei mir auf Anklang. Dies sind nur ein paar der Beispiele, aber Moran bietet weitaus mehr interessante Artikel in ihrem Moranifesto, die einen zum Denken bringen und einem aus der Seele sprechen. Aber da Moran nur aus ihrer eigenen Erfahrung und Perspektive sprechen kann, sind in ihrem Moranifesto auch Dinge, denen ich nicht zustimme, die vielleicht sogar mein Blut zum Kochen gebracht oder mich dazu verleitet haben, dass Gesicht zu verziehen. So lobt sie z.B. Lena Dunham in den höchsten Tönen, während ich glaube, dass Lena Dunham eine verwöhnte pseudo-Feministin mit durchschnittlichem Talent ist. Andere Dinge wiederum, schienen einfach mittlerweile sehr veraltet und sterbenslangweilig. Wie ihre Kolumnen zu den Olympischen Spielen in GB oder ihre Reviews zu TV Serien, die ich einfach nicht kannte. Zudem glaube ich auch, dass Moran teilweise nicht konsistent genug mit ihren Meinungen ist: so spricht sie davon, dass "intersectional feminism" wichtig sei, ihr Feminsmus wirkt auf mich aber leider so, als würde sie das selber nicht ganz so glauben, denn sie fällt dann doch sehr stark in die Kategorie "white feminist" mit den Leuten, die sie unterstützt und mit ihren Witzen über soziale Randgruppen. Ich denke allerdings, dem kann man einfach gegenwirken, in dem man in Caitlin Morans Moranifesto nur die Kolumnen und Essays liest, die einen auch wirklich interessieren und natürlich auch ihre Meinungen kritisch betrachtet.  Zudem denke ich auch nicht, dass dieses Buch dafür geschaffen ist, in einem Rutsch gelesen zu werden, wie ich das getan habe. Vielmehr ist es ein Buch, dass man besitzt und einfach immer mal wieder darin schmökert. Lange Rede kurzer Sinn: Moran bietet hier aufschlussreiche und intelligente Artikel und Essays, die auf eine natürliche Art witzig, bedeutsam und bereichernd sind, denen man aber nicht immer zustimmen muss, sie aber trotzdem für ein interessantes Leseerlebnis sorgen.

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  • Bäume raus, Bücher rein – LovelyBooks räumt das Bücherregal

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    Wir räumen unser Bücherregal! Habt ihr schon den Weihnachtsbaum vor die Tür gestellt, die Geschenke verstaut und wieder Platz geschaffen, den ihr am liebsten mit neuen Büchern füllen möchtet? Unser Büro hat jedenfalls einen Neujahrs-Putz dringend nötig! Die Bücherregale sind vor tollem Lesestoff am Überquillen und es wäre doch schade, wenn all die schönen Bücher nicht gelesen werden! Deshalb haben wir unsere Bücherregale ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die sich dort verborgen haben, glücklich machen!So funktioniert es:Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, teilt uns diese Titel sowie das entsprechende Genre in eurem Bewerbungsbeitrag mit. Ihr könnt euch selbstverständlich auch für mehrere Bücher aus mehreren Genres bewerben!Bewerbt euch bis zum 11.01.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und nennt uns das Buch/die Bücher (mit entsprechendem Genre), welches/welche ihr gerne lesen und zu dem/zu denen ihr gerne eine Rezension verfassen möchtet! Am Donnerstag, dem 12. Januar, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier im Unterthemen "Und die Gewinner sind..." mit. Solltet ihr gewonnen haben, verpflichtet ihr euch, bis zum 1. März 2017 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion!Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Außerdem verschicken wir in dieser Aktion die Bücher nur innerhalb von Deutschland. Wenn ihr nicht in Deutschland wohnt – nicht traurig sein! Die nächste tolle Aktion, bei der ihr mitmachen könnt, kommt schon bald! Bitte habt Verständnis hierfür und bewerbt euch nicht für diese Aktion.Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"!Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und unseren Büchern eine neue Heimat gebt! Ganz viel Spaß beim Stöbern! 

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    • 2535
  • Oh Caitlin, I would like to get drunk with you!

    Moranifesto
    ichundelaine

    ichundelaine

    11. September 2016 um 19:51

    Caitlin Moran is hands down, my favourite British female alive! Ever since I read "How to be a woman" I was hooked to her witty style of writing and almost peed myself when she wrote about her sexual awakening and other quirky stories from her youth. Raised on welfare in a family of ten somewhere in Wolverhampton and edning up as one of the youngest columnists at a big paper in London, Moran has a sheer endless supply of weird topics and views on the world. In the Moranifesto she takes up the rather unusual task to reflect about everything and anything in her very unique, yet mostly always funny style. She covers topics from Starbucks being the public toilet of Britain as  well as Elizabeth Taylors fondness for shiny expensive bling, but also more heavier topics such as rape and the refugee crisis. It is a delight to read her thoughts on the working class, welfare, capitalism and David Bowie. They are always fresh, enthusiastic and full of hope. Even when she gets into topics that are not funny, but worried, she gives them an upbeat and thoughtful twist. She is the kind of person I wouldn't mind getting drunk with, sit on the front porch smoking cigs and chatting about Benedict Cumberbatch and her idea of "The Local God" till the wee hours. The book is basically made up of short chapters about an array of topics, yet divided into four parts. I enjoyed the first two parts the most, she kind of lost me during the third and the fourth was not my cup of tea and her mentioning quite a few people readers outside of Britain are not likely to know (hence only four out of five stars), somewhat bothered me. Still, I spend some very entertaining and thought-provoking hours with this book and dearly recommend it!

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