die Geschichte find ganz ruhig an mit einer intelligenten jungen Frau die ihr Leben selbst bestimmen wollte. Daher entschied sie sich für eine logischen Hochzeit mit einem Mann der eher ruhig war und auf Ihre Forderungen ein ging. Er stellte eine einzige Regel auf die in der ersten Nacht schon gebrochen wurde. Von da an ging es los mit merkwürdigen vorkommen Nissen und Ritualen. Ab dem Punkt kam ich Gedanklich nicht mehr ganz mit. Verstand auch einige Zusammenhänge nicht mehr so gut. Als die letzten 20 Seiten erreicht waren, war der Zusammenhang dann völlig klar.
Caitlin Starling
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Caitlin Starling
Der Tod der Jane Lawrence
Die leuchtenden Toten
The Death of Jane Lawrence: A Novel (English Edition)
Last to Leave the Room: A Novel
The Starving Saints: A Novel (English Edition)
The Graceview Patient: A Novel (English Edition)
Neue Rezensionen zu Caitlin Starling
Jane liebt Mathematik und sucht nach einer Möglichkeit, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Als sie den verschlossenen Doktor Augustin Lawrence zum Ehemann wählt, scheint ihr Plan aufzugehen. Aber die Ehe bringt merkwürdige Regeln mit sich. Unter anderem das Verbot, sein geheimnisvolles Anwesen außerhalb der Stadt keinesfalls zu betreten. Schon bald erkennt Jane, dass sie dort weitaus düsteren Geheimnissen gegenübersteht, als es ihr kühler Verstand je hätte berechnen können.
Von Caitlin Starling habe ich bereits „Die leuchtenden Toten“ gelesen, das mich damals sehr begeistert hat. Entsprechend gespannt war ich, als nun ein weiteres Werk der Autorin erschien, noch dazu, weil hier ein düsteres Haus im Mittelpunkt zu stehen scheint. Das ist nun einmal ein Setting, das mich sofort neugierig macht.
Die Geschichte beginnt mit einer ungewöhnlichen Ausgangslage, die mich direkt gepackt hat. Jane ist klug, pragmatisch und hat eine ausgeprägte Leidenschaft für Mathematik. Sie trifft auf Doktor Augustin Lawrence und macht ihm einen nüchternen Heiratsantrag. Sie rechnet ihm vor, welche Vorteile auch er aus dieser Verbindung ziehen könnte. Tatsächlich lässt er sich überzeugen. Es gibt allerdings eine Bedingung: Er verbringt jede Nacht in seinem abgelegenen Anwesen, das Jane unter keinen Umständen betreten darf.
Somit gibt es eine Ehe, in der die Nächte getrennt voneinander verbracht werden. Dennoch erhält man als Leser:in einen umfassenden Einblick in das geheimnisvolle Haus. Dort offenbart sich eine Atmosphäre voller Düsternis und Schrecken, die Starling in ihrem ganz eigenen Stil entfaltet. Viele unheimliche Elemente fügen sich zu einem unheilvollen, faszinierenden Bild.
Besonders stark war für mich die erste Hälfte des Romans, in der Spannung, Neugier und Atmosphäre eng verwoben sind. Später allerdings nehmen spezielle Rituale immer mehr Raum ein. Anfangs haben diese mich fasziniert, mit der Zeit haben sie sich ordentlich gezogen. Hauptsächlich ein äußerst langes Ritual hat mir einiges an Geduld abverlangt. Meinem Empfinden nach verlor die Geschichte dadurch spürbar den Schwung.
Trotzdem bleibt der Roman einfallsreich. Obwohl die Handlung in Großbritannien spielt, fühlt es sich an, als betrete man ein Paralleluniversum. Nicht nur die fantastischen und mysteriösen Aspekte tragen dazu bei, auch die Gesellschaft wirkt historisch leicht verschoben. Gefühlt bewegen wir uns im viktorianischen Zeitalter, das jedoch auf subtile Weise anders tickt. Religion, die Rolle der Frau, selbst technische Feinheiten weichen von dem ab, was man aus Geschichtsbüchern kennt. Diese Unterschiede sind nicht gravierend, verleihen der Geschichte aber eine eigentümliche Färbung. Ob man hier schon von Steampunk sprechen könnte, bleibt für mich offen, interessant war es allemal.
Neben dem klassischen Gruselhaus-Charakter fließen Härte und Brutalität der früheren Medizin sowie die eigens geschaffenen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Autorin ein. All das mündet in ein bizarres Ende, das ich doch eine Weile im Kopf behalten werde.
Schlussendlich habe ich bei meiner Bewertung lange überlegt, ob drei oder vier Sterne angemessen sind. Letztlich haben die packende Atmosphäre und der dunkle Ideenreichtum der Autorin den Ausschlag gegeben. „Der Tod der Jane Lawrence“ ist originell, facettenreich und speziell. Es ist sicher nicht für jeden geeignet. Aber wer Lust auf ein düsteres Anwesen, eine ungewöhnliche Heldin und eine Geschichte hat, die sich nicht in bekannte Muster fügt, wird hier fündig. An manchen Stellen wurde meine Geduld zwar auf die Probe gestellt, aber am Ende wurde ich mit einem Leseerlebnis belohnt, das sich von vielen abhebt.
Das Setting ist recht ähnlich wie bei Crimson Peak. Wir rutschen in eine düstere gothik London der Nachkriegszeit. Recht ähnlich zu Crimson Peak heirate unsere Protagonistin einen reichen mysteriösen Junggesellen und kommt dann in sein düsteres Herrenhaus. Es schwieren Geister herum und auch der einer jungen Frau, die irgendwie mit dem jungen Herren in Verbindung steht. Alles sehr düster, beklemmend und aufreibend.
Der Beginn ist recht ähnlich aber je tiefer man in das Buch eintaucht, desto mehr verändert es sich. Man spürt wie Janes Psyche langsam aber sicher in mitleidenschaft gezogen wird. Es wird etwas wirr, langatmig und verliert etwas seinen Charm.
Nichts desto trotz muss ich sagen fand ich genau das irgendwie auch so interessant. Auch ist es immer wieder faszinierend zu sehen wie Jane immer wieder versucht alles rational zu erklären und gnadenlos daran scheitert. Es wird ein enormer Spannungsbogen aufgebaut, der eigentlich bis zum Ende durchgezogen wird. Man hat eigentlich keine wirkliche Verschnaufpause.
Mir persönlich gefällt der erste Teil etwas mehr, weil das eher so ins Klassische Schauer-Haunted-House geht. Der zweite Teil geht dann eher in die Richtung Lovecraft. Was ganz nett ist, aber auch nicht für jeden.
Wird jetzt nicht mein September Highlight, ist aber eine solide 5/5.
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