Caleb Carr Die Einkreisung

(74)

Lovelybooks Bewertung

  • 100 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 8 Rezensionen
(38)
(19)
(10)
(6)
(1)

Inhaltsangabe zu „Die Einkreisung“ von Caleb Carr

Das Psychogramm eines MördersNew York 1896: Unter Polizeichef Theodore Roosevelt kommt es zu einem grauenvollen Mord, der sich als Teil einer ganzen Mordserie erweist. Mit den Ermittlungen wird Dr. Kreisler beauftragt, ein Vorläufer Sigmund Freuds. Gegen erbitterte Widerstände gelingt es ihm, mittels eines detaillierten Psychogramms den Mörder einzukreisen.

Stöbern in Historische Romane

Die Nightingale Schwestern

Leider etwas durchschaubarer als die anderen Bände

Kirschbluetensommer

Bucht der Schmuggler

Ein wunderbarer Abenteuerroman, der Fernweh in mir geweckt hat.

page394

Das Haus in der Nebelgasse

Unterhaltsame Spurensuche durch London mit sympathischen Charakteren

Waldi236

Die Runen der Freiheit

Lesenswert, aber nichts besonderes

Sassenach123

Hammer of the North - Herrscher und Eroberer

spannender Abschluss einer Historienserie

Vampir989

Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf

Spannender Mittelalterkrimi um die Henkersfamilie Kuisl, der schöne Lesestunden bereitet.

Wichella

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Die Einkreisung" von Caleb Carr

    Die Einkreisung
    Sonoris

    Sonoris

    Nach ca. 60 Seiten abgebrochen! Dieser erste Roman „Die Einkreisung“ von Caleb Carr wird zusammen mit der Fortsetzung „Engel der Finsternis“ in Deutschland hinsichtlich des inhaltlichen und sprachlichen Niveaus hochgeschätzt (Quelle: www.wikipedia.de). „Die Einkreisung“ ist ein historischer Roman und spielt im ausgehenden 19. sowie im beginnenden 20. Jahrhundert. Sowohl die Zeit, in der diese Geschichte spielt als auch die Thematik empfinde ich als sehr spannend und lesenswert. Die ersten sechzig Seiten deuten auch darauf hin, dass er sich mit der Kriminalistik und dem psychologischen Kenntnisstand des ausgehenden 19. Jh. auf einem hohen Niveau auseinandergesetzt hat. Gut recherchiert und eloquent hat er sich mit dieser Zeit und den dort lebenden Personen wie dem ehemaligen Präsidenten Theodore Roosevelt beschäftigt und diese auch dargestellt. Nur leider ist der Sprachstil des Autors – aus meiner Sicht – zu umständlich und schwer verständlich, als dass ich diesen Roman weiterlesen wollte. In Spiegelstrichen die Gründe für meine negative Kritik für diesen Roman bzw. seinem Sprachstil: - Zu oft nimmt der Autor durch Klammern oder Gedankenstriche Einschiebungen von zusätzlichen Gedanken vor, worunter die Lesbarkeit erheblich leidet. - Er packt in einem Satz zu viele Gedanken und Aussagen hinein, wodurch kein flüssiges Lesen möglich ist. - Er verliert sich all zu sehr im Detail: Randinformation, die aus meiner Sicht unnötig sind, da sie weder für das Verständnis der Geschichte notwendig sind, noch die Stimmung steigert oder vertieft, erhalten einen zu großen Raum. - Die Dialoge wirken sehr konstruiert und hölzern. Die gewählte Ich-Form des Erzählers, für die sich der Autor entschieden hat, wirkt diesbezüglich verstärkend oder ist in diesem Fall gar die Ursache dafür. Zu einem anspruchsvollen Roman gehört, aus meiner Sicht, nicht nur Eloquenz und die Art der Bearbeitung und Darstellung eines Themas. Dazu gehören auch noch andere Faktoren, die ich, wieder in Spiegelstrichen, aufführen werde: - Die besondere Wortwahl, um bei dem Leser etwas zu erreichen, wie bspw. ihn zum Nachdenken anzuregen, bei ihm ein Gefühl entstehen zu lassen. - Geschickt eingesetzte Worte und Sätze um Stimmung und Spannung entstehen zu lassen. - Geschickte Wendungen einzusetzen, um Spannung zu erzeugen. Und ein weiterer wichtiger Indikator für Anspruch ist die Fähigkeit verständlich, in nicht zu verschachtelten Sätzen zu schreiben. Wenn das Lesen durch den zu komplizierten Aufbau der Sätze ins Stocken gerät, ist dies kein Zeichen für anspruchsvolle Literatur, sondern ein Indikator für die Unfähigkeit lesefreundlich und verständlich zu schreiben. Unter anderem halte ich, nebenbei bemerkt, gerade diesbezüglich auch einige Autoren aus früheren Epochen heute für weit überschätzt. Und einige dieser eben genannten Faktoren für anspruchsvolle Literatur weist Caleb Carr gerade nicht auf, wie ich auch oben schon erläutert habe. Es ist eine Sache sich mit einem Thema auf einem hohen Niveau auseinanderzusetzen und eine andere dies auch verständlich, nachvollziehbar und stimmungsvoll in eine Geschichte zu transportieren. Und genau an dieser Stelle weist Caleb Carr erhebliche Schwächen auf. Genau dies ist aber wichtig für einen Roman, was aber in dem vorliegenden Fall leider nicht gelungen ist.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Die Einkreisung" von Caleb Carr

    Die Einkreisung
    Klaus70

    Klaus70

    22. November 2012 um 13:46

    Ich habe selten ein Buch gelesen dass mir so in Erinnerung geblieben ist. Super spannend, geniale Charaktere und tolle Story.

  • Dr. Kreislers erster Fall

    Die Einkreisung
    Stefan83

    Stefan83

    Als besonders interessierter Leser von Geschichten, die im viktorianischen Zeitalter bzw. zur Jahrhundertwende spielen, war es natürlich nur eine Frage der Zeit bis ich irgendwann über Caleb Carrs "Die Einkreisung" stolpern musste. Vom Klappentext schon mehr als angetan, schien klar, dass mich eine sicher sehr spannende Lektüre erwartet. Da dieses Kriterium jedoch eine ganze Menge der Bücher in meinem Regal erfüllen, blieb Carrs Debütwerk vorerst lange Zeit unangetastet. Eine echte Nachlässigkeit, wie ich nun, nachdem ich es gelesen habe, feststellen muss, denn "Die Einkreisung" ist ohne Zweifel DER beeindruckendste Psychothriller, den ich bisher zwischen den Fingern hatte. Dieses Buch zu bewerten, ohne Begriffe wie "Meisterwerk" oder "Highlight" in den Mund zu nehmen, scheint gänzlich unmöglich, denn Carr hat eine Geschichte auf Papier gebracht, die nicht nur das New York der 1890er en detail zum Leben erweckt, sondern auch von der ersten bis zur letzten Zeile ohne Unterbrechung zu fesseln weiß. Ihren Anfang nimmt sie im Jahre 1919 am Grabe des verstorbenen Theodore Roosevelt. Dort stehen mit John Schuyler Moore und Sara Howard zwei seiner ältesten und engsten Freunde aus der Zeit, als der Präsident der Vereinigten Staaten noch Polizeichef von New York war. Gemeinsam erinnern sie sich an ihre Jagd auf einen Serienmörder, der über Monate hinweg die Elendsviertel des Big Apple in Angst und Schrecken versetzt hat. Aus der Sicht des Journalisten Moore erzählt, blicken wir zurück in das Jahr 1896: Eine Reihe bestialischer Morde an Stricherjungen erregt im von Gewalt und Gesetzlosigkeit durchsetzten New York keinerlei Aufsehen. Die Polizei ist durch und durch korrupt, der neue Polizeichef Roosevelt gerade erst im Begriff, das Justizsystem zu modernisieren und verräterische Elemente aus seiner Truppe zu entfernen. Für ihn, der als einer der wenigen Trauer für die toten Jungen zeigt und in ihnen mehr als "kleine Erwachsene, die ihren Weg selbst gewählt haben" sieht, ist dieser Fall zu etwas Persönlichem geworden. Er zieht seinen alten Jugendfreund aus Studiumstagen, den Psychologen Dr. Kreisler hinzu, der sich nach Begutachtung des ersten grauenvollen Tatorts den Ermittlungen anschließen will. Roosevelt kann offiziell nichts unternehmen und lässt Kreisler im Geheimen sein eigenes Team zusammenstellen, dem neben der Sekretärin Roosevelts, Sara Howard, auch die Polizisten Lucius und Marcus, und Journalist Moore angehören. Gemeinsam macht man sich auf die Jagd nach dem Mörder... Auf dem Papier sicherlich kein besonderer Anfang, den aber gleich mehrere Elemente einzigartig machen, denn mit ihm beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Verfolger und Gejagtem, das in diesem Genre wohl seinesgleichen sucht. Unter Benutzung von für damalige Zeit noch völlig unbekannten Ermittlungsmethoden, erweisen sich Kreisler und sein Team als Vorreiter in Sachen Profiling. Mittels Methoden wie der Untersuchung von Fingerabdrücken und forensischer Kenntnisse versuchen sie die Fährte aufzunehmen, während ein moralisch verkommener Polizeiapparat und die High-Society ihriges tut, um diese Nachforschungen zu unterbinden. Das Carr dabei ein wenig klaut, unter anderem einen Fall Joseph Bells exakt übernimmt, ist übersehenswert, denn im Ganzen überzeugt der Autor nicht nur spannungstechnisch, sondern vor allem mit literarisch allerhöchstem Niveau. Die Figuren könnten lebendiger nicht sein, die Atmosphäre ist so dicht, dass man sie mit dem Messer schneiden könnte. Völlig unbewusst beginnt man hier das Nägelkauen, während man den Jägern in die düstersten Abgründe New Yorks folgt und streckenweise brutalsten Szenen ausgesetzt wird. Dabei überrascht Carr jedoch auch mit einer Tiefgründigkeit, die neben all dem Ekel zu berühren weiß. Das Schicksal der Stricherjungen lässt uns schlucken und einen erhellenden Blick in die damalige Gesellschaft werfen. Auch im Aufbau des Krimiplots erweist sich Carr als herausragend. Stück für Stück wird die Indizienkette zusammengesetzt, der Täter eingekreist, während man selbst rettungslos im New York des Jahres 1896 versinkt. Das Ende ist dann so meisterhaft wie das ganze Buch und setzt das krönende Tüpfelchen aufs i. Insgesamt ist "Die Einkreisung" ein meisterhafter Psychothriller, der nicht nur ein treffendes Bild einer vergangenen Zeit malt, sondern sein Augenmerk auch auf die noch in Anfängen begriffenen psychologischen Beurteilungen des Täters richtet. Eine Empfehlung für alle Leser, die neben blutigen Morden auch das Mitdenken bei einer Ermittlung lieben und die für knapp 590 Seiten (es hätten ruhig noch mehr sein können) mal durchgehend Gänsehaut erleben möchten. Ein groß- und einzigartiges Stück Literatur, das mir auf ewig im Gedächtnis bleiben wird.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Die Einkreisung" von Caleb Carr

    Die Einkreisung
    Odiug

    Odiug

    06. March 2009 um 09:18

    Sehr gut geschrieben. Vor allen Dingen themporeich. Schlag auf schlag.

  • Rezension zu "Die Einkreisung" von Caleb Carr

    Die Einkreisung
    November

    November

    24. November 2007 um 18:25

    Unglaublich spannend geschrieben,wenn auch ziemlich brutal!
    Die Charaktere sind interessant und gut nachvollziehbar. Für alle die sich auch sonst für Psychologie, insbesondere Tiefenpsychologie, interessieren.

  • Rezension zu "Die Einkreisung" von Caleb Carr

    Die Einkreisung
    Rheinzwitter

    Rheinzwitter

    10. July 2007 um 02:44

    Unter den historischen Kriminalgeschichten sicher unter den Top 10 zu finden ist dieses Romandebut von Caleb Carr, ein Lehrstück in Sachen Ausgewogenheit zwischen dichter Atmosphäre, lebendiger Figurenzeichnung und detailliert aber nie langatmig beschriebener Aufklärungsarbeit, die den Leser zu den Anfängen dessen führt, was heute in moderner Kriminalistik gang und gäbe ist: Fallanalytik (fälschlich Profiling genannt) und Forensik. Zu einer Zeit - 1896 - in der die zugrundeliegenden Methoden dieser Arbeitsgebiete in den Kinderschuhen steckten und wegen breiter Ablehnung seitens der Strafvollzugsbehörden nur gegen großen Widerstand durchgesetzt werden konnten. Die Geschichte um eine Gruppe sehr unterschiedlicher Charaktere, die sich gemeinsam auf die Suche nach einem brutal vorgehenden Serienmörder machen, ist spannend, lebendig, atmosphärisch, gut recherchiert. Ein Meilenstein des Genres.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Einkreisung" von Caleb Carr

    Die Einkreisung
    Marion_1970

    Marion_1970

    30. June 2007 um 12:06

    Dieses Buch ist nicht nur ein spannender Serienmörder-Krimi...Seit ich es gelesen habe, bin ich nicht mehr davon überzeugt, dass der Mensch einen freien Willen besitzt...Denn diese Frage wird nebenbei zum Hauptthema. Ein tolles Buch!

  • Rezension zu "Die Einkreisung" von Caleb Carr

    Die Einkreisung
    Fighti

    Fighti

    06. April 2007 um 22:24

    Eines meiner absoluten Lieblingsbücher, immer wieder spannend, zum nachdenken und mitraten, dazu noch sympathische Hauptpersonen! Da der Plot 1896 spielt, gibt es die Ermittlungen in der Art wie wir sie heute kennen, noch nicht oder sie steckt jedenfalls noch in den Kinderschuhen. Einem Verbrechen von der psychologischen Seite anzugehen, das ist der Polizei suspekt. Aber Theodore Roosevelt, Polizeidirektor in New York, lässt einer sehr ungewöhnlichen Ermittlertruppe freie Hand: Eine Frau, ein Journalist, zwei jüdische Polizisten, zwei schwarze Dienstboten und Dr. Kreisler. Man verfolgt die Ermittlungsarbeiten von Anfang an, es ist auf jeder Seite spannend und das Amerika des 19. Jahrhunderts wird interessant und detailgetreu geschildert! Sehr zu empfehlen!!

    Mehr