Caleb Carr Engel der Finsternis

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Inhaltsangabe zu „Engel der Finsternis“ von Caleb Carr

Es ist Jahre her, daß der Psychiater Dr. Kreisler zusammen mit seinen Freunden den brutalen Serienmörder John Beecham zur Strecke gebracht hat. Aber jetzt erfordert ein neuer Fall ihr Eingreifen. Bei der Suche nach dem gekidnappten Baby eines spanischen Diplomatenehepaars stoßen sie auf die Spur einer offenbar abartig veranlagten Frau, die bereits mehrere Kinder auf dem Gewissen hat. Die Ermittlungen werden jedoch durch die Tatsache erschwert, daß die Verdächtige nicht nur beste Kontakte zur New Yorker Unterwelt hat, sondern auch zur feinen Gesellschaft der Stadt. Caleb Carr entführt den Leser in der Fortsetzung der "Einkreisung" erneut ins facettenreiche New York der Jahrhundertwende und erforscht auf faszinierende Weise die Abgründe der menschlichen Psyche.

Sehr spanned geschrieben! Ich bin von den psychologischen Zusammenhängen fasziniert. Lese es sobald wie nur möglich weiter!

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November

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    Engel der Finsternis
    Stefan83

    Stefan83

    Mit "Engel der Finsternis" gelingt Caleb Carr etwas, dessen sich nicht viele Autoren rühmen können: Eine würdige Fortsetzung zu einem der besten Psychothriller in der Geschichte des Genres zu schreiben. Gemeint ist natürlich "Die Einkreisung", jenem zur Jahrhundertwende spielenden Roman, der in Punkto Atmosphäre und Spannungsaufbau neue Maßstäbe gesetzt hat, und der ganz nebenbei bemerkt auch seit dem vergangenen Jahr zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zählt. Drei Jahre später, im Jahr 1997, ließ der Autor den zweiten und leider bisher letzten Teil der Reihe um den Psychiater Dr. Kreisler und sein Ermittlerteam folgen, und brachte damit abermals ein echtes Meisterwerk zu Papier. Ein Meisterwerk, das mit knapp 850 Seiten Umfang schon beinahe epische Züge aufweist und doch jede Seite mit soviel Leben füllt, das man es schlicht nicht mehr aus der Hand legen möchte. Nachdem beim letzten Mal noch John Schuyler Moore, der Journalist von der New York Times, als Erzähler fungiert hatte, ist nun das Zepter an die jüngere Generation weitergegeben worden. Stevie, genannt "Stevepipe", ehemaliger Taschendieb und mittlerweile stolzer Besitzer eines Tabakladens, erinnert sich im Jahre 1919 gemeinsam mit Moore an die Ereignisse eines Falls zurück, der sich kurz nach dem Ende der Affäre Beecham zugetragen hatte: New York, Juni 1897. Miss Sara Howard, inzwischen selbstständige Privatdetektivin, wird von der Ehefrau des spanischen Konsuls beauftragt, deren entführtes Kind ausfindig zu machen und ohne größeres Aufsehen zurückzubringen. Die augenscheinlich leichte Aufgabe wird dadurch kompliziert, dass der Ehemann keinerlei Nachforschungen wünscht, zumal das Spanisch-Amerikanische Verhältnis äußerst angespannt ist. Eine Entführung des Kindes des spanischen Konsuls könnte demnach das Fass zum Überlaufen bringen und beide Länder in einen Krieg verwickeln. Miss Howard erbittet die Hilfe ihrer alten Freunde und Kollegen (Dr. Kreisler, John Schuyler Moore, die Brüder Marcus und Lucius Isaacson, Stevie Taggert und Cyrus Montrose), die nach der Schilderung der Fakten dank des Einsatzes neuester Ermittlungsmethoden schnell die Fährte der Entführerin aufnehmen. Mit ihr bekommt das Team eine mehr als würdige Gegenspielerin, die keinerlei Skrupel kennt und die, unter dem Schutz der Gangsterbande Dusters stehend, unangreifbar scheint. Ihr Name: Elizabeth Hunter, besser bekannt als Libby Hatch. Schritt für Schritt sammeln sie Beweise, um Hatch in die Enge zu treiben und sie für die Taten ihrer Vergangenheit, zu denen unter anderem die Tötung mehrerer ihr anvertrauter Kinder gehört, vor Gericht zu bringen... Caleb Carr gelingt es auch diesmal auf beeindruckende Art und Weise den Leser in die Zeit der Jahrhundertwende zu versetzen. Obwohl wir einen rückblickenden Erzähler haben, dessen Stil sprachlich folgerichtig etwas distanziert wirkt, fühlt man sich von Seite eins an mitten im Geschehen. In gewissem Sinne eifert Carr damit Sir Arthur Conan Doyle nach, von dem er sich auch das ein oder andere handlungstechnische Element leiht (z.B. Eingeborenendiener mit Blasrohr), was allerdings nur absoluten Sherlock Holmes Puristen auffallen dürfte. Ein weiterer Clou besteht im Aufbau des Buches. Im Gegensatz zum Vorgänger wird hier die Identität der Mörderin schnell entschlüsselt und steht damit nicht im Mittelpunkt. Vielmehr geht es darum, diese Person hinter Gittern zu bringen und das "Warum" näher zu ergründen. Gänsehaut ist garantiert, wenn man liest wie der Autor dabei das menschliche Verhalten von verschiedenen Gesichtspunkten aus beleuchtet. Und auch aus der Frage mit welchen Mitteln Dr. Kreisler und seine Freunde der Täterin letztlich habhaft, bezieht das Buch eine unglaubliche Sogwirkung und Spannung. Forensik, ballistische Untersuchungen oder gar Phantomzeichnungen. All das steckte zu der damaligen Zeit noch in den Kinderschuhen und bedurfte, ebenso wie die Einholung anderer Informationen, viel Zeit. Natürlich wirkt sich das wiederum auf den Plot aus, der ein wenig braucht, um an Fahrt zu gewinnen, zumal Carr nicht selten auf "Die Einkreisung" eingeht, um die Beziehungen und Hintergründe der einzelnen Figuren näher zu durchleuchten. Desweiteren geben sich im Roman auch einige historische Berühmtheiten die Klinke in die Hand, unter denen mit Theodore Roosevelt auch jemand ist, der bereits in "Die Einkreisung" eine wichtige Rolle gespielt hatte. Den größten Teil der Handlung nimmt dann die beeindruckende Gerichtsverhandlung ein, welche sich hinter den besten Werken Grishams nicht verstecken muss und der Carr ein überraschend actionreiches und amüsantes Ende verpasst hat. Insgesamt ist "Engel der Finsternis" erneut ein in allen Belangen überzeugender Psychothriller, dessen Lektüre Fingernägeln mitunter nicht immer zuträglich ist und der am Ende lediglich eine Frage offen lässt: Warum hat Caleb Carr keine weiteren Romane mit Dr. Kreisler geschrieben? Ein absolutes Muss für alle Fans des Genres, das jedoch aufgrund einiger langatmiger Passagen nicht ganz die Qualität des Vorgängers erreicht.

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  • Rezension zu "Engel der Finsternis" von Caleb Carr

    Engel der Finsternis
    Rheinzwitter

    Rheinzwitter

    19. January 2010 um 15:30

    Fällt im Vergleich zum Vorgänger "Die Einkreisung" deutlich ab. Die Gruppe um Dr. Kreisler gerät 1897 im Anschluss des vorherigen Falls in einen Strudel von Ereignissen, die erneut den verstörenden Einblick in eine kranke Psyche erzwingen. Das Problem ist die Weitschweifigkeit, mit der Carr seinen Held zu Wort kommen lässt, und das ist diesmal nicht der trinkfreudige Reporter Moore, sondern Stevie, der damalige Straßenjunge, rund 20 Jahre später, im Rückblick auf den Fall. In dem Bemühen, mit seinem gebildeten Freund Moore in der Beschreibung des Falles gleichzuziehen, versteigt sich der Erzähler Stevie zu einer stellenweise unerträglich geschraubt und gedrechselt wirkenden Sprache, die die Geschichte unnötig in die Länge zieht. Das hat nichts mit Hochsprache zu tun, sondern mit Missachtung des Lesers und dessen Aufmerksamkeitsspanne. Und dennoch: In seiner Gesamtheit ein lesenswertes Buch, weil die Geschichte nachwirkt, allein schon wegen der unfassbaren Figur Libby Hatch. Bemerkenswert, weil es meines Wissens der einzige Roman ist, der die psychiatrische Erkrankung Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom in einem historischen Umfeld darstellt, zu einer Zeit, als das Krankheitsbild noch gar nicht definiert war. Und weil hin und wieder doch die Qualitäten aufblitzen, die den ersten Band auszeichnen, nämlich eine fast greifbare Atmosphäre und Anschaulichkeit in der Darstellung New Yorks um die Jahrhundertwende.

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  • Rezension zu "Engel der Finsternis" von Caleb Carr

    Engel der Finsternis
    Odiug

    Odiug

    06. March 2009 um 15:35

    Wenn es denn 1897 wirklich so hätte sein können?? Es braucht halt immer einen Mutigen der auf neue Dinge vertraut.

  • Rezension zu "Engel der Finsternis" von Caleb Carr

    Engel der Finsternis
    November

    November

    11. December 2007 um 16:41

    Mir hat dieses Buch ebenso gefallen wie "Die Einkreisung". Es ist durch und durch spannend geschrieben und lässt sich sehr flüssig lesen. Diesmal erzählt aber nicht der Journalist Moore, sondern der kleine Stevie.
    Also wer etwas fesselndes möchte, der lese!

  • Rezension zu "Engel der Finsternis" von Caleb Carr

    Engel der Finsternis
    Nyx

    Nyx

    25. May 2007 um 10:57

    Dieses Buch stellt die Fortsetzung des Buches "Die Einkreisung" dar. Leider muß man sagen, daß es an dieses hervorragende Buch nicht ganz herankommt. Aber es ist immer noch durchaus lesenswert, jedoch sollte man unbedingt das Vorgängerbuch zuerst lesen. Dann gewinnt der "Engel der Finsternis" durch bessere Vertrautheit mit den Protagonisten an Lesewert.

  • Rezension zu "Engel der Finsternis" von Caleb Carr

    Engel der Finsternis
    Fighti

    Fighti

    06. April 2007 um 22:29

    Ich habe bereits "Die Einkreisung" in meinem Regal,
    dort geht es um die gleiche Ermittlergruppe,
    allerdings um einen Fall der Kindesentführung.
    Da es sich bei der Entführten um das Kind des spanischen Diplomaten handelt, ist höchste Geheimhaltung gefragt.
    Spannend und hochinteressant!