Die Eishexe

von Camilla Läckberg 
4,3 Sterne bei136 Bewertungen
Die Eishexe
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (111):
L

Wieder ein typisches Läckbergbuch, welches mich bestens unterhalten hat.

Kritisch (5):
datNicoles avatar

abgebrochen, da viel zu viele Personen vorkommen, alles viel zu langatmig erzählt ist. Schade.

Alle 136 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Eishexe"

Der neue große Krimi von Schwedens Nummer 1
Camilla LäckbergAls die kleine Linnea Berg vermisst gemeldet wird, starten die Bewohner von Fjällbacka eine Suchaktion in den umliegenden Wäldern. Schon einmal wurde ein Mädchen dort getötet. Dreißig Jahre ist das nun her. Damals fand man Stella Strand an dem einsam gelegenen Waldsee. Zwei 13-Jährige bekannten sich zur Tat – um wenig später ihr Geständnis zu widerrufen. Der Fall wurde nie geklärt. Kurz darauf beging der Chef der Polizeistation Tanum Selbstmord.
Hauptkommissar Patrik Hedström findet keine Ruhe. Und plötzlich reden alle von der Eishexe. Dem bodenständigen Kommissar widerstrebt es, dass eine Legende um ein misshandeltes Mädchen aus dem 17. Jahrhundert die Ermittlungen beeinflusst. Doch im Ort herrscht Hysterie. Nur seine Frau, Schriftstellerin Erika Falck, scheint einen kühlen Kopf zu bewahren. Schon lange recherchiert sie in dem alten Fall. Gemeinsam versuchen sie, Licht in das Dickicht aus Geschichten und Gerüchten zu bringen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548290669
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:768 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:09.11.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.01.2018 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    UteSeiberths avatar
    UteSeiberthvor 2 Monaten
    Vielschichtiger Kriminalroman

    Mir hat an diesem Kriminalroman  besonders gefallen,

    dass er auf 3 verschiedenen Zeitebenen spielt.Einmal in der heutigen Zeit,dann vor 30 Jahren und dann im 17. Jahrhundert.
    Man braucht ein bisschen mehr Zeit für den Roman, um mit diesen verschiedenen Zeiten klarzukommen,aber er ist trotzdem recht spannend!

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    Bjjordisons avatar
    Bjjordisonvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Richtig spannend....
    Tolles Buch...

    “Die Eishexe” ist interessanterweise mein erstes Buch der Autorin, denn ich bin eigentlich ein großer Fan von skandinavischen Autoren, aber so konnte ich mich natürlich überraschen lassen.

    Die Autorin schickt uns nach Fjällbacka. Hier wird ein Mädchen vermisst und da es einen ähnlichen Vorfall schon Jahre zuvor gab, versuchen Falck und Hedström Licht ins Dunkel zu bringen, denn die beiden haben auch Kinder und man weiß ja nie, ob man doch auch betroffen sein kann.

    Die Handlung in diesem Buch fand ich richtig spannend, denn es hat mich fasziniert erfahren zu dürfen, was es mit dem Vorfall auf sich hat. Auch die Arbeit von Hedström und Falck hat mir gefallen, denn es wirkte alles sehr realistisch auf mich und ich war sofort gefangen davon und wollte das Buch so nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin hat ja zusätzlich zur aktuellen Erzählung noch zwei Nebenerzählungen geschaffen und zwar den der uns den Vorfall vor einigen Jahren erzählt und zusätzlich noch die Erzählung mit den Hexen.

    Den Fall würde ich als spannend und toll beschrieben bezeichnen. Auch würde ich jetzt sagen, dass dieser sehr aktuell ist, denn es werden Flüchtlinge und die Handhabung mit diesen erwähnt.

    Diese Mischung bringt dem Leser sehr viel Abwechslung, allerdings muss man auch verpassen, dass man nichts durcheinander bringt, denn es gibt sehr viele Charaktere. Die Locations waren mehr oder weniger gleich, denn die Handlung spielt ja in Fjällbacka.

    Falck fand ich eine tolle Hauptprotagonistin. Sie wirkte auf mich sehr authentisch und sympathisch. Ich konnte auch ihre Taten sehr gut nachvollziehen.

    Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen und ich bin gespannt, wenn wir wiedersehen werden.

    Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Die Autorin schreibt sehr fesselnd und hat immer wieder Wendungen in die Geschichte eingebaut, was ich richtig gut fand. Die Darstellung der Orte hat mir gut gefallen, denn es gab sehr viele Details.

    Das Cover finde ich gut und es passt zu einem spannenden Krimi.

    Zur Autorin:

    Camilla Läckberg, geb. 1974 in Fjällbacka, ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Nach ihrem Marketingstudium arbeitete sie in der freien Wirtschaft. Heute lebt die Königin des schwedischen Kriminalromans in Stockholm.

    Quelle:  Amazon

     

    Fazit:

    4 von 5 Sterne. Toller Krimi. War durchwegs spannend und interessant. Kann ich weiterempfehlen. Es lohnt sich.

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    voegleins avatar
    voegleinvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Spannung pur!
    Spannung pur!

    Nach anfänglichen Problemen, die ganzen Namen auf die Schiene zu bekommen, habe ich das EBook geradezu verschlungen. Klasse fand ich auch die drei verschiedenen Ebenen zwischen denen immer wieder mal gesprungen wird. Das tut der Spannung aber keinen Abbruch, im Gegenteil.....ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so gefesselt war ich. Glücklicherweise habe ich Urlaub und konnte bis in die Nacht lesen. Unglaublich, was die Autorin sich hier hat einfallen lassen. Selbst das aktuelle Flüchtlingsthema wurde geschickt miteingebaut. Auch die Ermittler kamen sympathisch und auch sehr menschlich rüber. Von mir volle Punktzahl, für einen wirklich spannenden Thriller, der diesen Titel zu Recht verdient.

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    Bokmals avatar
    Bokmalvor 7 Monaten
    Äußerst spannend!

    Patrik Hedström und Erica Falck ermitteln wieder! Das sympathische Paar bekommt es dieses Mal mit einem besonders schlimmen Fall zu tun. Ein vierjähriges Mädchen verschwindet vom Hof seiner Eltern – genau wie es vor 30 Jahren bereits geschehen ist. Patrik ermittelt als Polizist und Erika im Hintergrund als Schriftstellerin, die der Polizei stets mit wichtigen Erkenntnissen im Rahmen ihrer Recherchen zur Seite steht – ein tolles Team! 
    Wieder einmal ist es Camilla Läckberg gelungen, einen wahnsinnig spannenden Krimi zu schreiben. Nachdem mir der Vorgänger des Buches, die „Schneelöwin“ wider Erwarten nicht so gut gefallen hatte wie die anderen Fälle, bin ich von dieser Geschichte wieder begeistert und habe das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen. 
    Typisch für die Autorin findet man im Buch wieder verschiedene Zeitebenen, deren Zusammenhänge am Ende erklärt werden. Außerdem gibt es unglaublich viele Handlungsstränge, die Aufmerksamkeit beim Lesen fordern, was mir persönlich sehr gut gefällt. 
    Der Leser grübelt bis zum Ende, wer der Mörder gewesen ist und staunt dann ob der Zusammenhänge, die sich ergeben und nicht erahnt werden konnte. Ein unglaublich vielschichtiger Roman mit einer komplexen Personenkonstellation. 
    Interessanterweise wird auch die Migrationsproblematik in Schweden mit in den Roman eingebunden, was dem ganzen Geschehen noch mehr Aktualität verleiht. 
    Fazit: Ein äußerst gelungener Kriminalroman, wie man sie von Camilla Läckberg kennt. Voll verdiente 5 Sterne! 

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    Nele22s avatar
    Nele22vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch
    Klasse Buch

    Ein tolles Buch, sowie alle Bücher von Camilla Läckberg. Man kommt nicht mehr los, wenn man einmal begonnen hat. Genauso, wie die anderen Bände der Reihe gibt es gut aufgebaute spannende Handlung. Wenn man die vorherigen Teile gelesen hat, ist man schnell wieder mit den Charakteren vertraut. Vordergründig geht es im Krimi um die Ermordung zweier Mädchen. Das Ehepaar Erica und Patrick sind mit den beiden Fällen auf unterschiedliche Weise beschäftigt. Die Autorin erfüllt die Erwartungen hinsichtlich Spannung und Emotionalität voll. Sie wechselt im Roman immer wieder in verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven hin und her. Im Roman nimmt Camillea Läckberg in ihrem nun schon 10. Krimi alles mit, was im Moment aktuell an Thematik ist, wie z.B. Flüchtlingsdebatte, Amoklauf, Hexenverbrennung. Insgesamt eine spannende Lektüre.

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    SillyTs avatar
    SillyTvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Camilla Läckberg kann schreiben, ohne jede Frage, aber hier war es zu viel auf einmal und nahm zu sehr die Spannung am eigentlichen Fall
    Viel zu viel auf einmal

    Dreißig Jahre ist es her, seit Marie und ihre damals beste Freundin Helen im Alter von dreizehn Jahren beschuldigt wurden, die damals vierjährige Stella in einem Waldstück getötet zu haben. Doch da sie Beide noch viel zu jung waren, wurde nie ein Urteil gesprochen. Trotz all dieser Umstände lebt Helen auch heute noch in Fjällbacka und Marie, die eine berühmte Schauspielerin wurde, kehrt zurück. Als kurz darauf die kleine Nea genau von dem Hof verschwindet, auf dem auch einst Stella lebte, wird die Vergangenheit lebendig. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren und doch scheint man zunächst keinen Verdächtigen zu finden. Zum Glück behält Erica, die für ein Buch schon seit längerem zu dem Fall Stella recherchiert, einen kühlen Kopf. Was ist wirklich geschehen, sowohl mit Stella damals als auch mit Nea heute? Haben die Flüchtlinge, die in Fjällbacka untergebracht sind, etwas damit zu tun? Oder die Jugendlichen? Oder doch Marie und Helen? Immerhin ist Marie zurückgekehrt und schon verschwindet wieder ein kleines Mädchen.
    Meine Meinung:
     Mittlerweile ist mit "Die Eishexe" der bereits zehnte Fall für Erica Falck und ihren Mann Patrik Hedström erschienen und ich mag die Krimis der Autorin sehr. Denn eines ist Gewiss bei der Autorin Camilla Läckberg: sie kann einfach schreiben. Auch in diesem Band konnte sie mich mit ihrem klaren und flüssigen Schreibstil wieder völlig überzeugen. Sie beschreibt mit wenigen Details und doch hat man ein klares Bild vor Augen und es ist beinahe so, als würde ich wieder einmal zurück nach Fjällbacka kehren.
    Allerdings habe ich dieses Mal das Gefühl gehabt, dass die Autorin in diesem speziellen Fall einfach viel zu viel auf einmal mit einbrachte und der eigentlich Fall dabei zu sehr in den Hintergrund geriet.
    Dieser eigentliche Fall, nämlich der Mord an der gerade einmal vierjährigen Nea, macht durchaus betroffen. Gerade als Mutter eines Kleinkindes spürt man solche Geschichten tief im Herzen, doch das habe ich hier tatsächlich ein wenig vermisst. Stattdessen kommen noch einige Handlungsstränge hinzu, zum einen die Ereignisse von vor dreißig Jahren, als ebenfalls ein vierjähriges Mädchen ums Leben kam. Diese beiden Stränge waren für mich durchaus noch logisch und nachvollziehbar, doch dann kommen noch mehr hinzu und ab da wurde es einfach zu viel, zu unübersichtlich, zu langatmig. Auch wenn es absolut zeitgemäß ist, so ist das Thema Flüchtlinge doch in letzter Zeit sehr oft in Geschichten mit eingearbeitet. Auch Camilla Läckberg verpackt noch einmal diese Problematik, durchaus auch mit einem gewissen Maß an Einfühlungsvermögen, mit in ihren Krimi. Auch diesen hätte ich noch mit nachvollziehen können, auch wenn es hier durchaus schon fast zu einem eigenen Krimi gereicht hätte. Dann kommt noch ein weiterer Strang, über eine sehr zeitgemäße Problematik: Teenager und Mobbing und auch dieser passt zwar halbwegs mit ins Grundgerüst, aber hätte durchaus wieder ein eigener Krimi werden können. Aber auch das waren noch nicht alle Stränge, denn es folgt noch einer: nämlich eine Rückblende in die Zeit der Hexenverfolgung und einem Ereignis, was damals in Fjällbacka stattfand. Dieser passte eigentlich nicht so richtig mit zur Haupthandlung und ich wartete förmlich darauf, dass er mit in den Hauptstrang eingearbeitet wurde, das gelingt allerdings erst ganz zum Ende. All das zusammengefasst machte es mir einfach sehr schwer, hier am Ball zu bleiben. Ich glaube, der Geschichte hätte es gut getan, wenn hier weniger verpackt gewesen wäre, denn all diese Handlungsstränge wechselten viel zu schnell und teilweise auch zu unübersichtlich. Hatte ich eine Lesepause eingelegt, musste ich bei dem einen oder anderen Charakter durchaus überlegen, wer das nun gerade wieder war. Zu Gute halten muss ich der Autorin allerdings, dass sie hier in keinem ihrer Stränge den roten Faden verliert, nur leider fühlte es sich für mich so an, als wären hier mindestens vier Romane in einem zu lesen.
    Ich mag kurze Kapitel und schnelle Perspektivenwechsel durchaus, denn diese sorgen meist für ein hohes Lesetempo, doch aufgrund der Anzahl der Handlungen war das hier so manches Mal verwirrend und ich musste zu oft überlegen, wer denn gerade handelt, vor allem, wenn ich die Namen nicht bereits aus vorangegangenen Geschichten kannte.
    Charaktere gab es hier eine große Anzahl, doch gerade das machte es auch leider zu oberflächlich. Ich konnte mich in keinen richtig hineinversetzen, konnte wenig nachempfinden und vieles berührte mich auch nur oberflächlich und gerade bei solch einem Fall, der hier aber eher in den Hintergrund rückt, wäre ich eigentlich immer sehr berührt. Auch von Erica Falck erfährt man hier in diesem Band nur sehr wenig und auch Patrik Hedström bleibt, trotz Ermittlungsarbeiten, nur sehr selten im Vordergrund. Man trifft hier auf sehr viele bekannte Gesichter, viele neue kommen hinzu, aber auch das war mir alles zu viel des Guten.
    Mein Fazit:
    Wie bereits erwähnt, bin ich ein Fan der Falck-Hedström-Krimis und der Autorin Camilla Läckberg, aber diese Geschichte hatte mir einfach viel zu viel an Handlung, ohne dass irgendetwas davon tiefgründig wurde. Ja, sie weist auf aktuelle Ereignisse hin, die mit Sicherheit wichtig sind, aber all das lenkte von dem eigentlichen Fall ab. Auch die Rückblicke waren für mich eher nebensächlich und letzten Endes hätte all das gar nicht unbedingt mit in das Buch gemusst, denn es nahm dem eigentlich Fall nicht nur die Spannung, sondern auch das Mitgefühl, das man gerade bei solch einem Ereignis viel tiefer verspüren müsste.

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    M
    melsunvor 7 Monaten
    Ein spannender Fall

    Dieser Thriller hat mir gut gefallen. Zunächst hatte ich etwas Probleme die ganzen Protagonisten auseinander zu halten (ich habe die anderen Teile auch nicht gelesen), aber dann war ich in der Geschichte drin und es wurde richtig spannend. Das Buch spielt auf drei Zeitebenen, heute, 1985 und 17. Jahrhundert, das hat mir sehr gut gefallen. Von mir aus hätte der Ausflug in die Vergangenheit ruhig noch etwas länger andauern können, das war der Teil, der mir am besten gefallen hatte. Der Spannungsbogen wurde trotz der über 700 Seiten durchgehend aufrecht erhalten und das die aktuelle Flüchtlingsproblematik angeschnitten wurde, fand ich sehr gut. Ich werde mir die anderen Bände der Autorin auf jeden Fall auch mal anschauen.

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    Claddys avatar
    Claddyvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Camilla Läckberg, die meisterhafte Autorin, hat sich ein Bein gestellt: Hier gibt es von allem zu viel auf Kosten der Spannung.
    Von allem etwas zu viel

    Die kleine Nea ist vom elterlichen Hof verschwunden. Bei einer Suchaktion wird ihre Leiche an dem Teich aufgefunden, wo genau 30 Jahre zuvor die ebenfalls vierjährige Stella lag. Damals gestanden zwei junge Mädchen die Tat.

    Zufällig recherchiert die Schriftstellerin Erica Falck gerade zu diesem weit zurückliegenden Mordfall und wird wegen der Parallelen zum aktuellen Fall zu den Ermittlungsarbeiten, die ihr Mann Patrick Hedström leitet, hinzugezogen.

    Die schwedische Autorin Camilla Läckberg legt den zehnten und bisher umfangreichsten ihrer Kriminalromane um das Duo Falck / Hedström vor. Mühelos gelingt es ihr zwar dank des gewohnt flüssigen Schreibstils, die Leserin (ja, sicherlich fühlt sich die weibliche Leserschaft eher angesprochen) sofort ins Geschehen hinein zu ziehen, doch die ganz große Spannung bleibt dieses Mal leider aus. Zu viele Schauplätze, zu viele Handlungsstränge, zu viele Wiederholungen bremsen die Begeisterung aus. Dabei erscheint die Komplexität nicht zwangsläufig, immer wieder schleichen sich Personen, Geschehnisse, Beiläufigkeiten ein, die sich als schlichtweg überflüssig herausstellen. Und dort, wo sich tatsächlich einmal alles verknüpft, wirkt es mitunter zu erzwungen, zu konstruiert. Andererseits können die Zeitebenen nicht nur mühelos auseinander gehalten werden, auch das Ambiente der jeweiligen Epoche ist sehr authentisch gestaltet.

    Die durch die ständigen Szenenwechsel produzierten Cliffhanger strengen etwas an. Anstatt die Spannung zu steigern, ermüden sie ein bisschen, es entsteht das Gefühl, dass auf Zeit gespielt wird, indem Dinge, die anderen längst bekannt sind, dem Leser zunächst vorenthalten werden. Verzeihen kann man dies allenfalls wegen der eleganten Übergänge, die gerne ein Teilthema des vorherigen Teils aufgreifen und in anderem Kontext neu aufgreifen. 

    Die Charaktere sind gut gezeichnet, trotz des  gewaltigen Aufgebotes an Protagonisten fällt deshalb der Überblick leichter, als man befürchten könnte. Doch unterläuft ein Hauch von Klischee Denken und Interaktionen. 

    Vielleicht wollte das Buch zuviel: Kriminal-, Frauen- und historischer Roman, dazu eine tüchtige Dosis aktueller Gesellschaftskritik in der Bearbeitung von Themen wie Mobbing und Fremdenfeindlichkeit. 

    Vielleicht wäre hier weniger mehr gewesen.

    Nichtsdestotrotz ein Muss für die Liebhaber skandinavischer Kriminalliteratur und allemal ein angenehmer Zeitvertreib.

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    Lesezeichenfees avatar
    Lesezeichenfeevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Wer Mankell liebt, findet Camilla Läckberg grandios!!!
    Fee findet Schwedenkrimis toll

    Fees Meinung samt Einblicke in die Geschichte (Vorsicht Spoiler!) 

    In Fjällbaka wird ein kleines Mädchen vermisst. Man findet sie. Tot. Dasselbe ist schon mal passiert und die Mädchen, die dafür verantwortlich gemacht wurden, Helen und Marie sind beide wieder in der Stadt. 

    Camilla Läckberg hat einige Brennpunkte in ihrem Buch untergebracht, wie Flüchtlinge, Integration, Schwule, Lesben, Mord an kleinen Kindern, Amoklauf (wobei das ja geplant ist, wenn man eine Waffe bei sich hat) usw. Das Buch ist so vielseitig und zeigt Einblicke in die Gesellschaft, die man sich so nicht wünscht, die aber wohl überwiegend genauso zutreffen. Und nicht nur in Schweden, sondern genauso in Deutschland. 

    Dass sie die Geschichte von Elin Jonsdotter, die im Jahr 1672 als Hexe verurteilt und hingerichtet wurde, gibt dem Buch noch eine zusätzliche Würze. Sie hatte damals die „Schuldigen“ verflucht. 

    Zuerst war es – wie immer – ein bisschen verwirrend, da man immer bei anderen Charakteren zu Gast war, die dann alle zusammengefunden haben. 

    Das faszinierende an diesem Buch ist, dass eigentlich alle Opfer sind. Opfer ihrer Kindheit, Opfer des Nichtwissens, was wirklich war, Opfer von Erwachsenen, Opfer von Verwandten Opfern. Irgendwie ist das ganze total beklemmend. Dass dann ein Flüchtling – obwohl nun hätte alles gut werden können – weiterzieht und flieht, verwundert einen dann nicht mehr wirklich. 

    Diese – grausame - Geschichte ist irgendwie total stimmig und könnte sich tatsächlich irgendwie so zugetragen haben. Auch das mit der Hexenverbrennung kann ich mir so vorstellen. Da so viele Seiten beleuchtet wurden und dass man so viel über die wichtigen Charaktere erfahren hat, bleibt man als Leser mit einer gehörigen Portion Mitleid – für alle – zurück. 

    Es bauscht sich alles zum großen Finale auf, was vor 30 Jahren angefangen hat. Es kommt zu einigen „Generalproben“ bis dann das furiose Finale zu viele Todesopfer fordert. Dabei gab es viele Sachen, die nicht beabsichtigt waren, wie dass die beiden Kleinen starben. Das letzte kleine Mädchen war ein Unfall, leider haben die Beteiligten nicht richtig reagiert. Beim ersten Mädchen war es ja auch zuerst ein Unfall, bis ein anderer Erwachsener den „Mord“ vollzogen hat. 

    So viele unglückliche Menschen, die man alle zum Psychiater hätte schicken müssen, um ihr Leben aufzuarbeiten und nicht wiederum ihre Kinder unglücklich zu machen, sind mir schon lange nicht mehr in einem Buch vorgekommen. Eigentlich war nur Helens Mann wirklich Böse. Allerdings würde man Homosexualität in der Gesellschaft anerkennen, wäre es wohl nicht so weit gekommen. Also ist auch er irgendwie ein Opfer. Die zwei Jugendlichen, die den dritten mitgezogen haben, waren nicht wirklich Böse, nur einfach dumm und blöde. Aber sie waren auch unglücklich, durch die Ereignisse vor 30 Jahren. 

    Wer hat Schuld? Alle und K(E)iner! Hätte die Polizei vor 30 Jahren nicht gleich aufgehört zu ermitteln, und hätte sie Helens Mann überführt, wäre wohl das super spannende Buch zu Ende gewesen, bevor es angefangen hat. Man kann die einzelnen Charaktere sehr gut verstehen. In anderen Büchern ist es einfacher, zu sagen, das ist der Böse und alle anderen sind die Guten. 

    Irgendwie ist das ganze ein Abklatsch aus dem realen Leben, was fast jedem zustoßen könnte. Hier kommt nur gaaaaaaaaaaaanz viel zusammen. 

    Und der Lokalkolorit? Gabs den hier? Mal von der Gesellschaft und den Schweden abgesehen, war ich so fasziniert, entsetzt, mitleidig dass ich keine Ahnung habe, ob die Autorin über die schöne schwedische Landschaft geschrieben hat. Ich denke schon. Aber es ging wohl unter. 


    Fees Fazit 

    Camilla Läckberg hat sich mit ihrem Buch „Die Eishexe“ mal wieder selbst übertroffen! Sie hat viele Themen eingebaut, die Charaktere wunderbar beschrieben, so dass man verstand, warum sie so gehandelt haben. Man konnte sich in die meisten rein versetzen. Es sind so viele brillante Charaktere, dass ich keinen Lieblingscharakter habe. Super spannend und empfehlenswert, für alle, die Krimis mögen.  

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    Schaefche85s avatar
    Schaefche85vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Camilla Läckberg hat es einmal wieder geschafft, mich an eins ihrer Bücher zu fesseln - die Einhaltung der Reihenfolge lohnt hier sehr!
    wieder Spannung auf hohem Niveau


    Es sind Sommerferien in Fjällbacka, weshalb im Ort durch die Touristen ein bisschen was los ist. Gleichzeitig versuchen die Einheimischen, mit der Hitze klarzukommen. Diese ruhige Idylle wird durch das Verschwinden der kleinen Linnea Berg jäh durchbrochen. Ganz Fjällbacka stellt Suchtrupps auf, selbst die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft, die im Ort noch nicht wirklich Fuß fassen konnten, packen mit an. Für einige Einwohner ist der Schock noch größer, weil er alte Erinnerungen weckt: Vor 30 Jahren verschwand von genau demselben Hof ein Mädchen in Linneas Alter, das schließlich ermordet aufgefunden wurde. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt...


    Dies ist mittlerweile der 10. Band um das Polizeirevier Tanum und Erica Falck, die das Team um ihren Mann Patrik Hedström tatkräftig unterstützt - zumal sie schon länger an dem älteren Fall recherchiert, den sie für ihr neuestes Buch verwenden möchte. Gleichzeitig ist es mit fast 750 Seiten auch das dickste Buch der Reihe, was mich ein bisschen zum schwanken brachte, ob Camilla Läckberg es schafft, so lange die Spannung aufrecht zu halten - gerade, nachdem ich die letzten beiden Bände als leicht abfallend im Vergleich zu den Vorgängern empfunden habe. Doch meine Befürchtung war unbegründet, zumal es auch wieder einen Parallelstrang gibt, der in der Vergangenheit spielt. Dieses Mal geht es um die Zeit der Hexenverfolgung in Bohuslän (der Gegend um Fjällbacka) und für mich war lange nicht klar, wo die Zusammenhänge bestehen - abgesehen davon, dass der Fall um ein verschwundenes Kind hohe Wellen schlägt, die auch schnell zu voreiligen Schlüssen und damit verbundenen Hexenjagden führen. Die Auflösung am Ende war zwar nicht unlogisch, mir aber irgendwie zu kurz... aber vielleicht ist das Geschmackssache.


    "Die Eishexe" liest sich von Anfang an sehr flüssig, auch wenn zu Beginn schon recht viele Charaktere eingeführt werden, die ich erst mal zuordnen musste. Doch das ging mit der Zeit ziemlich gut, zumal Camilla Läckberg es schafft, dass man anhand einiger Stichworte schnell wieder weiß, mit wem man sich gerade beschäftigt.


    Dazu kommt, dass in "Die Eishexe" mehrere (alte) Fälle gelöst werden, die während der Ermittlungen auftauchen. Für mich war es schlüssig und nachvollziehbar, wo sie herkamen und warum sie eine Rolle spielten - so richtig aufgefallen ist mir die Summe der Fälle/Ereignisse erst beim Blick auf den Klappentext, wo noch nicht mal alle genannt werden. Vermutlich hielt aber auch das die Spannung oben, weil durch diese Seitenstränge gleichzeitig die Handlung immer wieder vorangebracht wurde.


    Mein größter Kritikpunkt an diesem Buch ist tatsächlich der Preis: Bei 22 € für das HC habe ich schon länger überlegt, ob ich nicht warten kann. Letzten Endes gefällt mir die Reihe zu gut, als dass ich mich hätte gedulden oder das Buch leihen wollen, aber für den Preis hätte wenigstens mal ein Lesebändchen drin sein können.


    Dazu kommt eine Warnung für alle, die die Reihe nicht schon länger verfolgen: Es gibt einen festen Personenstamm rund um Erica Falck und Patrik Hedström, die schon eine längere Geschichte miteinander haben (und so ziemlich jeder Einzelne bringt auch seine Geschichte mit). Manches wird so angerissen, dass man es auch als "Quereinsteiger" verstehen kann, manches aber auch nicht. Insofern empfehle ich immer mehr, bei der Reihe deutlich weiter vorne anzufangen (mind. auf der Hälfte).


    Fazit: Generell kann ich diesen Band sehr empfehlen, allerdings nicht wirklich für einen Einstieg in die Reihe.

    Reihenfolge:
    1. Die Eisprinzessin schläft
    2. Der Prediger von Fjällbacka
    3. Die Töchter der Kälte
    4. Die Totgesagten
    5. Engel aus Eis
    6. Meerjungfrau
    7. Der Leuchtturmwärter
    8. Die Engelmacherin
    9. Die Schneelöwin
    10. Die Eishexe

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Marina_Nordbrezes avatar

    Eine alte Legende und ein vermisstes Mädchen – Spannung pur in Schweden!

    Gemeinsam mit der erfolgreichen Krimi-Autorin Camilla Läckberg wagen wir einen Ausflug nach Schweden ... doch hinter der entspannten Atmosphäre und der unberührten Natur verbergen sich nervenaufreibende Geheimnisse. Traust du dich, sie aufzudecken?

    Der Fall eines vermissten Mädchens reißt in der kleinen Gemeinde Fjällbacka alte Wunden auf. Vor dreißig Jahren ist schon einmal ein Mädchen verschwunden ... und getötet worden. 
    Kann Hauptkommissar Patrik Hedström das Mädchen finden, bevor es zu spät ist? Und was hat die alte Legende rund um die Eishexe mit seinem aktuellen Fall zu tun?

    Das erfährst du in unserer Leserunde zu "Die Eishexe" von Camilla Läckberg.

    Über das Buch     
    Als die kleine Linnea Berg vermisst gemeldet wird, starten die Bewohner von Fjällbacka eine Suchaktion in den umliegenden Wäldern. Schon einmal wurde ein Mädchen dort getötet. Dreißig Jahre ist das nun her. Damals fand man Stella Strand an dem einsam gelegenen Waldsee. Zwei 13-Jährige bekannten sich zur Tat – um wenig später ihr Geständnis zu widerrufen. Der Fall wurde nie geklärt. Kurz darauf beging der Chef der Polizeistation Tanum Selbstmord.
    Hauptkommissar Patrik Hedström findet keine Ruhe. Und plötzlich reden alle von der Eishexe. Dem bodenständigen Kommissar widerstrebt es, dass eine Legende um ein misshandeltes Mädchen aus dem 17. Jahrhundert die Ermittlungen beeinflusst. Doch im Ort herrscht Hysterie. Nur seine Frau, Schriftstellerin Erica Falck, scheint einen kühlen Kopf zu bewahren. Schon lange recherchiert sie in dem alten Fall. Gemeinsam versuchen sie, Licht in das Dickicht aus Geschichten und Gerüchten zu bringen. 


    >> Mehr Infos zum Buch findest du hier

    Über 
    Camilla Läckberg     
    Die schwedische Krimi-Autorin Camilla Läckberg wurde 1974 in Fjällbacka geboren. Ihr kleiner Heimatort ist ein Hafenstädtchen an der schwedischen Westküste und dient auch als Schauplatz ihrer Bücher. Ihre Kriminalromane erscheinen in über dreißig Ländern. Im Mittelpunkt ihrer Romane stehen die Schriftstellerin Erica Falck und der Polizist Patrik Hedström.

    Gemeinsam mit Ullstein vergeben wir in unserer Leserunde 25 Exemplare von "Die Eishexe"

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