Camilla Sten

 3,8 Sterne bei 193 Bewertungen
Autor von Das Dorf der toten Seelen, Das Dorf der toten Seelen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Camilla Sten

Camilla Sten wurde 1992 geboren und studiert an der Universität Uppsala Psychologie. Sie interessierte sich schon früh für Politik und schreibt Artikel über Feminismus, Rassismus und das aktuelle politische Klima für diverse schwedische Zeitungen. Gemeinsam mit ihrer Mutter, der Bestseller-Autorin Viveca Sten, schrieb sie bereits mehrere Bücher. »Das Dorf der toten Seelen« ist ihr Thrillerdebüt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Camilla Sten

Cover des Buches Das Dorf der toten Seelen (ISBN: 9783959674232)

Das Dorf der toten Seelen

 (190)
Erschienen am 05.05.2020
Cover des Buches Das Dorf der toten Seelen: Psychothriller (ISBN: B07YF3Z68K)

Das Dorf der toten Seelen: Psychothriller

 (0)
Erschienen am 05.05.2020
Cover des Buches Das Dorf der toten Seelen (ISBN: B0886K9D9J)

Das Dorf der toten Seelen

 (2)
Erschienen am 07.05.2020
Cover des Buches The Lost Village: A Novel (ISBN: 9781250249258)

The Lost Village: A Novel

 (1)
Erschienen am 23.03.2021

Neue Rezensionen zu Camilla Sten

Cover des Buches Das Dorf der toten Seelen (ISBN: 9783959674232)Miss-Tarantulas-Netzwerks avatar

Rezension zu "Das Dorf der toten Seelen" von Camilla Sten

Gute Unterhaltung, trotz schnellem Verdacht und dünnen Charakteren.
Miss-Tarantulas-Netzwerkvor einem Monat

|!| Triggerwarnung: Depressionen |!|

🕷 Cover 🕷
Ein Dorf, welches von einem seltsamen Flimmern umgeben ist. Fast schon erscheint es, als würde dieses Flimmern das Bild in Bewegung bringen. Wenn man den Klappentext studiert, kommt man schnell darauf, dass es sich dabei um das typische Flimmern handeln muss, welches bei einer Kameraaufnahme erfolgen kann. Das Cover wirkt düster und mysteriös. Diese Atmosphäre, die Farben und auch das gezeigte Dorf passend sehr gut zum Buch/Inhalt. Ich finde dunkel gestaltete Cover sowieso immer ansprechender, weshalb ich auch dieses Cover toll finde. Allerdings finde ich weniger ansprechend, dass der Name der Autorin und damit das Bild oben seltsam abgeschnitten wirkt. Auch auf der Rückseite ist der Titel dadurch etwas unschön abgeschnitten.

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🕷 Aufbau & Schreibstil 🕷
~ Ich Erzähler & Erzähler Perspektive ~

Kapitel
Die Kapitel werden passend als die entsprechenden Wochentagen betitelt, die das Team in dem Dorf verweilt. Die Kapitel selbst enthalten dann recht übersichtliche "Damals" und "Heute" Eintragungen. Wir springen also in den Zeiten hin und her und erfahren so nach und nach wieso, weshalb, warum. Genaueres möchte ich dazu natürlich nicht verraten. Durch diese kleinen Informations-Häppchen, wird die Spannung gut am Leben erhalten.

Atmosphäre
Ein verlassenes Dorf und keiner kennt den Grund für das mysteriöse Verschwinden der Dorfbewohner. Schon den Klappentext empfand ich als sehr mystisch und diese Atmosphäre kommt sehr gut in dem Buch hervor. Außerdem beschäftigt sich das Buch noch mit psychischen Problemen, was natürlich die Gefühle hervorbringt. Es ist alles ein wenig düster, mysteriös und hatte für mich auch etwas sehr persönliches.

Charaktere
Es befinden sich mehrere, ca. 10-?, Charaktere in dem Buch. Immerhin ist hier auch ein ganzes Dorf verschwunden und wir lernen deshalb ziemlich viele von ihnen kennen. Natürlich werden nicht alle eingehend analysiert, aber dennoch könnte man hierbei durcheinander kommen.

Die Charaktere blieben für mich ein wenig durchsichtig. Es gibt zwar einen Hauptprotagonist, über den man sehr viel erfährt, aber leider bleiben die anderen dabei ein wenig auf der Strecke. Gut, bei so vielen Protagonisten wahrscheinlich auch nicht anders möglich. Dann möchte ich noch erwähnen, dass die Charaktere teilweise etwas unbedacht und starrsinnig handeln. Manchmal verliert man dadurch, als Leser, die Geduld. Dennoch handeln die Charaktere dadurch auch sehr menschlich.

Schreibstil
Der Schreibstil ist leicht gehalten und dadurch kann der Inhalt schnell unkompliziert gelesen werden.

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🕷 Mein Fazit & Bewertung 🕷

Obwohl die Spannung, durch die vorhandenen Zeitsprünge, gut gehalten wird, so kann man doch schon sehr früh erahnen, was mit dem Dorf geschehen ist. In diese Richtung gibt es (leider) viel zu schnell, viel zu offensichtliche Andeutungen. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass diese vollkommen beabsichtig sind und eine Verschleierung schlicht und einfach nicht nötig ist. Tatsächlich kann ich dem nur zustimmen. Ich war eben doch immer wieder interessiert und wollte trotzdem immer mehr erfahren. Die Spannung legt ihre Aufmerksamkeit hierbei also eher auf die Frage "Wie?".

Leider ist die Antwort genauso realistisch wie erschreckend. Diese Situation ist nicht aus der Luft gegriffen und weckte in mir besonders verachtende Gefühle. Ich persönlich gehe mit dieser Thematik sowieso anders um und verdrehe immer die Augen, wenn es irgendwo mal wieder darum geht. Wenn du erfahren möchtest worum, kommst du wohl nicht drum herum das Buch auch tatsächlich zu lesen. Denn spoilern möchte ich natürlich nicht!

 Ein Thema, welches lediglich nebenbei angesprochen wird, hat mich sehr aufgewühlt. Meine eigenen Gefühle, verbunden mit diesem Thema, waren plötzlich wieder da. Deshalb möchte ich auch hier eine Triggerwarnung (Depressionen) aussprechen. Es ist nicht schön, wenn man auf einmal wieder von der Vergangenheit eingeholt wird. Dadurch konnte ich jedoch auch die Gefühle der Protagonisten nachvollziehen und auch die andere Seite kennenlernen. Anschließend konnte ich dies sogar diese Seite nachvollziehen.


Es handelt sich bei dem Buch eigentlich um einen Thriller und dennoch finde ich die mysteriöse Atmosphäre sehr ansprechend. Als gruselig empfand ich es jedoch nicht. Trotz allem hat es mir gut gefallen.

Das es das Dorf wirklich gibt, darüber konnte ich nun nichts finden, aber es gibt zumindest einen Fluss, der so heißt. Eigentlich schade.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der tief in eine Geschichte eintauchen möchte, ohne dauerhaft über alles im unklaren gehalten zu werden. Das Offensichtliche trübt hier nicht den Spannungsfluss. Die Tatsache, dass hierbei auch das ein oder andere mysteriöse Element zum Vorschein kommt, macht den Thriller sogar zu etwas Besonderem. 4 von 5  🕷.

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Cover des Buches Das Dorf der toten Seelen (ISBN: 9783959674232)W

Rezension zu "Das Dorf der toten Seelen" von Camilla Sten

Das Ende ist gut, davor muss man sich aber durchkämpfen!
Wauwuschelvor 4 Monaten

Alice möchte, zusammen mit Max, Emmy, Tone und Robert, einen Dokumentarfilm über Silvertjärn drehen. In diesem Dorf sind vor 60 Jahren alle Dorfbewohner spurlos verschwunden, nur die gesteinigte, tote Birgitta wurde auf dem Marktplatz zurückgelassen. Alice möchte herausfinden, was damals passiert ist und plant dafür eine Erkundungstour durch das tote Dorf. Doch plötzlich machen die Walkie Talkies seltsame Geräusche, die Autos explodieren und die erste Person stirbt.


Die Kapitel wechseln zwischen der heutigen und der damaligen (vor 60 Jahren) Zeit. Zwischendurch werden Briefe von Aina an ihre Schwester Margareta, die Alice‘ Großmutter war, eingeschoben. Die Kapitel, die in der Gegenwart spielen, werden aus der Ich-Perspektive von Alice erzählt. Das gibt dem Geschehen einen persönlichen Touch, da die Szenen in der Vergangenheit aus der Sie-Perspektive von Elsa, Alice‘ Urgroßmutter, geschrieben wurden. Durch die Kapitel bekomme ich als Leser alles mit. Ich weiß, was Alice mit ihrem Team gerade macht, aber gleichzeitig bekomme ich auch die Zeit kurz vor dem spurlosen Verschwinden mit. Ich weiß, was damals passiert ist und wie das zustande kam. So bin ich Alice manchmal ein bisschen voraus. Dazu werden die Kapitel in Tage geteilt, damit ich genau mitbekomme, was wann passiert.

Der Roman soll angeblich ein Thriller sein. Aber ich habe davon am Anfang keine Spur gesehen. Der Anfang war extrem langweilig. Ich habe für die erste Hälfte des Buches 3 Tage gebraucht. Es waren viel zu viele Gefühle von Alice vorhanden. Sie hat alles im Kopf kommentiert und ist oft in ihre Vergangenheit abgeschweift. Nach einer Weile habe ich bemerkt, dass ihr das Projekt am Herzen liegt und wie schwer ihre Depressionen in ihrer Zeit als Studentin waren. Nochmal zur Information: Ich HABE es gecheckt. Mir schwafelt Alice ziemlich viel und dazu ist sie noch schrecklich naiv. Auch ihre Mitarbeiter wollen die Geschichte Silvertjärns herausfinden, nur gehen die es als echte Erwachsene an. Ich meine Alice ist um die 29 Jahre, da kann sie sich nicht mehr wie 18 aufführen.

Die anderen Charaktere fand ich gar nicht so schlimm, aber ein genaues Bild konnte ich mir auch nicht machen. Sie wurden immer nur nebenbei und in der Vergangenheit von Alice erwähnt. Als dann die erste Person tot war, war das für mich natürlich auch ein Schock und ich habe mich gefragt, wer diese Person umgebracht hat. Aber die Schuldgefühle, Wut und Trauer haben mich kalt gelassen. Ich weiß, dass das hart klingt, aber ich habe mich nur gefragt, wann die anderen endlich weitermachen und wann es endlich weitergeht.

Mir persönlich haben die Szenen in der Vergangenheit mehr gefallen. Zusammen mit den Briefen konnte ich mir ein ganz gutes Bild machen. Interessant war, wie Elsa zu der Geschichte steht und was mit Birgitta passiert ist. Außerdem hat das Findelkind, von dem Tone abstammt, auch eine große Rolle gespielt. Fasziniert aber war ich von dem damaligen Priester. Er kommt neu in das Dorf, zieht alle in seinen Bann und hat es geschafft, dass ihm fast alle Bewohner ohne etwas zu sagen folgen. Er hat sich zum Propheten der Gemeinde erhoben und das war ziemlich interessant.

Kommen wir dahin zurück, dass der Roman ein Thriller sein soll. Das hat sich erst gezeigt, als das Dreh-Team den Mörder getroffen hat. Zu dem Zeitpunkt, der ziemlich spät kam, wurde es aufregend. Ich möchte nicht sagen, wen sie getroffen haben, weil das die ganze Spannung nehmen würde. Gleichzeitig wurde es gerade auch in der Vergangenheit mitreißend. Fast ganz Silvertjärn steinigte die psychisch kranke Birgitta am Pfahl und Elsa, die für Birgitta gesorgt hatte, konnte nichts dagegen tun.

Zusammenfassend bin ich der Meinung, dass der Roman, vor allem das Ende (eigentlich nur das Ende), gut gelungen ist. Die Geschichte steigerte sich immer weiter, bis man die Lösung des Rätsels von Silvertjärn gefunden hat. Aber ich muss euch warnen, dass ihr sehr viel Geduld braucht, um den ersten Teil zu überbrücken und euch zum finalen Teil hinzuarbeiten.

Nebenbei gesagt ist das Cover echt gut gelungen. Die düstere Stimmung wurde schön integriert und der Titel gibt der Dramatik den letzten Kick. So ist allein das Cover mit dem Titel so fesselnd, dass man den Roman einfach in die Hand nehmen muss.

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Cover des Buches Das Dorf der toten Seelen (ISBN: B0886K9D9J)Zahirahs avatar

Rezension zu "Das Dorf der toten Seelen" von Camilla Sten

Verschenkte Potential
Zahirahvor 6 Monaten

Nach Beenden des Buches bin ich doch ziemlich zwiegespalten. Einerseits war das Setting vielversprechend und auch die Inhaltsangabe hatte für mich Potential für gute Thriller-Unterhaltung. Aber leider verlor die Geschichte für mich von Seite zu Seite mehr an Spannung und Raffinesse. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Zusammengefasst kann ich sagen beginnt der Thriller vielversprechend kann aber das Niveau leider nicht durchgängig halten, sodass Camilla Stens Debüt-Thriller aus meiner Sicht mehr Schwächen als Stärken hat. Ich vergebe knappe 3 von 5 Sterne.

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