Camille Anseaume Ein ganz kleines Glück

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Inhaltsangabe zu „Ein ganz kleines Glück“ von Camille Anseaume

Camille fällt aus allen Wolken, als sie feststellt, dass sie schwanger ist – noch dazu von einem Mann, mit dem sie nicht viel mehr teilt als ihr Bett. Er will, dass sie abtreibt, und als sie nicht sofort einwilligt, verschwindet er aus ihrem Leben. Für Camille beginnen Wochen voller Zweifel, die sie mit Pro- und Contra-Listen füllt: Soll sie das Baby behalten – allein, als freie Journalistin in Paris, die lieber im Café sitzt als auf Kinderspielplätzen? Natürlich mischen sich Eltern, Freunde, Kollegen mit guten oder weniger guten Ratschlägen ein, allein Camilles Großmutter sieht in der ungewollten Schwangerschaft vor allem ein unverhofftes Glück. Mit leichter Feder und wunderbarem Sinn für das heitere wie das ernste Register erzählt Camille Anseaume von den großen und kleinen Entscheidungen im Leben – dabei trifft sie stets den richtigen Ton.

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  • Ein gannz kleines Glück | Rezension

    Ein ganz kleines Glück

    vivreavecdeslivres

    16. April 2017 um 12:16

    "Jede Frau schildert gern in aller Ausführlichkeit den Moment, in dem sie erfahren hat, dass sie Mutter wird."Camille Aneseaumes kleines, schön gestaltetes Büchlein lächelte mich im Buchladen an. Ich las den Hintergrund und verliebte mich in die Idee, einer jungen, freien Journalistin in der aufregenden Grossstadt Paris durchs Leben zu folgen, stundenlang Cafés abzuklappern und Inspiration suchen, ihr Leben mitzubekommen.  Allerdings ist das anders, ziemlich anders, und das wird ab dem ersten Satz klar. Von diesem Leben ist nämlich nur noch ein Hauch anwesend, ein kleines bisschen, eine Sehnsucht. Denn plötzlich ändert sich alles, denn Camille erwartet ein Kind. Ein Baby. Aber vielleicht will sie es auch gar nicht, vielleicht doch, so oder so wird danach nichts mehr sein, wie es ist, und diese Entscheidung ist bei Weitem die Schwerste, die ihr wohl je gestellt wird. Sie erlebt drei Monate voller Zögern, voller Angst vor der falschen Wahl und lernt sich dabei besser kennen, den Mann, den sie nicht mal geliebt hat und der nicht mehr da ist, dessen Charakter lernt sie ebenfalls besser kennen. Nur von ihrer Zukunft hat sie noch keine Ahnung. Aber sie darf sie selbst aussuchen, darf eine Wahl treffen und ihr Leben so leben, wie sie es möchte.Aber nicht nur in dem Sinn habe ich mir in dem Buch etwas anderes vorgestellt.  Denn anstatt Situationen beschreiben, ist es eine Dokumentation der schönsten Gedanken von Camille in dieser Zeit, Momentaufnahmen an feste Gefühle gebunden, die mich jedes einzelne Mal mehr und mehr in ihren Bann zogen. Klar, manchmal waren ihre Gedanken roh und unausgereift, manchmal jedoch schreib die Autorin die klarsten und wunderbarsten Zeilen nieder. Das Buch spielt im Kopf von Camille, der Protagonistin, die gleich wie die Autorin heisst. Nicht nur das ist ein Indiz dafür, dass die Geschichte echt sein könnte, noch dazu ist es so realistisch und authentisch geschrieben, dass man sich gleich bestätigt fühlt. Ich habe Bücher über Teenieschwangerschaften gelesen, und keines davon konnte eine solch wichtige Zeit im Leben so schön und wichtig erzählen wir Camille Aneseaume. Ich glaube, ich würde  ihr alles abnehmen. Manchmal geht es darum, wie grausam die Situation eigentlich ist, wenn man nicht weiss, ob man das Kind behalten möchte, oder es... 'verwerfen' möchte, die Schwangerschaft abbrechen und die ganzen Gedanken und Gefühle, ein ganzes, kleines Leben, das noch gar nicht begonnen hat, tief in  sich vergraben möchte. Ich bin definitiv dafür, dass Frauen abtreiben dürfen. Aber dennoch bin ich mir sicher, dass es das Schrecklichste sein muss, vor einer solchen Entscheidung zu stehen. Und auch Camille findet es ganz schrecklich, manchmal schwankt sie für Tage nur durch ihr Leben, ohne etwas wahrzunehmen. Und dann gibt es da diese Glücksmomente, und dieser extreme Wechsel nimmt man ihr ohne Weiteres ab. Denn auch  die Glücksmomente stecken die Leserin bestimmt in Nullkommanix an. Der Schreibstil hat mir den Rest gegeben. Camille erzählt so fantasievoll und doch  auch so bedrückt, und manchmal so schweigend. Ich glaube, man weiss erst, was ich meine, wenn man eigens Zeuge ihrer Worte wird, ihrer treffenden Vergleiche und ihrer Seiten, die man alle gleichermassen anstreichen und nicht mehr vergessen möchte. Nach dem Lesen hatte ich das Gefühl, dass ich gerne gleich wieder von vorne beginnen möchte.Camille sieht Schwierigkeiten auf sie zukommen. Und sie denkt nicht ans Glück oder ans Positive, bei ihr ist das Glas immer halb leer. Aber das ist gut so. Anders als bei vielen Charaktereigenschaften befürchte ich nämlich, dass ein zu positiver Mensch schnell unglaublich naiv wirken kann in Büchern. Im echten Leben mag das manchmal ganz aufheiternd sein. Trotzdem ist Camille gewappnet, um in den echten Situationen dann völlig hilflos zu sein. Ich  wurde nicht richtig schlau aus ihr, aber das ist gut so, denn auch wenn sie vielleicht nicht ganz zu greifen war, liebte ich es, von und mit ihr zu lesen  und leben, für ein wenig, zumindest. Denn Camille hat mich inspiriert, und ich  glaube, sie kann auch viele andere Leser überzeugen. Und dabei ist es ziemlich egal, in welcher Lebenslage man gerade steckt, vor welchen Problemen man  steht. Das Buch regt mich an, meine Gedanke auf eine andere Weise zu hinterfragen.  Man taucht mit Camille in ein riesiges Abenteuer, in dem es vielleicht oberflächlich um jemand anderen geht, aber eigentlich lernt sie sich dann erst kennen und weiss, was sie in ihrem Leben möchte. http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2015/11/ein-ganz-kleines-gluck-rezension.html

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  • Ein ganz kleines Glück

    Ein ganz kleines Glück

    Kleine8310

    26. May 2016 um 23:53

    "Ein ganz kleines Glück" ist ein Roman der Autorin Camille Anseaume. In diesem Buch erzählt die Autorin einen Teil ihrer eigenen Geschichte. Das Buch beginnt damit, dass Camille durch einen Test von ihrer ungeplanten Schwangerschaft erfährt. Die Protagonistin hat eine Bettgeschichte mit dem Vater des Babys, aber nicht mehr und sie ist von dem Ergebnis, wie vor den Kopf geschlagen. Als der Mann mit dem Camille die Affäre hat, von der Schwangerschaft erfährt erwartet er, dass Camille, das Kind abtreiben lässt und als sie nicht direkt ihre Zusage gibt, lässt er sie sitzen.  Man erlebt als Leser/Leserin nun also Camille, wie sie in den darauffolgenden Wochen versucht zu einer Entscheidung zu gelangen, ob sie das Kind bekommen möchte, oder nicht. Plötzlich halten sich auch ihre Freunde und Familie mit ihrer Meinung nicht mehr zurück und jede/ r weiß was wohl das Beste wäre. Camille versucht ihrem gedanklichen Chaos mit Pro und Kontra Listen entgegenzutreten und das machte sie in meinen Augen sehr menschlich. Ich konnte ihre Zerrissenheit, bezüglich dieser Entscheidung sehr gut nachvollziehen.  Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leichtgefallen. Der Schreibstil von Camille Anseaume ist flüssig und bildhaft und ich wurde direkt mit dem Hauptthema des Buches konfrontiert, was mir gut gefallen hat. So kam die Autorin gleich auf den Punkt und widmete sich dem wichtigen, nämlich dem Gefühlschaos was diese Schwangerschaft für die Protagonistin bedeutet.  Die Emotionen werden schön wiedergespiegelt und die Fragen, die Camille sich stellt sind absolut nachvollziehbar, sodass ich mich fragte, wie ich wohl in einer solchen Situation reagieren würde. Camille als Protagonistin hat mit gut gefallen, aber bei allen anderen Charakteren hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht, einfach um das Nachgrübeln über ihre Schwangerschaft ein kleines bisschen aufzulockern. So wirkte es manchmal zu geballt auf mich.    "Ein ganz kleines Glück" ist ein Roman über große Entscheidungen und zeigt gefühlvoll wie die Protagonistin ihre Wahl trifft! Ein kurzweiliger Roman, der mich gut unterhalten hat!

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  • Ein stiller Roman, der unter die Haut geht

    Ein ganz kleines Glück

    Kerstin2505

    07. October 2015 um 15:24

    Schon als ich die Vorschau des List Verlags in der Hand hatte, wusste ich, dass dieser Roman zu meiner Pflichtlektüre gehören wird. Ich fand und finde die Ausgangssituation einfach wahnsinnig spannend und bin der Meinung, dass sie sich geradezu aufdrängt, literarisch bearbeitet zu werden. Worum geht’s? Wir begleiten Camille, die direkt auf der ersten Seite mit einem positiven Schwangerschaftstest in der Hand vor uns sitzt – dummerweise teilt sie mit dem Vater des Kindes jedoch nicht viel mehr als ihr Bett, von einem Wunschkind kann also nicht die Rede sein. Am liebsten wäre es Camilles Affäre sogar, dass sie das Kind abtreiben lässt, und als sie nicht sofort einwilligt, verschwindet er aus ihrem Leben. Für Camille beginnen nun Wochen voller Fragen und Zweifeln, die sie mit Pro- und Contra-Listen füllt: Soll sie das Baby behalten – allein, als freie Journalistin in Paris, die lieber im Café sitzt als auf Kinderspielplätzen? Oder lieber doch abtreiben? Natürlich mischen sich Eltern und Freunde mit guten oder zumindest gut gemeinten Ratschlägen ein – aber letztendlich muss Camille selbst zu einer Entscheidung finden. Ihr kennt doch sicher diese Fragen, die beginnen mit „was würdest du tun, wenn…?“ – Nun, ich finde, es gibt im Leben Situationen, über die man in der bloßen Theorie nicht wirklich entscheiden kann. Situationen, von denen man im Vorfeld nicht sicher beurteilen kann, wie man reagieren würde. Ungewollt schwanger zu werden von einem Mann, den man sich eigentlich nicht als Vater seines Kindes vorstellen kann oder der dieses entschieden ablehnt, gehört für mich dazu. Welche Fragen und Gefühle in so einem Moment auf einen einprasseln, wenn eben nicht nur theoretisch, sondern ganz tatsächlich neues Leben in einem wächst, weiß man wohl tatsächlich erst, wenn dieser Fall eintritt. Das wird auch in „Ein ganz kleines Glück“ deutlich. Camille macht eine wahre Gefühlsachterbahn durch und pendelt zwischen dem klaren Wunsch nach einer Abtreibung einerseits und zarten Annäherungsversuchen an ihr Ungeborenes andererseits. Mal wirkt sie fest und unerschütterlich entschlossen, kurz darauf wiederum wie ein ratloses Fähnchen im Wind. Ich fand es rasend spannend, Camille auf dieser Achterbahnfahrt zu begleiten, ihren Gedanken, Sorgen und Hoffnungen zu folgen und mir dabei natürlich auch gelegentlich zu überlegen, wie es mir wohl an ihrer Stelle ginge. Ich weiß nicht, inwiefern die Autorin selbst schon einmal in so einer Situation war oder sie in ihrem direkten Umfeld miterlebt hat, aber für mein Empfinden hat sie einen sehr treffenden Ton gefunden. Auch die Gedanken, die Camille im Kopf hat oder in Gesprächen mit anderen Leuten äußert, wirkten durchaus realistisch auf mich – aber natürlich sind da manchmal auch Dinge dabei, die einen schlucken lassen. Wenn Camille beispielsweise ihrem Ungeborenen in Gedanken sagt, dass es sich in ihrem Bauch gar nicht erst heimisch fühlen soll, da es eh nicht lange bleiben wird… Aber ich finde es mutig und wichtig, dass auch solchen Gedanken Platz eingeräumt wird und die Autorin nichts weichspült. Zu welcher Entscheidung Camille letztendlich gelangt, kann man zwar bereits der Umschlaginnenseite entnehmen, aber ich will es an dieser Stelle dennoch nicht verraten, falls sich jemand überraschen lassen möchte. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für diesen stillen, bewegenden Roman und ich werde sicher die Augen offenhalten, wann Madame Anseaume ein Nachfolgewerk an den Start bringt.

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