Camille Aubray

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Camille AubrayMonsieur Picasso und der Sommer der französischen Köstlichkeiten
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Monsieur Picasso und der Sommer der französischen Köstlichkeiten

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carathiss avatar

Rezension zu "Monsieur Picasso und der Sommer der französischen Köstlichkeiten" von Camille Aubray

Leider kein 5-Sterne-Menü
carathisvor 4 Monaten

Der etwas sperrige Titel von “Monsieur Picasso und der Sommer der französischen Köstlichkeiten”, hielt mich das ein oder andere Mal davon ab, mit dem Lesen des Buches zu beginnen, denn ich erwartete ebenso schachtelige und widersträubende Sätze. Im Gegensatz dazu betört das äußerst liebliche Cover in sonnigem Gelb und Macaron-pinken Tönen und überzeugte mich schließlich doch, die Geschichte um den berühmten Maler kennenzulernen.

Camille Aubray erzählt eine Geschichte von drei Frauen, von der Großmutter bis zur Enkelin, die über die Jahrzehnte verbunden sind über ein geheimnisvolles Rezeptbuch. Céline, die Jüngste, hatte bisher gar nichts mit Kochen am Hut, sondern ist erfolgreiche Maskenbildnerin in den Vereinigten Staaten. Ihre Mutter Julie lebt auch dort, ist jedoch in Frankreich geboren und plante eine Reise – samt Kochkurs – dorthin. Durch eine Reihe unglücklicher Fügungen, ist sie jedoch nicht in der Lage, diese Reise anzutreten und so beschließt Céline stattdessen zu fahren. Natürlich ist der Kochkurs nur ein Vorwand, um den Geheimnissen des Rezeptbuches und ihrer Großmutter auf den Grund zu gehen, welches Julie ihrer Tochter vorher noch überreichte und das von deren Großmutter Ondine stammt.

Ondine lebte als junge Frau an der Côte d’Azur, half dort ihrer Mutter im Restaurant. Bis eines Tages der berühmt-berüchtigte Monsieur Picasso auftaucht und von Ondine im eigenen Haus bewirtet werden möchte. Die Gerichte, die sie ihm servierte hat sie dann in ihrem Rezeptbuch niedergeschrieben und später ihrer Tochter vermacht.

Der Roman zieht seine Kreise ausgehend von den Lebensmittelpunkten der drei Frauen. Dabei wird nicht stetig der Chronologie gefolgt, sondern kleine Geschichten aufeinander aufgebaut. Diese Struktur hat mir sehr gut gefallen, da es nicht langweilig wird. Auch wenn vielleicht der Erzählstrang rund um Julie für mich weniger interessant, oder auch ärgerlich war, da ich ihr Verhalten einfach nicht so recht verstehen konnte, haben mir die anderen Stellen, wo es um Ondine oder Céline ging, die Leselust zurückgegeben. Man durchlebt mit diesen Figuren die Anforderungen an die Frau, und auch deren Vorstellung von einem zufriedenen Leben in den verschiedenen Jahrzehnten.

Ich als Kunstfan habe mir vom Roman insgesamt einen größeren Einblick in biographische Daten von Picasso oder der Kunstszene zu der Zeit erhofft. Insgesamt blieb in meinen Augen seine Person zu wenig beleuchtet. Außerdem kommt er im Buch alles andere als sympathisch rüber, im Gegenteil, er ist griesgrämig und anmaßend – aber vielleicht war er ja so.

Im Großen und Ganzen ist Camille Aubray ein atmosphärischer Roman gelungen, der teils romantisch, teils nachdenklich war, aber auf jeden Fall Lust auf die französische Küche macht. Es ist also eine gute Mischung. Wer allerdings ein rundum Wohlfühlbuch mit viel Kitsch sucht, wird hiermit nicht zufrieden sein. Am Ende fehlte mir das gewisse Etwas, mache Stellen waren mir zu kurz abgehandelt, hätten also gern noch ein paar mehr Seiten sein können.        

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Euridikes avatar

Rezension zu "Monsieur Picasso und der Sommer der französischen Köstlichkeiten" von Camille Aubray

Die Liebesgeschichte des Jahres
Euridikevor einem Jahr

Er ist ein Künstler, der aus einem gelbe Öln Fleck eine Sonne machen kann. 

Sie ist eine Köchin, der es gelingt, in einer Quiche das Meer, den Himmel und den Duft von Pinienwäldern einzufangen 

Er ist Spanier und voller Temperament.

Sie ein junges französisches Mädchen.

Er malt und hat sich als Picasso bereits weltweit einen Namen gemacht.

Sie arbeitet als einfache Kochgehilfin in der Provinz.

Er brennt für seine Leidenschaft, erlebt jedoch eine künstlerische Schaffenskrise und flüchtet an die Côte d’Azur.
 Sie träumt von einer selbstbestimmten Zukunft, irgendwo, nur nicht in Juan-les-Pins.


Ich mag Picasso und ich mag dieses Buch über seine Kunst, sein Leben und seine Liebe für ein Mädchen, das ebenso leidenschaftlich kocht, wie er malt.

Der Schreibstil ist so leicht und ungezwungen wie ein Sommerregen. Die Kräuter der Provence in Ondines Köstlichkeiten duften himmlisch und verführen nicht nur Picasso zum Essen. 


Ein Buch wie der Sommer in der Provence.

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vivreavecdeslivress avatar

Rezension zu "Monsieur Picasso und der Sommer der französischen Köstlichkeiten" von Camille Aubray

Monsieur Picasso und der Sommer der französischen Köstlichkeiten | Rezension
vivreavecdeslivresvor einem Jahr

Als ich den Titel und das Cover dieses Buches gesehen habe, habe ich mir nicht besonders viele Gedanken darüber gemacht. Ich habe es einfach einmal in mein Regal gestellt und mir gedacht, dass es bestimmt eine angenehme Sommerlektüre wird. Als ich dann für meine Frankreich Reise packen musste, fand dieses Buch  dann einen Platz in meinem Koffer. Hauptort der Geschichte ist das Dorf Juan-les-Pins an der Côte d'Azur. Ich verbrachte meine Ferien leider nicht im Süden Frankreichs, sondern im Norden. Dennoch konnte ich das Sommergefühl, was so wunderbar in Camille Aubrays Roman beschrieben wurde, nachfühlen und in die Geschichte eintauchen. Der Roman wird aus drei verschiedenen Sichten erzählt, wobei die Sicht von Ondine überwiegt. Sie ist die junge Köchin, die im Klappentext erwähnt wird. Im Jahre 1936 hat sie einen Auftrag ihrer Mutter erhalten; sie sollte jeden Mittag eine Mahlzeit zu Monsieur Picasso in die Villa oben am Berg bringen und ihm keinen Wunsch abschlagen. Die junge Französin hat ein gebrochenes Herz und freut sich, dass der Künstler mehr Interesse an ihr zeigt. Sie beginnen Gespräche miteinander zu führen und Ondines Meinung nach Picassos Bildern ist gefragt. Eine ganz spezielle Beziehung zwischen den beiden wird aufgebaut, wobei das Essen fast immer im Vordergrund steht.Gut 80 Jahre später hören wir von Céline, der Enkeltochter von Ondine. Sie verkörperte die zweite Perspektive des Romans. Die dritte gehört zu Picasso. Céline lebt in den Vereinigten Staaten und hat dort einige Probleme mit ihren Stiefgeschwistern, die sie enterben wollen und ihr einen Anwalt an den Hals setzen. Ihre kranke Mutter übergibt ihr das Kochbuch, indem ihre Grossmutter Ondine alle Rezepte niedergeschrieben hat, die sie für Picasso gekocht hat. Die Rede ist ebenfalls von einem Gegenstand, den Ondine von dem Maler überlassen wurde. Der Gegenstand ist irgendwo versteckt und soll Céline übergeben werden. Sie macht sich auf die Suche nach diesem Erbstück und reist dafür nach Frankreich. Die Geschichte nimmt ungefähr in der Mitte eine überraschende Wende und führt in eine ganz andere Richtung, als erwartet. Ein richtiger Pageturner. Selten habe ich solch gut überdachten Änderungen in Romanen vorgefunden und war regelrecht überrascht.Das Buch habe ich gerne gelesen. Man erfährt sehr viel über Picassos leben, alle Informationen, die man so über ihn erfährt, entsprechen nämlich der Wahrheit, obwohl die Geschichte mit Ondine natürlich erfunden ist. Die Kunstszene um den zweiten Weltkrieg und Hitlers Rolle darin, wurde ebenfalls auf einigen Seiten angeschnitten, was mir sehr gefallen hat. Die Balance zwischen Fiktion und Realität hat gestimmt. Die anfänglich sorgenfreie Geschichte hat sich allerdings immer weiter dramatisiert und zu Schluss wurde es mir dann etwas zu viel des Guten. Trotzdem war es eine spannende und abenteuerliche Sommergeschichte, die mir gefallen hat. Ich weiss nicht recht, wie lange mir die Geschichte noch im Kopf sein wird, aber ich habe auf jeden Fall das eine oder andere mitgenommen. Ich glaube nicht, dass es eine Fortsetzung zum Buch gibt, aber ich finde, dass es durchaus möglich wäre, einen weiteren Teil der Geschichte zu verfassen, weil am Schluss alles ziemlich schnell ging. 


http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2017/08/monsieur-picasso-und-der-sommer-der.html

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