Camille Seaman , Elizabeth Sawin Vom Ende der Ewigkeit

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(3)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Vom Ende der Ewigkeit“ von Camille Seaman

Extremes Klima – extrem schön – extrem bedroht Camille Seaman hat die pure, überwältigende Schönheit des kältesten Teils unserer Erde eingefangen. Majestätische Gletscher, die in allen Farben des Regenbogens glühen, unendliche Weiten in sämtlichen Blautönen des Farbspektrums – und doch kann man die Spuren der Zivilisation nicht übersehen: Kreuzfahrtschiffe, Überreste von Expeditionen, verschrottetes technisches Gerät. Dieses Paradies ist bedroht und das am allermeisten von dem, was man nicht sehen kann: dem Energiehunger der industrialisierten Welt. Die Fotografin bereist die Länder der Arktis und Antarktis seit mehr als zehn Jahren und nutzt ihre medialen Möglichkeiten, um mit ihren Bildern ebenso wie in Vorträgen nicht nur auf die Bedrohung der polaren Welt hinzuweisen, sondern vor allem auf ihre unbedingt erhaltenswerte Schönheit.

Sehr bewegend. Camille Seaman ist ein photographisches und ein Erzähltalent.

— Mina - Das Irrlicht
Mina - Das Irrlicht

Atemberaubende Bilder vereint mit einer nachhaltigen Botschaft!

— Karin-L
Karin-L

Stöbern in Sachbuch

Das große k. u. k. Mehlspeisenbuch

Das Zauner ist eine Institution in Bad Ischl, hier gibt es die Rezepte der Leckereien, die man dort findet.

Sikal

Wut ist ein Geschenk

Tolles Buch

Pat82

Gehen, um zu bleiben

Eines dieser Bücher, die etwas bedeuten; so viel, dass man bereits während des Lesens weiß, dass sie alles verändern. Dich selbst.Das Leben.

IvyBooknerd

Kleine Hände – großer Profit

Hinter vielen Grabsteinen verbergen sich traurige Geschichten - nein, ich meine nicht die der Begrabenen, sondern der Kinderarbeiter.

Ann-KathrinSpeckmann

Heimatlos ist nicht gleich hoffnungslos: Sehnsucht einer jungen Frau 1944/2014

Lesestoff für die junge Generation.

annegretwinterberg

Homo Deus

Hararis Buch polarisiert, regt zum Nachdenken an und lässt kaum jemanden kalt.

Bellis-Perennis

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Atemberaubend

    Vom Ende der Ewigkeit
    ForeverAngel

    ForeverAngel

    04. February 2016 um 11:00

    Gletscher und Eisberge sind ein - wenn nicht DAS - Beispiel für Wandel, für Vergänglichkeit, für Veränderung. Ein Eisberg bleibt niemals gleich, er ist in stetiger Veränderung. Er schmilzt, er bewegt sich, er dreht sich. Und wir Menschen tragen einen Teil der Verantwortung für diese Veränderungen. Vom Ende der Ewigkeit ist ein Stück weit ein Aufruf: ein Aufruf, die Augen zu öffnen, zu erkennen, zu verstehen. Wenn die Gletscher schmelzen, dann betrifft das auch uns. Ein Aufruf, sich der Ursachen für das Schmelzen der Gletscher und Eisberge bewusst zu machen und zu entscheiden, ob man etwas daran ändern möchte. Ein Aufruf, das Buch und das Wissen und die Erfahrungen, die darin stecken, mit anderen zu teilen.  Vom Ende der Ewigkeit ist eine Sammlung von atemberaubenden Fotos und nachdenklichen Essays. Zu jedem Foto gibt es einen kurzen Text. Manchmal sind diese Texte rein sachliche Beschreibung des Erlebten, nähere Informationen zu dem, was auf den Fotos abgebildet ist. Manchmal sind es persönliche Gedanken. Die Essays finden sich zwischen den Fotos und erzählen von den Veränderungen, die Camille Seaman in den Jahren, die sie die Pole bereiste, mitbekommen hat. Den Rückgang von Schnee und Eis, die erhöhten Temperaturen, das Verschwinden den Eisbären. Sie erklärt, wie das Verschwinden von Meereis dazu führen kann, dass die Insektenpopulation in Europa geradezu explodiert, dass Nahrungsmittel knapp werden, dass die Meeresspeigel ansteigen. Und sie verzweifelt daran, dass es den Menschen, die nie gesehen haben, was sie gesehen hat, völlig egal ist.  Die Fotos zeigen nicht nur beeindruckende Aufnahmen der Eisberge und Gletscher in all ihrer Vielfalt, sondern auch Bilder der Tiere, die an den Polen leben und deren Lebensraum immer kleiner wird. Fotos von Eisbären beispielsweise, die nicht länger im Eis leben, sondern auf kargen Felsen klettern müssen und nichts weiter tun können, als zu warten, dass Nahrung vorbei kommt. Bilder, bei denen mir das Herz blutet und mich bei aller Schönheit der Fotos eine tiefe Traurigkeit überkommt. Es sind wunderschöne Aufnahmen von Eisbären, Pinguinen und Seeschwalben dabei, aber genauso viel traurige und bedrückende Fotos finden sich darunter. Camille Seaman entführt uns in ihrem Bildband auf eine emotioale Reise in die Schönheit und Vergänglichkeit der Arktis und Antarktis und macht uns klar, wie wichtig es ist, für den Erhalt dieser eisigen Schönheiten zu kämpfen. Elizabeth Sawin, die das Vorwort geschrieben hat, hat recht: dies ist ein Buch, dessen Wissen und Erfahrungen man verbreiten muss und genau das mache ich hiermit.  (c) Books and Biscuit

    Mehr
  • Emotional, bildgewaltig, bewegend

    Vom Ende der Ewigkeit
    Mina - Das Irrlicht

    Mina - Das Irrlicht

    19. May 2015 um 09:49

    Ich muss gestehen, ich kann noch gar nicht in Worte fassen, wie sehr mich dieser Photoband beeindruckt und berührt hat. er ist so vielschichtig, spricht auf so vielen verschiedenen Ebenen die Leserin und den Leser an, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll, darüber zu berichten. Mit diesem Werk hat Camille Seaman eindrücklich und gefühlvoll die Polarwelt festgehalten. Und zwar so gut, dass man ds Gefühl hat, selbst dort zu sein. Die Hände werden beim Blättern durch das Buch kalt, die Nasespitze friert, die Füße sehnen sich nach Wärme. Gleichzeitig schlägt einem das Herz kraftvoller und rhythmischer, als sei es mit dieser einzigartigen Naturgewalt Wasser eine plötzliche Verbindung eingegangen. Die Photographien entführen einen in eine Natur, die zunächst als bedrohlich und kalt, riesig und unbezwingbar erscheint. Doch dann taucht man ein. Man taucht ein in Einzelheiten, die einem die Schönheit der Eiskolosse und deren Zerbrechlichkeit, ja deren Bedrohtheit vor Augen führen. Ein Wechselbad der Gefühle wird in einem entfacht. Ist man zunächst beeindruckt und vielleicht sogar eingeschüchtert, ist man im nächsten Moment betroffen und traurig über die Schmelze, die Giftfässer, das schwinden der Arktis und Antarktis. Dann ist man wiederum berührt von der facettenreichen Schönheit, die Camille Seaman auf wirklcih jedem Bild einfangen konnte. Dieser Bildband ist einfach unglaublich bewegend. Neben den aussagekräftigen, emotionsgeladenen Photographien, die ihresgleichen suchen, beschreibt Camille Seaman zu jedem Bild behutsam, wie es zustande kam und lässt uns in ihr Erleben miteintauchen, indem sie uns mitteilt, was sie bei der Aufnahme empfand oder was sie im Nachhinein bewegte. Und als ob dies nicht ausreichen würde, gibt es dazwischen noch wundervolle Kapitel, in denen uns Camille Seaman mit auf die Reise durch ihr Polarwelt-Leben nimmt. Intim und niemals distanzlos. Ganz wundervoll. Ich kann dieses Buch, diese Mischung aus Bildband, Gesellschaftkritik, Naturgewalt und Biographie der Autorin, einfach nur jedem (!) empfehlen: egal, ob ihr euch für Bildbände oder Photographien interessiert oder nicht; diese Buch ist eine Perle, die in jede Bibliothek gehört! Camille Seaman wurde 1969 geboren und studierte Photographie an der Universität in New York. Ihre Fotografien wurden in zahlreichen Magazinen publiziert, darunter National Geographic Magazine, Geo, TIME, The New York Times Sunday magazine, Newsweek, Zeit Wissen und American Photo. Für ihre Arbeitem wurde sie mehrfach ausgezeichnet. 2008 wurden ihre Bilder mit der Einzelausstellung “The Last Iceberg” in der Akademie der Wissenschaften in Washington DC bedacht.

    Mehr
  • Aussagekräftig und wunderschön!

    Vom Ende der Ewigkeit
    Karin-L

    Karin-L

    23. March 2015 um 13:26

    Der Nord- und der Südpol. Was genau wissen wir über diese beiden Gebiete? Der Weihnachtsmann und die Eisbären leben am Nordpol und die Pinguine am Südpol. So ungefähr grenzt man die Polarwelt von einander ab. Durch dieses Buch, bekommen wir eine einmalige Gelegenheit, die wundervolle Atmosphäre, die dort anzutreffen ist, ein wenig kennenzulernen. Gleichzeitig sticht das Buch nicht nur durch die wunderschönen Fotografien heraus, sondern auch durch die kurzen Kapitel, in denen die Fotografin Camille Seaman den Urspung ihrer Geschichte erzählt und wie sie dazu kam, die Polarwelten zu erforschen und für die Menschen in Bilder einzufangen. Da ich mich sehr für Fotografien interessiere und insbesondere auch für Fotografien, die einen stundenlang fesseln können, habe ich diesen Bildband sehr genossen! Blättert man von einer Seite zur nächsten, so verfällt man immer mehr in die Atmosphäre, die diese Bilder ausstrahlen. Durch die Bildbeschreibungen, welche die Fotografin angehängt hat, habe ich mir an manchen Stellen wirklich vorstellen können, wie sie das Brechen des Eises hören konnte und wie "ruhig" es dort sein musste [wenn man bedenkt, dass der Wind eine unglaubliche Geräuschkulisse hervorbringen kann]. Doch ich war nicht nur von den Bildern gebannt, sondern auch von der Geschichte der Fotografin. Die kurzen Kapitel lesen sich wie eine Kurzgeschichte. Es ist unglaublich, wenn man bedenkt, dass sie alles wirklich so erlebt hat, wie sie es beschreibt! Ich fand das, was sie geschrieben hat so authentisch und empfand es auch als so "ehrlich", dass ich das Buch sofort zu meinen Lieblingen ernannt habe. Auch wenn es schön ist, sich nur die Bilder anzusehen, denke ich, sollte man sich auch mit dem Geschriebenen beschäftigen. Denn Camille Seaman thematisiert auch die Gefahren, die bestehen und dazu führen können, dass die Polarwelten einst nicht mehr in solch einer Pracht "erstrahlen". Thematisiert wird auch das Leben, das dort vorhanden ist, ob nun durch die Tiere oder die Menschen, die dort anzutreffen sind. Als ich das Buch das erste Mal durchgeblättert habe und auf der letzten Seite angekommen bin, war mein Gedanke sofort: "Hoffentlich ist das Buch nicht irgendwann nur noch eine alte Erinnerung an das, was es mal gab." Ich wünsche mir wirklich, dass Menschen auf die wunderschönen Orte, die es auf der Welt gibt aufmerksam werden und verstehen, dass man nicht denken sollte, man hat das Recht die Erde zu "benutzen" wie es einem gerade gefällt, sondern darüber nachdenkt, dass auch die Kinder, Enkel und Urenkel die Welt in ihrer Vielfaltigkeit erleben sollen. Und genau dieses Gefühl vermittelt auch die Fotografin den Lesern mit ihren Worten. Ich habe sie einfach verstanden und verstehe auch, warum sie von den Polarwelten so fasziniert ist. Das Buch dient aber keinesfalls nur als Warnhinweis, sondern motiviert gleichzeitig, dass man die Dinge, die man im Leben erreichen möchte, auch erreichen kann. Insgesamt: Ein unglaublich schönes Buch mit aussagekräftigen Bildern und Textpassagen. Für jeden, der sich für Fotografie interessiert oder auf der Suche nach einer unglaublich schönen Geschenkalternative ist!

    Mehr