Camille de Peretti

 4 Sterne bei 73 Bewertungen
Autorin von Wir werden zusammen alt, Der Zauber der Casati und weiteren Büchern.
Camille de Peretti

Lebenslauf von Camille de Peretti

1981 in Paris geboren, studierte Philosophie, arbeitete in England und Amerika im Finanzbereich und gründete eine eigene Theatertruppe. Sie lebt heute als freie Autorin in Paris. Ihre Werke wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt, "Die kleinen Arrangements unserer Herzen" ist ihr aktuelles Buch.

Alle Bücher von Camille de Peretti

Camille de PerettiWir werden zusammen alt
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Wir werden zusammen alt
Wir werden zusammen alt
 (62)
Erschienen am 02.05.2012
Camille de PerettiDer Zauber der Casati
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Der Zauber der Casati
Der Zauber der Casati
 (6)
Erschienen am 01.07.2014
Camille de PerettiDie kleinen Arrangements unserer Herzen
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Die kleinen Arrangements unserer Herzen
Die kleinen Arrangements unserer Herzen
 (5)
Erschienen am 27.11.2015
Camille de PerettiWir werden zusammen alt
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Wir werden zusammen alt
Wir werden zusammen alt
 (0)
Erschienen am 14.01.2011
Camille de PerettiNous vieillirons ensemble
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Nous vieillirons ensemble
Nous vieillirons ensemble
 (0)
Erschienen am 15.02.2011
Camille de PerettiLa Casati. Der Zauber der Casati, französische Ausgabe
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La Casati. Der Zauber der Casati, französische Ausgabe

Neue Rezensionen zu Camille de Peretti

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criwies avatar

Rezension zu "Der Zauber der Casati" von Camille de Peretti

Gutes Setting, Potential verschwendet
criwievor einem Jahr

Ein wirklich vielversprechender Titel lockte mich, dieses Buch zu lesen. Ich lese gern historische Romane. Auch wenn das 19. Jh. nicht zwingend mein üblicher Favorit ist, hat mich der Klappentext und die erste Seite doch überzeugt, dieses Buch zu kaufen.

Erster Satz

"Wenn die Mütter nur besser erzählen könnten, würden sie ihre Kinder - wenn die nur nicht so zappelig wären! - mit der wahren GEschichte jener unheimlichen Gestalt erfreuen, die vor den blassen Häusern des Oxford Circus einhergeht."

Die Casati ist eine starke, unbändigeund sehr selbstbewusste, aber uach selbstdarstellrische und traurige Hauptfigur. Ich habe mir viel Handlungspotential von ihr versprochen. Leider geht die Handlung nicht so sehr in die Tiefe, wie ih es mir gewünscht hätte. Ständig wird die Handlung, welche mich interessiert von persönlichen Gedanken, Erlebnissen und Ansichten der Autorin unterbrochen. Zwanghaft versucht die Autorin einen Vergleich zwischen sich und der Casati zu ziehen. Meiner Meinung nach gelingt ihr das nicht. Ich erwartete einen packenden Historienroman mit einer dramatischen Hauptfigur und bekam einen Bericht über die Selbsttherapie nach einer Trennung der Autorin.

Kurz: Das Buch war nicht das, was ich erwartet hatte und hat mich daher leider enttäuscht. Mit den Sprüngen zwischen der spannenden Diva und dem Privatleben der Autorin bin ich nicht warm geworden.

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RosaEmmas avatar

Rezension zu "Die kleinen Arrangements unserer Herzen" von Camille de Peretti

Die Illusion vom ewigen Glück
RosaEmmavor 3 Jahren

Camille de Perettis Romane sind immer etwas ganz Besonderes. Auch mit Die kleinen Arrangements unserer Herzen ist der Autorin wieder eine ungewöhnliche Erzählung gelungen, die mich beeindruckt und mir sehr gut gefallen hat. Dieser Beziehungsroman ist so ganz anders als viele Werke dieses Genres, denn er ist absolut unverschnörkelt. Nichts wird verschönt, nichts in blumige Worte verpackt – es ist eine schonungslos ehrliche, glaubwürdige und ungeschminkte Bilanz zwischenmenschlicher Beziehungen: Was wir von ihnen erwarten, was wir uns von ihnen erhoffen und wie wir uns nicht selten an die Illusion klammern, dass nach einer oftmals vorprogrammierten Krise doch alles wieder gut wird, obwohl das Ende schon längst absehbar ist. Darüber hinaus thematisiert der Roman aber auch die Verarbeitung des Scheiterns – wie wir damit umgehen und wie schnell manchmal die Erinnerung an glückliche Tage verblasst.

Ungeschminkte Wahrheiten

Der eigenwillige Schreibstil dieser bemerkenswerten Schriftstellerin, der von ungerührter Offenheit und Launenhaftigkeit geprägt ist, macht dieses Buch, das aus drei Teilen besteht, meines Erachtens so erstrangig und ausdrucksstark. Die existenziellen Einsichten, die die Protagonistin aus ihrer Beziehungserfahrung zieht, bringen die Wahrheiten ans Licht, die wir nicht sehen wollen und daher auch so gerne verdrängen. Sie treffen uns mitten ins Herz und zeigen uns, wie verwundbar wir sind, aber auch wie schnell wir mit unserem Leben weitermachen, als sei nichts geschehen. Die Automatismen, die wir anwenden, um uns mit unserem Schmerz zu arrangieren, sind oftmals nicht die klügsten, doch sie helfen uns, nach vorne zu sehen und geben uns die Kraft, uns nach einer gewissen Zeit auf eine neue Beziehung einzulassen, von der wir hoffen, dass sie unseren Wunschvorstellungen entspricht und uns vor weiteren Enttäuschungen bewahrt. Auch das mag wieder ein Trugschluss ein, doch es ist einer, mit dem wir guten Gewissens leben können.

Camille, die Unbarmherzige

Als Sechzehnjährige ist Camille, die Protagonistin des Buchs, vor allem sich selbst ein Rätsel. Sie ist bei ihren Mitschülern nicht sonderlich beliebt und hat darüber hinaus Angst vor Jungs, die von ihr aufgrund mangelnder Attraktivität auch keine Notiz nehmen. Als sich dann der scheue Stanislas in sie verliebt, beschließt Camille, es ihm stellvertretend für alle Jungs, die sie verschmähten, heimzuzahlen. Sie genießt ihren ersten Kuß mit ihm, doch dann macht sie sich über ihn lustig und spielt mit ihm, bis er es schließlich nicht mehr erträgt und die Beziehung beendet. Doch schnell bereut er seinen Entschluss und versucht alles, um Camille zurückzugewinnen, aber sie verweigert jedes Gespräch und serviert ihn schließlich eiskalt ab, obwohl sie ihn sehr mag. 

Nach einem abgeschlossenen Wirtschaftsstudium gründet Camille ihre eigene Event-Agentur und avanciert nebenbei zur Schriftstellerin. Sie heiratet den reichen César hauptsächlich wegen seines Geldes, ist jedoch seiner schnell überdrüssig, denn César hat keine Lust zu arbeiten und lebt ausschließlich vom Geld seiner Familie, das er mit vollen Händen ausgibt.

Liebe im Überfluss

Camille beschließt, sich von César zu trennen, jedoch nicht, ohne vorher einen vermögenden Nachfolger für ihn gefunden zu haben. Und so stößt sie im Web auf Stanislas, den sie nie vergessen konnte. Er ist mittlerweile ein sehr erfolgreicher Trader und lebt in London. Sie kontaktiert ihn, die beiden treffen sich, und es kommt, wie es kommen muss: Sie verlieben sich aufs Neue und zelebrieren ihre Beziehung. Stanislas legt Camille die Welt zu Füßen, nur das Beste ist für seine Traumfrau gut genug – eine luxuriöse Wohnung, paradiesischer Urlaub, Kurztrips um die Welt u.v.m. Camille fühlt sich geschmeichelt, obwohl sie lieber zuhause bleiben und einfach nur mehr Zeit mit Stanislas verbringen möchte.

Trügerische Perfektion

Alles ist perfekt. Doch mit der Perfektion kommt die Langeweile. Für seinen beruflichen Erfolg muss Stanislas sehr hart arbeiten, so dass er nur selten zuhause ist. Camille kommt mit dem Alleinsein nicht zurecht und fühlt sich leer und unverstanden. Sie geraten immer öfter aneinander und fühlen, dass ihre Beziehung unaufhaltsam in eine Richtung steuert, die für sie beide nicht möglich zu sein schien. Doch sie wollen es nicht wahrhaben, denn eine Liebe so groß wie die ihre muss doch für die Ewigkeit sein. Und so entschließen sie sich, einen Road Trip in die USA, das Land ihrer Träume, zu machen, um wieder zueinander zu finden und ihrem scheinbar unausweichlichen Beziehungsschicksal zu trotzen. Doch die Reise wird zur Seelentortur, die ihnen alles abverlangt, vielleicht sogar ihre Liebe…

Unter der Oberfläche

Dieser unkonventionelle Roman ist eine emotionale Tour de Force – auch für die Leser. Camille, die Protagonistin, der die Schriftstellerin – vermutlich als Alter Ego – ihren Namen (und auch ihren Lebenslauf) gegeben hat, macht es uns nicht leicht, sie zu mögen, denn zu berechnend wählt sie die Männer aus, mit denen sie ihr Leben teilt, zu unbarmherzig behandelt sie die, die sie lieben. Doch gerade als man ihr Gefühlskälte bescheinigen möchte, offenbart sie eine andere Seite, die ihr selbst am meisten fremd ist: Sie ertrinkt in einem Meer von Gefühlen, die sie nicht einordnen kann und die ihr – und den Lesern – zeigen, dass sie sich selbst am wenigsten kennt.

Die Geschichte von der großen Liebe und die Illusion vom ewigen Glück sind zeitlos. Was Camille de Peretti daraus macht, ist berührend und wahrhaftig zugleich. Sie schaut hinter die Fassaden der Menschen in einer Zeit, in der vieles an der Oberfläche bleibt und in der Beziehungen oftmals Prestige-Charakter haben. Was sie dahinter findet, sind nicht selten emotional verkümmerte Existenzen, die trotz Beziehung innerlich leer und einsam sind. Ihre immerwährende Suche nach Wärme und Stabilität treibt sie an und bringt sie dazu, sich mit dem zu arrangieren, was sie finden – und sei es nur für wenige Augenblicke des Glücks.

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claudiaausgrones avatar

Rezension zu "Wir werden zusammen alt" von Camille de Peretti

Nachdenken über das Altern: Perettis "Wir werden zusammen alt"
claudiaausgronevor 3 Jahren

Interessant für mich, dies gleich zu Beginn, der formale Aufbau nach dem mathematisch anmutenden Regelwerk des Georges Pérec. Nahezu ein ganzer Tag in einem Pariser Altenheim wird in Viertelstunden zerlegt, und das Haus und Anwesen durchwandernd erlebt. Jeder Raum, Begebenheit und besonders jede Person wird beschrieben, ob BewohnerIn, BesucherIn oder Angestellte(r) . Liebevoll zeichnet Peretti ihre Figuren, ob sie nun liebenswürdig, ängstlich, verrückt, unangenehm oder schwach sind. Niemand ist nur schwarz oder weiß. Ich habe mitgefühlt, geschmunzelt, gelacht, war oft sehr nachdenklich ob der realistischen Schilderungen. 
Für mich ein sehr empfehlenswertes Buch. Alt wollen wir alle werden, nur nicht sein...

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