Camilo Sánchez Die Witwe der Brüder van Gogh

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Inhaltsangabe zu „Die Witwe der Brüder van Gogh“ von Camilo Sánchez

Paris im Jahr 1890: Johanna van Gogh Bonger ist mit Vincent van Goghs jüngerem Bruder Theo verheiratet, der Vincent finanziell aushält, damit dieser sich ganz seiner Kunst widmen kann. Als der Maler sich das Leben nimmt, stirbt kurz darauf auch Theo, erfüllt von tiefer Trauer. Johanna widmet sich fortan van Goghs umfangreichem Œuvre und erkennt die Bedeutung seiner Werke. Ihr Leben verändert sich von Grund auf, als sie sich in van Goghs Briefwechsel mit seinem Bruder vertieft und dessen Kunst zum Erfolg verhilft.

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  • Bruderliebe und Emanzipation

    Die Witwe der Brüder van Gogh

    Farbwirbel

    30. June 2016 um 12:26

    Johanna van Gogh-Bonger ist die Protagonistin des biographischen Romans „Die Witwe der Brüder van Gogh“ von Camilo Sánchez. Er handelt von der Geschichte, wie Vinzent van Goghs Werk berühmt und anerkannt wurde. Es handelt aber auch von einer Frau, die bereits im 19. Jahrhundert emanzipiert ihren Weg geht. Der Auftakt des Romans ist der theatralische Selbstmord van Goghs. Johannas Mann, Theo van Gogh, leidet sehr unter dem Tod seines geliebten Bruders, den er über Jahre hinweg finanziell und emotional unterstützt hatte. Theo selbst ist bald nicht mehr fähig, ohne seinen Bruder zu leben. Er vertieft sich in die Briefkorrespondenz zwischen ihm und van Gogh, erkrankt an Nervenleiden und macht Johanna das Leben schwer. Sie erkennt ihren Mann kaum wieder, muss sich um den Haushalt kümmern und parallel ihren Sohn Vincent aufziehen. Um ihre Gedanken zu ordnen und sich den Kummer von der Seele zu schreiben, beginnt sie ein Tagebuch, welches den Leser durch den Roman begleitet. Immer wieder werden Passagen ihrer Gedanken in den Text eingefügt. Theo stirbt ein halbes Jahr nach van Goghs Tod an gebrochenem Herzen und Johanna muss nun selbst für sich und ihren Sohn sorgen. Sie beschließt, die Briefe van Goghs zu lesen und erhält dabei einen Einblick in dessen Kunstphilosophie. Dabei erkennt sie, wie wertvoll seine Texte sind und fängt damit an, die Werke van Goghs, ca. 600 Stück, zusammenzutragen. Sie stellt sich der Aufgabe, van Goghs Werk in die Kunstgeschichte eingehen zu lassen. Van Gogh hatte es fünf Jahre zuvor gemalt. Seitdem waren hundert Jahre vergangen. - S. 36 Unabhängig und frei ist sie. Sie agiert als emanzipierte, selbstständige Frau und ist dabei Vorbild für die Dinge, die da kommen. Unterstütz wird sie von einigen Freundinnen und von ihrem Vater. Heimat, das ist die Gesamtheit der Spaziergänge ums eigene Dorf – wie wahr! - S. 119 Der Roman ist recht kurz. Meine Ausgabe umfasst 180 Seiten. Dabei fiel es mir zu Beginn schwer, den Schreibstil zu mögen – er wirkte etwas platt. Johannas Tagebucheinträge waren dabei aber sehr angenehm zu lesen. Es ist ein Buch, das nett war, aber auch nicht überragend. Wer sich mit van Goghs Werk nicht auskennt, sollte dabei jedoch immer mal wieder seine Bilder ansehen, um zu begreifen, wovon geschrieben wird.

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  • Faszinierende Kleinarbeit und unglaubliche Erkenntnisse

    Die Witwe der Brüder van Gogh

    Huebner

    18. April 2016 um 11:22

    1890: Johanna van Gogh-Bonger, verheiratet mit Theo van Gogh und damit Vincent van Goghs Schwägerin, gibt mithilfe ihrer Tagebuchaufzeichnungen einen Einblick in die letzten Wochen ihres Mannes, welcher nach dem Tod seines Bruders abbaut und letztlich einer Depression, gepaart von körperlichen Symptomen erliegt.Vinvents Tod ist ein Schmerz, der mir ewig nachgehen wird und den ich ein Leben lang mit mir herumtragen werde. (Theo) Mit 29 verwitwet und alleinerziehend nimmt Johanne den Kampf mit vang Goghs Gläubigern, seinem Vermächtnis und seinem Werk auf. Camilo Sanchez webt seinen Roman um die Tagebuchaufzeichnungen der Johanna und bewegt sich ganz dicht am wirklich Geschehenen.Im Eigentlichen hat Johanne Vincent van Gogh, ihren Schwager kaum gekannt, kurze Begegnungen, abrupt beendete Besuche des Windfang, immer nervösen, herumstreunenden Geistes. Gerade vier Tage von Van Goghs Leben durfte Johanne bezeugen und dennoch, so schreibt sie, war er allgegenwärtig. Die enge Verbindung zwischen Theo und Vincent, täglicher - oft mehrmaliger! - Briefwechsel, Vincents Geld- und Seinsnöte immerdar, schien sie ihn besser zu kennen als ihren Mann. Selbst der Sohn war nach dem Schwager benannt worden. Und dann, als Theo verstorben war, nimmt sich Johanne der Vermächtnisse beider an: Das Werk des einen, die Schulgefühle und Verpflichtungszwänge des anderen.Sanchez' Werk: ein längst überfälliges Zeugnis dessen, dass der berühmte Vincent van Gogh als unbekannter, armer Kerl in Vergessenheit geraten wäre, wenn sich eine Frau nicht wider aller Konventionen für ihn und sein Werk stark gemacht hätte.Danke, Johanna van Gogh-Bonger

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