Hades

von Candice Fox 
4,2 Sterne bei148 Bewertungen
Hades
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Interessanter Start in die Reihe! Gerne mehr.

Kritisch (4):
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Das war leider nichts, ich hoffe Teil 2 wird besser

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Inhaltsangabe zu "Hades"

Hades ist der ›Herr der Unterwelt‹ von Sydney. Er weiß alles über das Verbrechen in seiner Stadt, denn auf seiner gigantischen Müllhalde entsorgt er gegen Honorar Menschen, die gewaltsam zu Tod gekommen sind. Dieses Schicksal hätten auch beinahe die Kleinkinder Eden und Eric geteilt, die man bei Hades deponiert hat. Aber die beiden leben noch. Sie wachsen bei Hades auf und werden Top-Cops bei der Mordkommission von Sydney. Das ist jedoch nur ihr eines Gesicht, ihr eines Konzept von »Gerechtigkeit«. Denn schließlich hat Hades Eden und Eric erzogen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518468388
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:341 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:15.01.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    FrauSchafskis avatar
    FrauSchafskivor 17 Tagen
    Kurzmeinung: Das liest sich wunderbar, auch wenn das Ende eine ziemliche Nullnummer ist.
    Sympathie for the Devil

    Kennt ihr den Film „Léon - Der Profi“ mit Jean Reno und einer sehr jungen Natalie Portman? Mochtet ihr ihn? Falls ja wäre das der klassische Fall von „Wenn Ihnen dieser Film gefallen hat, dann gefällt Ihnen auch folgendes Buch ...“. Denn auch wenn es sich hier um gleich zwei Kinder handelt und Archer Hades kein Profikiller ist, so gibt es doch die ein oder andere Parallele. Und das liest sich sehr kurzweilig.

     

    Kurzweilig vor allem deswegen, weil die Erzählperspektive ständig wechselt, von der Gegenwart in die Vergangenheit. So lernt der Leser einerseits Eric und Eden als Erwachsene kennen, die als Cops bei der Mordkommission arbeiten, aber eben auch Eric und Eden als Kinder und welches Schicksal sie zu denen gemacht hat, die sie sind. Die Erzähler betrachten die beiden jeweils aus einer Außensicht, auch wenn ihr persönliches Verhältnis unterschiedlich gefärbt ist. Archer Hades, der die Perspektive der Vergangenheit übernimmt, ist als Vaterfigur natürlich durchaus emotional beeinflusst. Auf der Gegenseite steht Frank Bennett, der als Edens neuer Partner bei der Mordkommission ein durchaus anderes Bild von den Geschwistern hat. Eden fasziniert ihn, zieht ihn regelrecht magisch an, während er Eric als unsympathischen Draufgänger erlebt. Das Schöne ist: Durch diese unterschiedlichen Erzähler bekommt der Leser ein nahezu identisches Verhältnis zu den Figuren, er schwankt zwischen Anziehung und Abstoßung. Und das muss auch so sein, denn das, was hier passiert, bietet durchaus Stoff für sehr kontroverse Diskussionen ...

     

    Fazit: Prinzipiell ist das ne gute Sache, auch wenn ich gestehen muss, dass mir viele Einzelheiten der Story bereits jetzt entfallen sind. Das Ende hingegen habe ich noch gut als ziemlich überzogen und effekthascherisch in Erinnerung, was nicht so mein Ding ist. Darum vergebe ich nach vielem hin und her überlegen doch nur 3 Sterne, in der Hoffnung, dass sich die Folgebände noch steigern.

     

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Anfangs etwas verwirrend, aber dann Spannung, Action und Unterhaltung pur!
    Anfangs etwas verwirrend, dann aber Spannung, Action und Unterhaltung pur!

    Dieses Mal blieb mein Blick am Untertitel hängen. "Als Killer wird man nicht geboren. Man wird dazu gemacht." Eine sehr interessante Aussage! Und genau dieses Aussage hatte mich neugierig gemacht. Dazu kommt das Titelbild mit dem Mann und den beiden Kindern, die mit dem Rücken zum Leser stehen und auf die mächtige Stadt blicken. Hier gab es kein Halten mehr, ich musste unbedingt dieses Buch lesen.

    Schon nach den ersten Seiten war klar, dass mich hier ein ganz besonderer Thriller erwarten würde, denn dieses Mal war der Ermittler "anders". Er lebt auf einem Müllberg und entsorgt, na ja, nennen wir es mal das Böse. Sobald es in der Unterwelt Probleme gibt, ist Hades zur Stelle.

    Ich muss sagen, dass ich die Story anfangs sehr verwirrend fand. Die ständigen Szenenwechsel waren zwar sehr interessant, jedoch konnte ich keinen roten Faden erkennen. Trotzdem habe ich mich durch die Seiten gekämpft und nach etwa einem Drittel war dann auch klar, welche Richtung die Autorin eingeschlagen hatte. So nach und nach, wurden die Zusammenhänge auch klarer und ich war fest in der Geschichte gefesselt.

    Die teilweise derbe, aber sehr direkte Wortwahl, haben den Thriller über die 340 Seiten richtig angepeitscht. Die Protagonisten, so undurchsichtig sie am Anfang noch schienen, so klarer wurden sie im Laufe der Story. Es ist eindeutig zu erkennen, welche Mühe und Feinfühligkeit hinter der Charakterisierung der Protagonisten steckt.

    Abschließend kann ich sagen, dass mich das Buch anfangs zwar etwas Mühe gekostet hatte. Aber plötzlich war der Knotens geplatzt und ich war mit Feuereifer in der Story versunken.

    Gut, dass der zweite Band "Eden" bereits erschienen ist. Ich bin schon sehr gespannt.

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    Faltines avatar
    Faltinevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Das war leider nichts, ich hoffe Teil 2 wird besser
    Etwas zu gewollt und aufgesetzt

    Meine Meinung:

    Das Cover gefällt mir recht gut, weil es die Grundidee sehr gut wiedergibt. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt und es gibt zwei Handlungsstränge: Zum einen den aktuellen Fall in der Gegenwart, hauptsächlich erzählt von Ermittler Frankie und die Vorgeschichte von Eric und Eden, meist aus Hades' Sicht. Die Kapitel waren mir meist zu lang.



    Das Buch ''Crimson Lake'', ebenfalls von Candice Fox, ist eines meiner Lieblingsbücher, weshalb ich hier mit großen Erwartungen ran gegangen bin. Das Ergebnis war dann...anders. Ich habe den Schreibstil kaum wieder erkannt und wirklich überzeugen konnte er mich hier nicht. Den Fall fand ich zwar sehr interessant und auch gut gelöst, doch die Handlung drum herum fand ich zu aufgesetzt und unglaubwürdig. Die Schicksale aller sind zwar heftig und grauenvoll und zur Handlung passte das eigentlich ganz gut, doch leider war alles eine Prise zu gewollt und aufgesetzt. So als würde die Autorin mit aller Macht versuchen zu schockieren – das hat bei mir nicht funktioniert, denn ich konnte die Geschichte bald schon nicht mehr wirklich ernst nehmen.



    Eden und Eric waren auch für mich genauso unnahbar wie Frankie sie beschrieben hat – und das, obwohl ich die Vorgeschichte kannte. Manche Reaktionen und Handlungen konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Mir hätte es eindeutig besser gefallen, wenn Eden die Geschichte selbst erzählt hätte, denn so konnte ich keinerlei Verbindung aufbauen. Frankie war mir von Anfang an unsympathisch, nur Hades hat mich etwas überzeugen können.



    Ich hatte große Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden und wenn ich dieses Buch schon vor ''Crimson Lake'' gelesen hätte, dann wäre es ganz sicher nicht in meinem Regal gelandet. Ich hoffe jetzt sehr, dass der zweite Band besser wird.

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    kleine_welles avatar
    kleine_wellevor 6 Monaten
    Ein Muss für Thriller Fans

    Frank hat gerade zur Mordkommission gewechselt und wird dort in ein Team mit Eden gesteckt. Diese hat vor kurzem ihren vorherigen Partner verloren. Außerdem haben sie und ihr Bruder Eric, der auch dort arbeitet, einiges als Kinder mitgemacht.

    Das Cover wirkt in dem Zusammenspiel mit den Farben und dem Mann mit den beiden Kindern, die dem Betrachter den Rücken zuwenden, sehr gut. Es gefällt mir einfach. 
    Der Einstieg hat mir direkt sehr gut gefallen, denn es gibt zwei Handlungsstränge. Einmal einen in der Vergangenheit, indem man etwas mehr über Eden und Eric erfährt und dann der in der Gegenwart. Dieser wird allerdings aus Franks Perspektive erzählt und diesen erzählerischen Kniff finde ich wirklich sehr klasse.
    So hat man als Leser keinen Einblick in Edens Welt, sondern bekommt alles nur von außen mit und erfährt nicht zu viel. Wobei man trotzdem etwas mehr weiß, als Frank selber.
    Ich hatte das Gefühl, als würde ich zwei Geschichten lesen, die dann aber doch zusammen laufen bzw. gehören.
    Dazu kommt, dass beide fesselnd geschrieben sind und man einfach immer nur mehr wissen möchte.
    In der „Haupthandlung“ ist man allerdings auch nicht nur auf Frank beschränkt und so ist der Leser immer gut informiert, ohne dass die Spannung einen verlässt.
    Frank ist ein sympathischer Charakter, der die Geschichte gut erzählt und überzeugend wirkt. Man kann alles gut nachvollziehen, obwohl ich seine Obsession Eden gegenüber an manchen Stellen etwas übertrieben finde.
    Eden mochte ich sehr gerne, denn sie ist eine starke Frau und scheint zu wissen was sie möchte. Was mich dann allerdings etwas gewundert hat, war, dass sie so abhängig von ihrem Bruder wirkte. Vielleicht wegen ihrer Vergangenheit?
    Eric hingegen ist ein richtiges Ekel. Obwohl er scheinbar zu den Guten gehört, merkt man ihm das einfach nicht so an.
    Irgendwann beim Lesen hatte ich ein kleines Déjà-vu Erlebnis und das lag daran, dass die Story manchmal schon etwas an Dexter erinnert. Für diejenigen, die die Serie oder die Bücher nicht kennen möchte ich nicht zu viel verraten. ;)
    Aber durch den guten Schreibstil, konnte ich darüber hinweglesen.
    Außerdem hatte ich das Gefühl, das es die Autorin gegen Ende etwas eilig hatte. Durch die letzten Seiten wird nur so gehetzt und die Zeitsprünge sind etwas abrupt und wirken groß. Das ist wirklich schade, denn dadurch durchbricht sie ihre gut aufgebaute Handlung etwas.
    Trotzdem muss ich sagen, dass das Ende mich etwas überrascht hat und sehr gut war. Ich werde auf jeden Fall zum zweiten Band auch greifen.

    Mein Fazit: Ein sehr gut aufgebauter Thriller mit überzeugenden Charakteren. Dazu kommt der tolle Clou mit dem Ich-Erzähler, der von außen auf die Hauptperson schaut. Obwohl die letzten Seiten dann leider zu sehr durch die Story hetzen, konnte mich dieser Roman so überzeugen, dass ich auf jeden Fall den nächsten Band lesen werde. 

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    mistellors avatar
    mistellorvor 6 Monaten
    Schockierend und sehr gut

    Das Buch "Hades" von der jungen australischen Schriftstellerin Candice Fox ist Teil 1 einer Trilogie. Die beiden folgenden Bände heißen "Eden" und  "Fall".

    Ich hatte schon vor dem Lesen von Band 1 viel Gutes über die Autorin und ihre Trilogie gehört und kann das alles nur bestätigen. Sie hat hier ein außergewöhnliches Buch geschrieben. Der Inhalt ist verstörend, unglaublich spannend und meisterhaft erzählt. Candice Fox benutzt eine klare, harte Sprache. Diese ist immer zielgerichtet, ohne Schnörkel.
    Ihre Figuren sind weit von den üblichen Mainstream-Protagonisten entfernt. Die Leser können sie in keine Schublade einordnen, denn ihre Persönlichkeiten stoßen einerseits die Leser ab und andererseits entwickeln die Figuren eine schillernde Faszination,  der man sich als Leser kaum entziehen kann. In diesem Roman gilt das stereotype Gut - Böse einfach nicht mehr und doch ist genau dieses die Basis des Buches.
    Ein Buch voller Widersprüche, sowohl im Inhalt wie auch in der Sprache. So gelingt es Candice Fox z.B. in Landschaftbeschreibungen eine ganz außergewöhnliche Poesie.
    Ich kann das Buch wirklich weiter empfehlen. Es hat mir sehr gut gefallen und es hat mich nachhaltig unterhalten und beeindruckt. Ich werde sofort den zweiten Band beginnen.
    Der Band erhält von mir wohl verdiente 5 Sterne.

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    S
    saika84vor einem Jahr
    Hades

    Hades lebt alleine in einer Hütte auf einer Müllhalde. Zu ihm kommt man, wenn man für Geld Leichen entsorgen will. Eines Tages werden 2 Kinder zu ihm gebracht, die er entsorgen soll. Die beiden sind jedoch noch am Leben, wie Hades bemerkt. Er zieht Eden und Eric auf der Müllhalde auf. Als die beiden erwachsen sind, werden sie Ermittler bei der Mordkommission. Doch was niemand ahnt, ist das die beiden noch eine andere düstere Mission verfolgen.

     

    Dies ist der erste Thriller von Candice Fox. Es ist mir anfangs etwas schwer gefallen, in die Geschichte rein zu kommen. Die verschiedenen Kapitel werden nicht nur aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt, sondern es wechselt auch noch zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Grundstimmung dieses Buches ist von Anfang an sehr düster. Mit den Charakteren konnte ich nicht richtig warm werden, weil es in der Kürze des Buches einfach zu viele waren. Der Thriller war spannend und unterhaltsam, jedoch hatte ich mir davon mehr versprochen. Deshalb ziehe ich einen Stern ab und gebe 4 Sterne.

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    Xirxes avatar
    Xirxevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hochspannender Thriller, obwohl man eigentlich am Anfang (fast) Alles bereits weiß. Der zweite Band liegt schon bereit.
    Spannung pur - obwohl man eigentlich schon vorher Alles weiß

    Ein Szenario wie aus einem Albtraum: Auf einer Müllkippe werden die Leichen zweier Kinder angeliefert, denn Alle wissen, dass dort ‚Entsorgungen‘ völlig rückstandsfrei erfolgen sollen. Doch Hades, der Herr über diesen Ort, hat sein eigenes Rechtssystem. Und Mord an Kindern geht überhaupt nicht. Als sich herausstellt, dass die Beiden noch leben, nimmt er sie an Kindes statt an. Beide, Eden und Eric, werden Polizisten bei der Mordkommission, wo Frank Bennett ihnen begegnet.
    Ich fand es schon ziemlich widersinnig, dass ich beinahe atemlos Seite um Seite las (mehr oder weniger alle 340 Seiten am Stück), obwohl Täter, Opfer und auch Motiv praktisch schon von Anfang an bekannt sind. Natürlich nicht in allen Details, aber schon der Beginn macht klar, was den beiden Kindern geschah und dass es ihr Leben bestimmen wird. Der Thriller ist in zwei Hauptstränge und diverse Nebenstränge aufgeteilt, was zumindest zu Beginn vielleicht kurz für Verwirrung sorgen könnte. Der Eine wird von Frank Bennet erzählt, der frisch zur Mordkommission kommt und der neue Partner von Eden wird. Im zweiten Strang erfährt man die Geschichte der beiden Kinder, wie sie zu dem wurden, wer und was sie jetzt sind. Dazwischen liest man teils vom Täter, teils von den Opfern. Wie ich schon geschrieben habe: Es ist praktisch klar, was geschehen wird (bis auf ein paar eher wenige Überraschungen). Doch trotzdem sind die Details hinter diesem Fall (bzw. eigentlich sind es zwei, wenn nicht sogar drei Fälle) so packend und fesselnd erzählt, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Was macht Hades mit den Kindern? Was geschah mit dem verschwundenen Mädchen? Was trieb den Täter? Zeitweise hatte ich das Gefühl, mehrere spannende Geschichten gleichzeitig zu lesen, die in eine ebensolche Rahmenhandlung gepackt wurden. Und kaum die war die Eine beendet, kam die Nächste und die Rahmenhandlung hielt mich zudem noch gefangen.
    Ein rundum gelungener klasse Thriller, der Wahnsinnslust macht auf den nächsten Band.

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    Lesemietzes avatar
    Lesemietzevor einem Jahr
    Sehr spannend

    Hades sein Reich ist die Mülldeponie. Dort lässt er für Leute Leichen verschwinden. Jeder weiss das er kriminell ist, doch kann man ihm nichts nachweisen. Eines Tages bringt ihm einer 2 Kinder, etwas was Hades nicht gut heißt. Den Kinder sind unschuldige Geschöpfe. Er entdeckt dass die beiden noch leben und kümmert sich fortan um sie.
    Er bemerkt schon bald, dass Eric und Eden sich anders benehmen was wohl die Folgen sind. Sie sind einfach keine Kinder mehr. Hades versucht alles damit die beiden auf dem rechten Weg bleiben.

    Die Geschichte besitzt mehrer Erzählstränge. Die Vergangenheit aus Hades Sicht. Die Gegenwart aus der Sicht von Frank, der Edens Partner bei der Polizei ist sowie aus der Sicht des Mörders, dessen Fall Eden und Frank aufklären müssen.

    Sehr spannende gestaltet die Story. Man erfährt viel über Eden und Eric und warum sie so sind wie sie sind, was vieles einfacher macht. Sonst hätte ich manche Handlungen der beiden nicht verstanden.
    Das Buch lässt sich sehr schnell lesen, das es sehr spannend aufgebaut ist.

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    Chrischans avatar
    Chrischanvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr gelungener Thriller mit markanten Persönlichkeiten auf beiden Seiten des Gesetzes. Man weiß nie wirklich, wer auf welcher Seite steht.
    Die Schönheit der Unterwelt

    Hades ist der ›Herr der Unterwelt‹ von Sydney. Er weiß alles über das Verbrechen in seiner Stadt, denn auf seiner gigantischen Müllhalde entsorgt er gegen Honorar Menschen, die gewaltsam zu Tode gekommen sind. Dieses Schicksal hätten auch beinahe die Kleinkinder Eden und Eric geteilt, die man bei Hades deponiert hat. Aber die beiden leben noch. Sie wachsen bei Hades auf und werden Top-Cops bei der Mordkommission von Sydney. Das ist jedoch nur ihr eines Gesicht, ihr eines Konzept von »Gerechtigkeit«. Denn schließlich hat Hades Eden und Eric erzogen.

    Das Krimi-/ Thriller-Genre ist wohl eines der am höchsten frequentierten Literaturgenres des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts. Blickt man in die Verlagsprogramme, bekommt man nicht selten das Gefühl, von einer Flut kriminalistischer Neuerscheinungen überrollt zu werden. Unter dieser Flut wirklich gute Krimis oder Thriller zu finden, die eben nicht nach Schema F und mit 08/15-Handlung rausgeschleudert werden, ist schwieriger denn je. Und selbst die literarisch gelungenen Werke bewegen sich derzeit um zwei Pole: den etwas blutigeren amerikanischen und den melancholisch-düsteren skandinavischen Pol. Herzerfrischend sind da jene, die sich anschicken, auf dem Grat dazwischen zu wandeln, so wie Candice Fox.

    Mit ihrem Debüt um den knurrigen und hochintelligenten Heinrich „Hades“ Archer und seine Ziehkinder Eden und Eric landete Fox einen großen Wurf. Die Wortspielerei – Hades als Herr der Unterwelt, bei dem die Toten landen – ist dabei nur der Köder für den interessierten Leser. Auch das mephistophelische Credo – nämlich Teil einer Kraft, die Böses will und Gutes schafft –, das sich nach und nach abzeichnet, ist nur ein faszinierender Aspekt dieses gut durchdachten Thrillers.

    So begleitet man die beiden Kinder Eden und Eric vom traumatischen Erlebnis der Entführung bis zu ihrer sehr ambivalenten Tätigkeit bei der Mordkommission Sydney – denn beide haben ein ganz eigenes Verständnis von Recht und Gerechtigkeit.

    Nun sind die detailiert und alles andere als geradlinig gezeichneten Charaktere schon an sich ein Qualitätsprädikat. Auch der mysteriöse Aspekt spricht für sich, lässt die Autorin doch stets offen, warum Hades im Fall der beiden Kinder eben nicht seinen „Job“ gemacht hat. Hinzu kommt noch, dass Candice Fox es versteht, dem Leser eine Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven nahe zu bringen. Auch dieser Thriller kommt natürlich nicht ganz ohne einen Mordfall aus, besser gesagt eine Mordserie. Als es gilt, diese aufzuklären, bekommt Eden einen neuen Partner – Frank Bennett – da ihr alter auf recht mysteriöse Weise aus dem Leben schied. Bennett, sofort in den Bann der mörderischen Sirene geschlagen, fängt an in Edens (und Erics) Vergangenheit zu stöbern, was ihn im Verlauf der Geschichte seinem eigenen frühzeitigen Ableben sehr nahe bringt.

    Die dritte Perspektive ist die des gesuchten Serienmörders, der mit allen spielt.

    Drei Sichtweisen sind ein kleines Kunststück, will man den Leser nicht verwirren und aus dem Lesefluss reißen. Candice Fox meistert dieses Kunststück bravourös und lässt alle Stränge am Ende gekonnt und überraschend zusammenfließen. Das Ganze in einer vielfältigen sprachlichen Gestalt, die jedem Charakter gerecht wird, ob nun versnobbt arrogant oder proletenhaft, Candice Fox verleiht jedem Charakter Tiefe.

    (c) Christian Hesse März 2017


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    Bücherfüllhorn-Blogs avatar
    Bücherfüllhorn-Blogvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein einfacher Krimi/Thriller mit so außergewöhnlichen Charakteren, dass die Handlung fast nebensächlich wird.
    Grausig und außergewöhnlich

    Eine grausige Geschichte auf vielen Ebenen. Eine Geschichte, die in mehreren Arten mit der Moral der Leser spielt. Wie Hades schwankte ich zwischen Entsetzen und Mitleid mit den Geschwistern Eden und Eric. Das schlimme ist, man kann es verstehen, wie sie handeln, wie sie so geworden sind. Der Serienmörder Jason, der sich die Frage nach Organspendern in seiner eigenen analytischen Welt zurechtbiegt. Was würden Sie tun, wenn sie genug Geld hätten? Ja, ein moralisches Dilemma. Für den Leser und für alle Protagonisten. Eine Geschichte, die nachwirkt. Eric und Eden ermitteln mit arroganter Coolness nach dem Serienmörder, wobei eher Eden und ihr neuer Partner Frank mehr im Vordergrund stehen. Franks Charakter ist noch sehr unausgegoren, aber gegenüber Eric und Eden haben es relativ normale Menschen auch einfach schwer, zu bestehen. Der Erzählton war von Anfang bis Ende spannend, ständig werden Leichen gefunden, es gibt mehrere Spannungsbögen und so liest sich das Buch wie nix weg.

    Alles in allem: Ein einfacher Krimi/Thriller mit so außergewöhnlichen Charakteren, dass die Handlung fast nebensächlich wird. Aber noch plausibel und nachvollziehbar. Ich habe mir gleich den zweiten Band in der Bücherei reservieren gelassen.

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