Candy Bukowski Wir waren keine Helden

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Inhaltsangabe zu „Wir waren keine Helden“ von Candy Bukowski

Wir waren keine Helden“ ist ein Coming of Age Roman, startend in den 80ern am „Arsch der Welt“, wo für Sugar mit dem Punker Pete, später auch mit Luke und Silver, Beziehungen für ein ganzes Leben beginnen. Eine rasante Reise durch das Reifen, Erwachsenwerden und Erwachsensein in vielen Etappen, oft im Grenzgang, immer auf der Suche nach stimmigen Antworten. Wieviel Freiheit, wieviel Beständigkeit verträgt ein Leben? Wie sehr können wir Entwicklungen wählen, wie oft wählen sie uns? Und woher nimmt man den Mut, nach einem Fullbodycheck immer wieder aufzustehen? Ein Buch wie ein Soundtrack. 24 Kapitel ergeben 24 Songs, die zusammen von 1999 - 2015, den Leser auf eine emotionale Reise durch seine eigene Geschichte schicken. Candy Bukowski wirft dich zurück auf die Fragen: "bist du die geworden, die du hättest werden können? Hast du dich verraten? Wo stehst du, wenn nicht hinter dir?" Und das macht Bukowski mit einer so intensiven Sprache, mit einem so rotzigen, charmanten, genauen Sound, mit einem für Debütantinnen ungewöhnlich ausgereiftem Stil, dass ich mich schockverliebt habe. Wir waren keine Helden ist nicht für Feiglinge. (Nina George, Bestsellerautorin "Das Lavendelzimmer") Candy Bukowskis „Wir waren keine Helden“ ist eine wunderbare Coming-of-Age-Story: eine Geschichte von Aufbruch und Ausbruch, voller Musik und erzählt mit einem unwiderstehlichen Gemisch aus Coolness, Charme und Chuzpe. (Melanie Raabe, Bestsellerautorin "Die Falle")

Konnte mich leider nicht überzeugen

— Anne11997

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    Wir waren keine Helden

    Wortmagie

    03. October 2017 um 10:00

    „Wir waren keine Helden“ von Candy Bukowski wurde mir 2016 vom Verlag edel & electric zur Rezension angeboten. Mein Grund, dieses Angebot anzunehmen, scheint ein wenig banal: in der Inhaltsangabe ist die Rede von einem Punker. Aufgrund meiner eigenen Vergangenheit mit bunten Haaren, glänzenden Nieten und schweren Stiefeln werde ich da stets hellhörig. Ich hoffte auf einen Roman, mit dem ich mich identifizieren konnte und der mich an meine wilden Jahre erinnerte. Vermutlich brauchte ich deshalb sehr lange, um mich für die Lektüre bereit zu fühlen. Ein Nostalgietrip verlangt eben die richtige Stimmung. Als der Punker Pete vom Himmel fällt, ändert sich für Sugar alles. Überzeugt, erwachsen zu sein, verlässt sie ihr Kaff im Nirgendwo und stürmt der weiten Welt entgegen, in der Liebe, Schmerz, Traurigkeit, Hoffnung und vollkommenes Glück auf sie warten. Sie reitet die Wellen des Lebens, wird brutal unter Wasser gedrückt und taucht doch jedes Mal wieder auf. Sie ergreift Chancen, scheitert, traut sich, zu springen, um herauszufinden, ob sie fliegen kann und begreift irgendwann, dass Durchschnittlichkeit auf ihre Fragen keine Antworten bietet. Sie kämpft, um ihren Platz im verwirrenden Gefüge des Universums zu finden. Aufgeben ist keine Option. Denn Helden geben niemals auf. Ich bin zwiegespalten. Wie bereits erwähnt, hoffte ich, mich mit „Wir waren keine Helden“ identifizieren zu können. Einerseits konnte ich das – und andererseits auch wieder nicht. Es ist kompliziert. Obwohl die Leser_innen die Protagonistin des Romans unter dem Namen Sugar kennenlernen, wurde für mich schnell deutlich, dass es sich bei diesem Buch um eine Art Autobiografie handeln muss oder es zumindest starke autobiografische Züge aufweist. In einem Interview bestätigte Candy Bukowski diesen Eindruck; sie erklärte: „Candy und Sugar sind eins. In jung und gereift“. Candy alias Sugar wuchs in einem kleinen Dorf in Westdeutschland auf und verbrachte den Großteil ihrer Jugend in einer abgeranzten Kneipe, in der man es mit dem Jugendschutz nicht so genau nahm. Mit 17 zog sie Zuhause aus und entschied sich für eine Ausbildung zur Buchhändlerin. „Wir waren keine Helden“ fokussiert allerdings weniger die harten Fakten ihres Lebens, sondern konzentriert sich auf Candys/Sugars emotionale Erlebenswelt. Ihre Beziehungen stehen im Mittelpunkt, sowohl ihre romantischen und freundschaftlichen Beziehungen, als auch ihre Beziehung zu sich selbst. Bukowski sorgt selbstverständlich für den nötigen Kontext, damit ihre Leser_innen verstehen, welche Begegnungen in welcher Lebenssituation eine Rolle für sie spielten, doch meist bleibt sie vage und beschränkt sich auf das absolute Mindestmaß an Informationen. Für ihre Geschichte ist es kaum von Bedeutung, wann sie wo lebte und welchen Beruf sie dort ausübte, entscheidend sind die Menschen und Gefühle, die sie in ihren Lebensabschnitten begleiteten. Candy/Sugar ist eine Stehauffigur, die sich trotz herber Rückschläge niemals davon abhalten lässt, ihr Bedürfnis nach einem freien, wilden Leben zu erfüllen. Diese Autobiografie versprüht ungeheure Lebenslust, nahezu unstillbaren Lebenshunger und darin erkannte ich mich durchaus wieder. In diesem Sinne konnte ich mich also definitiv mit „Wir waren keine Helden“ identifizieren. Was mir jedoch Schwierigkeiten bereitete, war der große Altersunterschied. Candy Bukowski wurde 1967 geboren und ist demzufolge 22 Jahre älter als ich. Sie könnte meine Mutter sein. Diese Spanne ist zu weit, als dass wir viele Berührungspunkte hätten. Ich kann nicht nachempfinden, wie es war, Anfang bzw. Mitte der 80er ein Teenager zu sein und ihre Erfahrungen in der Zeit, als ich jugendlich war, sind von einem erwachsenen Blickwinkel geprägt. Uns trennt eine ganze Generation, wodurch ich ihre stellvertretende Protagonistin Sugar eher objektiv betrachtete, als eine intensive persönliche Bindung zu ihr aufzubauen. Außerdem muss ich zugeben, dass ich ihren Schreibstil als übertrieben literarisch empfand. Ihre verschleiernde blumige Poetik, die ab und zu durch provozierende Direktheit aufgebrochen wird, erschien mir zu abgehoben und lyrisch. Wie alle Leser_innen weiß auch ich einen bildhaften, üppigen Schreibstil zu schätzen, doch Candy Bukowski überschritt die Grenze zum Gekünstelten, als wollte sie ihrem Werk mehr Gewicht verleihen, als es eigentlich hat. Letztendlich handelt es sich eben doch „nur“ um die Geschichte eines Lebens, die trotz aller unkonventioneller Pfade lediglich eine außergewöhnliche, einmalige Biografie unter vielen ist. Candy Bukowski ist genauso einzigartig wie ich, wie ihr, wie jeder Mensch auf der Welt. Ihr Schreibstil vermittelte mir, dass sie sich selbst als besonders besonders sieht, obwohl sie das vielleicht gar nicht beabsichtigte. Dadurch wirkte „Wir waren keine Helden“ leicht pathetisch, womit ich bloß bedingt zurechtkam. „Wir waren keine Helden“ ist ein sehr ehrlicher Seelenstrip, der die Grenzen zwischen Autobiografie und Fiktion im Ungewissen lässt. Obwohl sich der Generationenunterschied als schwierig erwies und ich Candy Bukowskis Schreibstil etwas affektiert fand, erkenne ich uneingeschränkt an, dass sie sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst ist und ihr (emotionales) Leben in diesem Roman schonungslos offenlegt. Das erfordert Mut und verdient meinen Respekt. Sie ist zweifellos eine beeindruckende Frau, deren furchtlose Bereitschaft, außerhalb der Norm zu denken und zu leben, zu scheitern und dennoch immer wieder aufzustehen, bemerkenswert ist. Nichtsdestotrotz ist „Wir waren keine Helden“ meiner Ansicht nach ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss. Wer Interesse an Autobiografien hat und gern Einblicke in die Lebensweise anderer Menschen erhält, ist hier an der richtigen Adresse. Wer hingegen lieber zum klassischen Roman greift, sollte vielleicht noch einmal überlegen, ob eine andere Lektüre eventuell passender ist. Vielen Dank an den Verlag edel & electric für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars im Austausch für eine ehrliche Rezension!

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  • Beeindruckender Seelenstrip

    Wir waren keine Helden

    Wortmagie

    03. October 2017 um 10:00

    „Wir waren keine Helden“ von Candy Bukowski wurde mir 2016 vom Verlag edel & electric zur Rezension angeboten. Mein Grund, dieses Angebot anzunehmen, scheint ein wenig banal: in der Inhaltsangabe ist die Rede von einem Punker. Aufgrund meiner eigenen Vergangenheit mit bunten Haaren, glänzenden Nieten und schweren Stiefeln werde ich da stets hellhörig. Ich hoffte auf einen Roman, mit dem ich mich identifizieren konnte und der mich an meine wilden Jahre erinnerte. Vermutlich brauchte ich deshalb sehr lange, um mich für die Lektüre bereit zu fühlen. Ein Nostalgietrip verlangt eben die richtige Stimmung. Als der Punker Pete vom Himmel fällt, ändert sich für Sugar alles. Überzeugt, erwachsen zu sein, verlässt sie ihr Kaff im Nirgendwo und stürmt der weiten Welt entgegen, in der Liebe, Schmerz, Traurigkeit, Hoffnung und vollkommenes Glück auf sie warten. Sie reitet die Wellen des Lebens, wird brutal unter Wasser gedrückt und taucht doch jedes Mal wieder auf. Sie ergreift Chancen, scheitert, traut sich, zu springen, um herauszufinden, ob sie fliegen kann und begreift irgendwann, dass Durchschnittlichkeit auf ihre Fragen keine Antworten bietet. Sie kämpft, um ihren Platz im verwirrenden Gefüge des Universums zu finden. Aufgeben ist keine Option. Denn Helden geben niemals auf. Ich bin zwiegespalten. Wie bereits erwähnt, hoffte ich, mich mit „Wir waren keine Helden“ identifizieren zu können. Einerseits konnte ich das – und andererseits auch wieder nicht. Es ist kompliziert. Obwohl die Leser_innen die Protagonistin des Romans unter dem Namen Sugar kennenlernen, wurde für mich schnell deutlich, dass es sich bei diesem Buch um eine Art Autobiografie handeln muss oder es zumindest starke autobiografische Züge aufweist. In einem Interview bestätigte Candy Bukowski diesen Eindruck; sie erklärte: „Candy und Sugar sind eins. In jung und gereift“. Candy alias Sugar wuchs in einem kleinen Dorf in Westdeutschland auf und verbrachte den Großteil ihrer Jugend in einer abgeranzten Kneipe, in der man es mit dem Jugendschutz nicht so genau nahm. Mit 17 zog sie Zuhause aus und entschied sich für eine Ausbildung zur Buchhändlerin. „Wir waren keine Helden“ fokussiert allerdings weniger die harten Fakten ihres Lebens, sondern konzentriert sich auf Candys/Sugars emotionale Erlebenswelt. Ihre Beziehungen stehen im Mittelpunkt, sowohl ihre romantischen und freundschaftlichen Beziehungen, als auch ihre Beziehung zu sich selbst. Bukowski sorgt selbstverständlich für den nötigen Kontext, damit ihre Leser_innen verstehen, welche Begegnungen in welcher Lebenssituation eine Rolle für sie spielten, doch meist bleibt sie vage und beschränkt sich auf das absolute Mindestmaß an Informationen. Für ihre Geschichte ist es kaum von Bedeutung, wann sie wo lebte und welchen Beruf sie dort ausübte, entscheidend sind die Menschen und Gefühle, die sie in ihren Lebensabschnitten begleiteten. Candy/Sugar ist eine Stehauffigur, die sich trotz herber Rückschläge niemals davon abhalten lässt, ihr Bedürfnis nach einem freien, wilden Leben zu erfüllen. Diese Autobiografie versprüht ungeheure Lebenslust, nahezu unstillbaren Lebenshunger und darin erkannte ich mich durchaus wieder. In diesem Sinne konnte ich mich also definitiv mit „Wir waren keine Helden“ identifizieren. Was mir jedoch Schwierigkeiten bereitete, war der große Altersunterschied. Candy Bukowski wurde 1967 geboren und ist demzufolge 22 Jahre älter als ich. Sie könnte meine Mutter sein. Diese Spanne ist zu weit, als dass wir viele Berührungspunkte hätten. Ich kann nicht nachempfinden, wie es war, Anfang bzw. Mitte der 80er ein Teenager zu sein und ihre Erfahrungen in der Zeit, als ich jugendlich war, sind von einem erwachsenen Blickwinkel geprägt. Uns trennt eine ganze Generation, wodurch ich ihre stellvertretende Protagonistin Sugar eher objektiv betrachtete, als eine intensive persönliche Bindung zu ihr aufzubauen. Außerdem muss ich zugeben, dass ich ihren Schreibstil als übertrieben literarisch empfand. Ihre verschleiernde blumige Poetik, die ab und zu durch provozierende Direktheit aufgebrochen wird, erschien mir zu abgehoben und lyrisch. Wie alle Leser_innen weiß auch ich einen bildhaften, üppigen Schreibstil zu schätzen, doch Candy Bukowski überschritt die Grenze zum Gekünstelten, als wollte sie ihrem Werk mehr Gewicht verleihen, als es eigentlich hat. Letztendlich handelt es sich eben doch „nur“ um die Geschichte eines Lebens, die trotz aller unkonventioneller Pfade lediglich eine außergewöhnliche, einmalige Biografie unter vielen ist. Candy Bukowski ist genauso einzigartig wie ich, wie ihr, wie jeder Mensch auf der Welt. Ihr Schreibstil vermittelte mir, dass sie sich selbst als besonders besonders sieht, obwohl sie das vielleicht gar nicht beabsichtigte. Dadurch wirkte „Wir waren keine Helden“ leicht pathetisch, womit ich bloß bedingt zurechtkam. „Wir waren keine Helden“ ist ein sehr ehrlicher Seelenstrip, der die Grenzen zwischen Autobiografie und Fiktion im Ungewissen lässt. Obwohl sich der Generationenunterschied als schwierig erwies und ich Candy Bukowskis Schreibstil etwas affektiert fand, erkenne ich uneingeschränkt an, dass sie sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst ist und ihr (emotionales) Leben in diesem Roman schonungslos offenlegt. Das erfordert Mut und verdient meinen Respekt. Sie ist zweifellos eine beeindruckende Frau, deren furchtlose Bereitschaft, außerhalb der Norm zu denken und zu leben, zu scheitern und dennoch immer wieder aufzustehen, bemerkenswert ist. Nichtsdestotrotz ist „Wir waren keine Helden“ meiner Ansicht nach ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss. Wer Interesse an Autobiografien hat und gern Einblicke in die Lebensweise anderer Menschen erhält, ist hier an der richtigen Adresse. Wer hingegen lieber zum klassischen Roman greift, sollte vielleicht noch einmal überlegen, ob eine andere Lektüre eventuell passender ist. Vielen Dank an den Verlag edel & electric für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars im Austausch für eine ehrliche Rezension!

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  • Für mich war es ein Flop-Buch

    Wir waren keine Helden

    Anne11997

    29. September 2017 um 12:01

    Das Cover: Das Cover ist sehr dunkel gehalten. Man erkennt einen Tiger, der hellbraun, leicht grün und schwarz ist. Zudem ist der Tiger in kantiger Form gehalten. Der Hintegrund ist in dunkelbraun bis schwarz gehalten. Unter dem Tiger steht der Titel des Buches. Insgesamt ist das Cover in Ordnung, aber nichts außergewöhnliches. Meine Meinung: Die Idee ein Mädchen durch ihr Leben zu begleiten, finde ich sehr gut. Sugar ist in 80er Jahren noch ein Kind und man liest ihr Leben bis zum Jahre 2015. Leider konnte mich die Geschichte nicht packen, da sie sehr monoton war. "Wir waren Helden" - erster Satz Die Charaktere waren auch nicht "greifbar", einzig Sugar lernen wir besser kennen. Da wir kaum bis keine Dialoge hatten, war es schwirig sich ein Bild von diesem Gegenüber zumachen, da es eine Erzählung ist. "Rennt, ohne zu staucheln, mit hoch erhobenen Armen im grauen Kapuzenpulli, all die vielen verdammten Stufen hoch" - letzter Satz Der Stil fand ich leichter nicht gut. Durch die Erzählung wirkt der Roman sehr monoton und langweilig. Er baut keine Spannung auf. Bei mir entstand auch wenig intresse den Roman richtig fertig zu lesen. Das Ergebnis: Wie man schon erkennen kann, kann ich diesen Roman leider nicht empfehlen. Die Idee der Geschichte und das Cover sind gut. Doch ohne Dialoge und durch einen trocknen Stil entsteht eher der Eindruck einer Rede, anstatt eines Romans.

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  • Leserunde zu "Du erinnerst mich an morgen" von Katie Marsh

    Du erinnerst mich an morgen

    Knorke

    Diese Leserunde ist für die Mitglieder der Challenge "Zukunft vs. Vergangenheit".                        Monatsgenre "Romane und                                                Gegenwartsliteratur" Auch diesen Monat wollen wir wieder den Austausch wagen. Was für Romane stehen in eurem Regal? Was sollte jeder mal gelesen haben? Wer braucht eine Entscheidungshilfe, was als nächstes gelesen werden soll?

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    • 31

    katha_strophe

    17. July 2017 um 21:08
  • Sehr gut mit kleinen Fehlern

    Wir waren keine Helden

    dailythoughtsofbooks

    21. January 2017 um 07:23

    Inhalt „… Der eine, lange, unwiederholbare Moment. Einer von denen, die du dein ganzes Leben lang immer wieder mal vermisst. Der als verblichene Schwarz-Weiß-Fotografie irgendwo in deiner rechten Herzkammer steckt. Nicht im Portemonnaie wie all der andere, vermeintlich wichtige Kram. Das kleine, riesengroße Sepiaglück, mit den richtigen Menschen im richtigen Moment. Das man nicht halten kann, nur bewahren…“ „Wir waren keine Helden“ ist ein Coming of Age Roman, startend in den 80ern am „Arsch der Welt“, wo für Sugar mit dem Punker Pete, später auch mit Luke und Silver, Beziehungen für ein ganzes Leben beginnen. Eine rasante Reise durch das Reifen, Erwachsenwerden und Erwachsensein in vielen Etappen, oft im Grenzgang, immer auf der Suche nach stimmigen Antworten … Meine Meinung Candy Bukowski’s Debütroman war mein Erster Coming-Of-Age Roman und ich bin hin und hergerissen. Ich hatte zwei Anläufe:Beim 1. Mal habe ich nach 90 Seiten verstanden, dass ich das nicht einfach so lesen kann. Für diesen Roman habe ich Zeit und „Ruhe“ gebraucht, das war nichts für zwischendurch, weswegen ich dann nochmal von vorne angefangen habe. Und ja, dann hat es geklappt. Hinter jeder Zeile steckt noch etwas anderes, wie ein weiterer Satz, sie sind unglaublich ehrlich und trotzdem einfach schlicht. Ich musste mich an den Schreibstil erst gewöhnen, da er was ganz eigenes hat und ist. Manche Passagen wurden mehrfach gelesen und analysiert. Wir haben außerdem so gut wie keine wörtliche Rede, was aber viel besser zu lesen war, als gedacht. Es war beeindruckend, wie gut der Roman auch ohne die wörtliche Rede funktionierte. Es geht um Sugar, die ihr Leben in den 80er Jahren am Arsch der Welt begonnen hat, um das Erwachsenwerden und um das Erwachsensein. Die Kapitel sind Lebensabschnitte und zu jedem haben wir einen Soundtrack. Wunderbar haben sie gepasst und wunderbar konnte man das Buch lesen, während das eine Lied im Hintergrund lief. Sugar war ein sehr interessanter Charakter. Vor allem am Anfang war sie mir weder sympathisch, noch wirklich unsympathisch… Ich habe nach einer Zeit aber gemerkt, dass da eine gewisse Distanz ist. Ich konnte mich nicht so richtig mit Sugar verständigen, was aber nicht heißt, dass ich sie nicht mochte. Mit der Zeit wurden mir aber Pete, Luke und Silver sehr lieb. Ich finde es schön, dass auch die Freundschaft eine Rolle gespielt hat und für mich der rote Faden war, der sich immer wieder hat blicken lassen. Es wurde gezeigt, dass man sich nicht immer sehen muss, um befreundet zu sein und das manche Freunde dich auf ihre eigene Art und Weise doch immer begleiten. Natürlich gab es auch Männer in Sugar’s Leben, die kamen und mit der Zeit gingen. Manchmal habe ich mich gewundert, ob sie denn gar keinen Mann fürs Leben sucht.Hat sie überhaut ein Ziel? Wir erleben Sugar’s Leben mit, ihre Beziehungen, das Streben nach der Karriere und dabei natürlich auch die Höhen und Tiefen. Ein klassisches Leben halt… irgendwie zumindest. Wir haben hier kein Kitsch, sondern es ist klar, direkt und ehrlich. Das alles und mit vollem Gefühl. Sugar irrt ein wenig nach ihrem Ziel, aber so wirklich suchen tut sie es auch nicht. Ich glaube mein größtes Problem war einfach, dass ich nicht zur richtigen Zielgruppe gehört habe. Ich bin nur ein paar Jährchen älter als Sugar es am „Arsch der Welt“ war, also am Anfang des Buches war. Vielleicht lag es schlicht und einfach auch ein wenig daran und hätte ich den Roman erst in Jahren gelesen, wäre das jetzt wahrscheinlich auch anders geworden. Fazit „Wir waren keine Helden“ ist ein unglaublich guter Roman, der aber zum Teil auch schon eine Autobiografie war. Das Cover war ein Eyecatcher und der Titel ist nach dem Lesen selbsterklärend. Sugar’s Leben war ganz und gar nicht einfach, ein Krankenhausaufenthalt, eine Trennung, aber trotzdem macht sie weiter. Vor allem Pete rettet sie oft und ist einfach da, wenn er da sein muss. Ich gebe dem Roman 3,5 von 5 Lesesternen! Ich bedanke mich ganz herzlich bei Candy Bukowski und beim edel & electric Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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  • C’est la vie

    Wir waren keine Helden

    lisa1997

    29. October 2016 um 18:00

    An den Schreibstil der Autorin musste ich mich erst gewöhnen. Daher benötigte ich eine gewisse Zeit dieses Buch zu lesen. Aber ab der Hälfte sprach er mich etwas mehr an und ich kam dann etwas schneller durch die 236 Seiten. An der Geschichte gefiel mir, dass die Autorin das Leben mit ihren Höhen und Tiefen beschrieben hat. Beispielsweise durch einen Charakter, der drogensüchtig war, oder durch einen Krankenhausaufenthalt.  Da das Schicksal es auch mit mir nicht immer gut gemeint hat, hat mich dieser Teil sehr berührt. Besonders freue ich mich über die Überschriften, die zum einen zu den Kapiteln passen, aber auch wegen der Musiktitel. Jedes Kapitel hat seinen eigenen Song und das Beste ist, dass diese zur Zeit passen. Demnach findet man in den 80er Jahren einen Song daraus. Zusammenfassend kann ich eigentlich nicht viel Negatives sagen, außer den anfänglichen Problemen mit dem Schreibstil.

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  • Heldenreise

    Wir waren keine Helden

    steffchen3010

    28. October 2016 um 10:40

    „Das Leben ist kein Geschenk. Das ist völliger Unsinn. Es ist ein Gutschein. Und das Einzige, worum es geht, ist, ihn einzulösen, bevor er verfällt.“ Zitat aus dem Buch Schon das Cover von Candy Bukowskis Romandebüt hat mich umgehauen. Der Tiger verleiht ihm so viel Kraft, Lebendigkeit und Ausdrucksstärke, das man bereits vor dem Lesen vermutet, dass sich dahinter eine charakterstarke Geschichte verbirgt. Das und noch viel mehr. Ein Roman, zum Bersten gefüllt mit Leben. „Wir waren keine Helden“ ist ein Coming of Age Roman. Die Geschichte, die in den rebellischen 80ern „am Arsch der Welt“ beginnt, strandet irgendwann im nordischen Hamburg. Es geht um Protagonistin Sugar. Eine Frau, die mit Vollgas durchs Leben brettert und dabei stets mit vollem Körpereinsatz dabei ist. Doch ihr Einsatz bringt nicht nur Glücksmomente, sondern auch zahlreiche Niederlagen mit sich. Heftige Momente. Die, in denen man ungedämpft am Boden aufkommt und nicht weiß, ob man je wieder aufstehen kann. Während Sugar anfangs mit Punker Pete durchs Leben zieht, gesellen sich mit den Jahren Luke und Silver dazu. Männer, die sie ihr Leben lang begleiten und es entscheidend prägen. Doch die Suche nach dem großen Glück und der einzig wahren Liebe verlangt ihr alles ab. Sie wird zu einem Kraftakt in 236 Seiten. Einer, bei der man bis zur letzten Seite mitfiebert; mit pochendem Herzen, heißen Wangen und jede Menge Adrenalin im Blut. „Der eine, lange, unwiederholbare Moment. Einer von denen, die du dein ganzes Leben lang immer wieder mal vermisst. Der als verblichene Schwarz-Weiß-Fotografie irgendwo in deiner rechten Herzkammer steckt. Nicht im Portemonnaie wie all der andere, vermeintlich wichtige Kram. Das kleine, riesengroße Sepiaglück, mit den richtigen Menschen im richtigen Moment. Das man nicht halten kann, nur bewahren.“ Zitat aus dem Buch Candy Bukowski ist ein grandioses Romandebüt gelungen. Ihre schonungslosen Zeilen treffen dich mit all ihrer emotionalen Härte. Sie sind berauschend, wortgewaltig und erschreckend ehrlich. Viele Zeilen begleitete ich mit einem zustimmenden Nicken, während mich andere bis ins Mark erschütterten. Sugars Leben ist kein leichtes Spiel, eine ständige Achterbahnfahrt mit allen Hochs und Tiefs. Ein Leben, das irgendwie auch Bukowskis ist. Denn es offenbart die Erlebnisse der Autorin selbst, zu deren Veröffentlichung sie sich nun entschloss. Doch es kommt noch viel mehr zum Vorschein. Denn neben all der Härte werden Bukowskis Zeilen von Melancholie, aber auch von Hoffnung begleitet. So hangelt sich die Protagonistin bedächtig an ihr entlang. Lernt, trotz Schicksalshaftigkeit des Lebens das Gute nie aus den Augen zu verlieren. Der unkonventionelle Schreibstil der Autorin verleiht den Zeilen dabei nicht nur eine sehr authentische, sondern auch persönliche Note. „Wenn du einen wachen Moment hast, dann fallen sie dir wieder ein, die ganz großen Geschichten, in den ganz großen Lederbändchen aus gegerbter Menschenhaut mit Lesebändchen aus geflochtenem Erinnerungshaar. Mit all dem Seufzen und Sehnen zwischen den handgeschriebenen Seiten und dem Schönsten. Dem immer wieder schönsten Schluss von allen.“ Zitat aus dem Buch „Wir sind keine Helden“ ist kein Spaziergang durch den Paradiesgarten Eden. Es ist eine Ode an das Leben mit all seinen Facetten. Eine lehrreiches Abenteuer und eine spannende Entwicklungsreise einer jungen Frau, deren jugendlicher Panzer langsam aber sich einem reiferen und erwachseneren weicht. Der Roman präsentiert sich dabei mithilfe von unterschiedlichen Zeitetappen und den dazugehörigen Songs der damaligen Zeit. Würde ihr Roman als Soundtrack vertont werden, würde sein Beat mit voller Dröhnung durch die Boxen wummern. Mein absolutes Lesehighlight in 2016!  „Manchmal ist es bedeutend einfacher, unvorstellbare Dinge zu tun, als man dachte. Wenn all die sperrigen Wenn und Aber aus dem Weg geknickt und all die sinnbefreiten Konjunktive vom Herz gerissen wurden, dann läuft es schon irgendwie in die richtige Richtung. In eine zumindest.“ Zitat aus dem Buch

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  • Coming of Age Roman der Spitzenklasse

    Wir waren keine Helden

    Literaturchaos

    19. October 2016 um 14:53

    Bezeichnenderweise fängt dieses Buch mit der gegenteiligen Aussage des Titels an, denn der erste Satz lautet: "Wir waren Helden." Und ja! Waren wir das nicht alle? Und sind wir es heute nicht immer noch? Wir zum Beispiel, die in den 80ern in der Provinz aufwuchsen, mit der Zeit lebten und lernten, alles Neue und auch uns selbst ausprobierten. Die manch schlechte Entscheidung trafen, hinfielen und doch immer wieder aufstanden. Denen es irgendwann zu eng in der Provinz wurde und die gingen - manchmal ohne zurückzublicken.... Wir waren definitiv Helden. Sugar, die wohl das Alter-Ego von Candy Bukowski ist, ist ebenso eine Heldin, allein schon deshalb, weil sie mich beim Lesen zurück in die Vergangenheit versetzt hat. In ihre und damit ungewollt (oder gewollt?) auch in meine. Damals, in den 80ern. Bei Batida-Kirsch und "Eye of the tiger" in der Dorfkneipe am Rande von Nirgendwo. Dieser Coming-of-Age Roman ist eine beeindruckende Lebensgeschichte. Nicht klischeehaft, kitschig oder an den Haaren herbeigezogen sondern schlicht und ergreifend ehrlich. Hier wird nicht geschmeichelt und beschönigt. Hier haben wir es mit einer Heldin zu tun, die mit der Geschichte wächst. Die jung und ungestüm ist, sich ausprobiert, manchmal ziellos umherdriftet und ihren Platz im Leben erst noch finden muss. Und die schlußendlich erwachsen wird, erwachsen werden muss. Die sich jedoch auch viele Gedanken macht und dabei klare Vorstellungen vor Augen hat. Und so wie Sugar sich vom pubertierenden Girlie zur verantwortungsvollen Erwachsenen wandelt, so wandelt sich auch der Erzählstil von "Wir waren keine Helden" von flapsig und selbstironisch zu ernst, geradezu sanft. Jedem einzelnen Kapitel wird ein internationaler und sehr populärer Song der jeweiligen Zeit vorangestellt, so dass man Lust darauf bekommt, beim Lesen Sugars Soundtrack zu hören. - "Wenn all die sperrigen Wenn und Aber aus dem Weg gekickt und all die sinnbefreiten Konjunktive vom Herzen gerissen wurden, dann läuft es schon irgendwie in die richtige Richtung. In eine zumindest." - Zitat Seite 49 Candy Bukowski kann wunderbar mit Worten umgehen und so ist gewiss, dass man für sich selbst einige Lieblingszitate anstreicht und immer wieder durchliest. Denn sie hat recht mit dem, was sie schreibt. So einfach ist das. Freundschaft ist ebenfalls ein großes Thema in diesem Buch, das sich wie ein roter Faden von Anfang bis Ende durchzieht und etwas ganz Wichtiges zeigt: Wahre Freunde müssen nicht ständig aufeinander hocken. Wahre Freunde sind auch füreinander da, wenn sie sich eine lange Zeit nicht gesehen haben - Sugar und der Punker Pete, dem man zunächst nicht so richtig über den Weg traut, der sich dann aber immer wieder als treuer Weggefährte erweist und den man Sugar von Herzen gönnt. "Wir waren keine Helden" ist ein wortgewaltiges und überraschendes Buch über das Leben und die Liebe, über das Weggehen und das Ankommen. Über die 80er, die 90er und das Hier und Jetzt. Poetisch und klangvoll.

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  • Ein wortgewandter, humorvoller Roman mit viel Poesie

    Wir waren keine Helden

    Sommermaedchen23

    03. October 2016 um 11:53

    Inhalt„Wir waren keine Helden“ ist ein coming of age Roman, startend in den 80ern am „Arsch der Welt“, wo für Sugar mit dem Punker Pete, später auch mit Luke und Silver, Beziehungen für ein ganzes Leben beginnen.Eine rasante Reise durch das Reifen, Erwachsenwerden und Erwachsensein in vielen Etappen, oft im Grenzgang, immer auf der Suche nach stimmigen Antworten. Wieviel Freiheit, wieviel Beständigkeit verträgt ein Leben? Wie sehr können wir Entwicklungen wählen, wie oft wählen sie uns? Und woher nimmt man den Mut, nach einem Fullbodycheck immer wieder aufzustehen?Candy Bukowski legt mit ihrem Debütroman das Leben und Lieben auf den Seziertisch. Wild, mutig und schonungslos setzt sie das Messer an und bringt dabei mit leichter Hand und geschliffener Sprache eine Menge Tiefe zum Vorschein.„…Wer Wehmut mit etwas Sanftem gleichsetzt, weiß nicht, wovon er spricht. Wehmut ist Vermissen in Akzeptanz, man müsste Gandhi sein, um darin etwas Sanftes zu finden. Ich bin nicht Gandhi, ich bin Lara Croft, ich trage einen unsichtbaren Munitionsgürtel um die zu breite Hüfte und bin bereit zu töten. Immer wieder töte ich den armen Gandhi und schneide Gefühlen schön langsam die Pulsadern auf. In Längsrichtung bis runter auf den Knochen…“Man muss eine Menge dafür tun, um aufrecht groß zu werden. Position 369-369 e-BookMeinungSugar wächst am Arsch der Welt auf, dort ist wirklich nichts für junge Menschen geboten. Als 16-jährige schneit der Punker Pete in ihr Leben. Er zieht wie selbstverständlich in ein Zimmer auf Emmi’s Ranch, wo sich alle immer treffen, um unbeobachtet von den Eltern zu sein. Sugar ist Candy und Candy ist Sugar. Wir begleiten sie auf der Reise ihres Lebens. Und den Versuch Helden zu sein. Wer hier eine Autobiografie erwartet dem soll gesagt sein er täuscht sich. Wortgewandt und mit Sätzen voller Poesie, die wirklich jeder verstehen kann und viel humor machte ich mich zusammen mit Sugar, Pete und Luke auf die aufregende Reise der Helden. Viele Menschen kreuzen den Weg, viele Männer kommen und gehen und alle haben irgendwelche passenden Spitznamen. Silver, der Schnauz oder auch Cinderella Rockefeller. Jeder Satz, jede Seite löste ein Schmunzeln auf meiner Seite oder ein Lachen aus. Oft bewunderte ich sie für ihre Stärke all den Widersprüchen und Gegenwind zu trotzen. Sugar hat ihren Weg gefunden, aber immer stand die Frage im Raum waren wir Helden?Jedes Kapitel hat seinen eigenen Song bekommen und oft habe ich mich dabei erwischt den Song vor mich hin zu summen, auch wenn das alles sehr 80er Jahre lastig war und ich viele Lieder nicht kannte. Um so näher wir 2000 kamen, umso bekannter waren auch mir die Lieder. Besonders die Stelle mit Wanda/Amore hat mich herzlich zum Lachen gebracht.Wir waren Helden unserer Zeit, auch wenn die Zeit ein ziemlich unspektakuläres Heldenprogramm eingeschaltet hatte. Position 886-887 e-BookFazit:Wer wir waren keine Helden nicht liest hat definitiv einen starken Roman einer starken Frau auf der Reise ihres Lebens mit viel Wortgewandtheit, Humor und Poesie verpasst. 

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  • Punk ist...

    Wir waren keine Helden

    AnnikaLeu

    25. August 2016 um 12:46

    Punk ist - Die Ärzte (1999) "Rette den letzten Fetzen unverletzter Haut." Mein Highlight 2016 haben wir dann wohl gefunden. Dank dem edel&electric Verlag, der sich diese Wortakrobatin aus den ganzen Self Publishern gefischt hat. Schätze, ich sollte diese Rezension meiner Mutter widmen, die per Bukoswki Definition eine dieser Schiffsbekanntschaften wäre. Ich sah meine Mutter stets als Löwin, als kämpfende alleinerziehende Rechthaberin. Stichwort: "Machtwort!" Doch Candy Bukowski nennt sie 'Keine Heldin'. Und sie hat Recht. Denn auch ich habe meine Mutter am Boden gesehen, auch wenn sie es gut versteckt hat, diese Eremitin.So geht Ich-Perspektive (oder doch 'wir'?) und ein Roman wie dieser stellt, für meinen Geschmack, die einzige zu verwendende Form dar. Solche Romane dürfen das. Denn sie erzählen dir entlang eines Fadens (ob er rot ist - oder idyllisch rapsgelb - ist egal), an dem Knötchen befestigt sind, ein Leben und viele andere. Manchmal zusammenhängend und überleitend: der leere Kühlschrank wenn der Vater auszieht und der Weißmöbelverkäufer mit dem man einen Griff ins Klo landet. Manchmal mit Zeitsprüngen dazwischen die man mit einem Schmollen liest, da man zu gerne noch viel mehr erfahren hätte. "...die Welt war magic,wenn wir sie dazu machten." Eingefasst sind die in Episoden unterteilten Lebensabschnitte in keine übergeordnete Rahmenhandlung sondern in temporäre Songs, die bei mir bis auf eine Ausnahme alle auf der eigenen Festplatte zu finden sind. Angefügt ist auch eine spotify playlist.Der Soundtrack funktioniert jetzt folgendermaßen: Jedes Kapitel hat ein Lied vorangestellt - das ist zwar längst ausgelaufen bis man die Worte durchgelesen hat, aber es ist jedes Mal stimmig untermalend. Wie zum Beispiel: "3 Die Lara Croft der 80er - Survivor "Eye of the tiger" (1983)" Rückwirkend schließe ich daraus auf das Cover und kann mir an dieser Stelle ein herzhaftes: "ADRIAN!!!" nicht verkneifen.Tatsächlich befinden sich in meinen Notizen beinah ausnahmslos Zitate. Was bei: "ich - das Pubertier" beginnt, über "den Griff in den Sack voll Sonnenschein" und dann immer weiter geht, mal zynisch, mal lebensnah, mal philosophisch, auf Lyrik bezogen oder einem vorkommt, als wäre Frau Bukowski verantwortlich für den ein oder anderen FaceBook Meme. Ich möchte euch einfach mal ein paar davon kredenzen, denn das stellt für mich in weiten Teilen in diesem Buch das A und O."dreckig geht immer, Saubermänner werden wir noch früh genug", "ein halbes Leben voller Dienstage", "und jeder schnitzt sich selbst seine Breitseite", "du hast drei Asse im Strumpfband und das Leben spielt Schach", "bis sich das Fragezeichen in einen Imperativ verwandelt", "das Leben ist einfach, wenn man es einfach sein lässt" und mein Liebling: "feuchte Wände und trockene Träume" und "wir sind keine Prinzen und Prinzessinnen, wir sind selbst die Drachen" "Wenn all die sperrigen Wenn und Aber aus dem Weg gekicktund all die sinnbefreiten Konjunktive vom Herz gerissen wurden,dann läuft es schon irgendwie in die richtige Richtung." Über die Kindheit wird nicht groß Wort verloren, begonnen wird auf einer Ranch am Ortsausgangsschild in der Jugend. Zu einer Zeit in der ich geboren wurde, Protagonistin Sugar schon Latein paukt. Kurz darauf fällt ein Punk auf eine Bushaltestelle und lässt es sich nicht nehmen in der 'Ist-Zeit' zu leben. Und das in der Umgebung von geschützten Bedingungen um den Traum der Freiheit zu verinnerlichen und sich vorzunehmen alles irgendwie anders zu machen. Ein wenig Flucht, ein Suchen, ein Ankommen, Umwege. Es geht um das Sortieren von Büchern in Regalen nach Farben, den intergalaktischen Ohrfeigenautomaten, Luxushasen und Küchenaquarien, eingefrorene Revolutionen, Ansprüche auf das Glück, Rilke und Umberto Eco, Zeit - es geht um so viel Zeit -, frusthässliche Gefühle, sich zum Narren machen, das Zusammensein, das nach vorn Streben, um Sepia-Erinnerungen im Herzen, und Einparken in selbige rechte Kammer, über die Poesiealben von Helden, über historisches: die unspektakuläre Jahrhundertwende, die Windsbraut in kursiv, über Spinnengleichnisse, über die verdammte pissgelbe Raucherumrandung die wir alle ignorieren - Rebellen die wir sind!, um Kapitulation und Zweifel - und am Ende… am Ende wollen wir einen Satz: "Und es war doch ein verdammt geiles Leben."Von vorne bis hinten ist dieses Werk 'durch'. Durch mit allem, auch der Rechtschreibung und etwaigen Tippfehlern. Exemplarisch möchte ich hier mal auf etwas hinweisen. Vielleicht liege ich völlig falsch, aber vielleicht erkenne ich da auch etwas was nicht so geplant war, bleibt ja mir überlassen.Die ultimative Lobhudelei und Liebeserklärung auf diese eine beste Freundin, die verwandte Seele, die man nicht täglich anrufen muss, die aber immer da ist; mit der man nie in den Urlaub fährt, aber mit der man alt werden wird. Bei all dem was diese Beste schon für die Protagonistin getan hat, erscheint es mir das Mindeste, dies zu schreiben, solche Freunde kannst du nicht in Gold aufwiegen:"Ich will dorthin, ich will es mal gesehen haben, ich will die 45.Avenue entlanglaufen, nach Manhatten und in die Bronx, und deshalb habe ich seit Jahren ein NY-Kissen der Besten von allen in meinem Bett liegen und schlafe jede Nacht darauf, bis wir zusammen dort sein werden. . Und wenn wir bis dahin etwas anderes wollen, werden wir eben woanders sein, aber ein Plan zur groben Orientierung kann ja nie schaden." Seht ihr auch diesen Satzendepunkt? Ohne, dass dieses Satzzeichen einen Satz hat? Was bedeutet er? Was fehlt hier (und fehlt es wirklich oder ist es da)? Ein: 'Ich liebe dich.' vielleicht? Fazit: Buch erhalten, halb gelesen, beschlossen schon die ganze Palette an Gefühlen mitgemacht zu haben. Schicksalsschläge, abstreiten, einsehen, hinfallen, (Krone richten) aufstehen, weitergehen. Wohin? Egal - nur Los! und nach vorn. So und nicht anders wurde es mir beigebracht und vorgelebt. So und nicht anders habe ich (wenn auch jünger) meinen Teil der Gelassenheit gefunden, auch ohne die Leuchtbuchstaben gegenüber. Das waren bei uns sowieso immer nur Baukräne mit nem B. Unvergessen meine Oma: "Komisch, guckt mal, der Mond sieht heute aus wie ein 'B'." Was auch immer sie wohl in diesem Moment gesehen hat. Kann ja doch sein, dass das Leben uns hier und da Zeichen schickt und wir sie nur selbst mit einer Sinnebene füllen müssen.Die berühmten Fragen: Würdest du dein Leben noch einmal genauso leben, wie du es getan hast? Wann ist man ein Held und für wen? Wie funktionieren Beziehungen - scheitert man jämmerlich anders, wenn man kein normales Paar ist aber scheitern ist nicht verhandelbar? Was zählt wirklich, wen vermisst du?Gekonnt in Worte gefasst von einer Meisterin der deutschen Sprache. Ich muss, ich sollte, ich kann, ich werde dieses Buch weiter empfehlen. Das ist doch kein ComingOfAge-Roman. Aber was weiß ich schon, ich lese diese Sparte ja kaum. Für mich… ist das Punk."Ich sag' Dir:Mach' Dein Ding, steh' dazu. Heul' nicht rum, wenn andere lachen."(Die Ärzte - Punk Ist)Mein Urteil: MusssollkannPS: "Geil" sagen nur noch Assis.

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  • Leichte Kost? Dann lieber ein Salat.

    Wir waren keine Helden

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. August 2016 um 21:17

    Diese Geschichte war wirklich etwas ausergewöhnliches. Etwas ganz und gar kompliziertes. Am Anfang des Buches war der Schreibstil interessant, aufregend und verwirrend. Doch umso mehr die GEschichte voran schritt umso komplizierter wurde es. Es hat doch eher etwas von einer Biografie als von einem Roman. Daher war es nicht immer einfach die Geschichte zu verfolgen. Die Protagonistin war sympatisch, auch wenn ich ihre Gedankengänge nicht immer nachvollziehen konnte. Und Pete war doch schon sehr gewöhnungsbedürftig. Dennoch finde ich die Idee und die Aufmachung wirklich interessant. Nur leider war es für mich nichts für Zwischendurch. 

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  • Leserunde zu "Wir waren keine Helden" von Candy Bukowski

    Wir waren keine Helden

    edel_and_electric

    "Der eine, lange, unwiederholbare Moment. Einer von denen, die du dein ganzes Leben lang immer wieder mal vermisst. Der als verblichene Schwarz-Weiß-Fotografie irgendwo in deiner rechten Herzkammer steckt. Nicht im Portemonnaie wie all der andere, vermeintlich wichtige Kram. Das kleine, riesengroße Sepiaglück, mit den richtigen Menschen im richtigen Moment. Das man nicht halten kann, nur bewahren."Die Hamburger Autorin Candy Bukowski legt mit "Wir waren keine Helden" unseren Debütroman des Jahres vor! Sie schreibt über ein Leben voller Glück und Hoffnung, über das beständige Suchen und Finden der Liebe. Mit einer gehörigen Portion Melancholie erzählt sie vom Aufwachsen in der Provinz und über die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens.Über das eBook:„Wir waren keine Helden“ ist ein Coming of Age Roman, startend in den 80ern am „Arsch der Welt“, wo für Sugar mit dem Punker Pete, später auch mit Luke und Silver, Beziehungen für ein ganzes Leben beginnen. Eine rasante Reise durch das Reifen, Erwachsenwerden und Erwachsensein in vielen Etappen, oft im Grenzgang, immer auf der Suche nach stimmigen Antworten …Candy Bukowski legt mit ihrem Romandebüt das Leben und Lieben auf den Seziertisch. Wild, mutig und schonungslos setzt sie das Messer an und bringt dabei mit leichter Hand und geschliffener Sprache eine Menge Tiefe zum Vorschein.Über die Autorin:Candy Bukowski ist Mitte 40, lebt in Hamburg und schreibt. Vor dem literarischen Schreiben, war sie vor allem redaktionell tätig. Seit 2013 führt sie einen eigenen literarischen Autorenblog auf dem sie Texte, Erzählungen, Essays, manchmal Lyrik oder visuelle Eindrücke aus ihrem Kiez veröffentlicht.

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    • 172
  • Ein wirklich tolles Buch!

    Wir waren keine Helden

    smil3everyday

    20. August 2016 um 13:31

    Inhalt Die Geschichte beginnt in den 80ern am „Arsch der Welt“. Dort lebt Sugar und beschließt für sich, ihr Leben als Heldin zu leben. Man wird in eine aufregende Reise durch ihr Leben mitgenommen. Der Ort, in dem sie aufwächst, ist mitten in der Provinz. Dort passiert nicht viel, bis der Punker Pete in ihr Leben tritt. Mit ihm erlebt sie so einiges und er taucht immer wieder, in dem ein oder anderen ihrer Lebensabschnitte, auf. Sugar will ihr Leben selbst bestimmen und zieht los in die große weite Welt. Sie macht eine Ausbildung zur Buchhändlerin und mit ihr erlebt man ihre Liebschaften, ihre Freude, ihre Traurigkeit, ihre Wildheit und ihre Fröhlichkeit. Sie verschlägt es in die Schweiz und auch mal nach Konstanz, bis sie letztendlich ihren Platz in der Welt gefunden hat. Sugar lässt Freunde hinter sich, die aber nie ganz aus ihrem Leben verschwinden, sie werden nur durch eine Distanz, nicht aber durch ihre Herzen getrennt. Mehrere Männer finden ihren Platz in Sugars Herzen, sie versucht sich in einer Lebensgemeinschaft und bleibt letzten Endes doch allein, alleine mit ihrer Tochter. Fazit Das Buch hat uns wirklich sehr gut gefallen. Es war der erste Coming of Age Roman den wir gelesen haben und er hat uns wirklich überzeugt. Das Buch erzählt das Leben vom Erwachsenwerden und Erwachsensein, in jeden einzelnen Lebensetappen. An manchen Stellen hatten wir wirklich Gänsehaut. Man konnte Sugar und ihre Freunde Pete, Luke, Silver und all die anderen sofort ins Herz schließen und konnte eine regelrechte Verbindung zu ihnen aufbauen. Wir fieberten mit Sugar und fassten uns selbst auch mal an den Kopf, als es mit einer ihrer Liebschaften nicht klappte. An manchen Stellen wünschten wir uns von ganzem Herzen, an ihrer Seite stehen zu können. Wir würden sagen, dass das Buch nicht unbedingt eine Nachtlektüre ist, aber auf jeden Fall des Lesens wert.  Sugar kam in ihrem Leben nach Konstanz und in die Schweiz. Ihre Provinz erinnert ganz an die eigene Einöde, in der man vielleicht selbst groß geworden ist. In dem Roman steckt die ein oder andere Lebensweisheit und es tauchen auch manche Situationen auf, die man selbst, vielleicht in abgeänderter Form, erlebt hat.Mehr dazu findet ihr auf unserem Blog! Schaut doch mal vorbei :) http://welivedathousandlifes.blogspot.de/2016/08/rezension-wir-waren-keine-helden.html#more

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  • Waren wir Helden?! Oder ihr?

    Wir waren keine Helden

    Sarafinchen

    16. August 2016 um 22:38

    Das habe ich mich häufiger gefragt, als ich Candy Bukowskis Roman "Wir waren keine Helden" gelesen habe. Gestartet mit der jungen Sugar im Teeniealter am Arsch der Welt, mit Pete, dem Punk, der vom Himmel viel, Luke mit Lederjacke, Silver, Babette und der Windsbraut. Alles Personen, die unsere Candy auf ihrem Weg ins Erwachsen werden und Erwachsen sein begleiten. Durch Höhen und Tiefen, der Leser immer nah dabei, leidet mit, freut sich mit Sugar, erkennt sich an vielen Stellen wieder, verdrückt auch mal ein Tränchen, wünscht ihr die große Liebe, die auch mal bleibt. Der Schreibstil sehr ungewöhnlich, musste ich mich erstmal daran gewöhnen, um ihn dann echt zu lieben und die Kapitel nur so zu verschlingen. Keine laue Sommerlektüre, sondern wirklich intelligent, zeitweise etwas anstrengend aber immer echt. Zu jedem Kapitel gibts den passenden Song und die Jahreszahl. So weiß man immer, an welchem Lebensabschnitt man gerade ist. Mich haben Teile nach dem Lesen noch sehr beschäftigt, was hat man im Leben verpasst, was will man unbedingt noch tun. Vielleicht tritt euch Candy auch in den Arsch und man rafft sich auf und macht einfach mal. Statt nur zu sein. Lohnt sich sicher auch ein zweites mal zu lesen und sich dann Lieblingszitate anzustreichen. Das war doch einiges schönes dabei, was es wert ist, notiert zu werden.

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  • AUS DEM LEBEN

    Wir waren keine Helden

    Gral

    14. August 2016 um 21:08

    Eine Geschichte einer Generation. Auch meiner Generation, denn viele Ereignisse und Momente kommen einem doch sehr bekannt vor. Es ist schon beeindruckend wie die Autorin durch die Zeit wandert und man sich häufig in einem Spiegelbild erkennt. So war es damals wirklich, wenn man auf dem Lande abseits der großen Städte lebte. Das Leben in der Clique und dann die erste große Liebe. Doch leider tut es richtig weh, wenn man danach die erste richtige Enttäuschung einstecken muss. Dann der ständige Kampf gegen die Eltern und Geschwister. Und je älter man wird, desto weniger bleiben von den sogenannten Freunden übrig und man fühlt sich oft einsam und verlassen. Die Protagonistin verliert sich allerdings ein wenig in ihren Problemem als alleinerziehende Mutter. Ein Problem des Alltags, welches von uns viele zur Genüge kennen. Ein feiner Lesegenuss.

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