Cara-Julie Kather Gestorben lebt man besser

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Inhaltsangabe zu „Gestorben lebt man besser“ von Cara-Julie Kather

Ein gutes Erstlingswerk mit klasse Dramatik.

— -nicole-

Eine liebe und sympathische Jungautorin steckt hinter diesem Debütroman, gefallen hat er mir aber leider kaum. Zu viele Kritikpunkte ...

— Janine2610
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  • Konnte mich leider nicht überzeugen.

    Gestorben lebt man besser

    Janine2610

    04. May 2016 um 21:27

    Die Buchrückseite:Carter Dayle ist 23 Jahre alt und bereits unumstößlich überzeugt, die einzig wahre Antwort auf die drängende Frage, wie man am besten lebt, zu kennen. Nämlich gestorben. Eine Überzeugung, für die sie Morde begeht. Eine Überzeugung, die sie in die Psychiatrie bringt. Zu ihm. Johan Doss, einem hübschen Seelenklempner, der sie irgendwie anders behandelt als jeder andere. Beide sind auf irritierende Weise von dem anderen angezogen.Durch ihr Verhältnis gefährdet jeder der beiden einen wichtigen Teil von sich. Doch kann man jemanden wieder gehen lassen, der einfach so anders ist als alle anderen?Meine Meinung:Der Titel des Buches war gleich das erste, was mich nachdenklich werden hat lassen: Lebt man gestorben wirklich besser? - Was heißt das überhaupt? Wie kann man gestorben denn leben?Diese Fragen hatte ich vor dem Lesen im Kopf und ich habe mir erhofft, befriedigende Antworten darauf zu bekommen ... Ich muss gestehen, dass ich wegen dem Titel die Hoffnung hatte, eine Geschichte geboten zu bekommen, über die man wenigstens ein bisschen philosophieren kann. Das war hier aber leider nicht der Fall. Allerdings habe ich während dem Lesen trotzdem über die Frage, ob man gestorben besser lebt, nachgedacht. Ich habe sie für mich selbst beantwortet: ich denke, wenn man körperlich gestorben ist, lebt man gar nicht. Und wenn man zwar am Leben ist, sich aber irgendwie tot fühlt, lebt man auch nicht - zumindest nicht so wie es sein sollte. Also in beiderlei Hinsicht kann man in meinen Augen gestorben sicher nicht (besser) leben.~ Ich weiß nicht, wozu das Leben gemacht ist, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass nur die Wenigsten das daraus machen, was daraus gemacht werden sollte. ~(S. 90)Also, wo fange ich an? Ich starte mit den Fehlern im Buch, die mich meistens SEHR gestört haben. Auf jeder Seite, manchmal sogar mehrmals in einem Satz, sind mir Rechtschreib-, Grammatik- und/oder falsche bzw. fehlende Satzzeichen ins Auge gestochen, die meinen Lesefluss enorm beeinträchtigt haben. Kann sein, dass ich als aufmerksame Leserin da auch etwas empfindlich bin und mir das besonders auffällt. Tatsache war, dass es mich andauernd in den Fingern gejuckt hat, einen Stift zur Hand zu nehmen und beim Lesen direkt alles auszubessern, was mir aufgefallen ist.Die Handlung selbst hat mir auch nicht zugesagt. Mir gab es ein wenig zu viel Sex aus heiterem Himmel und das Geschriebene bzw. der Fokus lag mir zu sehr darauf, wie sich irgendwelche Körperteile anfühlen oder wie sie aussehen. Ich hätte mir weniger Protagonisten-Gedanken und Beschreibungen der Umgebung und der Körperreaktionen gewünscht, dafür mehr Konversation und vor allem mehr Hintergrundinformationen. Zuallererst war ich mir nämlich nicht mal sicher, ob Carter in der Psychiatrie ist.~ Wenn mein Leben verschwunden ist, muss ich nicht mehr fürchten, es zu verlieren. ~(S. 10)Das Motiv für Carters Morde habe ich bis zuletzt nicht verstanden, aber Carter sagt irgendwann auch selbst, dass ihre Gedanken diesbezüglich unvollkommen waren ... Trotzdem hat mir die Glaubhaftigkeit in anderen Belangen gefehlt: Jemand, der 8 Menschen ermordet hat, bleibt für nur kurze Zeit in der Psychiatrie und wird danach nach außen verlegt? Wie wahrscheinlich ist sowas denn? - Es wurden unglücklicherweise keine Zeiträume genannt und besonders lange ist mir der Aufenthalt in der Psychiatrie auch nicht vorgekommen. Hinzu kommt, dass sich die Protagonistin, die in Anbetracht ihrer aus irgendwelchen irren Gründen begangenen Morde, auf wundersame Weise schon bald verändert hat, also zumindest was ihre Überzeugung betrifft. Und da kommt der junge Psychiater Johan Doss, der mir oftmals wie Carters persönlicher Superhero erschienen ist, ins Spiel: Dauernd habe ich mich gefragt, was der überhaupt so toll an dieser 8-fach-Mörderin findet, dass er einfach nicht die Finger von ihr lassen kann? Er sagt auf diese Fragen zwar ein paar mal »Weil du anders bist, als alles, was ich kenne.«, aber was genau dieses anders heißen soll, wird nie erklärt ...~ »Carter, du bist immer irgendwie anders gewesen, irgendwie eigen. Das hat mir auch an dir gefallen. Dass da etwas an dir war, was einfach keiner zu deuten wusste. Aber das hätte niemand erwartet, niemand hätte auch nur daran gedacht, dir so etwas zuzutrauen.« ~(S. 192)Und obwohl Carter genau in meinem Alter ist, konnte ich mich überhaupt nicht in sie hineinversetzen. Sie erzählt aus der Ich-Perspektive, aber näher gebracht hat sie mir das auch nicht, ganz im Gegenteil: sie war mir zusätzlich sehr unsympathisch.Weil die junge Autorin (16 Jahre) dieses mir zur Rezension zugeschickten Debütromans eine so liebe ist, ist es mir wirklich nicht leichtgefallen, ehrlich kritisierende Worte zu finden. Für mich war es aber nun mal leider nicht das Gelbe vom Ei und Ehrlichkeit ist mir (in jederlei Hinsicht) einfach wichtiger, als ein falscher Lobgesang.

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  • Ein gutes Debüt!

    Gestorben lebt man besser

    -nicole-

    27. April 2016 um 13:03

    Eine junge Frau mit einer lebensgefährlichen Überzeugung...Nach einem dramatischen Erlebnis hat die 23-jährige Carter Dayle eine feste Überzeugung: Gestorben lebt man besser. Denn nur so kann man am besten leben. Ihre Überzeugung geht sogar soweit, dass sie dafür Morde begeht.Da man Carter die Morde aber nicht zweifelsfrei nachweisen kann, wird sie zu einem Aufenthalt in einer Psychiatrie verurteilt. Dort lernt sie schließlich den Therapeuten Johan Doss kennen, von dem sie sofort fasziniert ist. Da es ihm nicht anders geht, kommen die beiden sich schnell näher.Doch genau dieser Mensch ist es, der Carter mächtig durcheinander bringt. Plötzlich sieht sie ihre Überzeugung in Gefahr, will nur noch weglaufen. Schafft sie es, endlich anzukommen im Leben oder fällt sie zurück in alte Muster? "Ich spüre Kälte, höre das Rauschen meiner Ohren und nehme meine Bewegungen nur vage wahr, wie eine angenehme Kleinigkeit hinter einem undurchdringlichen Schleier aus nichts." - Seite 256"Gestorben lebt man besser" ist der Debütroman der erst 16-jährigen Cara-Julie Kather, mit dem sie den Leser wirklich in Erstaunen versetzt. Eine sehr außergewöhnliche Geschichte um eine junge Frau, die eine gefährliche Überzeugung hat und diese auch auslebt. Doch dann tritt ein Mensch in ihr Leben, der so anders ist als alle anderen. In der Ich-Perspektive aus Carters Sicht geschrieben kann man sehr gut die - manchmal verzweifelten- Gedankengänge der jungen Frau verfolgen. Perfekt zu diesem Buch ist auch die Coverauswahl: Auffällig und bunt, es fällt einem sofort ins Auge.Mein Fazit: Ein wirklich ausdrucksstarkes Buch mit einem sehr schönen Cover! Es gibt einiges, das mir sehr gut gefallen hat: Besonders die dramatischen Momente setzt die junge Autorin hier perfekt in Szene, die Story ist außergewöhnlich, interessant und dank des lockeren Schreibstil auch sehr gut lesbar. Einen Stern ziehe ich ab, da mir persönlich die sehr detailreichen Bettszenen nicht so gut gefallen haben. Aber das ist natürlich Geschmackssache.Kurz gesagt: Toll geschrieben, klasse Dramatik und ein sehr gutes Erstlingswerk! Ich bin mir sicher, dass wir von Cara noch einiges lesen werden!

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