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sally1383

vor 6 Jahren

Wer den ersten Teil "Die Stadt der verschwunden Kinder" mochte, will sicher wissen, wie es mit Gaia weiter geht. Hier gibts nun die Leserunde zum zweiten Band der Birthmarked-Trilogie. Gern kann auch in englisch mitgelesen werden. Der Originaltitel ist "Prized" und die Kapitel sind natürlich identisch aufgebaut. Leserundenstart ist der 21.05.2012 Inhaltsangabe des Verlages: Sei stark und mutig, Gaia! Die sechzehnjährige Gaia Stone, eine junge Hebamme, muss aus ihrer Heimat fliehen, mit nichts als den Kleidern am Leib und ihrer neugeborenen Schwester im Arm. Alles wurde ihr genommen – sind doch ihre Eltern ermordet und die Liebe ihres Lebens verhaftet worden, und die zerstörte Welt, in der sie lebt, straft unbarmherzig jede Schwäche. Als ein Fremder sie mitten im Ödland vor dem Verdursten bewahrt, scheint sie zunächst gerettet. Doch das Dorf des Fremden nimmt Gaia erst die Schwester und dann auch noch die Freiheit. Verzweifelt und entmutigt gibt sie beinahe auf. Schließlich besinnt sich Gaia jedoch darauf, dass vor allem anderen das Leben zählt – und sie stellt sich ihrem Schicksal, ihrer Verantwortung für ihre Schwester und einer neuen, zarten Liebe …

Autor: Caragh O'Brien
Buch: Das Land der verlorenen Träume

sally1383

vor 6 Jahren

Wie gesagt gerne können auch die englischen bzw. digitalen Versionen mitgelesen werden. Hoffe, es gibt noch mehr die gespannt sind auf die Fortsetzung.

Autor: Caragh O'Brien
Bücher: Prized,... und 2 weitere Bücher

Daniliesing

vor 6 Jahren

Ich habe es schon gelesen, würde hier aber immer mal mit reinschauen. Das Buch hat mir richtig gut gefallen und bietet auch genug Stoff zum Austausch, finde ich.

sally1383

vor 6 Jahren

Wissenswertes

Wollte hier mal ein paar vielleicht interessante Fakten schreiben.

Die Männer in Sylum sind ja unfruchtbar und nach der Autopsie wissen Gaia und Will ja, dass diese wahrscheinlich alle eine Gebärmutter haben.

Habe eine Erkrankung aus dem realen Leben gefunden, die genau das macht. Genetisch handelt es sich dabei aber am ehesten um Frauen, die vom androgenitalen Syndrom betroffen sind. Dies ist eine autosomal-rezessiv vererbte Erkrankung. Dabei kann es be Mädchen dazu kommen, dass sie äußerlich wie Jungen aussehen (groß gewachsen, männliche Behaarung, wie Penis aussehendes Äußeres Genital, kaum bis kein Busen). Innerlich sind es aber Frauen mit Gebärmutter und Eierstöcken. Meist sind sie deshalb unfruchtbar.

Es handelt sich um eine Störung der Hormonsynthese in der Nebennierenrinde. Wikipedia hat dazu auch einen schönen Artikel, für die die es interessiert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Adrenogenitales_Syndrom

sally1383

vor 6 Jahren

Abschnitt 1: Kapitel 1-5
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Hab nun den ersten Abschnitt schon gelesen. Wir befinden uns zeitlich etwa zwei Wochen nach Beginn der Flucht. Und ich muss sagen, ich war gleich wieder im der Geschichte drin. Und ich muss einigen Rezensenten Recht geben. Man kann das Buch gut auch ohne den ersten Teil lesen. Mir gefällts aber dennoch wieder gut. In der neuen Stadt, Sylum, gibt es wieder andere Missstände. Doch eines haben beide gemeinsam. Kindern kommt eine besondere Rolle zu. War es in der Enklave die Hämophilie, die die Gesellschaft vom Aussterben bedrohen ließ, ist es hier der Mangel an Frauen und fruchtbaren Männern.

Hat die Autorin medizinische Verbindungen? Schon wieder webt sie hier eine seltene Erkrankung ein, die es wirklich gibt. Allerdings bin ich mir hier des tatsächlichen Krankheitsbildes nicht sicher.

Das Adrenogenitale Syndrom macht so etwas. Allerdings haben die Jungen hier keine Gebärmutter, aber die Mädchen ein männliches äußeres Genital und eine Gebärmutter. Aber für jemanden, der keine Ahnung von Genetik hat (wie Gaia) könnte das ja schon ausreichen. Und damit wäre auch erklärt, warum es so viele Jungen und so wenig Mädchen gibt. Denn einige der "Jungen" sind eigentlich Mädchen. Laut Will sind immerhin 400 Jungen unfruchtbar von 1800 Bewohnern. Wenn das also eigentlich Mädchen sind, haben wir schon wieder fast ne normale Quote :). Und es wird autosomal-rezessiv vererbt, was also bei einer solchen kleinen inzestuösen Gruppen wie im Buch das Weitervererben begünstigt. 

Die Schwellenkrankheit kann ich mir aber auch noch nicht ganz erklären :).

sally1383

vor 6 Jahren

Abschnitt 2: Kapitel 6-10
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Und nun ist schon wieder der zweite Abschnitt zu Ende. Musste mich auch gerade bremsen, weil es so spannend war. Nun ist Leon so nah und sie kann nicht zu ihm. Wird er ihr verzeihen? Liebt er sie immer noch? All das wird sich wohl bald zeigen, aber erst nach den Spielen, die im nächsten Kapitel kommen. Die Chardo-Brüder scheinen auch beide Interesse an Gaia zu haben. Was ich von den beiden halten soll, weiß ich nicht. Dafür kennen wir sie wohl auch u wenig. Jemand hatte mal in einem Review gesagt, dass ihr diese Vierecksbeziehung zu unrealistisch sei. Aber ich denke in einer Welt, wo Frauen Mangelware sind, ist das doch wohl gar nicht so unwahrscheinlich, dass sich zwei Männer für Gaia interessieren. Rein menschlich ist Gaia ja auch ein liebenswerter Mensch. Und bis auf ihre Narbe scheint sie auch schön zu sein. So unrealistisch finde ich das nicht. Ich hoffe nur, dass sie jetzt auch wirklich mit Leon reden kann. Mal sehen, wer das Spiel gewinnt, einer der drei wird's bestimmt sein, oder was meint ihr?

sally1383

vor 6 Jahren

Abschnitt 3: Kapitel 11-17
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So nun hab ich auch schon den dritten Abschnitt geschafft und das alles in einem Tag. Das hätte ich auch nicht gedacht, aber die Schreibweise von O'Brien zieht mich einfach mit.

Ich war sehr enttäuscht wie das Wiedersehen zwischen Gaia und Leon ablief. Irgendwie tat sie mir da schon sehr leid. Er hat sie ja wirklich gehasst und war richtig hart zu ihr. Deshalb verstehe ich den schnellen Sinneswandel im Boot auch überhaupt nicht. In dem einen Moment ist er so hart zu ihr und zeigt ihr seinen vollen Hass und eine habe Stunde später ist er wieder so zärtlich und fürsorglich. So lieb zu ihr, dass Peter sogar neidisch ist und Angst hat, Gaia könnte schwach werden. Ich verstehe, dass Leon noch Gefühle für Gaia hat, aber den Hass/Wut so schnell zu wandeln, das war einfach zu schnell.

sally1383

vor 6 Jahren

Abschnitt 4: Kapitel 18-22
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Und schließlich Abschnitt Nummer 4. Das Buch verschlingt sich wirklich fast von selbst. 

Gaia hat Peter geküsst. Wie dumm, wirklich einfach nur dumm. Auch sie hätte das besser wissen müssen. Ich hoffe nur Peter muss nicht zu sehr darunter leiden. Ich mag Peter eigentlich. Er ist sanftmütig und aufmerksam, durch und durch gut. Ganz sein Bruder, der nur da etwas älter auch etwas vernünftiger ist. Will hätte so etwas tatsächlich nicht gemacht.

Aber als Leon Gaia geküsst hat, hatte ich sogar selbst Schmetterlinge im Bauch. Jetzt ist er auch wieder ganz der Alte. Dennoch die Sinneswandlung in so kurzer Zeit aus dem vorherigen Kapitel fand ich zu schnell, selbst für einen, der durch seine Gefühle überwältigt wird. Aber ich freu mich, dass es wieder eine schöne Szene zwischen ihm und Gaia gab. Ich hoffe sie kann mit ihm und Maya fliehen.

Daniliesing

vor 6 Jahren

Wissenswertes
@sally1383

Das ist ja interessant! Ich hatte wohl mal gehört, dass es sowas in der Art gibt, aber so genau wusste ich es noch nicht.

Daniliesing

vor 6 Jahren

Abschnitt 1: Kapitel 1-5
@sally1383

Du hast Recht - das ganze Buch, wie auch der Vorgänger, beschäftigt sich schon viel mit dem menschlichen Körper, Krankheiten usw. Besonders ist mir aufgefallen, welche große Rolle Geburten und Mutterschaft in den beiden Büchern spielen. Denkst du, dass das auch eine Anspielung auf die heutigen Industrieländer sein soll, wo die Geburtenzahlen immer weiter zurückgehen. Will die Autorin damit aufmerksam machen, wie wichtig Kinder für die Gesellschaft sind?

sally1383

vor 6 Jahren

via LovelyBooks App Abschnitt 1: Kapitel 1-5
@Daniliesing

Also ich denke, was ihr Hauptthema ist, ist Diversität. Also Vielfalt. Der Genpool muss groß bleiben. Das war schon im ersten Band so und wird hier wieder zum Thema. Ohne Diversität gibt es kein Vorankommen. Und zweites Thema: die Jugend sichert die Alten ab. Auch hier wird die Großfamilie als Sicherheit propagiert.

Und ihr zweites großes Thema ist die Jugend als Antrieb für Fortschritt. Immer sind es die Jungen, die rebellieren. Allerdings ist es ein Jugendroman/Junge Erwachsene. Somit ist es natürlich, dass die gleiche Altergruppe hier zum Protagonisten wird. Womit sie sicher eher Kritik an der heutigen Gesellschaft übt, St die Tatsache, dass die Unfruchbarkeit möglicherweise durch die alte Fischindustrie entstand. Doch das wird ja zu keinem Zeitpunkt wirklich reflektiert. Es wird angedeutet ns nicht weiter verfolgt. Das ist für Kritik irgendwie en bisschen wenig, wäre aber ein guter Aufhänger gewesen.

xoxoJade

vor 6 Jahren

ich mach auch mit, morgen wirds von meiner tollen bibliothek abgeholt :)
ist ja nicht so, dass ich in zu vielen LRs mitmachen will :D
dürfte aber noch ein bisschen dauern ^^ subabbau und so.

Daniliesing

vor 6 Jahren

Abschnitt 1: Kapitel 1-5
@sally1383

Stimmt, da hast du Recht! Mir gefällt bei den Büchern so gut, dass, anders als viele andere Jugendbücher, in diesen sehr viele verschiedene Themen zum Nachdenken angeregt werden. Ich denke, als Jugendlicher oder auch Erwachsener macht man sich über vieles davon kaum Gedanken, weil es einem einfach nicht so bewusst ist. So vor Augen geführt, in einer zugleich spannenden und jugendgerechten Geschichte, wird es gleich viel eindrücklicher. Wobei du schon Recht hast, dass in gewisser Hinsicht ein bisschen mehr Tiefgründigkeit in Sachen Kritik möglich gewesen wäre. Sicher ist es aber ein schmaler Grat zwischen "genau richtig" und "zu viel" & ich finde dafür hat es die Autorin sehr gut gemeistert.

xoxoJade

vor 6 Jahren

Wissenswertes
@sally1383

danke für die info, für mich hört sich sich das nach einer art hermaphrodit an also intersexuelle, deren "andere" geschlechtsmerkmale nicht voll ausgebildet sind. ich finde solche sachen wahnsinnig interessant

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