Care Santos

 3.8 Sterne bei 111 Bewertungen
Autorin von Die Geister schweigen, Der Duft der Träume und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Care Santos

Aus Spanien in die ganze Welt: Care Santos wurde 1970 in Mataró, Spanien, geboren. In ihrer Heimat hat sie bereits über 30 Bücher sowohl für jüngere als auch erwachsene Leser veröffentlicht und ist eine der meistgelesenen Autorinnen des Landes. Auch international finden ihre Texte großen Anklang und wurden deshalb bereits in mehrere Sprachen übersetzt. Ihr internationaler Durchbruch gelang ihr mit „Die Geister schweigen“, aber auch insgesamt ist ihre Arbeit bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden. Beispielsweise verlieh man ihr im Jahr 2009 den El Barco de Vapor-Jugendliteraturpreis. Neben ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin leitet Santos auch literarische Seminare und arbeitet als Literaturkritikerin für die Tageszeitung El Mundo. Sie lebt mit ihren Kindern in Barcelona.

Neue Bücher

Als das Leben vor uns lag

 (24)
Neu erschienen am 30.11.2018 als Taschenbuch bei Bastei Lübbe.

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Die Geister schweigen

Die Geister schweigen

 (42)
Erschienen am 24.04.2014
Als das Leben vor uns lag

Als das Leben vor uns lag

 (24)
Erschienen am 30.11.2018
Der Duft der Träume

Der Duft der Träume

 (27)
Erschienen am 12.11.2015
BEL: Die Liebe lebt ewig

BEL: Die Liebe lebt ewig

 (9)
Erschienen am 15.10.2010
Der Tod der Venus

Der Tod der Venus

 (6)
Erschienen am 04.10.2010
Mama zu verkaufen

Mama zu verkaufen

 (1)
Erschienen am 01.01.2011
Der Duft der Träume

Der Duft der Träume

 (1)
Erschienen am 12.11.2015

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Neue Rezensionen zu Care Santos

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Rezension zu "Als das Leben vor uns lag" von Care Santos

Fünf Frauen, fünf Schicksale
InaRomvor 2 Tagen

Dieses Buch handelt von fünf Schülerinnen, deren Erlebnissen in einem Klosterinternat und dem Wiedersehen nach einunddreißig Jahren.

Olga und Marta sind Zwillingsschwestern und können doch vom Aussehen und Charakter her unterschiedlicher nicht sein.

Julia, aus ganz ärmlichen Verhältnissen stammend und Lola, sind Waisen.

Nina ist das einzige Kind eines Soda- und Limonadenfabrikanten.

Alle Mädchen teilen sich das gleiche Schicksal, nämlich dass ihre Eltern oder Verwandten wenig Zeit für sie haben und sie deshalb in einem Internat unterbringen, wo sie den manchmal unmenschlichen Handlungen der dort arbeitenden Nonnen ausgeliefert sind. Oftmals spielen sie ein Pfänderspiel, bei welchem fast immer Olga als Zeremonienmeisterin tätig ist. Gerade am letzten Abend des Schuljahres 1950, bevor sich der Lebensweg der Mädchen teilt, löst dieses gern gespielte Pfänderspiel eine Katastrophe aus.

Nach einunddreißig Jahren kommt es zum berührenden Wiedersehen der Frauen und einigen Auflösungen ungeklärter Fragen.

Der Schreibstil der Autorin ist genial - berührend, offen und ehrlich. Man taucht auch in die Politik Spaniens vergangener Jahre ein. Die Geschichte ist in zwei Zeitebenen geschrieben und jedem Mädchen sind eigene Kapitel zugeteilt. Keine Minute kam Langeweile auf, man wollte den Lebensweg jedes einzelnen Mädchens wissen. Dieses Buch ist kein gewöhnlicher Roman, denn er regt zum Nachdenken (nicht nur wegen meiner eigenen Klosterschulzeit!) an und ich wurde wieder bestärkt in meiner Auffassung, dass man leichter lebt, wenn man gewisse Dinge in seinem Leben vergessen oder sogar vergeben kann.  

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Rezension zu "Als das Leben vor uns lag" von Care Santos

Fulminant
Viv29vor 10 Tagen

Es gibt Bücher, bei denen man während des Lesens fast ängstlich auf die Seitenzahlen schaut, weil man nicht möchte, daß sie irgendwann enden. Solch ein Buch ist "Als das Leben vor uns lag". Was für eine unglaubliche Mischung aus Charakteren, Schicksalen, Geschichte!

Von Anfang an ist man ganz in der Geschichte drin. Wir befinden uns in einer spanischen Klosterschule des Jahres 1950. Fünf vierzehnjährige Schulkameradinnen, Freundinnen, spielen ein Pfänderspiel, das zu einer gravierenden Wendung in ihrer Leben führen wird. Die fünf Mädchen sind beeindruckend charakterisiert und die Autorin versteht es meisterhaft, nach und nach Informationen ins Geschehen einzuflechten, durch die wir die fünf besser kennenlernen. Genau dies behält sie auch während des Buches bei, so entblättern sich auf über 300 Seiten allmählich immer neue Aspekte, runden das Bild ständig neu ab. Unvorhergesehene Wendungen gibt es reichlich, alle gekonnt eingebracht. In den ersten Informationen über die Mädchen deutet sich auch schon der geschichtliche Einfluß an - wir befinden uns in Francos Spanien. Ich muß gestehen, daß ich über diese Zeit recht wenig weiß und so gab es viele geschichtliche Informationen, die mich überrascht und entsetzt haben. Ich wußte nicht, wie brutal die Diktatur auch noch nach dem Krieg war, wie groß die Macht des Klerus (sogar ein Frauengefängnis wird von Nonnen geführt). Die Andeutungen und ersten Blicke in das Leben der fünf Mädchen machen also sofort neugierig, der Abschnitt über 1950 endet zudem mit unerklärten Geschehnissen.

Die Geschichte springt vorwärts ins Jahr 1981 und nun ist jeder der fünf, die mittlerweile 45jährige Frauen sind, ein Kapitel gewidmet, welches einerseits die (Rahmen)Handlung weiter fortführt, andererseits aber auch ausführlichere Rückblicke auf das Leben jeder Frau in den Jahren seit 1950 bietet. Die fünf sind sehr verschieden, ihre Erfahrungen entfalten sich zu einem schillernden Panorama Spaniens. Manche sind ausgesprochen interessant, wie Olga, deren Leben absolut leer ist und die nur aus Schein und Selbstbetrug besteht. Obwohl bei ihr am wenigsten passiert, fand ich ihre Geschichte am spannendsten, was an ihrem von der Autorin so wunderbar gezeichneten Charakter liegt. Olga ist kein Sympathieträger, aber sie gehört zu den Unsympathen, über die man gerne liest. Ihre Schwester Marta ist der ruhige See, unter dessen Oberfläche sich viel abspielt. Während Olga uns zeigt, wie das Leben der höheren Tochter verläuft, erfahren wir durch Marta einen interessanten Überblick über die Situation einer berufstätigen Frau jener Jahre. Lola/Lolita dagegen bleibt über das ganze Buch hinweg etwas blaß und ihre Geschichte hat mich nicht so sehr überzeugt. Nina ist hauptsächlich schrille, laute, ordinäre Hülle und die Einzige, bei der sich bis zum Ende hin keine Substanz zeigte. Die fünfte im Bunde ist Julia, damals aufgrund ihrer einfachen Herkunft Außenseiterin und auch jetzt - wenn auch aus anderen Gründen - etwas außen vor. Ihr Schicksal ist am stärksten mit der Geschichte der Franco-Diktatur verwebt und mir stockte beim Lesen oft der Atem.

Es ist kein Buch der dramatischen Geschehnisse - die Handlung selbst findet an zwei Abenden in den Jahren 1950 und 1981 statt und abgesehen von Julias Geschichte sind auch die Lebensrückblicke nicht per se ungewöhnlich. Es sind Dinge, die Frauen dieser Generation - und auch anderer Generationen - häufig erlebten. Ungeplante Schwangerschaft, Vernunftehe, Entfremdung, Bestehen in der Arbeitswelt, Bilanzziehung in der Mitte des Lebens. Und doch kommt bei jeder dieser Frauen noch eine ungewöhnliche, unerwartete Note hinzu, spielt die Geschichte des Landes immer wieder mit hinein. Care Santos berichtet all dies unaufgeregt, manchmal mit einer Prise Humor, die Rückblicke größtenteils ohne Dialoge. Der Stil liest sich angenehm, kurzweilig (abgesehen von einer für meinen Geschmack zu langatmigen Szene im psychiatrischen Krankenhaus). Es gibt ein paar Dialoge, die ich nicht wirklich gelungen fand, ein paar Wiederholungen, aber letztlich habe ich das Buch gebannt gelesen, war gespannt darauf, was als nächstes ans Licht kommen würde, war fasziniert davon, was ich über Francos Spanien lernte. Zu gerne hätte ich diese fünf Frauen noch weiter begleitet, denn auch das Ende bleibt dem Stil des Buches treu und macht neugierig auf weitere angedeute Entwicklungen.

Gerade die Welt von Olga, Marta und Julia hat mir ausnehmend gut gefallen, mich in ihren Bann gezogen. Selten habe ich so viel inneren Anteil an Buchcharakteren genommen und ich kann die so lebensechte, fein gestaltete Charakterbescheibung der Autorin nur  noch einmal hervorheben. Ein wahres Leseerlebnis!

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Rezension zu "Als das Leben vor uns lag" von Care Santos

Ein Abend mit Folgen
buecherwurm1310vor einem Monat

Spanien 1950: Es ist Sommer und der letzte Abend in der Klosterschule für fünf Freundinnen. Die Zwillinge Martha und Olga sowie Lola, Nina und Julia spielen ein Pfänderspiel, das für sie eine Mutprobe ist. Doch dann geschieht etwas, das ihr Leben für immer verändern wird. Erst als Olga nach dreißig Jahren ein Treffen vorschlägt, sehen sie sich wieder. Jede scheint ihren Weg gemacht zu haben, doch je länger sie zusammen sind, umso mehr kommt aus der Tiefe hoch und ihre Fassade zerbröckelt.

Das Buch ist gut zu lesen und der Schreibstil direkt und emotional. Es gibt immer wieder Rückblenden in die Zeit vor dreißig Jahren und erst mit der Zeit erfahren wir, was damals geschehen ist und die jungen Frauen so beeinflusst hat. Ihre Lebensträume von damals haben mit der Realität nicht so viel gemein. Die Frauen verdrängen, was seinerzeit passiert ist, aber es lässt sich nicht unter der Decke halten.

Der Autorin ist es hervorragend gelungen, die einzelnen Charaktere herauszuarbeiten. Jede ist sehr individuell und authentisch dargestellt. Die durchsetzungsfähige Olga war immer schon die Anführerin der Gruppe. Die Lebenswege der Frauen sind sehr unterschiedlich verlaufen. Nach Außen haben sie alle ihren Weg gemacht und sind glücklich, doch mit der Zeit drängt die Wahrheit ans Licht.

Die fünfziger Jahre gaben den Frauen nur eingeschränkte Rechte und mit der Emanzipation veränderte sich das Rollenbild der Frau drastisch. Auch diese historischen Fakten beeinflussen unsere Protagonistinnen.

Interessant ist auch die Frauenrolle der fünfziger Jahre

Erst sehr spät kommt Julias Geschichte heraus und niemand will gewusst haben, was Schreckliches passiert ist. Nun aber muss Schuld aufgearbeitet und Vergebung gewährt werden.

Es ist ein tiefgründiger und sehr emotionaler Roman, der mich von Anfang an gefesselt hat.

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Gespräche aus der Community

Neu

In meinem Blog gibt es jede Woche eine Verlosung zu einem anderen Buch.

Mitmachen kann man per Kommentar (nur im Blogeintrag zur Verlosung) oder per E-Mail an die hinterlegte Adresse in meinem Blog "S.D. blogt Buch und Test": http://esdeh.blogspot.de/

Diese Woche gibt es "Die Geister schweigen" von Care Santos als Taschenbuch aus dem Fischer Verlag zu gewinnen.


Hier eine kurze Inhaltsangabe:
"Im prächtigen Stadtpalast ihres Großvaters, des berühmten Malers Amadeo Lax, macht die junge Kunsthistorikerin Violeta eine unheimliche Entdeckung. Was ist mit den Frauen ihrer Familie geschehen? Was flüstern die Wände des Familiensitzes? Sie sind Zeugen all der großen Ambitionen, verborgenen Leidenschaften, tragischen Verwicklungen – und eines unaussprechlichen Geheimnisses. 
Ein mitreißender Roman über vier Generationen von Frauen: Care Santos schiebt die Vorhänge der Zeit beiseite und nimmt uns mit auf die Reise durch das aufregendste Jahrhundert Barcelonas, der stolzen Stadt zwischen Meer und Moderne
."

Selbstverständlich handelt es sich um ein neues und ungelesenes Buch!
Das Porto für den Versand übernehme ich.

Hat Euch das neugierig gemacht? Dann versucht Euer Glück und springt in den Lostopf (Bitte oben nochmal nachlesen, wie ihr mitmachen könnt!). Wichtig ist noch, dass der Einsendeschluss am letzten Tag jeweils schon um 20 Uhr ist und nicht erst um Mitternacht! Der Gewinner wird am nächsten Tag bekannt gegeben.
Wer seine E-Mail Adresse nicht mit angibt ist selber dafür verantwortlich von seinem Gewinn zu erfahren. Wenn ich bis zum zweiten folgenden Sonntag keine Versanddaten erhalten habe und nicht von einer Verzögerung (z.B. Urlaub) vorab erfahren habe, dann wird unter den übrigen Teilnehmern neu verlost.
Teilnehmen können aus Kostengründen leider nur Personen mit einer Adresse in Deutschland.

Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Care Santos wurde am 08. April 1970 in Mataró (Spanien) geboren.

Care Santos im Netz:

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in 229 Bibliotheken

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