Caren Benedikt Die Duftnäherin

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Inhaltsangabe zu „Die Duftnäherin“ von Caren Benedikt

Deutschland im Jahre 1349. Endlich bietet sich der sechzehnjährigen Anna die Gelegenheit zur Flucht vor ihrem gewalttätigen Vater. Sie macht sich auf den Weg nach Bremen, in die Heimatstadt ihrer verstorbenen Mutter, begleitet von dem jungen Gawin. Hier kommt Anna bei einer Seifensiederin unter. Sie wird Schneiderin und lässt sich etwas ganz Besonderes einfallen: In die Säume der Kleider näht sie Seife ein und erzeugt so wundervolle Düfte. Bald finden ihre außergewöhnlichen Kreationen Anklang bei den hochstehenden Damen der Stadt. Die zwischen Anna und Gawin aufkeimende Liebe muss zunächst geheim bleiben – schließlich haben sie sich als Geschwister ausgegeben.

Nicht das enthalten, was der Klappentext verspricht..

— libreevet
libreevet

3.5 Sterne für einen unterhaltsamen, historischen Roman, mache mich gleich an Teil 2

— Pat82
Pat82

Sehr gut geschriebener historischer Roman

— LionsAngel
LionsAngel

Wer eine Zeitlang dem Alltag entfliehen und ins Mittelalter eintauchen möchte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.

— Ikopiko
Ikopiko

Die Ganze Geschichte beeinhaltet viel nicht zuende geführt. Die Duftnäherin hat mich am meisten interessiert. Nette Protagonisten. Solide

— sabrinchen
sabrinchen

Wirklich enttäuschend mit widerlichen männlichen Gewaltszenen - und Gedanken,,eine Rezi kommt für mich nicht in Frage !

— Angie*
Angie*

Enttäuschend - der Inhalt hat nicht wirklich was mit Seifensieden und Nähen zu tun.

— talisha
talisha

Ein sehr spannendes Buch mit historischen Hintergründen

— ulla_leuwer
ulla_leuwer

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  • Die Duftnäherin

    Die Duftnäherin
    Coconelle

    Coconelle

    05. November 2016 um 16:52

    Der Titel dieses historischen Romans weckte in mir falsche Erwartungen, wird das Thema Nähen, Stoffe und Kleidung doch eher nur nebensächlich behandelt. In erster Linie geht es um Anna die vor ihrem gewalttätigen Vater aus ihrem kleinen Heimatort Lünen nach Bremen flieht. Wir befinden uns im Jahr 1349 und lernen mit Anna auf ihrer Reise neue Menschen kennen. Menschen die es gut mit ihr meinen, aber auch diejenigen die sie durch ihre bösen Absichten in Gefahr bringen. Währenddessen macht sich ihr Vater auf die Suche nach Anna und nimmt ihre Verfolgung auf. Allerdings konnte ich seine Beweggründe und seinen Wunsch, Anna zu töten gar nicht nachvollziehen. Als Nebenhandlung werden noch die Geschehnisse zur gleichen Zeit in der Stadt Köln beschrieben,welche sich nach und nach mit der Haupthandlung verstricken. Große Themen sind auch die Pest die zu diesem Zeitpunkt in Deutschland wütet, sowie der daraus entstehende Glaube an Dämonen und das Werk des Teufels. Und hieraus wiederum die Suche nach den Schuldigen und der aufkommende Groll gegen die Juden. Historische Fakten und geschichtliche Ereignisse kommen im Roman fast gar nicht vor, so dass er relativ leicht zu lesen ist und meiner Meinung nach der reinen Unterhaltung dient. Das ist es auch, was mich ein wenig gestört hat, die Geschichte ist teilweise sehr oberflächlich erzählt und die Sprache weist keine besonderen Stilmittel auf. Oberflächlich erzählt blieben für mich auch viele Tatsachen über die ich mir Gedanken machte: eine junge Frau wandert im Mittelalter anfangs ohne Begleitung durchs Land und niemand nimmt daran Anstoß. Von den hohen Damen die später ihre genähten Kleider kaufen kommt im Buch keine zur Sprache, keine drückt ihre Bewunderung über Annas Talent aus oder wird dem Leser als Kundin vor Augen geführt. Dafür werden die anwesenden Figuren gut dargestellt und der Roman wird spannend erzählt, zumindest bis über die Hälfte. Ab dann schwächelt die Handlung doch sehr. Für mich ein einfacher Unterhaltungsroman vor historischem Hintergrund in den man keine zu hohen Erwartungen setzen sollte. 3,5 Sterne

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  • eBook Kommentar zu Die Duftnäherin von Caren Benedikt

    Die Duftnäherin
    Seifeld

    Seifeld

    via eBook 'Die Duftnäherin'

    Das ist ein sehr spannendes Buch, das mich streckenweise vom Schlaf fern hielt

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  • Die Duftnäherin

    Die Duftnäherin
    Ikopiko

    Ikopiko

    24. April 2015 um 12:12

    Die 16jährige Anna hatte bei ihrem Vater ein grausames Leben. Mehr Monster als Mensch, drangsaliert und schikaniert er sie, wo er nur kann. Anna arbeitet bis zum Umfallen, kann ihrem Vater jedoch nichts recht machen. Als dieser Mal wieder im Kerker sitzt, ergreift sie die Gelegenheit zur Flucht. Schon lange hat sie sich darauf vorbereitet. Letztlich landet Anna in Bremen, wo sie liebe Freunde findet, die für sie wie eine Familie sind. Sie verdient sich als Duftnäherin; durch in Kleider eingenähte Seife, verleiht sie diesen bezaubernde Düfte. Annas Vater kocht vor Wut. Er will sich an Anna rächen, sie foltern und töten. Und er ist ihr auf der Spur. Caren Benedikts neuester Roman „Die Duftnäherin“ hat mich ins 14. Jahrhundert nach Bremen versetzt. Die Stadt ist mir bekannt und viele ihrer Wege ging ich gedanklich mit. Anna ist ein liebenswerter Charakter, und so fürchtete ich mich mit ihr vor der Rache ihres Vaters. Aber auch alle weiteren Figuren sind so detailliert und lebensecht beschrieben, dass sie mich entweder sofort auf ihre Seite gezogen haben, oder mich abstießen. Für mich war es die erste Begegnung mit der Autorin Caren Benedikt, mit Sicherheit aber nicht die letzte.

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  • Vorhersehbare Geschichte der jungen Anna

    Die Duftnäherin
    mixtapemaedchen

    mixtapemaedchen

    15. January 2015 um 17:38

    Lünen in der Mitte des 14. Jahrhunderts. Die junge Anna lebt bei ihrem Vater und führt im den Haushalt. Er ist bekannt für seine Gewalttätigkeit und als er für ein paar Tage ins Gefängnis muss, nutzt sie die Gelegenheit, um zu fliehen. Geschickt legt sie eine falsche Spur nach Köln, obwohl sie nach Bremen gehen will, ist sie sich doch sicher, dass ihr Vater sie suchen wird. Unterwegs trifft sie auf den Waisenjungen Gawin und sie beschließen, gemeinsam weiterzureisen und sich als Geschwister auszugeben. In Bremen – dahin will Anna reisen, weil ihre verstorbene Mutter von dort stammt – treffen die beiden jungen Menschen auf Leute, die ihnen wohlgesinnt sind und ihnen weiterhelfen. So scheint es, als wäre ihre Zukunft gesichert – bis Anna erfährt, dass ihr Vater ihre Spur aufgenommen hat und es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis er sie findet …Meine Meinung: Ich fand das Buch spannend erzählt. Teilweise schwächelt in meinen Augen die Sprache, da sie nicht der eines Mittelalterromans angepasst ist. Leider lässt sich die Geschichte ziemlich voraussehen. Was mich etwas stört ist, dass  eigentlich alle Personen irgendwie verbunden sind: Es gibt zuviele Zufälle.  Annas Vater ist der Böse und für viel Unheil verantwortlich. Aber alle Personen, denen Anna begegnet, "kennen" ihn schon. Das macht das Buch von Benedikt etwas unglaubwürdig. Trotzdem ein schönes Lesevergnügen für zwischendurch. Ein historisches Highlight sehe ich in dem Buch allerdings nicht.

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  • Es stinkt

    Die Duftnäherin
    FraeuleinVogelfrei

    FraeuleinVogelfrei

    26. October 2013 um 15:00

    Ich war auf der Suche nach einem neuen historischen Roman und bin auch dank der guten Rezension im Endeffekt über dieses Buch gestolpert und habe es mir dann auch gekauft. An sich verstehe ich die guten Kritiken. Es ist seine sehr interessante,spannende Geschichte,die sehr schnell fahrt aufnimmt.Liebevoll charakterisierte Personen,die einen auf Anhieb auch sympathisch (oder eben nicht..) sind und auch die Infos über die Seifenherstellung ist noch ein kleines Plus. Mein Problem sind einfach zwei Dinge: Zunächst einmal der angedeutet Missbrauch im Kloster zwischen den Mönchen,wo ich mich frage,was das sollte,weil das nicht in der Geschichte relevant ist,weiter aufgegriffen wird. Sondern vor allem was mich wirklich auch angeekelt hat,war die Darstellung des Vaters. Irgendwie ist es  ja okay,wenn die Fantasie eines Autors sagt,dass der Vater die eigene Tochter umbringen will.Aber das er an dem Gedanken im wahrsten Sinne des Wortes dadurch erregt wird und im Endeffekt zu einer Hübschnerin gehen muss,weil es sonst zu eng wird in seiner Hose..das will ich nicht nur lesen,sondern das ist mir auch einfach too much.Zu viel des Guten. Und ab dem Moment fängt der Roman an zu stinken.An sich verstörmte dieses Buch ja einen warmen,wohligen Geruch.Angenehm,mit Neugier nahm man es vorsichtig in die Hand,schaute es sich an,drehte und wendete es und nahm dann eine kleine Probe,wodurch man überzeugt wurde. Doch schon nach kurzer Zeit fängt es eben durch die Darstellung des Charakters des Vaters an zu stinken und da es leider die Basisnote dieses Buch ist,verdirbt es mir das ganze Parfüm. Lieber hätte die Autorin diese 4o,5o Seiten in die Entwicklung der Freundschaft und entstehende Liebe der Hauptdarsteller zu Entwickeln oder gar das doch recht schnell kommende Ende noch ein wenig hinauszuzögern. Schade.

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  • Spannend bis zur letzten Seite

    Die Duftnäherin
    Zabou1964

    Zabou1964

    17. October 2013 um 16:41

    Ich hatte die Möglichkeit, diesen historischen Roman im Rahmen einer Leserunde zu lesen. Ansonsten hätte ich es wohl verpasst, auf dieses spannende Werk Caren Benedikts aufmerksam zu werden. Sowohl der Titel als auch das Cover finde ich nichtssagend. Beides wird dem unterhaltsamen Roman leider nicht gerecht.   Die 16-jährige Anna lebt mit ihrem gewalttätigen Vater Helme Mitte des 14. Jahrhunderts in Lünen. Ihre Mutter ist bereits verstorben, als sie ein Kind war. Eines Tages kann sie die Abwesenheit des Vaters zur Flucht nutzen. Ihr Weg führt sie nach Bremen, die Geburtsstadt ihrer Mutter. Unterwegs begegnet sie dem jungen Gawin. Um unbehelligt gemeinsam reisen zu können, geben sich die jungen Leute als Geschwister aus. Doch Helme nimmt schnell die Fährte auf und sinnt auf Rache an Anna. Dabei führt ihn sein Weg zunächst in die falsche Richtung, nämlich nach Köln, wo er vor Gräueltaten und Intrigen nicht zurückschreckt. Derweil fasst Anna in Bremen Fuß und baut sich eine Existenz als Näherin auf. Auch ihre Beziehung zu Gawin wird langsam aber sicher intensiver. Aber das Glück soll nicht von langer Dauer sein.   Auf gut 600 Seiten beschreibt Caren Benedikt Annas Geschichte. Aber auch Helmes Treiben in Köln wird anschaulich geschildert. Ein dritter Erzählstrang schildert das Leben der Seifensiederin Margrite, die ich sehr schnell ins Herz geschlossen hatte. Bis sich alle Stränge am Ende treffen, erzeugen zahlreiche Wendungen in der Handlung immer wieder große Spannung. Orte und Figuren sind sehr bildhaft beschrieben, sodass ich sie mir vor meinem inneren Auge sehr gut vorstellen konnte. Ich hätte mir nur gewünscht, dass einige Charaktere mehrdimensionaler dargestellt gewesen wären. Bis auf einige wenige Ausnahmen waren alle Guten nur gut und alle Bösen nur böse. An diesem Aspekt könnte die Autorin meiner Meinung nach noch arbeiten.   Wie dem Nachwort zu entnehmen ist, hat Caren Benedikt in ihre fiktive Handlung einige Personen und Ereignisse eingeflochten, die tatsächlich existiert bzw. stattgefunden haben. Insbesondere das Kölner Pogrom war hier sehr drastisch, aber mit dem nötigen Feingefühl geschildert. Fazit: Caren Benedikt ist ein spannender und unterhaltsamer historischer Roman gelungen, der auf weitere Werke von ihr hoffen lässt.

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  • Die Duftnäherin

    Die Duftnäherin
    kleeblatt2012

    kleeblatt2012

    13. October 2013 um 09:26

    Da ihr gewalttätiger Vater Helme für kurze Zeit in Gewahrsam genommen wird, nutzt seine 16jährige Tochter Anna die Gelegenheit zur Flucht. Sie will sich bis nach Bremen durchschlagen, um dort ein neues Leben zu beginnen, weitab von der Gewalt in ihrem Zuhause in Lünen. Unterwegs trifft sie auf Gawin, einen Waisenjungen, der ebenfalls sein altes Leben zurücklassen will. Zusammen ziehen sie weiter und in Bremen angekommen, bieten sich Anna und Gawin ungeahnte Möglichkeiten in Bezug auf ihrer beider Zukunft. Sie geben sich als Geschwister aus, doch ahnen beide nicht, was noch auf sie zukommen wird: Intrigen, ein rachsüchtiger Vater und die Liebe legen große Steine in den Weg. Gleich zu Anfang muss ich sagen, dass ich nach Beendigung der letzten Seite als erstes nur ein Wort im Kopf hatte: emotionsreich. Denn in diesem Buch macht man einfach alles durch: Freude über die Flucht von Anna aus dem väterlichen Zuhause, Mitleid mit einem Waisenjungen, Hass gegenüber dem gewalttätigen Vater, Liebe zu einfach wunderbar gezeichneten Charakteren, Trauer über verlorene Personen und so vieles mehr. Denn hier ist mir besonders aufgefallen, wie liebevoll alle Figuren ausgearbeitet sind. Sei es die junge, hübsche Anna oder der ehrgeizige Ratsherr Siegbert bis hin zu dem brutalen Vater Helme. Alle Figuren sind genau richtig geschaffen und geben dir das Gefühl, sie schon seit Ewigkeiten zu kennen. So ein Schreibstil ist einfach wunderbar und lässt einem wahrlich durch das Buch fliegen, welches einem mit seinen über 600 Seiten dann fast zu kurz vorkommt. Die Autorin hat Fiktion mit geschichtlichen Begebenheiten verknüpft und so einen bunten Roman über eine junge Frau vorgelegt, welche nach ihrem Platz im Leben sucht. Und sich den damit verbundenen Schwierigkeiten mutig in den Weg stellt. Einen Kritikpunkt habe ich jedoch: das Ende war mir etwas zu schnell und ließ auch ein paar Fragen bezüglich einiger Charaktere offen. Auch wenn es eine Fortsetzung geben sollte, wäre ich froh gewesen, einige Antworten zu erhalten. Aber ich weiß jetzt schon, dass „Die Duftnäherin“ nicht der letzte Roman ist, den ich von der Autorin lesen werde. Denn gerade der emotionsreiche Schreibstil hat mich sehr überzeugt und macht das fragenreiche Ende für mich wieder wett. Interessant fand ich den Einblick in das „Seifensieden“. Noch nicht weit verbreitet, hat Margrite sich diese Fähigkeit angeeignet und damit gutes Geld verdient. Ich hätte nicht gedacht, dass Seife damals so teuer war und sie ja auch – in Zeiten der Pest – Leben retten kann. Margrite war mir im Buch auch die Liebste. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck. Fazit: Ein Buch, dass das Kopfkino lebendig werden lässt.

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  • Lesemarathon vom 3. bis 6. Oktober 2013 - wer macht mit?

    Daniliesing

    Daniliesing

    Hallo ihr Lieben! das LovelyBooks-Team ist derzeit in begeisterter Lesestimmung und da dachten wir uns, dass der Feiertag in der kommenden Woche (3.10., Tag der deutschen Einheit) doch die perfekte Gelegenheit für einen großen Lesemarathon bietet. Vom 03.10. bis zum 06.10.2013 wollen wir so viele Bücher verschlingen, wie wir nur können. Seid ihr dabei? Natürlich wird es auch wieder Fragen und kleine Aufgaben geben, die zwischendurch für eine zusätzliche Auflockerung sorgen. Ansonsten darf hier fleißig über gerade Gelesenes und Bücher generell geplaudert werden. Ich übernehme dabei natürlich keine Verantwortung für eventuell wachsende Wunschzettel und platzende Bücherregale ;-) Also, stellt schon mal das passende Buchfutter und natürlich den Naschkram bereit, denn in der nächsten Woche wird hier "Buchsport" gemacht! Was ist ein Lesemarathon? Beim Lesemarathon versuchen wir eine bestimmte Zeit lang so viel wie möglich zu lesen, ohne dabei den Spaß zu verlieren. Jeder kann in seinem eigenen Tempo und mit dem Buch/den Büchern seiner Wahl teilnehmen. Dazwischen treffen wir uns hier und tauschen uns über Bücher aus, quatschen einfach ein bisschen und, weil wir neugierig sind, was ihr so lest, wird es auch einige Aufgaben geben, die ihr lösen könnt. Wir starten am Donnerstag, dem 03.10. um 0 Uhr und lesen bis zum Sonntag ebenfalls 0 Uhr. Dabei sind Pausen natürlich strengstens erlaubt ;) Es muss also keinesfalls durchgelesen werden. Auch wer nur an einem bestimmten Tag mitmachen kann oder nur ein paar Stunden, der ist hier herzlich willkommen. Denn vor allem geht es doch um den Spaß am gemeinsamen Lesen! Natürlich könnt ihr auch über Twitter (Hashtag #lblm) oder auf euren Blogs eure Lesefortschritte und Aufgaben posten. Und damit uns das Warten auf den Startschuss nicht so lang wird, können wir die Zeit gleich nutzen und schon ein wenig planen. Also: Wisst ihr schon, was ihr lesen werdet? Habt ihr euch ein Leseziel für den aktuellen Marathon gesetzt, z.B. eine Seitenzahl oder eine bestimmte Anzahl von Büchern, die ihr schaffen möchtet? Warum nehmt ihr teil und wart ihr früher schon mal dabei? :) Wer Lust hast, kann ja auch mal seine Bücherregale fotografieren und hier in einem Beitrag anhängen. Ich gucke mir immer sehr gern Bücherregale von anderen an! Dann können wir einen Blick auf die Auswahl werfen. PS: Unter allen Teilnehmern werden wir auch wieder eine kleine Überraschung verlosen :-) **************************************************** 1. Phase: Vorbereitung / Aufwärmung Zur Vorbereitung auf den großen Lesemarathon müssen wir uns natürlich erstmal aufwärmen. Hierfür werde ich vorab ca. alle 2 Tage bereits kleine Fragen oder Aufgaben stellen, die ich hier liste. Wer Lust hat, kann sie einfach beantworten. Welches Buch liest du gerade und wie gefällt es dir? Würdest du noch mehr von diesem Autor lesen? Auf welches Buch seid ihr schon länger neugierig - vielleicht steht es sogar schon im Regal - aber ihr habt es noch immer nicht gelesen? Wieso eigentlich nicht? Welches Buch hat euch so sehr berührt oder begeistert, dass ihr es am liebsten ganz vielen Menschen schenken oder weiterempfehlen möchtet? Was macht dieses Buch für euch besonders? Gibt es einen Autor, von dem ihr euch unbedingt mal wieder ein neues Buch wünschen würdet? Wenn ja, welcher Autor ist es und in welchem Genre sollte er schreiben? 2. Phase: Lesemarathon Es geht los, die heiße Phase beginnt. Seid ihr auch alle gut vorbereitet? Einige haben ja ganz fleißig beim Warm-Up mitgemacht, sodass Ermüdungserscheinungen nicht so schnell auftreten sollten! Auch jetzt wollen wir natürlich nicht nur lesen, sondern auch die ein oder andere Aufgabe erfüllen und Fragen beantworten: Mit welchem Buch startet ihr in den Lesemarathon und wie lange wollt ihr jetzt erstmal lesen? Was braucht ihr - neben dem Lesestoff - noch unbedingt für einen gelungenen Lesemarathon? Gebt einem Teilnehmer hier beim Lesemarathon einen Buchtipp aus seinem SuB (Stapel ungelesener Bücher). Dazu am besten einfach in der Bibliothek nach den ungelesenen Büchern schauen. Natürlich dürft ihr auch mehreren Teilnehmern Tipps geben und es dürfen auch Bücher sein, die ihr selbst noch gern lesen möchtet. Mit welchem Satz beginnt euer aktuelles Buch? Ändert sich eure Lesestimmung eigentlich mit den unterschiedlichen Jahreszeiten oder könnt ihr immer alles lesen? Welche sind eure persönlichen Top-Empfehlungen für Frühling, Sommer, Herbst und / oder Winter? Wie sehr achtet ihr auf Buchcover? Verleitet euch ein schönes Cover dazu, ein Buch eher zur Hand zu nehmen und näher anzuschauen? Welche Cover findet ihr aktuell besonders gelungen? Wie merkt ihr euch, auf welcher Seite ihr in eurem Buch gerade wart? Nehmt ihr ein Lesezeichen oder irgendetwas, was ihr gerade zur Hand habt? Macht ihr Eselsohren oder legt das Buch umgekehrt offen hin? Habt ihr hier schon bei einer oder mehreren Leserunden mitgemacht? Wenn ja, welche hat euch davon am besten gefallen und wieso? Wenn nicht, wieso? :-) Schreibt ihr euch Lieblingszitate aus Büchern raus oder markiert ihr sie? Verratet doch ein Zitat, das euch besonders gut gefällt! Welches Buch, an das ihr hohe Erwartungen hattet, hat euch dann enttäuscht und wieso? Wenn ihr euch für 3 Bücher entscheiden müsstet, die die einzigen wären, die ihr für den Rest eures Lebens besitzen dürftet, welche wären das? Wie oder durch wen seid ihr zum Lesen gekommen? Was fasziniert euch an Büchern? Was können nur sie im Vergleich zu zum Beispiel zu Musik, Filmen, etc.? In welchem Land könntet ihr ideale Leseferien verbringen? Lest ihr gern anderen Menschen vor oder lasst ihr euch gern vorlesen?

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    • 1362
  • Ein Meisterwerk, was mich immer wieder in seinen Bann gezogen hat

    Die Duftnäherin
    LettersFromJuliet

    LettersFromJuliet

    24. September 2013 um 12:18

    Inhalt Lünen, 1349. Endlich kann die 16jährige Anna vor ihrem Vater fliehen, welcher viel trinkt und sehr gewalttätig ist. Ihre Mutter ist gestorben, als Anna noch klein war, hat ihr jedoch immer von Bremen erzählt. Also macht sie sich auf den Weg nach Bremen, legt ihrem Vater jedoch eine falsche Fährte, weshalb dieser in die entgegengesetzte Richtung geht, nämlich nach Köln um sie zurückzuholen. Auf ihrer Reise trifft Anna auf den jungen Gawin und nach einem längeren und weniger erfreulichen Aufenthalt in einem Kloster, kommen die beiden bei einer Seifensiederin in Bremen unter. Sie kann endlich wieder näher und entwickelt eine ganz neue Art von Kleidern, duftende Kleider, um die sich die hohen Damen reißen. Ihr Vater Helme stiftet währenddessen in Köln viel Unruhe – die Judenverfolgung beginnt. Anna gefällt ihr Leben in Bremen, aber sie ahnt noch nicht, dass sie ihren Vater wiedersehen wird und dieser will sie endlich umbringen. Meine Meinung Es ist sehr schwierig sich bei der Inhaltsangabe kurzzufassen, da ich natürlich nicht zu viel verraten wollte, aber der Text soll auch neugierig machen. In diesem Buch passiert einfach so viel in verschiedenen Handlungssträngen, dass man gar nicht auf alles eingehen kann. Es ist so abwechslungsreich und gleichzeitig spannend, dass es fast unmöglich war, es aus der Hand zu legen. Ich weiß wirklich nicht wie Caren Benedikt es macht, so sympathische Protagonistinnen zu schaffen. Ellin aus “Die Kerzenzieherin” war mir sehr ans Herz gewachsen und ich wollte mich nicht mehr von ihr trennen. Mit Anna ging es mir genauso. Die beiden waren am Ende wie Freundinnen für mich, was bei Charakteren ja eigentlich utopisch ist. Das sind schließlich keine realen Personen, trotzdem war ich sehr traurig sie verlassen zu müssen. Anna hat durch ihren scheußlichen Vater schon viel mitmachen müssen, weshalb die recht hart im Nehmen ist. Sie ist jedoch nicht verbittert, sondern blüht gerade in Bremen richtig auf. Sie freut sich auf ihr neues Leben. Ihr Vater Helme ist einer der schlimmsten Schurken, die mir je in einem Roman begegnet sind. Er trinkt gerne und ist gewalttätig, nicht unbedingt außergewöhnlich, allerdings bringt er Menschen zum Vergnügen um. Während andere zum Vergewaltiger werden, wird er eben zum Mörder. Er ergötzt sich an der Angst der Menschen, wenn diese wissen, dass sie sterben werden. Er ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht und gibt sich in Köln als reicher Mann. Damit sein Schwindel nicht auffliegt, muss er von seiner Person ablenken und versucht die Juden schlecht zu machen. Letztendlich sind viele Opfer zu beklagen und ein sehr düsteres Ereignis der Stadt Köln wird angesprochen. Die Seifensiederin Margrite, auf die Anna und Gawin treffen, hat mich sehr an Berblin aus “Die Kerzenzieherin” erinnert, da sie auch in die Mutterrolle schlüpft. Sie ist resolut, aber hat das Herz am rechten Fleck. Selbst als sie Anna noch gar nicht kannte, hat sie ihr instinktiv geholfen. Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd, spannend, herzlich und sie verflog nur so beim Lesen. Ich konnte es manchmal gar nicht glauben, wie viel ich am Stück gelesen habe (meistens kann ich nicht mehr als ca. 30 Minuten lesen), so hat mich dieses Buch in seine Geschichte gezogen. Immer wenn ich es aufgeschlagen habe, war ich direkt wieder mitten in der Handlung und habe alles um mich herum vergessen. So was schaffen mittlerweile nur sehr wenige Bücher bei mir. Tja, jetzt habe ich nur noch “Die Feinde der Tuchhändlerin” von Caren Benedikt zu lesen und dann heißt es warten. Warten auf einen neuen packenden Roman aus der Schreibfeder Caren Benedikts. Fazit Ein Meisterwerk, was mich immer wieder in seinen Bann gezogen hat und was ich nachher gar nicht mehr loslassen wollte. Wer gerne historische Romane liest, der wird an Caren Benedikt nicht vorbeikommen!

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  • Spannende Historie

    Die Duftnäherin
    ulla_leuwer

    ulla_leuwer

    08. September 2013 um 12:14

    Meine Meinung: Die Handlung startet so richtig im Jahr 1349 in Lünen. Die 16jährige Anna  kann die Haft ihres Vaters nutzen und sich auf die Flucht begeben. Sie will Richtung Norden, erzählt aber dem Jungen, der sie bei ihrem Weggang beobachtet, dass sie nach Köln will. Was auch sehr gut war, denn die Armut mancher Menschen treibt sie dazu ihre Nachbarn gegen ein Entgelt zu verraten. Allerdings kommt Anna nicht sehr weit, da sie es nicht gewohnt ist, sich vorsichtig durch den Wald zu bewegen, wird sie auch gleich von einem Mann angegriffen, der ihr Gewalt antun will. Glücklicherweise hilft ihr Gawin, ein Junge, der alleine  im Wald in einer Höhle lebt und sie auch gehört hat. Die beiden beschließen zusammen zu bleiben und sich als Geschwister auszugeben. In einem Kloster wollen sie erst einmal ausruhen und sich neue Kleidung beschaffen. Gawin ist sehr geschickt und bekommt viele handwerkliche Aufgaben, Anna darf Kleidung für die Mönche nähen. Als sie aber weiterziehen will, weil sie sich als Frau nicht frei in dem Kloster bewegen darf, wird sie in einen Kerker eingesperrt. Weder Anna noch der Leser können nachvollziehen, warum das so ist. Auf jeden Fall trifft sie ab jetzt immer wieder auf hilfsbereite Menschen und Anna und Gawin können sich endlich auf den Weg nach Bremen machen. Irgendein Geheimnis gibt es im Leben von Anna und ich war neugierig, wann ich endlich etwas darüber erfahren werde. An dieser Stelle will ich auch nicht mehr über die Abenteuer der beiden schreiben, damit ich nicht alle Spannung vorweg nehme. Annas Vater Helme, ein mir sehr unsympathischer Mensch, zieht inzwischen Richtung Köln und hinterlässt nicht nur eine Spur durch Morde, sondern wiegelt die Bürger von Köln richtig auf, um den Hass auf die Juden zu steigern. Es war damals leider so, dass die Menschen sehr schnell sogenannten Predigern glaubten und wenn der Mob erst einmal in Bewegung kam, dann nahm es oft ein schlimmes Ende. Aus der Geschichte wissen wir ja alle, wie es sich in den vergangenen Hunderten von Jahren leider zugetragen hat. Es war ja wirklich auch oft der Neid, der die Menschen trieb. Ging des den Juden doch gut, weil sie die einzigen waren, die Geldgeschäfte tätigen durften. Die Autorin hat es prima verstanden, die Handlung um Anna wieder historisch zu hinterlegen und Dinge geschehen lassen, die leider genauso passiert sind oder auch hätten passieren können. In diesem Buch gibt es zunächst drei Gruppen, um die es sich dreht. Anna und Gawin, das vermeintliche Geschwisterpaar. Margrite und ihre Truppe, die als Händler durchs Land zogen und alle nach Bremen wollten, denn  dort war Margrite als Bürgerin eingetragen und hatte ein Haus und als drittes Helme, Annas Vater und die Bürger von Köln. In einzelnen Kapitel wurde zwischen den Orten und Gruppen gewechselt, allerdings hatte ich nie die Übersicht verloren. Das Schicksal führt viele Menschen zusammen. Anna und Gawin treffen in Bremen Margrite und dürfen bei ihr unterkommen. Das war gut, allerdings findet aus verschiedenen Gründen Helme ebenfalls den Weg dorthin und das ist überhaupt nicht gut. Aber so langsam klären sich einige Geheimnisse. Endlich erfährt der Leser, warum Anna im Kloster eingesperrt wurde und Anna findet etwas über ihre Familie heraus. Entwicklungen, die man beim Lesen vorher gar nicht ahnen konnte. Gegen Ende des Buches wurde es auch immer spannender und wer mich kennt, weiß, dass ich spätestens zu diesem Zeitpunkt unbedingt ungestört lesen möchte. Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Allerdings hatte ich mir eine andere Geschichte unter diesem Buchtitel vorgestellt. Anna kann gut nähen und hat auch sehr gute Ideen, wie sie duftende Kleider an Damen des gehobenen Standes verkaufen kann. Aber dieser Teil spielt in dem Buch nur eine kleine und untergeordnete Rolle. Viel zu viel wurde meiner Meinung nach über die Schandtaten ihres Vaters berichtet. Ich wurde jedes Mal "böse", wenn sein Kapitel wieder dran war, ich war doch viel zu neugierig, wie es Anna ergeht. Trotzdem waren auch die Kapitel, die in Köln spielten sehr interessant zu lesen und irgendwie gehörten sie ja zur gesamten Handlung dieses Buches. Die Protagonisten und auch alle weiteren Personen haben von Caren Benedikt wieder sehr interessante Charaktere erhalten. Fazit: Nach wie vor gefällt mir dieser Schreibstil und auch, wie eine Geschichte um die erfundenen Personen in wirklichen Geschehnissen eingearbeitet wurde. Dieses Buch möchte ich gerne den Lesern empfehlen, die historische Romane mögen, die nebenbei auch Spannung und Romanze beinhalten. Mit Sicherheit werde ich von Caren Benedikt noch weitere Bücher lesen. Dieses Buch ist für mich ein weiteres historisches, in dem auch beschrieben wird, dass Frauen damals durchaus in der Lage waren, für ihren Lebensunterhalt selbst zu sorgen, wenn man sie dann liess. Speziell Anna musste erst einige Abenteuer hinter sich bringen, bevor sie ihre Begabung einsetzen und einem geordnetem Leben nachgehen darf.

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  • Rezension zu "Die Duftnäherin" von Caren Benedikt

    Die Duftnäherin
    mabuerele

    mabuerele

    12. February 2013 um 20:15

    Wir schreiben das Jahr1349. Als ihr Vater wegen seiner Schulden verhaftet wird, nutzt die 16jährige Anna die Gelegenheit, aus Lünen zu fliehen. Seit dem Tode ihrer Mutter vor 10 Jahren muss sie nicht nur den Haushalt versorgen, sondern auch im Wirtshaus Geld verdienen. Vom Verdienst hat sie heimlich Pfennig um Pfennig abgezweigt. Das ist nun ihr Startkapital. Um ihren Vater in die Irre zu führen, sagt sie einem Nachbarjungen, sie würde nach Köln gehen. In Wirklichkeit führt sie der Weg nach Bremen. Unterwegs lernt sie Gawin kennen, einen 13jährigen Jungen, der im Wald lebt. Margrite, Seifensiederin und Händlerin, ist auf den Weg nach Norden. Als sie in einer Gaststätte übernachten, treffen sie auf Helme, Annas Vater. Margrite hat sofort ein ungutes Gefühl und beantwortet die Fragen nach seiner Tochter vorsichtig. Sie schickt ihn nach Köln. Am nächsten Morgen weiß sie, dass sie ihr Gefühl nicht getrogen hat. Helme ist schon verschwunden. Eine der Huren, die mit Margrite gereist ist, wurde grausam ermordet. Die Autorin hat einen spannenden historischen Roman geschrieben. Die Handlung spielt in Köln und Bremen. Dabei werden die geschichtlichen Ereignisse geschickt in die Erzählung integriert. Das betrifft insbesondere das Auftreten der Pest in Deutschland. Deutlich wird herausgearbeitet, wie die Angst vor der Krankheit von einzelnen zum Aufhetzen der Massen genutzt wurde. Persönliche Motive spielten dabei eine entscheidende Rolle. Dass dies zum Schaden der Stadt war, hatte man nicht bedacht oder in Kauf genommen. Der Judenprogrom in Köln ließ den Handel lange erlahmen. Gefallen hat mir, dass die Autorin nicht jede Grausamkeit exakt geschildert, sondern sich mit wenigen Andeutungen begnügte. Außerdem hat sie die Kölner Bürgerschaft sehr differenziert dargestellt. Nicht jeder war mit dem Vorgehen gegen die Juden einverstanden. Die Örtlichkeiten werden ausreichend beschrieben. Die Besonderheiten des Doms in Bremen waren mir neu. So habe ich beim Lesen erneut dazugelernt. Die Personen werden ausreichend charakterisiert. Anna ist eine junge Frau, die für ihre Zeit viel Vertrauen in ihre Fähigkeiten hat. Sie ist durch eine harte Schule gegangen. Das hat sie reifen lassen. Auch Gawin war schon in jungen Jahren auf sich gestellt. Als er seine Begabung erkennt, nutzt er sie. Helme ist ein Psychopath. Er verfügt über ein schauspielerisches Talent, dass seine dunkle Seite verdeckt. Margrite hat ein großes Herz. Selbstlos hilft sie, wenn sie gefordert ist. Schon nach wenigen Seiten wird klar, dass es zwischen den handelnden Personen vielfältige Beziehungen gibt. Nach und nach werden die Fäden der Vergangenheit entwirrt und die einzelnen Handlungsstränge zusammengeführt. Das Buch ließ sich flott lesen. Es hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Die Handlung ist logisch aufgebaut, der Spannungsbogen wird kontinuierlich bis zum Schluss gesteigert und das Ende hat mir gefallen. Das Buch werde ich gern weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Die Duftnäherin" von Caren Benedikt

    Die Duftnäherin
    VeroNefas

    VeroNefas

    27. October 2012 um 14:56

    Inhalt: Lünen 1349: Die junge Anna leidet unter ihrem gewaltätigen Vater. Als er für drei Tage eingesperrt wird, weil er seine Schulden nicht bezahlen kann, nützt sie die Gelegenheit und flieht. Sie will nach Bremen, die Heimatstadt ihrer Mutter, um endlich in Frieden leben zu können. Auf ihrem Weg trifft sie auf Garwin, einen Waisen in ihrem Alter. Die beiden beschließen zusammen zu reisen und sich als Geschwister auszugeben, um weniger aufzufallen, nicht ahnend, dass ihnen diese kleine Notlüge irgendwann einmal große Probleme bereiten wird. In Bremen angekommen ist den beiden das Glück hold: Garwin bekommt eine Lehrstelle bei einem angesehenen Holzschnitzer und Anna etabliert sich als angesehene Schneiderin und Seifensiederin. Obwohl Anna für ihren Vater eine falsche Spur legt ist er ihr schon bald dicht auf den Fersen. Er ist näher als sie ahnt, er ist brutal, er ist wütend, er ist unbarmherzig und er sinnt auf Rache … Kritik: Wie viele meiner Lesen wissen, bin ich kein Fan des klassischen historischen Romans in der Form: “Starke, aber gequälte Frau findet, ganz allein, ihren Weg in einer, von Männern dominierten Welt”. Vielleicht einer der Gründe, warum mir die Romane (es gibt bisher zwei) von Caren Benedikt so gut gefallen. Natürlich ist die Protagonistin hier wieder eine Frau, die aus ihrem Leben ausbricht, um es andernorts besser zu haben. Und natürlich gelingt es ihr. Der Unterschied ist aber, dass sie eben genau das nicht alleine schafft. Sie hat Freunde an ihrer Seite, u.a. auch mächtige Männer, die ihr diesen Aufstieg ermöglichen. Zudem finde ich die Geschichten einfach ansprechend, im Gegensatz zu vielen anderen des Genres. Ein anderer, viel bedeutenderer Grund sind aber die Charaktere selbst: Allesamt sympathische und liebenswerte Figuren mit Charakter, mit denen man sich gut identifizieren kann und die man gerne auf ihrem Weg begleitet. Natürlich sind sowohl Anna und Garwin, als auch ihre neuen Freunde vom Schicksal gezeichnet, aber das gehört zu diesem Genre einfach wie der Mord zum Krimi. Und es würde einen auch irgendwie verwundern, wenn der Pöbel im Mittelalter plötzlich ein angenehmes Leben gehabt hätte. Das würde schließlich so ziemlich allem widersprechen, was man sich je im Geschichtsunterricht mühsam an Wissen erarbeitet hat Aber auch die Schurken sind gelungen: Man kann die einen aus vollem Herzen verachten, aber bei anderen auch deren menschliche Seite entdecken und ein gewisses Verständnis für ihr Handeln aufbringen. Es ist nicht immer alles nur schwarz oder weiß – auch nicht in diesem Roman. Die angenehm erzählende Art der Autorin trägt das Übrige dazu bei, dass man in diese Geschichte von der ersten Seite an tief eintauchen kann und die Protagonisten begleitet, als wäre man selbst dabei gewesen,- Ihre Freude, ihre Trauer und Angst sind fast spürbar. Die Geschichte selbst besteht aus zwei Handlungssträngen, die zu einem spannenden Ende zusammenlaufen. Man begleitet einerseits Annas Flucht und ihren, nicht immer ganz einfachen, Weg nach Bremen sowie ihr neues Leben in der großen Stadt. Andererseits erlebt man auch die Gegenseite, erfährt Helmes Geschichte und erlebt seine Jagd auf Anna, von Lünen über Köln bis nach Bremen. Die Authentizität der Sprache kann ich nicht beurteilen. Sie ist durchaus auf eine gewisse weiße als “modern” zu bezeichnen, die Autorin bedient sich aber einer altertümlichen Schreib- bzw. Sprechweise. Es reicht in jedem Fall aus, um sich in der Zeit zurück versetzt zu fühlen. Man sollte auch nicht vergessen, dass es sich hierbei um einen Roman aus dem 21, nicht um einen aus dem 14 Jahrhundert handelt. Es wäre- in meinen Augen – eher lächerlich als überzeugend, wenn der Sprachgebrauch dem unserer Zeit gänzlich widersprechen würde. Die historischen Hintergründe um den Zeitraum, in den die Handlung des Romans eingebettet ist, sind gut recherchiert, wodurch “Die Duftnäherin” zu einer gelungen Mischung aus Fakten und Fiktion wird. Historisch belegte Persönlichkeiten treffen auf fiktive Figuren und bekommen dadurch ein ganz neues Leben eingehaucht. Gefällt mir gut. Am Ende hätte ich mir nur einen etwas längeren Showdown gewünscht, aber das tut dem Vergnügen an sich keinen Abbruch. Außer, dass ich gerne noch ein paar Seiten mehr gelesen hätte. Fazit: Ein wirklich gelungener, fesselnder Roman, eingebettet in die historische Kulisse des 14 Jahrhunderts in Deutschland. Man begleitet liebenswerte Charaktere auf ihrem Weg in ein neues, besseres Leben, bangt, hofft, lacht und leidet mit ihnen. “Die Duftnäherin” ist eine sehr gelungene Unterhaltung, angenehme Sprache und ein spannender Plot sorgen für großes Lesevergnügen. Ich habe die 613 Seiten an einem Abend verschlungen – und eigentlich müsste man zu diesem Buch gar nicht mehr sagen Absolute Leseempfehlung von mir für alle Fans dieses Genres, aber auch für diejenigen, die damit eigentlich nichts anfangen können. Und ich erwarte mit Spannung die weiteren Bücher von Caren Benedikt.

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  • Rezension zu "Die Duftnäherin" von Caren Benedikt

    Die Duftnäherin
    Lerchie

    Lerchie

    19. October 2012 um 15:43

    Sie hörte, wie sich ihre Eltern stritten. Diesmal war es anders, denn nur ihr Vater kam in die Hütte zurück. Sie wartete auf ihre Mutter, doch die kam nicht. Am dritten Tag war sie dann hinter die Kirche geführt worden. Alle waren versammelt: Der Vater, die Nachbarn. Sie standen vor einem Erdloch in welches dann der Haufen Erde gefüllt wurde. Es kam ihr seltsam vor, und sie beschloss die Mutter zu fragen, wenn sie zurückkommen würde. Noch verstand sie nicht, dass sie sie nie mehr etwas würde fragen können. 1439 n. Chr. Drei Tage hatte sie Zeit. Gerade war sie noch dem Vorhaben ihres Vaters entkommen. Von den Bütteln war er abgeführt worden, weil er inzwischen zu vielen Leuten Geld schuldig war. Drei Tage, in denen sie sich einen Vorsprung sichern konnte. Schon lange hatte sie geplant irgendwann zu fliehen. Immer wieder hatte sie etwas Geld von ihrem Verdienst in der Schänke abgezweigt. Mit diesem ersparten Geld würde sie eine Zeitlang auskommen. Sie nahm ihr Bündel und ging. Unterwegs begegnete sie Jakob. Und sie wusste, dass er sie für etwas Geld verraten würde. Darum vertraute sie ihm an, dass sie nach Köln wolle. Jakob dachte sich, Anna sei schön dumm ihm zu vertrauen, doch Anna war alles andere als dumm. Sie hatte ihm eine falsche Stadt gesagt, denn sie wollte nach Bremen. Auf ihrem Weg begegnete sie Gawein, der sie vor einem brutalen Mann rettete. Er nahm sie mit in seine Höhle in der er wohnte. Anna bot ihm an, mit ihr zu gehen, doch er wollte zunächst nicht. Darum zog sie am nächsten Morgen alleine los. Doch plötzlich tauchte er wieder auf und sie suchten Unterschlupf in einem Kloster. Sie brauchten neue Kleidung. Anna fertigte für die Mönche neue Kutten. Da sie schnell war, konnte sie dann auch für sich und Gawein Kleidung nähen. Gawin musste den Mönchen bei ihren Arbeiten helfen. Er war geschickt im Schnitzen und so bat der Prior ihn, eine große Madonna zu schnitzen. Doch Anna wollte weiter und beschloss heimlich zu verschwinden. Nur Gawin wusste davon. Doch Bruder Hermannus erwischte sie und sperrte sie in ein Verlies. Anna ahnte nicht, warum…. Dies ist der zweite historische Roman von Caren Benedikt. Es ist ein Buch, das nicht gleich von Anfang an spannend ist, doch die Spannung lässt trotzdem nicht lange auf sich warten. Als der Meier des Herrn zur Lippe, sie als sein Eigentum ansehen will, wird sie von Gawin gerettet, und die beiden können fliehen. Ab hier beginnt dann die Spannung zu steigen, sicher und stetig. Es hat mich dann gefesselt und nach den Vorfällen im Kloster mochte ich es eigentlich nicht mehr aus der Hand legen. Es hat mir sehr gut gefallen und ich kann es jedem Liebhaber historischer Romane weiterempfehlen.

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