Carin Chilvers 150000 in bar

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Inhaltsangabe zu „150000 in bar“ von Carin Chilvers

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  • Rezension zu "150000 in bar" von Carin Chilvers

    150000 in bar

    ZwergPinguin

    10. March 2009 um 09:21

    Die Privatdetektivin Rita Volk wird beauftragt, den Mord an einem homosexuellen Chemiker eines Fotolabord aufzuklären, denn dessen Lebenspartner fühlt sich von der ermittelnden Kriminalpolizei diskriminiert und nicht ernst genommen. Wenige Tage nach dem Mord findet er zudem im gemeinsamen Safe 150.000 in bar und Rita soll nun herausfinden, was passiert ist und woher das Geld stammt. Schon auf dem Klappentext werden Hintergrundinformationen zu Rita Volk gegeben, die nämlich früher selbst Kriminalkommissarin war, ihre Karriere dort aber aufgab, als ihre damals wesentlich jüngere 8jährige Schwester spurlos verschwindet. Mit diesem Profil wird den meisten Lesern leider schon vieles klar: nämlich, dass die kleine Schwester sicherlich früher oder später in der Geschichte eine Rolle spielen wird , und dass es auch um Kindesmissbrauch geht - dies wird auch schon von den Medien verraten, die den sensiblen Umgang mit diesem Thema loben (dem kann ich mich anschließen). Allerdings nimmt es dem Buch viel seiner Spannung und auch sonst ist der Plot für den geübten Krimi-Leser leicht durchschaubar, Gut und Böse leich zu identifizieren und Täter schnell ausgemacht. Die Tatsache, dass es sich um eine Privatdetektivin mit Polizei-Erfahrung handelt, erlaubt zum einen sehr gute Kontakte zur Polizei (alte Freunde, die gern mit Informationen weiterhelfen) und rechtfertigt zum anderen wohl den “Alleingang” am Ende, der auf mich leider etwas realitätsfern wirkt, da jeder vernünftige Mensch zu diesem Zeitpunkt die Polizei eingeschaltet haben sollte! Sprachlich wirkt der Beginn des Buches auf mich etwas hölzern mit vielen wenig gelungen eingebauten Beschreibungen, aber entweder habe ich mich daran gewöhnt und die Handlung hat mich zunehmend gefesselt, oder es ist nach den ersten Kapiteln besser geworden. Alles in allem bin ich der Meinung, dass es sich nicht gerade um einen super-spannenden, sondern eher um einen etwas “softeren” Krimi handelt, der seinen Mangel an Spannung durch etwas Tiefgang wett macht. Aber auch wenn es wegend er genannten Kritikpunkte kein herausragendes Spitzen-Buch ist, so hat es mir doch ein paar nette und abwechslungsreiche Stunden beschert - und dafür lese ich ja. Wenn manjedoch nicht mit der Erwartung an einen guten Krimi an das Buch herangeht, sondern sich für die darin verarbeitete Thematik interessiert, dann wirkt es ganz anders - weil es dann keine Rolle spielt, wie die Tat abgelaufen ist, und ob man schon vieles vorher weiß oder ahnt.

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