Carin Chilvers Der Andere

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Inhaltsangabe zu „Der Andere“ von Carin Chilvers

Alexander Schwertfeger, Banker, verheiratet, trifft auf den charismatischen Mark Brenner, Betreiber des Tattoo-Studios IREZUMI.
Der Tätowiermeister, der seine Kunst in Japan gelernt hat, übt eine unerklärliche Anziehungskraft auf Alexander aus. Die Faszination wird so übermächtig, dass er sich das punktgleiche Irezumi, wie es Brenner selber hat, von ihm stechen lässt.
Je ähnlicher sich die beiden durch das Irezumi werden, desto unaufhaltsamer strebt die Beziehung der beiden Männer auf eine Katastrophe zu …

Eines der schlimmsten Bücher, die ich je gelesen habe ...

— StMoonlight

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    Der Andere

    StMoonlight

    26. June 2015 um 23:59

    Der Roman ist mehrere, sehr kurze Kapitel eingeteilt. Hat natürlich den Vorteil das man immer mal zwischendurch eins lesen und das Buch dann weglegen kann. Mir persönlich waren die Kapitel schon zu kurz, da es teilweise nur zwei, drei Seiten waren. Was anfangs für mich allerdings durchaus ein wenig irritierte: Die Seitenzahlen befinden sich oben! Am Anfang guckte ich da immer automatisch hin, weil mein Gehirn das nicht so ganz wahr haben wollte. Nach einigen Kapiteln gewöhnt man sich jedoch daran. ~ Geschichte ~Die Hauptpersonen dieses Buches sind Alexander und Mark. In den Nebenrollen bewegen sich noch einige andere Charaktere und fast alle davon tauchen immer wieder auf, so dass der Leser Zeit hat sie kennen zu lernen. Mark benötigt einen Kredit für sein Tatoostudio. So findet er den Weg in die Bank in der Alexander arbeitet. Bei ihm versucht er Geld zu bekommen, doch er hat nur eines was er als Pfand einsetzen kann: Eine Haut! Eine echte Haut mit einem Irezumi. Der Banker ahnt das es nicht gut gehen wird, gewährt die geforderte Summer aber trotzdem. Irgendetwas reizt ihn an seinem Klienten. Alexander ist nun neugierig geworden, auf die Welt der Tatoos und besonders der Irezumis, daher besorgt er sich einige Bücher über dieses Thema. Seine Leidenschaft wird geweckt. "[...] aber es gibt keinen Zweifel, dass es eine der subtilsten und raffiniertesten Formen des Sado-Masochismus ist, die der Verstand des Menschen je ersonnen hat..." (S. 85) Eigentlich ist der Banker mit Lehrerin Eva zusammen, doch was diese nicht weiß: Ihr Freund führt eine Art Doppelleben, denn neben ihrer gemeinsamen Wohnung hat er noch eine "Junggesellenwohnung". Dort zieht er sich gerne hin zurück, einfach um abzuschalten und seinen Hobbys nachzuhängen. Niemand außer seiner Mutter weiß davon. Der junge Mann beginnt schließlich Mark hinterher zu schleichen und entschließt sich schließlich dazu sich selbst etwas stechen zu lassen. So ein großes Bild braucht allerdings sehr viel Zeit. Zeit von der Eva nicht die geringste Ahnung hat wo sie ihr Freund verbringt. Wie könnte es anders sein, als dass ihr Kopfkino die schlimmsten Filme zeigt... "Und während Alexander bald friedlich vor sich hin schnarchte und Eva zur unfreiwilligen Hüterin seines Schlafes machte, verstand sie Schlagzeilen wie Ehedrama mit tödlichem Ausgang und dergleichen, wie man sie tagtäglich in den Tageszeitungen lesen konnte, immer besser."(S.141)Für Alexander wird Mark mehr als nur sein Tätowierer. Er gerät immer mehr in dessen Sog. Eva spricht es schließlich aus: "Du bist schwul!" Sollte Mark etwa das gleiche von ihm denken? Der Banker will diese Missverständnis unbedingt aufklären, denn die Freundschaft ist ihm sehr wichtig. Doch dabei verhält er sich leider wie eine eifersüchtige Verliebte ... Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass der ganze Roman sich immer wieder um Eifersucht dreht. Ob es nun Eva ist die auf Mark eifersüchtig oder Alexander dem Claudia ein Dorn im Auge ist. Wie der Leser, allerspätestens am Ende des Romans, erfährt, sollte es (eigentlich) um ein ganz anderes Thema gehen. Bis auf ein paar minimale Andeutungen zwischendurch kommt es aber viel zu kurz. Auch das Finale Ende ist ernüchternd. Mit fehlte hier die Spannung. Die Grundidee der Geschichte ist nicht schlecht, ein Zwilling überlebt die Geburt nicht. Der andere weiß nichts von dessen Existenz. Doch er spürt etwas, dass ihm etwas fehlt. In einer zufälligen Begegnung findet er was er so sehr vermisst und steigert sich so sehr hinein, dass sein Leben langsam aus den Fugen gerät. Das bietet eine Menge Möglichkeiten für einen spannenden Thriller. Was auch immer dieser Roman darstellen soll, er ist nicht einmal spannend.~ Schreibstil ~ Der Schreibstil ist mehr als leicht. Ich vermisste hier den Anspruch. Diesen Roman zu lesen ist vielmehr wie einem Kumpel über belangloses Zeug zu quatschen. Und glaubt mir, teilweise wäre ich froh gewesen, wenn er mal nichts zu sagen gehabt hätte! Auf der anderen Seite hatte es natürlich auch den Vorteil, dass ich das Buche eben wirklich schnell durch hatte. Wobei Spannung und Anspruch mir wesentlich lieber gewesen wären! An einigen Stellen ist selbst der Sprachgebrauch etwas gewöhnungsbedürftig, da die Stile mitten im Buch wechseln, nur um dann wieder zum vorangegangen zurückzukehren. "Sprach's und rannte los." (S. 57) Ebenfalls etwas aufgestoßen haben mich einige Vergleiche, die die Autorin sich hätte besser schenken können. Ein Beispiel: "Dann schälte er sich aus dem Gummianzug und ließ ihn mit verdrehten Armen und Beinen am Boden der Wanne zurück, so dass er aussah wie die abgestreifte Haut eines verkrüppelten Schwarzen." (S. 8)~°~ Fazit ~°~ Bis vor kurzem habe ich von diesem Buch nicht einmal was gehört, geschweige denn von Carin Chilvrs gelesen. Doch dann kam es wie es kommen musste: Fortuna hatte mitbekommen das mein SUB sich dem Ende neigt und brachte mir Glück bei einem Gewinnspiel der "Satzschmiede". So gewann ich dieses dünne Büchlein. Laut Beschreibung ein Thriller. Ich freute mich auf Spannung und ein Buch für Zwischendurch. Ich hatte nämlich grade meinen letzen Roman beendet und wollte kein angebrochenes mit in den Urlaub nehmen, so dass ich etwas brauchte was ich in einer Woche durchlesen konnte. Fand ich mit "Der Andere", denn das dauerte nur drei Tage... Immerhin etwas, denn der Roman selbst ist absolut nicht mein Fall. Ich würde sogar soweit gehen und es als eines der schlimmsten Bücher bezeichnen die ich je gelesen habe.

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  • japanische Tattoos und ihre Folgen

    Der Andere

    utaechl

    26. August 2013 um 22:43

    Inhalt: Alexander Schwertfeger soll dem Tattoo-Künstler Mark Brenner einen Kredit gewähren. Alexander fühlt sich zu ihm hingezogen, das er so weit geht, sich selbst eine Kopie von Matts Ganzkörpertattoo stecken zu lassen. Mark stimmt Alexanders Wunsch zu und weiß nicht, welche katastrophale Unglücksspirale er dadurch auslöst. Setting und Stil: Carin Chilvers schafft es die Faszination für Tattoos und insbesondere japanische Irezumis gekonnt und spannend zu vermitteln. Gerade die Szenen im Tattoo-Studio sind fesselnd und informativ. Ein definitiver Grund auch für Nicht-Tattoo-Fans, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Alexanders andere Besonderheit wird auch schön beschrieben und bildet ein perfektes Bild einer Persönlichkeit, der ein wichtiger Teil fehlt. Stilistisch liest sich das Buch ohne Probleme. Es ist flüssig geschrieben, die Kapitellänge ist sehr überschaubar, alles Unbekannte wird ausführlich beschrieben und es ist kein Problem der Handlung samt ihrer Irrungen und Wirrungen zu folgen. Charaktere: Es ist spannend, Alexanders Weg bis hin zum katastrophalen Ende zu folgen. Ein Mann, der, wie es scheint, schon durch seine Geburt kaum anders handeln kann. Seine Mutter nimmt somit auch eine schön tragische Rolle ein und seine Frau, Eva, ist wirklich zu bedauern. Ihre anfängliche Ignoranz, das Unverständnis und die Selbstzweifel sind packend beschrieben. Mark kommt ebenfalls eine tragische Rolle zu, er weiß gar nicht, was er auslöst und wie ihm geschieht. Eine sehr interessante Mischung, die perfekt den Psychothriller mit Leben füllt. Geschichte: Relativ geradlinig darf man als Leser zusehen, wie Alexander seine Veränderung durchläuft. Man hofft immer, dass ihn irgendetwas von seinem Weg abbringt und bangt, wie es zu Ende gehen könnte. Packend, fesselnd und unheimlich bewegend. Fazit: Ein Psychothriller, der eher ruhig um die Ecke kommt und sich in die Gehirnwindungen des Lesers schleicht. Wer hier Schockelemente sucht, macht dies vergebens. Der langsame aber unausweichliche psychologische Effekt spielt die Hauptrolle. Tattoos, Schmerz und Sucht bilden den Hintergrund dieser gelungenen Leseunterhaltung. Ein Buch für erwachsene Fans der ruhigeren Psychothriller und Tattoointeressierte, die etwas über japanische Extreme erfahren wollen.

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