Carin Müller Tage zwischen Ebbe und Flut

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Inhaltsangabe zu „Tage zwischen Ebbe und Flut“ von Carin Müller

In ihrem ebenso warmherzigen wie humorvoll überspitzten Roman "Tage zwischen Ebbe und Flut" zeigt die Journalistin Carin Müller eine Familie im emotionalen Ausnahmezustand. Basierend auf eigenen Erfahrungen lässt die Autorin ihre liebevoll gezeichneten Charaktere, allen voran den an Alzheimer erkrankten Felix sowie seine Ehefrau, seine Tochter und seine Enkelin, auf einer Mittelmeer-Kreuzfahrt aufeinanderprallen. So entsteht ein bewegender, dabei sehr ehrlicher und oftmals herrlich komischer Reise- und Familienroman über eine der Volkskrankheiten unserer Zeit, wie man damit lebt, was sie mit sich bringt - an Verlusten, aber auch neuen Erfahrungen und Chancen.

Felix ist 70 Jahre alt. Er spricht aus, was niemand zu sagen wagt, und tut, was sonst niemand tun würde. Seine Erinnerungen sind wie Wellen in seinem Kopf, wogend, nicht festzuhalten. Denn Felix hat Alzheimer.
Um ihm einen Herzenswunsch zu erfüllen, machen seine Ehefrau Ellen, seine Tochter Judith und seine Enkelin Fabienne mit ihm eine Kreuzfahrt. Doch während Felix die Reise als wunderbares Abenteuer erlebt, wird für die drei Frauen die Seereise zu einer Seelenreise durch schwere Gewässer, aber mit Kurs auf sonnige Gefilde.

Sehr bewegende Familiengeschichte, bei der Lachen und Weinen Hand in Hand gehen

— Kelo24

Leichter Roman mit ernstem Thema

— Gartenkobold

Locker zu lesendes Buch mit ernstem Thema

— Saphir610

Die Geschichte ist so schön...

— Melli274

Ein Buch voller schöner, aber auch nachdenklicher Momente. Ein Buch, das das Herz berührt!

— Talathiel

Ein schweres Thema, umhüllt von Momenten der Leichtigkeit und des Glücks.

— Fabella

Ein gelungener und turbulenter Familienroman, der sich der Krankheit Alzheimer mit Humor und viel Warmherzigkeit nähert

— Julitraum

Familienleben mit Alzheimer

— Schnuck59

wirklich überraschend, sehr gut geschrieben, Krankheit mir Humor nehmen, ein guter Ansatz.

— Archimedes

Eine emotionale Geschichte, die sich leicht lesen lässt und trotzdem viel zum Nachdenken anregt.

— tinstamp

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  • Ein Roman, der noch lange nachwirkt

    Tage zwischen Ebbe und Flut

    Gartenkobold

    28. July 2017 um 22:17

    Klappentext: Felix ist 70 Jahre alt. Er spricht aus, was niemand zu sagen wagt, und tut, was sonst niemand tun würde. Seine Erinnerungen sind wie Wellen in seinem Kopf, wogend, nicht festzuhalten. Denn Felix hat Alzheimer.Um ihm einen Herzenswunsch zu erfüllen, machen seine Ehefrau Ellen, seine Tochter Judith und seine Enkelin Fabienne mit ihm eine Kreuzfahrt. Doch während Felix die Reise als wunderbares Abenteuer erlebt, wird für die drei Frauen die Seereise zu einer Seelenreise durch schwere Gewässer, aber mit Kurs auf sonnige Gefilde. …oder eine Reise zu sich selbst, der Titel machte mich neugierig und hat mich mitgenommen auf eine ganz besondere Reise einer Familie, die mit ihrem an Alzheimer erkrankten Vater eine Kreuzfahrt unternimmt. Flüssig und leicht geschrieben, nimmt sie den Leser mit, manchmal zum Schmunzeln immer wieder aber auch mit ernsten Tönen. Der Roman zeigt die Probleme der Familie auf, mit der Demenzerkrankung entsprechend umzugehen, Situationen, für gesunde Menschen völlig klar, nehmen plötzlich ganz andere Dimensionen an, die Angehörigen müssen lernen, damit umzugehen, mit Gefühl und auch viel Einfühlungsvermögen. Alle Charaktere sind ein wenig überzeichnet mit ihrem eigenen Charme und Felix als Betroffener, der zwischen durch immer wieder Lichtblicke der Erinnerung hat, sich dann seiner hilflosen Situation völlig bewusst ist, lassen den Leser traurig werden und nachdenken, Ellen, seine Ehefrau, geht mit viel Dominanz mit der Krankheit um, die nicht immer zuträglich ist, für sie eine Fassade, hinter der einer weicher Kern steckt. Tochter Judith versteckt sich nach Enttäuschungen hinter ihrer Karriere, empfindet den Umgang mit der Familie, besonders mit ihrer Mutter als anstrengend und tut sich sehr schwer im familiären Zusammenleben. Einzig Enkelin Fabienne hat ihre eigenen Teenagerprobleme und ist anpassungsfähig und locker im Umgang.So werden alle auf die ein oder andere Art und Weise mit ihrer eigenen Problemen konfrontiert und aufgefordert, Farbe zu bekennen im Umgang mit sich und den andern. Die Autorin hat es meines Erachtens sehr gut verstanden, diese Geschichte sehr kurzweilig zu erzählen, mit einer guten Portion Humor und sanft verpackt, dennoch sehr gut spürbar, den ernsten Hintergrund.Ein Roman, sicherlich nicht für Mal zwischendurch, weil er nachhallt und zum Nachdenken anregt, gefühlvoll und sehr emotional und absolut empfehlenswert.

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    • 2
  • Ein Roman, der noch lange nachwirkt

    Tage zwischen Ebbe und Flut

    Gartenkobold

    28. July 2017 um 22:16

    Klappentext: Felix ist 70 Jahre alt. Er spricht aus, was niemand zu sagen wagt, und tut, was sonst niemand tun würde. Seine Erinnerungen sind wie Wellen in seinem Kopf, wogend, nicht festzuhalten. Denn Felix hat Alzheimer.Um ihm einen Herzenswunsch zu erfüllen, machen seine Ehefrau Ellen, seine Tochter Judith und seine Enkelin Fabienne mit ihm eine Kreuzfahrt. Doch während Felix die Reise als wunderbares Abenteuer erlebt, wird für die drei Frauen die Seereise zu einer Seelenreise durch schwere Gewässer, aber mit Kurs auf sonnige Gefilde. …oder eine Reise zu sich selbst, der Titel machte mich neugierig und hat mich mitgenommen auf eine ganz besondere Reise einer Familie, die mit ihrem an Alzheimer erkrankten Vater eine Kreuzfahrt unternimmt. Flüssig und leicht geschrieben, nimmt sie den Leser mit, manchmal zum Schmunzeln immer wieder aber auch mit ernsten Tönen. Der Roman zeigt die Probleme der Familie auf, mit der Demenzerkrankung entsprechend umzugehen, Situationen, für gesunde Menschen völlig klar, nehmen plötzlich ganz andere Dimensionen an, die Angehörigen müssen lernen, damit umzugehen, mit Gefühl und auch viel Einfühlungsvermögen. Alle Charaktere sind ein wenig überzeichnet mit ihrem eigenen Charme und Felix als Betroffener, der zwischen durch immer wieder Lichtblicke der Erinnerung hat, sich dann seiner hilflosen Situation völlig bewusst ist, lassen den Leser traurig werden und nachdenken, Ellen, seine Ehefrau, geht mit viel Dominanz mit der Krankheit um, die nicht immer zuträglich ist, für sie eine Fassade, hinter der einer weicher Kern steckt. Tochter Judith versteckt sich nach Enttäuschungen hinter ihrer Karriere, empfindet den Umgang mit der Familie, besonders mit ihrer Mutter als anstrengend und tut sich sehr schwer im familiären Zusammenleben. Einzig Enkelin Fabienne hat ihre eigenen Teenagerprobleme und ist anpassungsfähig und locker im Umgang.So werden alle auf die ein oder andere Art und Weise mit ihrer eigenen Problemen konfrontiert und aufgefordert, Farbe zu bekennen im Umgang mit sich und den andern. Die Autorin hat es meines Erachtens sehr gut verstanden, diese Geschichte sehr kurzweilig zu erzählen, mit einer guten Portion Humor und sanft verpackt, dennoch sehr gut spürbar, den ernsten Hintergrund.Ein Roman, sicherlich nicht für Mal zwischendurch, weil er nachhallt und zum Nachdenken anregt, gefühlvoll und sehr emotional und absolut empfehlenswert.

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  • Leben mit Alzheimer

    Tage zwischen Ebbe und Flut

    Saphir610

    29. March 2017 um 22:06

    Judith hatte eine Kreuzfahrt auf einem Segler mit ihrem Vater geplant. Nun reisen auch ihre Mutter mit und ihre Nichte mit. Geballter Konfliktstoff, denn die Nichte wollte eigentlich zu Castings, Judiths Vater hat Alzheimer worunter auch die Mutter leidet. Allein die Alzheimererkrankung bringt einiges durcheinander, belastet alle. Und gerade die veränderte Art des Vaters, Felix, bringt auf dieser Reise auch etwas in Gang. Können Judith und ihre Mutter miteinander umgehen, ohne einander sprachliche und emotionale Spitzen auszutauschen? Mir hat die Mischung aus den ganzen zwischenmenschlichen Bereichen sehr gut gefallen. Eine alleinstehende Frau, deren Eltern und Alzheimer, ein Teenager und andere Mitreisende auf dem tollen Kreuzfahrtschiff. Dazu noch das Miterleben der Reise im Mittelmeer. Der Schreibstil ist wirklich prima zu lesen, die Dialoge wirken wie aus dem Leben gegriffen und auch die Untertöne, die Gefühle werden dadurch gut beschrieben. Die Geschichte von drei Generationen einer Familie, nun noch unter den schwierigen Umständen mit Alzheimer. Ein ernstes Thema, in einer locker geschriebenen Geschichte, die auch gerne noch umfangreicher hätte sein können.

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    • 2
  • Wellengang im Kopf

    Tage zwischen Ebbe und Flut

    steffchen3010

    06. February 2017 um 20:04

    Er kam ganz plötzlich: dieser unberechenbare Wellengang in Felix Kopf, der ihn vollends erfasst und seine Erinnerungen durcheinanderwirbelt wie in einer Waschtrommel. Plötzlich herrscht in seinem Kopf Unruhe. Erinnerungen kommen und gehen wie Ebbe und Flut. Er kann sie nicht festhalten. Felix ist 70 Jahre alt, als ihm das passiert. Ganz heimtückisch überkommt sie ihn, die Krankheit Alzheimer, und macht aus dem sonst so selbstbewussten Mann einen unsicheren und unkontrollierbaren Zeitgenossen. Auf einer gemeinsamen Kreuzfahrt mit Ehefrau Ellen, Tochter Judith und Enkelin Fabienne soll ihn das Meer besänftigen. Doch während Felix die Reise durchs Mittelmeer als wunderbares Abenteuer erlebt, beginnt für die drei Frauen eine Seelenreise durch tiefes Gewässer, die verborgene Emotionen zutage spült. „Felix sah aufs Meer. (…) „Das bin ich.“, er deutete aufs Wasser. „Die Wellen sind in meinem Kopf. Alles ist da. Alles. Aber es bewegt sich. Ich kann es nicht festhalten.“ Zitat, Seite 36 Es sind Tage zwischen Ebbe und Flut, die Carin Müller in ihrem gleichnamigen Roman präsentiert. Ein unkontrollierter Seegang, der uns durch das Krankheitsbild der Volkskrankheit Alzheimer spült und uns Momente voller Höhen und Tiefen beschert. Romane mit dieser Thematik gibts mittlerweile wie Sand am Meer. Was Müllers Roman jedoch von den anderen unterscheidet, ist der Schauplatz. Während sich z.B. Colemans Protagonistin in „Einfach unvergesslich“ in ihrem vertrauten Umfeld bewegt, verlässt Müllers Protagonist sein gewohntes Terrain: das Meer dient als Setting. Was daraus entsteht, ist eine emotionale Seelenreise für alle Beteiligten. Denn nicht nur Felix wird von den wogenden Wellen des Meeres erfasst, sondern auch seine Begleiterinnen. Das familiäre Chaos ist vorprogrammiert. „Seine Gedanken waren klar und durchsichtig wie Wasser. Dass sie in seinem Kopf wogten wie Wellen, machte ihm hier nicht zu schaffen. Er hatte gar nicht mehr das Bedürfnis, einen davon festzuhalten oder zu verfolgen, sondern ließ es einfach zu. Und das tat so gut. Ganz diffus, irgendwo weit weg, war die Trauer, die sonst sein ständiger Begleiter war. Die Trauer um den wortgewaltigen, witzigen Mann, der mit Eloquenz und Charme seine Umgebung betört hatte. Das war mit einem Mal nicht mehr wichtig, denn dieser Mann war nur Fassade gewesen. Jetzt war er einfach nur er selbst.“ Zitat, Seite 177 Felix erlebt auf der Reise Momente völliger Klarheit. Mit der Kreuzfahrt geht für ihn ein langgehegter Herzenswunsch in Erfüllung. Er ignoriert die ständigen Rangeleien von Ehefrau und Tochter, überrascht sie mit liebevollen Gesten und Momentaufnahmen aus der Vergangenheit. Doch zu Felix guten Momenten gesellen sich auch jede Menge schlechte: er wird von plötzlich auftretenden Gedächtnislücken, Unsicherheit und Verärgerung heimgesucht, reagiert oft wie ein trotziges Kind. Sein schwer kontrollierbares Wesen wird zu einer Geduldsprobe. Vor Allem, als er von heute auf morgen verschwindet und auf einem benachbarten Kreuzfahrtschiff als blinder Passagier auftaucht. „Wie schrecklich muss das sein, wenn der geliebte Partner Stück für Stück verschwindet und nur noch eine leere Hülle bleibt? (…) Im Grunde ist das alles Trauer am lebenden Objekt, denn meinen Vater gibt’s schon lange nicht mehr.“ Zitat, Seite 127 Ellen, die von Felix steigender Demenz am Meisten betroffen ist, wirkt völlig hilflos. Ihr Nervenkostüm ist dünn, sie ist leicht reizbar und kompensiert ihre Hilflosigkeit mit Wortkargheit und Großschnauzigkeit, die zu unnötigen Kämpfen mit ihrer Tochter führen, die Partei für ihren Vater ergreift. Die Zankerei der Beiden wird nicht nur für das direkte Umfeld, sondern auch für den Leser nahezu unerträglich. Gerne hätte ich den lächerlichen Streitereien einen Riegel vorgeschoben und um Disziplin gebeten! Man merkt, dass Müllers Geschichte auf eigenen Erfahrungen basiert. Die Charaktere allen voran Felix, sind liebevoll gezeichnet und das Krankheitsbild präsentiert sich so heimtückisch und unberechenbar wie im wahren Leben. Da ich im familiären Umfeld selbst schon mit den Folgen der Krankheit konfrontiert war, ist mir der schwere physische Prozess bewusst, den Betroffene und Angehörige durchleben. Demente Menschen verlieren Stück für Stück und unwiederbringlich sich selbst. Carin Müller balanciert mit ihren Roman auf einem schmalen Grad zwischem leichten Unterhaltungsroman und dramatischer Familiengeschichte. Sie lädt ihre Leser auf eine abenteuerliche Schifffahrt durch schwieriges Fahrwasser ein, die nicht nur Verluste, sondern auch jede Menge Erkenntnisse und Chancen mit sich bringt.

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    • 5
  • Dem Altenkrimi fehlt es an Schwung...

    Wir fangen gerade erst an

    parden

    DEM ALTENKRIMI FEHLT ES AN SCHWUNG...Dem Leben im Alter sehen viele von uns mit gemischten Gefühlen entgegen - der Umzug in ein Altersheim erscheint für die meisten wenig verlockend. Die Erfahrungen, die die fünf Hauptcharaktere des Buches mit ihrem Wohnsitz machen, sind nun auch nicht dazu geeignet, die Bedenken hinsichtlich dieser Wohnform zu zerstreuen.Dabei sind Märtha (79), Snille (78), Anna-Greta (81), Stina (77) und Kratze (84) noch recht rüstig für ihr Alter. Doch 'Sparen' heißt die Devise der neuen Geschäftsführung des Seniorenheims 'Diamant', und so gibt es immer mehr Einschränkungen, die die alten Leute über sich ergehen lassen müssen, und kaum noch Entscheidungen, die sie selber treffen dürfen. Was zu viel ist, ist zu viel - und so beginnt allmählich ein Plan zu reifen.Eine TV-Dokumentation über die Situation in Schwedens Gefängnissen zeigt den Alten, dass es um die Versorgung der Verbrecher besser gestellt ist als um ihre eigene - und da muss Abhilfe geschaffen werden. Und so fliehen die fünf aus dem Altersheim und beginnen ihre Verbrecherkarriere mit dem Ziel, den Rest ihres Lebens letztlich gut versorgt hinter Gittern zu verbringen. Doch aller Anfang ist schwer, zumal hinter der Seniorengang mit ihren Rollatoren niemand etwas Gesetzwidriges vermutet - erst recht nicht die Polizei. Da ist viel Einfallsreichtum gefragt...Leider hielt das Buch nicht ganz, was ich mir davon versprach. Erwartet hatte ich ein unterhaltsames Buch mit viel Seniorenpower, mit Charme und Witz, schwungvoll und bissig und mit dem Esprit der Geschichten eines Jonas Jonasson oder dem Wohlfühlcharakter der Romane eines Fredrik Backman. Doch dem Roman merkte man das Alter seiner Charaktere an: Unterhaltung mit Längen, teilweise eher lahme Dialoge, eine von zu vielen Zufällen geprägte Handlung und alles in allem eine zu bemüht und konstruiert wirkende Erzählung. Die Charaktere selbst sind recht klischeehaft gestrickt und wirken durch den fehlenden Hintergrund wenig greifbar. Trotz meiner Enttäuschung fand ich die Idee hinter der Geschichte gut, wenn auch die Umsetzung mehr Potential gehabt hätte. Ebenfalls gefallen hat mir die durchgehend geäußerte Kritik am Umgang der Gesellschaft mit den Alten - an dieser Stelle würde ich mich der Seniorengang gerne anschließen. Insgesamt eher Mittelmaß - da ist noch deutlich Luft nach oben. Ob Band zwei 'Jetzt kriegt jeder was ab' da eine Steigerung ist? Keine Ahnung. Noch nicht jedenfalls. Aber erst einmal reicht es mir mit den fünf Senioren...© Parden

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    • 13
  • abwechslungsreiche Kreuzfahrt mit Tücken

    Tage zwischen Ebbe und Flut

    hexe2408

    20. December 2016 um 22:02

    Drei Generationen zusammen im Urlaub, das ist schon eine Herausforderung für sich. Alle Interessen, Launen und Vorstellungen unter einen Hut zu bekommen, scheint fast unmöglich. Wenn die Familienmitglieder allerdings so verschieden sind, wie die der Familie Kaufmann, dann ist Stress schon vorprogrammiert. Noch dazu kommt die Alzheimer-Erkrankung von Opa Felix, die für alle zur Geduldsprobe wird. Eine Abwechslungsreiche Kreuzfahrt, die einige Überraschungen bereit hält.   Auch wenn ich persönlich noch nicht auf einer Kreuzfahrt gewesen bin, habe ich am Ende der Geschichte den Eindruck, mir gut vorstellen zu können, was dort alles passieren kann. Man bekommt einen schönen Einblick in das Leben auf dem Meer, die Organisation von Ausflügen und Tagesplänen, ohne dabei von den Figuren abzulenken. Die bildhaften Beschreibungen der Landschaft laden zusätzlich zum Träumen ein.   Im Verlauf der Geschichte lernt man die Charaktere sehr gut kennen und auch ihre Entwicklungen sind nachvollziehbar beschrieben. Während Enkelin Fabienne zu Beginn eher der störrische Teeanger ist, entpuppt sie sich als guter Gesprächspartner, mit festen Zielen und Ansichten, die viel erwachsener sind, als man ihr zutraut. Trotzdem ist sie in gewisser Weise noch Kind und genießt die Möglichkeiten, Spaß zu haben und die Seele baumeln zu lassen. Auch ihre Tante Judith und Oma Ellen entwickeln sich weiter. Die beiden Streithähne lassen eigentlich keine Gelegenheit aus, dem anderen unter die Nase zu reiben, was sie am gegenüber stört. Laute Anfeindungen vor den anderen Gästen gehören zur Tagesordnung. Nicht besonders leicht zu ertragen. Was passiert und wie die beiden am Ende des Buches zueinander stehen, werde ich natürlich nicht verraten, aber es hat Spaß gemacht, es zu verfolgen, mit all den Höhen und Tiefen, die dabei durchlaufen werden. Felix ist einer meiner Lieblingscharaktere. Durch seine Alzheimer-Erkrankung hat er es nicht leicht und macht es auch seinem Umfeld nicht leicht. Manchmal ist ihm das bewusst, manchmal lebt er völlig in seiner eigenen Welt. Und obwohl es schwer ist, nachzuvollziehen, wie man sich da fühlen muss, wird es im Buch sehr schön dargestellt. Die Beschreibungen sind authentisch und nachvollziehbar. So wird Felix in all seinen Facetten greifbar. Und auch wenn er immer wieder für kleine oder größere Probleme sorgt, so kann man mit ihm auch sehr viel Spaß haben.   Die Magie des Meeres greift nach und nach auf alle Charaktere über und bringt manche Veränderung mit sich. Durch den Verzicht auf eine Ich-Perspektive hat man als Leser einen sehr umfassenden Blick auf die Handlung. Man kann die parallel verlaufenden Handlungsstränge mit verfolgen und nacheinander in den Kopf aller Figuren schauen. So spürt man die Entwicklungen sehr deutlich. An einigen Stellen werden Mauern fallen gelassen, die Charaktere öffnen sich, lassen ihren Frust und ihre Wut raus, äußern auf der anderen Seite Wünsche und Träume, es fließen Tränen, es wird aber auch herzhaft gelacht. Trotz all der Frustration wird immer wieder deutlich, wie wichtig es ist, die schönen Momente zu genießen, sich Auszeiten zu nehmen und auch mal die Seele baumeln zu lassen. Jede Figur hat ihr Päckchen zu tragen und obwohl die alle ziemlich unterschiedlich aussehen, haben sie eben doch alle was gemeinsam.   Eine sehr schöne Geschichte, die ganz verschiedene Seiten der Krankheit beleuchtet, einen in gewisser Weise die Augen öffnen und dafür sensibilisiert, was damit alles im Zusammenhang stehen kann. Obwohl ich im Krankenhaus arbeite, vergisst man manchmal einfach, dass es auch immer gute Zeiten gibt und es sich lohnt Kraft daraus zu ziehen und diese zu nutzen.

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    • 2
  • Tage zwischen Freud und Leid

    Tage zwischen Ebbe und Flut

    gsimak

    21. November 2016 um 13:14

    Meine MeinungFelix ist 70 Jahre und leidet an Alzheimer. Sein Tochter Judith hat eine blendende Idee. Sie möchte mit ihrem Vater eine Mittelmeer-Kreuzfahrt machen. Obwohl Felix Frau nicht von dieser Idee überzeugt ist, schließt sie sich mit ihrer Enkelin Fabienne der Reise an.Auf dieser Kreuzfahrt wird dem Leser gezeigt, dass man einem Alzheimer-Patienten, so lange wie möglich, am normalen Leben teilhaben lassen sollte.Felix ist der beste Beweis dafür, welche positiven Auswirkungen eine Schiffsreise haben kann.Er verglich seine Erinnerungen mit Wellen. >>Die Wellen sind mein Kopf. Ales ist da. Aber es bewegt sich. Ich kann es nicht festhalten.<< Auf  der Reise wurde Judith zum ersten mal klar, wie ausgepowert ihre Mutter Ellen ist.Ellen und ihre Tochter giften sich auf der Fahrt ständig an. Sie müssen lernen, ihre Emotionen freien Lauf zu lassen. Auch Judith hat ein schweres Päckchen aus ihrer Vergangenheit zu tragen.Ich konnte Ellen gut verstehen. Sie kümmert sich 24 Stunden am Tag um ihren kranken Mann. Nur wer so etwas schon mal erlebt hat, kann nachempfinden wie schlimm es ist, jeden Tag ein Stückchen mehr von einem geliebten Menschen zu verlieren.Judiths beste Freundin Selma arbeitet auf dem Schiff als Joga-Lehrerin. Sie ist mit dem Offizier liiert. Mir gefiel sehr gut, wie unbefangen sie mit Felix umging. Sie gab auch Judith gute Ratschläge.   Ellens giftige Art Selma gegenüber, ärgert Judith maßlos. Ich musste schmunzeln als  Ellen Judith fragte, was denn der nette Offizier an dieser Selma findet. Judiths Antwort: >>Sie ist eine Granate im Bett.<< Felix lachte verschmitzt. Daran erkannte ich, dass er manch schöne Dinge noch nicht vergessen hat. :-)Enkelin Fabienne genießt die Kreuzfahrt in vollen Zügen. Eigentlich hat sie ja vor berühmt zu werden. Aber, das bildhübche Mädchen gewinnt sehr viele neue Eindrücke. Schließt neue Freundschaften. Sie wird nach dieser Kreuzfahrt andere Ansichten haben. Sie hat den Dreh heraus, wie sie mit ihrer Oma umgehen muss. Die beiden sind ein Herz und eine Seele.Als Ellen einen Landausflug unternimmt, möchte Felix auf dem Schiff bleiben. Er will seine Ruhe. Dann verlässt er unbemerkt alleine das Schiff und geht spazieren. Auf dem Rückweg landet er auf einem anderen Schiff.Die Passage gefiel mir besonders gut. Warum? Das verrate ich jetzt natürlich nicht. Ich würde der Geschichte die Spannung rauben.FazitEs ist schon eine Ironie des Schicksals, dass manche Menschen mit Alkohol und Drogen das Vergessen herbeiführen wollen, während ein Alzheimer Patient verzweifelt nach Erinnerungen sucht.In dieser Story geht es nicht nur um Alzheimer. Familienprobleme wollen  aufgearbeitet werden. Mutter und Tochter lernen auf der Schifffahrt neue Seiten aneinander kennen.Es wird einem vor Augen geführt, wie dringend ein dementer Mensch einen normalen Tagesablauf braucht. Dieser kann sehr wohl auf einem Schiff stattfinden. Es sind seine Angehörigen die er dringend braucht.Ich kann mir nicht ansatzweise ausmalen, was es bedeutet, einen dementen Partner zu haben.Carin Müller hat ein sehr ernstes Thema in eine wunderschöne Reise gepackt. Humor und wunderschöne Landausflüge in Italien, verhindern, dass dieses Buch trübselig daherkommt.Man merkt beim Lesen, dass die Autorin eigene Erfahrungen mit einem Familienmitglied hat.Bald schon beherzigen Ellen und Judith die Ratschläge von Selma: >>Was auf dem Schiff ist, bleibt auf dem Schiff.<>Meine Wüste heißt Alzheimer. Ein Sandsturm hat innerhalb kürzester Zeit fruchtbares Land verwüstet und lässt nichts als Ödnis übrig.<< (Ellen, Seite 138)Eine klare Empfehlung von mir.Danke Carin Müller

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    • 3
  • Tage zwischen Ebbe und Flut

    Tage zwischen Ebbe und Flut

    -sabine-

    17. November 2016 um 11:59

    Eine wundervolle Geschichte voller Emotionen, die zum Nachdenken genauso anregt wie zum Schmunzeln oder Weinen – man sollte nur in der richtigen Lesestimmung sein, dann kann es wirklich überzeugen.Mittelpunkt der Geschichte ist der 70-jährige Felix, der mit Ehefrau Ellen, Tochter Judith und Enkelin Fabienne eine Kreuzfahrt antritt – doch wer jetzt denkt, ein Idyll anzutreffen, täuscht sich, denn nicht nur ist Felix an der Alzheimer-Demenz erkrankt und wirft damit den einen oder anderen Plan schnell mal über Bord, ist seine Familie auch alles andere als einfach – so braucht es seine Zeit, bis jeder seinen Platz findet, auf dem Schiff, in der Familie und auch in seinem eigenen Leben.Die Autorin hat sich ein schweres Thema für ihren Roman ausgesucht, trotzdem ist die Geschichte eine locker-leichte, bei der zwar zwischendurch immer mal wieder die ernsten Töne durchblicken und den Leser zum Nachdenken anregen, die aber auch voller Humor steckt und mich so auf eine Achterbahn der Gefühle mitgenommen hat. Ich habe viel geschmunzelt, aber auch viel nachgedacht – vor allem aber sind die Probleme, die sich durch die Alzheimer-Erkrankung eines Familienmitglieds ergeben können, sehr deutlich geworden. Auch wenn manche Situation eher zum Schmunzeln einlädt, waren andere doch oft auch ernst und zeigten, wie viel Gefühl und Einfühlungsvermögen notwendig sind im Zusammenleben mit einem Demenzkranken.Die Figuren waren alle sehr gut gezeichnet und jeder wirkte wie aus dem Leben gegriffen. Felix habe ich natürlich sofort ins Herz geschlossen – obwohl er manchmal hilflos wirkt, hat er doch seinen eigenen Kopf und vor allem das Herz am rechten Fleck – schlimm waren nur die Situationen, wenn er sich seiner Krankheit bewusst wird, da hatte ich dann auch schon mal Tränen in den Augen. Seine Ehefrau Ellen wirkt leider etwas herrisch, im Laufe der Geschichte aber lernt man sie näher kennen und dann auch ihren weichen Kern – das Zusammenleben mit ihrem Mann fordert sie sehr und diese Dominanz ist einfach ihre Art, mit der Situation umzugehen. Tochter Judith dagegen muss erst lernen, wie schwer genau dieses Zusammenleben sein kann – sonst sich eher der Karriere widmend, weiß sie in manchen Situationen nicht, mit der Familie umzugehen. Gefallen an ihr hat mir aber, dass sie sich entwickelt und bald auch erkennt, was im Leben wirklich wichtig ist. Enkelin Fabienne bringt in die Geschichte noch mal jugendlichen Schwung, weil ihre Probleme einfach andere sind und sie sich wie ein typischer Teenager verhält – auch wenn sie das natürlich nicht hören mag. Der Schreibstil ist locker und leicht, sehr lebendig und lässt mich als Leser eintauchen in die wundervolle Geschichte. Und die entführt nicht nur in eine turbulente Familie, sondern nimmt auch mit auf eine wundervolle Schiffsreise rund um den italienischen Stiefel und schafft so auch ein gewisses Urlaubsfeeling. Die Seiten fliegen rasch dahin und die Geschichte ist sehr kurzweilig, dennoch ist das Buch keins für zwischendurch, weil es noch lange nachhallt und zum Nachdenken anregt. Einziges Manko – und da kann das Buch nichts für – ich war leider nicht in der richtigen Lesestimmung; sonst hätte es volle 5 Sterne gegeben. Trotzdem würde ich das Buch auf jeden Fall empfehlen, weil es einfach eine tolle Geschichte ist, die emotional berührt, dabei voller Humor steckt und Lesefreude schenkt.Mein FazitTrotz des ernsten Themas ist das Buch voller Humor und lädt zum Lachen, aber auch zum Nachdenken und Weinen ein. Die Schiffsreise der Familie Kaufmann, bei der im Mittelpunkt der demenzkranke Felix steht, entwickelt sich für jeden einzelnen zu einer Reise zu sich selbst – und trotz vieler lustiger Szenen bietet die Geschichte auch viele ernste Themen, die nachdenklich machen. Liebenswerte Charaktere und ein lockerer, sehr lebendiger Schreibstil haben mir schöne Lesestunden geschenkt. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen.

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    • 2
  • emotionsgeladen

    Tage zwischen Ebbe und Flut

    Flatter

    11. November 2016 um 21:45

    Über die Autorin:Carin Müller studierte Germanistik in München. Nach ihrem Studium volontierte sie bei verschiedenen Radiosendern sowie in einer PR-Agentur. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Hand, dem dreijährigen Airedale-Terrier-Rüden Toni, in Frankfurt.Zum Inhalt: KlappentextFelix ist 70 Jahre alt. Er spricht aus, was niemand zu sagen wagt, und tut, was sonst niemand tun würde. Seine Erinnerungen sind wie Wellen in seinem Kopf, wogend, nicht festzuhalten. Denn Felix hat Alzheimre. Um ihm einen Herzenswunsch zu erfüllen, machen seine Ehefrau Ellen, seine Tochter Judith und sein Enkelin Fabienne mit ihm eine Kreuzfahrt. Doch während Felix die Reise als wunderbares Abenteuer erlebt, wird für die drei Frauen die Seereise zu einer Seelenreise durch schwere Gewässer, aber mit Kurs auf sonnige Gefilde.Meine Meinung:Es war schön und traurig zugleich zu lesen. Felix verliert nach und nach seine Erinnerungen. Total klasse fand ich, dass auch erzählt wird, wie Menschen, die Alzheimer haben, diese Krankheit erleben.Wir erleben es anders herum. Diese Geschichte hat mich tief bewegt. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und kommen so echt rüber. Man kann sich total in ihre Gefühlswelt hineinversetzen und viele Handlungen nachvollziehen. Und zwar die, beider Seiten. Der Schreibstil fesselt und die Geschichte hat mich emotional total aufgewühlt. Die Autorin hat hier ganz tolle Recherchearbeit geleistet und bringt das Thema extrem gut rüber. Die Reise fand ich persönlich sehr gewagt. An Bord kommt es zu Spannungen, da Judith und Ellen in vielen Dingen andere Ansichten vertreten. Und auch Felix sorgt für Überraschungen und kann auch sehr bockig werden. Viele Turbulenzen, mit denen sich die Familie auseinandersetzen muß.Cover:Das Cover ist traurig und fröhlich zugleich. Das gekonnte Farbspiel passt sehr gut zur Geschichte.Fazit:Ein sehr interessantes Thema, das wundervoll umgesetzt wurde. Sehr intensiv und tiefgründig

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    • 2
  • »Die Wellen sind mein Kopf. Alles ist da. Alles. Aber es bewegt sich.« (S. 36)

    Tage zwischen Ebbe und Flut

    Talathiel

    11. November 2016 um 17:53

    Felix ist 70 Jahre alt und hat Alzheimer. Sein größter Wunsch ist es, einmal im Leben eine Kreuzfahrt zu machen. Seine Tochter Judith will ihm seinen Herzenswunsch erfüllen, wird aber noch von Mutter Ellen und ihrer Nichte Fabienne begleitet. Für Felix gestaltet sich alles als großes Abenteuer, doch die drei Frauen haben mit ihren ganz eigenen Lastern zu kämpfen.»Im Grunde ist das alles Trauer am lebenden Objekt, denn meinen Vater gibt‘s schon lange nicht mehr.« (S. 127)Mit „Tage zwischen Ebbe und Flut“ setzt Carin Müller die Segel auf dem schwierigen Thema Alzheimer. Die Fahrt gelingt, auch wenn die Reise oft durch schwere Gewässer führt, aber auch durch ruhiges Wasser der Sonne entgegen. Sehr einfühlsam beschreibt sie das Leben mit dem an Alzheimer erkrankten Felix und seiner Familie, verdeutlicht die Hoch und Tiefs und ist doch stets ehrlich mit dem Leser. Man merkt, dass die Autorin selbst Erfahrung bezüglich der Krankheit hat und sie weiß, wovon sie schreibt. Hinzu kommt auch ihr sehr angenehmer Schreibstil, der sehr gut zu lesen ist und man fliegt nur so über die Seiten, denn trotz dem schwierigen Grundthema ist das Buch trotz allem humorvoll geschrieben. Die vier Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein. Zum einen ist hier Felix, von dem man trotz des Alzheimers noch so viel mitbekommt, auch wenn er selbst manchmal nicht mehr so alles weiß. Aber von ihm zu lesen, hat mich immer besonders mitfühlen lassen. Seine Frau Ellen hat es auch nicht leicht, und auch hier möchte man sagen, man spürt die Last, die diese Krankheit auch für deren Angehörige mit sich bringt. Natürlich sind bei ihr noch ganz andere Dinge nicht so ganz im rechten Los und Ellen erscheint zunächst schwierig, was meistens Tochter Judith abbekommt. Sie kämpft mit ihren eigenen Lasten und so wird auch für sie die Kreuzfahrt zur Erkenntnis führen, genau wie für die junge Fabienne. »Jeder Mensch braucht Liebe, und ich wünsche dir so sehr, dass du deine Liebe findest. Denn dann wird die ganze Welt bunter.« (S. 220)„Tage zwischen Ebbe und Flut“ von Carin Müller ist ein Buch, dass ich von ganzem Herzen weiterempfehlen kann. Ein Buch voller schöner, aber auch nachdenklicher Momente. Ein Buch, das das Herz berührt!  

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    • 2
  • Ein schweres Thema, umhüllt von Momenten der Leichtigkeit und des Glücks.

    Tage zwischen Ebbe und Flut

    Fabella

    05. November 2016 um 11:34

    Inhalt:Das Buch erzählt die Geschichte von Felix, der unter Alzheimer leidet. Doch sie erzählt nicht nur, wie schwer und teilweise ärgerlich es für ihn selbst ist, mit dieser fortschreitenden Krankheit zu leben, sondern auch, wie sein Umfeld damit umgeht. Ein schweres Thema eingehüllt in einen hier und da sogar mal leichten und unterhaltsamen Roman, der behutsam zeigt, wie  schwer dieses Thema für den Betroffenen und die Angehörigen ist und wie leicht sich hier und da doch auch Freude einschleichen kann, wenn man es am wenigsten erwartet.Meine Meinung:Ein schweres Thema. Normalerweise vermeide ich Bücher dieser Art. Denn sie spiegeln den Alltag wieder. Die Probleme und Tragödien, die so real sind.  In meinen "BuchZeiten" versuche ich eigentlich, genau diesem Ernst zu entgehen, da ich finde, die Realität ist schwer genug. Doch dieses Buch bekam ich vom Verlag unvorhergesehen zugeschickt .. und das Cover machte mich doch neugierig und ich wollte ihm eine Chance geben und ich denke, ich wurde tatsächlich belohnt mit einer doch sehr ergreifenden aber gar nicht so schweren Geschichte. Denn die Autorin schaffte es, kein Drama daraus zu machen, und doch den Ernst der Lage zu vermitteln.Eigentlich denkt man zunächst, dass der siebzigjährige Felix im Mittelpunkt steht. Denn es ist sein Schicksal, seine Reise, sein Wunsch auf ein letztes großes Abenteuer. Doch gleichermaßen ist es auch die Geschichte seiner Frau Ellen, seiner Tochter Judith und seiner Enkelin Fabienne. Die Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die auch so unterschiedlich mit der Erkrankung umgehen.Für mich bestand der Hauptteil des Buches eigentlich in den sehr häufigen Meinungsverschiedenheiten von Ellen und Judith. Und es war auch nicht möglich, überhaupt Partei für eine von Beiden zu ergreifen, denn irgenwie hatten beide Recht und Unrecht. Während Judith ihrer Mutter ständig vorwarf, ihren Vater zu bevormunden, beklagte die Andere, dass sie sich gar kein Bild über das tägliche Zusammenleben machen könnte. Und Stück für Stück im Buch erfährt man mehr. Vom Jetzt und von der Vergangenheit. Von Missverständnissen und Trugbildern.Doch immer wieder gibt es auch Momente, die innehalten lassen. Die zeigen, dass es gerade die Momente sind, die wir festhalten müssen. Aus denen wir Kraft schöpfen sollten - und nicht nur, wenn wir so schwere Probleme haben, wie die Protagonisten in diesem Buch. Und ich finde auch, man lernt ein bisschen was über diese Krankheit, auch wenn es sicherlich nur ein kleiner Fitzel ist, der uns zeigt, wie wichtig die Zeit ist, die wir jetzt noch haben und dass von einem Tag auf den anderen alles anders sein kann.Fazit:Ein schweres Thema, umhüllt von Momenten der Leichtigkeit und des Glücks. Winzige Begebenheiten, die helfen können, wieder durchzuatmen und sich zu erinnern, was war und was ist. Ich kann das Buch wirklich empfehlen, auch wenn man sich zunächst vielleicht nicht dem Thema widmen möchte. Und nach dem Lesen gibt auch der Titel so viel, was man vorher gar nicht sah. Sehr passend gewählt!

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  • Ein gelungener Familienroman, der sich der Krankheit Alzheimer mit Humor nähert

    Tage zwischen Ebbe und Flut

    Julitraum

    02. November 2016 um 18:56

    Judiths Vater Felix ist 70 Jahre alt und hat Alzheimer. Die Krankheit ist bei ihm zwar noch in den Anfängen, aber schon jetzt sind die typischen Symptome mehr als deutlich zu spüren und die Belastung für Felix Ehefrau Ellen ist sehr groß. Für Felix selbst ist dies alles natürlich am schlimmsten, immer mehr Erinnerungen und Worte scheinen im Nebel verschwunden zu sein und dass die Krankheit voranschreiten wird, ist leider traurige Gewissheit. Judith möchte ihrem Vater gerne einen Herzenswunsch erfüllen und lädt ihn zu einer gemeinsamen Kreuzfahrt in südliche Gefilde ein. Damit trifft Judith aber auf gar kein Wohlwollen bei Ellen, ihrer Mutter, zu der sie ohnehin seit jeher ein eher gespanntes Verhältnis hat. Ihre Mutter Ellen übt sich stets in perfekter Planung und Haltung und hatte wie üblich einen Golfurlaub mit Felix geplant, doch Felix entscheidet sich für die Kreuzfahrt. Nur widerwillig schließt sich auch Ellen den Beiden an. Die Vierte im Bunde bei dieser Reise wird die junge Fabienne, Ellen und Felix Enkelin und Judiths Nichte. Der Teenager reist eher unfreiwillig mit und hatte sich in den Ferien eigentlich die erfolgreiche heimliche Teilnahme bei einem Casting ausgemalt.Die Vorzeichen für eine entspannte Reise stehen also alles andere als gut und es kommt wie es kommen muß, an Bord prallen Judiths und Ellens Ansichten über Kleidungsstil und anderes sowie den Umgang mit Felix arg aufeinander und auch Fabiennes Zickereien nerven anfangs. Aber auch der gute Felix kann schon einmal bockig werden und für Überraschungen sorgen. Die Tage auf hoher See verändern so einiges in der Familie und führen zu unerwarteten Einsichten, Aussprachen und der Aufarbeitung der Vergangenheit, Tubulenzen sowie lustige und ernste Momente inklusive. Das Meer entfaltet eine ganz erstaunliche Wirkung auf die Reisenden.Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen. Er nähert sich dem traurigen Thema Alzheimer mit viel Warmherzigkeit und Humor, macht Mut und zeigt, dass diese schreckliche Diagnose noch nicht das Ende bedeuten muß, ist aber auch so realistisch geschrieben, dass nichts an dieser Krankheit verharmlost wird. Die Sichtweise aller Protagonisten, ihre Sorgen und Nöten und ihr Umgang miteinander, der wie in  jeder Familie auch nie ganz problemlos vonstatten geht, wird realistisch und mit viel Einfühlungsvermögen geschildert. Tolle Dialoge, oft sehr gelungener Humor und eine wirklich traumhaft beschriebene Reisekulisse mit tollen Urlaubszielen runden das ganze perfekt ab. Ein Roman, der sehr gut unterhält, nachdenklich macht, aber auch viel Zuversicht mit auf den Weg gibt.

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  • Alzheimer auf hoher See

    Tage zwischen Ebbe und Flut

    Queenelyza

    01. November 2016 um 13:05

    Felix' größter Wunsch ist es, mal eine Kreuzfahrt zu machen. Doch er ist kein gewöhnlicher Passagier, denn Felix ist 70 und hat Alzheimer. Sein Verhalten ist nicht immer sozial verträglich, aber trotzdem erfüllen ihm Ehefrau Ellen, Tochter Judith und Enkelin Fabienne seinen größten Wunsch. Doch die eh schon komplexe Familiendynamik führt auf dem Schiff nicht immer zu eitel Sonnenschein... Carin Müller bringt mit ihrem heiteren Roman zunächst das Thema Alzheimer auf eine spielerische Art und Weise in die Öffentlichkeit. Doch hinter der zunächst leicht zu scheinenden Muse verbergen sich genau die Probleme, die sich hinter einer Demenzerkrankung verbergen. Der Betroffene, der mit der Diagnose und dem Akzeptieren der Krankheit kämpft, merkt, wie ihm sein Leben und seine Erinnerungen entgleiten und der oftmals traurig oder wütend darüber ist. Die Person, die dem Erkrankten am nächsten steht, die pflegt, betreut und hadert, die keinen Abstand mehr hat und aus diesem Grund auch gar nicht mehr so recht mit der Person umgehen kann. Und weitere Familienangehörige, die zwar merken, wie anstrengend es sein kann, sich um einen Kranken zu kümmern, aber sich nur schwer in jemanden hineinversetzen können, der dies 24 Stunden am Tag übernimmt oder übernehmen "muss". Ganz viele wichtige Punkte sind in diesem Roman verpackt, aber es geht nicht nur um die Demenz, sondern auch um Loyalität, Ehrlichkeit, Freundschaft und Liebe. Jede der Frauen hat ihr Päckchen zu tragen, auf das die Demenz des Vaters, Opas oder Ehemannes noch obendrauf kommt. Und so wird aus der Krankheit plus den persönlich verpassten Chancen öfter mal eine explosive und scheinbar ausweglose Kombination, bei der erst andere eine Lösungsmöglichkeit sehen. Auf dieser Kreuzfahrt gibt es viele Probleme, aber es lösen sich auch viele Knoten. Vorstellungen werden zurechtgerückt, Handlungsweisen überdacht und ja, alle rücken ein Stückchen näher zusammen und lernen, dass Felix eben nicht nur jemand ist, der sich verliert, sondern der auch noch sehr viel geben kann. Der ein Leben nach seinen Maßstäben und Wünschen verdient hat, so gut es eben machbar ist. Ein ganz wunderbarer Roman, der ein schönes Statement für Normalität, Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Demenz darstellt. Weil er eben nicht mit erhobenem Finger, sondern scheinbar leicht und locker, dabei aber trotzdem nicht oberflächlich daherkommt. Sehr gelungen!

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  • Leserunde zu "Tage zwischen Ebbe und Flut" von Carin Müller

    Tage zwischen Ebbe und Flut

    Carin_Mueller

    Vergessen ist eine Form von Freiheit Diese schöne Aussage von Khalil Gibran habe ich als Leitsatz vor meinen neuen Roman TAGE ZWISCHEN EBBE UND FLUT gestellt. Seine Worte passen einfach perfekt zu meiner Geschichte, die sich ums Vergessen dreht, aber auch um neue Freiheiten. Wer sich mit mir auf die Reise begeben will, hat jetzt die Gelegenheit an einer Leserunde teilzunehmen. Mein Verlag Droemer Knaur stellt 15 Taschenbuch-Exemplare zur Verfügung. Selbstverständlich begleite ich die Leserunde intensiv und stehe jederzeit für Fragen zur Verfügung. Worum geht es? Felix ist 70 Jahre alt. Er spricht aus, was niemand zu sagen wagt, und tut, was sonst niemand tun würde. Seine Erinnerungen sind wie Wellen in seinem Kopf, wogend, nicht festzuhalten. Denn Felix hat Alzheimer. Um ihm einen Herzenswunsch zu erfüllen, machen seine Ehefrau Ellen, seine Tochter Judith und seine Enkelin Fabienne mit ihm eine Kreuzfahrt. Doch während Felix die Reise als wunderbares Abenteuer erlebt, wird für die drei Frauen die Seereise zu einer Seelenreise durch schwere Gewässer, aber mit Kurs auf sonnige Gefilde. Soweit der Klappentext. Der Verlag kommentiert die Geschichte noch mit folgenden Worten: "In ihrem ebenso warmherzigen wie humorvoll überspitzten Roman "Tage zwischen Ebbe und Flut" zeigt die Journalistin Carin Müller eine Familie im emotionalen Ausnahmezustand. Basierend auf eigenen Erfahrungen lässt die Autorin ihre liebevoll gezeichneten Charaktere, allen voran den an Alzheimer erkrankten Felix sowie seine Ehefrau, seine Tochter und seine Enkelin, auf einer Mittelmeer-Kreuzfahrt aufeinanderprallen. So entsteht ein bewegender, dabei sehr ehrlicher und oftmals herrlich komischer Reise- und Familienroman über eine der Volkskrankheiten unserer Zeit, wie man damit lebt, was sie mit sich bringt - an Verlusten, aber auch neuen Erfahrungen und Chancen." Wer kann sich bewerben? Alle, die mir verraten, was sie mit Alzheimer verbinden. Ich bin gespannt und freue mich sehr! Ich freue mich übrigens auch über Besuche auf meiner Website (www.carinmueller.de) und meiner Facebook-Seite (https://www.facebook.com/carinmueller/). Kleiner Tipp, Newsletter-Abonnenten erfahren alle Neuigkeiten immer als Erste und dürfen sich ab und zu über besondere Goodies freuen.

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  • Gedanken kommen und gehen wieder

    Tage zwischen Ebbe und Flut

    Schnuck59

    28. October 2016 um 11:16

    In ihrem Roman „Tage zwischen Ebbe und Flut“ beschreibt Carin Müller die gemeinsame und abenteuerliche Kreuzfahrt mit dem an Alzheimer Erkrankten Felix, seiner Ehefrau Ellen, seiner Tochter Judith und seiner Enkelin Fabienne. Der Schreibstil von Catrin Müller ist flüssig und lebendig. Es gibt nachdenkliche, aber auch humorvolle Passagen. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven verdeutlichen Gedanken und Gefühle. Die Hauptcharaktere sind gut und individuell ausgearbeitet. Mir persönlich sind die vier sehr unterschiedlichen Charaktere und ihre Geschichten zu viel. Für jede von ihnen wird diese Reise eine Reise zu sich selbst und die zwischenmenschlichen Beziehungen werden deutlich, hinterfragt und teilweise aufgearbeitet. Die Alzheimer Erkrankung von Felix beeinflusst die Familienangehörige und die Geschehnisse während der Seereise. Die Schwierigkeiten im Umgang bei dieser Erkrankung werden deutlich. Das Thema Alzheimer steht allerdings nicht direkt im Vordergrund. Die Beschreibungen der Kreuzfahrt und der Landausflüge sind klar und anschaulich, machen den Roman unterhaltsam. Die Thematik Alzheimer wird in diesem Roman auf gefühlvolle Weise angesprochen und verdeutlicht. Allerdings gibt es sehr viele „Nebenschauplätze“, wodurch die Geschichte für mich zu unübersichtlich und nicht immer ausgereift wirkt.

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