Carina Bergfeldt

 3.7 Sterne bei 37 Bewertungen

Alle Bücher von Carina Bergfeldt

Die Vatermörderin

Die Vatermörderin

 (28)
Erschienen am 17.06.2014
Das Seegrab

Das Seegrab

 (9)
Erschienen am 15.08.2016

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V

Rezension zu "Die Vatermörderin" von Carina Bergfeldt

Zwang mich es zu beenden
vivimchlxvor 5 Monaten

Inhalt


Gemeinsam versuchen zwei Journalistinnen und eine Kriminalkommissarin den Mord der Hausfrau und Mutter Elisabeth Hjort, welcher zuerst für einen Selbstmord gehalten wird, aufzuklären.

Jeder dieser Frauen hat ihren eigenen Grund und jede dieser Frauen birgt ihr eigenes dunkles Geheimnis.  


Die Polizei geriet bei den Ermittlungen im Fall Elisabeth Hjort immer wieder ins Stocken aufgrund vieler Verdächtigen mit nachvollziehbaren Motiven, weshalb die beiden Journalistinnen Julia und Ing-Marie sich dem Fall anschließen und sowohl gnaden- als auch rücksichtslos ihre eigenen Ermittlungen beginnen. Besonders Ing-Marie ist sehr engagiert, da sie eine Karriere als Polizeireporterin anstrebt. Eine geheime Quelle hilft ihr bei ihren eigenen Nachforschungen, welche sie im Fall weiterbringen. 

Julia und Anna haben eine gemeinsame Vergangenheit, jedoch gingen die beiden im schlechten auseinander und sind jetzt gezwungen gemeinsam zu arbeiten. 


Parallel verläuft die Planung des Vatermords. Eine anonyme Ich-Erzählerin plant den Mord an ihrem Vater, da sie seine Taten in der Vergangenheit rächen möchte. Mit Hilfe verschiedener TV-Serien, mit besonderen Fokus auf der Serie Dexter, plant und organisiert sie den Mord an ihrem Vater sorgfältig. 


"Sie stellt es sich wie in einem Film vor. Seine Version der Wirklichkeit. [...] Vielleicht kann sie dann verstehen, was in ihm vorgeht." (Kapitel 36, S.150)


Meine Meinung


Durch die wirklich guten Bewertungen dieses Psychothrillers lies ich mich beeinflussen und kaufte ihn mir. Jedoch muss ich all diesen wirklich radikal widersprechen.


Es laufen zwei parallele Handlungen ab. Einmal die Ermittlungen des Mordes an Elisabeth H. und zum anderen die Planung des Mordes an dem Vater. Man kann zwar davon ausgehen, dass die beiden Handlungen miteinander verknüpft sind, jedoch gibt es bis zum Ende keine klaren Hinweise dafür, ebenso bleibt es bis zum Ende unklar wer dieser Frauen ihren Vater umbringen möchte, durch geschickte falsche Fährten hat sich meine Hauptverdächtigte immer wieder geändert, jedoch lag ich letztendlich auf der richtigen Spur. 

Regelmäßige Rückblicke in die Vergangenheit der Vatermörderin erwecken sowohl Empathie für die Mörderin, als auch Verständnis für ihre Handlung. Die Planung des Mordes ist durchdacht und auch teils realistisch, da sie sich vor allem von bekannten TV-Serien inspirieren lässt (wir haben doch alle schon mal darüber nachgedacht, oder?). Wobei man an einigen Stellen schon fast denken könnte das Buch sei einfach eine sehr ausführliche Schleichwerbung der Serie Dexter (welche ich bisher auch noch nicht kenne, aber durch das Buch definitiv neugierig wurde - Werbung also gelungen!).

Die Motivation ist nachzuvollziehen und das Mitleid mit dem Vater hält sich in Grenzen. 

Mein größter Pluspunkt ist aber, das es hier drei starke Protagonistinnen gibt und sich der Romantik-Anteil in Grenzen hält. Hier spielen ganz klar die Frauen die große Hauptrolle und Männer sind nur kleine Randfiguren, find ich auch mal gut!


Die meisten Kapitel sind sehr kurz wodurch auch die Perspektiven oft wechseln und es nicht immer sofort eindeutig ist, aus wessen Sicht gerade erzählt wird. Perspektivenwechsel können Spannung erzeugen, hier wird dieses Mittel aber eindeutig zu oft genutzt, sodass anstatt Spannung lediglich Verwirrung zurückbleibt. Weiterhin sind die falschen Stellen einfach zu langatmig und dieses weite ausholen ist auch nicht wirklich sinnvoll, meiner Meinung nach unterbricht es eher den flüssigen Handlungsverlauf - wodurch bei mir des öfteren eine Langeweile aufkam. Das Buch ist nicht wirklich lang, dennoch hat es mich beinahe 3 Wochen gekostet, da endlich irgendwie durchzukommen. 


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mamenus avatar

Rezension zu "Das Seegrab" von Carina Bergfeldt

Das Seegrab
mamenuvor einem Jahr




Klapptext
Viktor Hyldgaards Leben in der schwedischen Kleinstadt Skövde scheint perfekt:Er ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und führt eine glückliche Ehe.Als er eines Tages spurlos verschwindet,glaubt die Polizei zunächst nicht an ein Verbrechen bis Taucher in einem nahegelegten kleinen See eine zerstückelte Leiche finden.Im Hals des abgetrennten Kopfes steckt das Foto einer unbekannten Frau.Auf der Suche nach ihrer Identität stößt die junge Polizeibeamtin Anna Eiler auf makabre Untiefen in Viktors Vergangenheit und plötzlich sieht es so aus,als gäbe es auch eine Verbindung zu ihrer Freundin Julia,deren Vater vor Monaten spurlos verschwand
Meine Meinung

Der Klapp-Text hört sich für mich sehr gut an, sodass ich beschlossen habe, dieses Buch zu lesen.
Ich habe gedacht, das es sich hier um einen Krimi handelt, doch nach dem lesen musste ich feststellen das ich es nicht so sehe. Denn der eigentliche Fall in dieser Geschichte, so finde ich, wird nur nebensächlich behandelt.
Was ich ein wenig Schade finde, denn vom Klapp-text her habe ich etwas anderes erwartet.Die Geschichte ist nicht schlecht und man kann es auch gut lesen, da der Schreibstil flüssig und leicht ist. Doch von der Spannung her finde ich es für ein Krimi etwas zu wenig.
Hier wird etwas mehr auf das Privatleben von Anna Eiler eingegangen, die mehr mit ihrem Liebesleben beschäftigt ist. Was ich nicht schlecht finde, doch das hätte auch weniger Liebesleben sein können. Denn ich denke, so ist ein wenig vom eigenen Fall verloren gegangen. Somit war es an einigen Stellen doch etwas langatmig und hat die Spannung für mich dann weg genommen.
Ich will auch nicht unbedingt sagen, das die Geschichte schlecht ist. Doch als Krimi habe ich etwas anderes erwartet. Hier muss ich sagen, es handelt sich eher um einen Roman.
Auch wenn ich etwas anderes erwartet habe und ich jetzt mal davon ausgehe das es ein Roman ist, fand ich diese Geschichte eigentlich gut zu lesen.
Das Ende kam dann doch sehr schnell, was mich aber dann auch nicht gestört hat, denn es hat sehr gut zu  dieser Geschichte gepasst.
Trotzdem muss ich sagen das ich beim lesen gut unterhalten worden bin und bestimmt noch was anderes von der Autorin lesen werde.

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rike84s avatar

Rezension zu "Das Seegrab" von Carina Bergfeldt

Schade um die Story!
rike84vor 2 Jahren

Viktor Hyldgaart wollte nur mal schnell mit seinen Kumpels in die Kneipe. Seitdem wurde er nie wieder gesehen. Die Frau alarmiert die Polizei, die Suche ist erfolglos. Bis ein Kopf in einem See mit dem passenden Namen „Valdemars Grab“ gefunden wird. Ist das Viktor? Was ist das für ein Foto im Rachen der Leiche? Und was ist in den  anderen Müllsäcken, die bei der Suche gefunden werden? Ein Mörder mit mehreren Opfern oder mehrere Mörder? Anne Eiler muss ermitteln, hat aber privat ganz andere Probleme..

Stil, Machart, Meinung

„Das Seegrab“ ist ein laut Cover ein Kriminalroman. Das stimmt soweit auch, da es um die Aufklärung eines (oder mehrerer) Verbrechen geht. Irgendwie hat mir die Balance zwischen der Aufklärung des Verbrechens und der privaten Probleme der Ermittlerin ja so überhaupt nicht gefallen. Vielleicht ist es auch eher ein Roman über eine unglückliche Geliebte, die Nebenbei noch einen Mordfall aufklären muss. Gern können Ermittler ein interessantes Privatleben haben, aber wenn die sehr klischeehafte Affäre der Beamtin mehr Raum einnimmt als die Aufklärung des Verbrechens, dann fühle ich mich, wie die Ehefrau des Geliebten in diesem Fall wohl auch: betrogen. Gut ist immerhin, dass die Beschreibungen nicht ausufern und sich die Geschichte so schnell lesen lässt.

Die Idee an sich ist gut. Ein Mann verschwindet, zwei Leichen werden gefunden. Wie hängt das alles zusammen? Das ist doch schonmal was. Auch das Foto einer Frau im Rachen ist ein interessanter Hinweis. Dann erfahren wir aus den spärlich beschriebenen Gedanken des Mörders, dass es eine Mörderin ist. Und ein interessantes Doppelleben des Opfers wird enthüllt, woraufhin man dem Mörder eigentlich eher beglückwünschen als schnappen möchte – und die Anzahl der Verdächtigen ist sofort recht hoch. Leider wird es aber nicht wirklich spannend.

Zu keiner Zeit war ich so richtig gefesselt. Ich habe das Buch auf einer Zugfahrt begonnen und fand schnell die Natur, die Mitreisenden und einfach alles andere spannender. Das letzte Drittel des Buches habe ich dann auf der Arbeit in der Pause gelesen, da gab es nun wirklich nichts Interessanteres und deshalb bin ich nun fertig. Die Kapitel sind zwar meistens schön kurz gehalten, sodass man in von einer Szene in die nächste springt – obwohl sonst ein gutes Stilmittel für Spannung, hilft das bei der Spannung leider auch irgendwie nicht. Am Anfang hat es mich auch eher verwirrt, weil ich nicht gerade schnell herausfinden konnte, wer denn da nun wer ist.

Ein weiteres Manko ist die Ermittlungsarbeit. Man ist als Leser kaum dabei. Man folgt lediglich der Ermittlerin, die ja gedanklich eher bei ihrer Affäre ist. Die Ermittlungsergebnisse werden nicht durch Ermittlungsarbeit erzielt sondern eher sehr  zufällig und durch die Intuition der Ermittlerin (als sie dann am Ende des Buches noch dachte, sie sollte sich zur Abwechslung mal auf ihr Bauchgefühl verlassen, da war es bei mir ja endgültig vorbei). Einzig die Auflösung fand ich ja noch ganz gelungen, sie kam aber auch irgendwie so plötzlich.

Fazit

Dieses Buch ist bei mir durchgefallen. Ich vergebe enttäuschte 2 Sterne und werde wohl kein Buch dieser Autorin jemals wieder in die Hand nehmen. Hier ist jedoch zu beachten, dass mein Empfinden da sicherlich sehr subjektiv ist. Wer mit der privaten Geschichte der Ermittlerin warm werden kann, der findet es eventuell ganz toll. Wenn ich allerdings ein Krimi lese, dann liegt mein Hauptaugenmerk auf der Aufklärung des Verbrechens. Interessante Nebenhandlungen sind herzlich willkommen. Positiv anzumerken ist, dass man als Leser nicht mit unnützen Beschreibungen von Landschaften und sonstigen Dingen genervt wird – aber diese Rolle übernimmt ja etwas anderes. Auch gut ist die Story, 2 Leichen in einem See, an verschiedenen Zeiten getötet. Das ist doch eigentlich eine gute Ausgangslage..

Falls es beim Krimi also nicht um das Verbrechen geht und sie gerade eine Affäre haben, lesen sie dieses Buch und sie werden es wahrscheinlich lieben J

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