Carina Heberer

 5 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf

Carina Heberer ist promovierte Biologin. Sie arbeitet in den Bereichen Forschung und umweltpädagogik der Ökologischen Forschungsstation Schlüchtern e. V. sowie als Museumspädagogin am Senckenberg Naturmuseum Frankfurt am Main. Daneben ist sie als freie Autorin, Naturpädagogin und Referentin für populärwissenschaftliche Themen tätig.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Carina Heberer

Cover des Buches Unbekannte Mitbewohner (ISBN: 9783806235814)

Unbekannte Mitbewohner

(3)
Erschienen am 26.02.2018

Neue Rezensionen zu Carina Heberer

Cover des Buches Unbekannte Mitbewohner (ISBN: 9783806235814)
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Rezension zu "Unbekannte Mitbewohner" von Ruthild Kropp

wanderer-of-words
Eine Bereicherung für jedes Bücherregal

Das Buch widmet sich den Tieren in unserer direkten Umgebung, Tieren von denen wir denken sie gut zu kennen. Schon nach ein paar Seiten stellte sich für mich aber heraus, dass dem gar nicht so ist und so manches unscheinbar wirkende Geschöpf ziemlich erstaunliche Fähigkeiten besitzt. Den meisten Tieren um die es im Buch geht sind wir schon begegnet, trotzdem wissen wir über sie oft nicht mehr als ihren Namen. Ruthild Kropp und Carina Heberer wollen uns diese Tiere näherbringen und uns zeigen, dass in unserem Haus und Garten sehr spannende Geschöpfe leben, die mehr Aufmerksamkeit verdient haben.

Jedes der 28 ausgewählten Tiere wird umfangreich, aber nicht ermüdend, portraitiert. Ihre Lebensweise, ihre Fähigkeiten und Überlebenskünste, wie auch ihr Zusammenleben mit dem Menschen spielen dabei eine Rolle. Das Ganze ist sehr kurzweilig und verständlich formuliert, so dass ich als Laie keinerlei Verständnisprobleme hatte. Die Texte sind mit abwechslungsreichen Anekdoten ergänzt, Zeichnungen und schwarzweiß Illustrationen runden das Ganze ab. Die Auswahl der Tiere finde ich sehr gut getroffen, von Maus über Nacktschnecke und Zecke ist alles mit dabei. Recht schnell hat sich gezeigt, dass mein Wissen über die uns umgebende Tierwelt doch nur recht oberflächlich ist und dass man selbst so manches Vorurteil hat. Zu meinem Erstaunen stellte sich heraus, dass die niedlichen Marienkäfer Kannibalen sind, während auf dem Speiseplan der Silberfischchen Schimmelpilze und Hausmilben stehen, womit sie manchmal ganz nützlich sind.

Eine spannende Lektüre, nach der man so manches Tier mit ganz anderen Augen sieht. Ob man es am Stück liest oder immer mal wieder ganz gezielt ein Tier nachschlägt, das Buch ist eine Bereicherung für jedes Bücherregal!

Cover des Buches Unbekannte Mitbewohner (ISBN: 9783806235814)
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Rezension zu "Unbekannte Mitbewohner" von Ruthild Kropp

Kristall86
Du bist nicht allein!

In unserem Leben sind wir nicht nur von Luft und Menschen umgeben, sondern auch, unter anderem, von unseren tierischen Nachbarn. Wir alle kennen sie - egal ob Fliegen die einem den Verstand rauben können wenn sie zu aufdringlich werden, Tauben die einem mit ihrem Gegurre aus den Schlaf reißen , Wespen die man nicht zur Gartenparty eingeladen hat aber trotzdem daran teilnehmen wolle oder der Silberfisch der morgens durchs Bad huscht. Uns allen sagen diese Tiere etwas aber wir wissen viel zu wenig über ihre Lebensweise und ihr Sozialverhalten. Brauchen wir denn dieses Wissen überhaupt? Und ob! Denn nur dadurch werden Mythen bei Seite geräumt und der Blickwinkel auf diese Tiere eindeutig verbessert. Nich jede Spinne muss gleich zermatscht werden wenn sie sich aus Versehen ins Haus verirrt, nur das müssen wir erstmal wieder lernen. Ruthild Kropp und Carina Heberer bringen in ihrem Buch „Unbekannte Mitbewohner - Das Who‘s Who unserer tierischen Nachbarn“ alles auf sehr witzige und informative Weise auf den Punkt. Die beiden Damen beschreiben sehr klar und rund über das jeweilige Geschöpf. Alles wirkt dabei sei kurzweilig und ist wunderbar gegliedert. Durch diese Aufmachung kann man das Buch recht zügig lesen ohne dabei Wissen zu vergessen. Ebenso eignet es sich sehr gut zum vorlesen und gleich darüber diskutieren. Natürlich wird man Dinge lesen die man schon kennt aber sie beschreiben auch geschichtliche Aspekte sehr gut lesbar die man eben noch nicht kannte. Die Ansicht der beiden wird mit ihrem Humor sehr gut untermalt. Sie verstehen sehr gut, ein „trockenes“ biologische Thema zu verpacken, so dass auch größere Kinder sehr gut verstehen können um was es sich dreht. Mit ihrer Sichtweise zeigen die beiden Autorinnen eine Feinfühligkeit auf, die wir Menschen ein wenig verloren haben. Wir müssen immer gleich alles vernichten. Aber warum? Nur weil wir das Tier eklig finden? Vielleicht finden uns die Tiefe eklig! Oder weil sie uns so stören? Es ist eher das Gegenteil...wir dringen zu weit in den Lebensraum unserer Tiere ein und zerstören ihn. Das Artensterben hat begonnen! Die Sichtweise macht es aus und das ist den beiden mit diesem Buch hervorragend gelungen. Jedes Lebewesen hat seine Dasein-Berechtigung, wir müssen sie nur lernen zu verstehen! Zur Aufmachung des Buches: die zarten, grauen Zeichnung und auch die zahlreichen Fotos bereichern dieses Buch ungemein. Natürlich kennt man die Tierchen um die es hier geht, aber sie mal so aus dieser Perspektive zu sehen ist schon, zum Teil, erstaunlich. Durch die Bilder wirkt das Buch sehr ansprechend und locker. Perfekt gestaltet würde ich sagen! Dieses Buch erhält eine ganz klare Leseempfehlung und sollte in allen Haushalten gelesen werden. Es sollte zur Pflichtlektüre werden, denn wenn wir nicht bald „aufwachen“ und uns um unsere Natur kümmern, wird bald kein Vögelchen mehr singen, keine Mücke mehr surren und kein Käfer mehr krabbeln....Wollen wir das? Nein! Also lesen Sie dieses informative Buch! Es lohnt sich! Ich danke dem Verlag für das Leseexemplar!

Cover des Buches Unbekannte Mitbewohner (ISBN: 9783806235814)
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Rezension zu "Unbekannte Mitbewohner" von Ruthild Kropp

Igelmanu66
Tiere, die im Schatten stehen

»Man muss keine großen Reisen unternehmen, um spektakulären Tierarten zu begegnen, denn sie sind mitten unter uns: Jeden Tag begegnen wir in unseren Wohnungen, auf Balkonen, in Gärten und Parks einer Vielzahl von höchst unterschiedlichen tierischen Zimmergenossen, Untermietern und Nachbarn.«

 

Die Tiere, um die es in diesem Buch geht, gehören – ob wir wollen oder nicht – zu unserem Leben dazu. Trotzdem wissen wir erstaunlich wenig über sie, wollen das oft auch gar nicht. Denn obwohl manche von ihnen faszinieren, stoßen andere ab, ekeln und stören uns. Es geht um fliegende, krabbelnde und kriechende Mitbewohner in Wohnung, Haus und Garten, um Stechmücken und Blattläuse, um Silberfischchen, Marienkäfer und Nacktschnecken.

Nicht wenige Leser werden jetzt sagen, dass Marienkäfer ja ok und nett sind. Aber der Rest? Wer will sich damit beschäftigen? Ich durfte mich zusammen mit diesem Buch mit 28 Porträts von Tieren dieser Art auseinandersetzen und habe dabei festgestellt, dass zum einen die netten Marienkäfer auch eine dunkle Seite haben (Kannibalismus) und dass die anderen es wirklich verdient haben, mehr über sie zu erfahren.

 

Jedes Porträt ist recht ausführlich gehalten, umfasst Abbildungen und Beschreibungen der Tiere, ihre Besonderheiten, ihre Entwicklung, Lebensweise, Ernährung und Fortpflanzung. Es wird darauf eingegangen, wie sie gewöhnlich angesehen werden und es wird beleuchtet, inwiefern dies der Wahrheit entspricht. Da zeigt so mancher vermutete Schädling plötzlich auch nützliche Seiten oder stellt sich statt gefährlich als vollkommen harmlos heraus.

Die Autorinnen sind Biologinnen und werben mit Recht um etwas mehr Verständnis und Rücksichtnahme. Niemand muss aber befürchten, dass hier jedes Tier als schutzbedürftig dargestellt wird. Kopfläuse dürfen natürlich vernichtet werden, die Gefährlichkeit der Zecke wird nicht verharmlost und es werden in solchen Fällen auch Tipps zur Bekämpfung gegeben. Ein Gärtner muss auch nicht die Blattläuse dulden, die seine Pflanzen bedrohen, aber er bekommt Ratschläge, wie er ihnen ökologisch stimmig beikommen kann.

 

Tatsächlich haben mich manche Porträts wirklich fasziniert und überrascht. Sicher geht es mir nicht allein so, dass ich viele Tierarten völlig unterschätzt habe. Wir haben es hier in einigen Fällen mit regelrechten Überlebenskünstlern zu tun, mit Tieren, die planvoll arbeiten, sozial sind und überhaupt erstaunliche Fähigkeiten aufweisen.

Wenn ich ehrlich bin, werde ich mich vermutlich auch weiter vor Kakerlaken ekeln. Aber wenn ich künftig einzelne Silberfischchen in meinem Bad entdecke, werde ich sie in Frieden lassen. Denn sie fressen unter anderem Schimmelpilze und Hausstaubmilben, und das ist doch ziemlich nett von ihnen, nicht wahr?

 

Fazit: Unsere unbekannten Mitbewohner faszinieren und überraschen – sie haben einen genaueren Blick wirklich verdient!

 

»Man sieht oft etwas hundert Mal, tausend Mal, ehe man es zum allerersten Mal wirklich sieht.« (Christian Morgenstern)

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