Carina von Enzenberg

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Lebenslauf

Carina von Enzenberg, geb. 1964, ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in München. Seit rund 25 Jahren übersetzt sie - preisgekrönt - Autoren wie Camilo José Cela, Javier Marías, Jean Rouaud, Agota Kristof Mordechai Richler und Christopher Hope ins Deutsche.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Carina von Enzenberg

Nach anfänglicher Einschüchterung sehr positiv überrascht

Normalerweise bewege ich mich eher bei den typischen 400-Seiten Romanen, daher hat mich der Umfang dieses Romans (320 Seiten mehr) zunächst etwas eingeschüchtert - ich mag keine Bücher, in denen stundenlang über die Umgebung gesprochen wird. Es interessiert mich nicht, wie GENAU der Raum aussah, aus welchem Holz der Wohnzimmertisch geschnitzt ist und ich brauche auch keine ganze Seite, die mir das Wetter beschreibt. Bei langen Romanen habe ich oft die Sorge, genau das vorzufinden: ausschweifende Länge. In diesem Roman war das allerdings gar nicht der Fall. Mit unglaublichem Geschick hat Dicker es geschafft, verschiedene Perspektiven und verschiedene Zeiten miteinander zu vereinen,  Wahrheiten zunächst zu verschleiern oder nach und nach preiszugeben, ohne auch nur ein an den Leser gerichtetes Versprechen nicht zu halten. Alle offenen Fragen wurden bis zum Ende erklärt und haben einem bis dahin eine tolle Lesereise beschert. 

Der Umfang des Buchs geriet beinahe in Vergessenheit, so schnell wie man die Seiten umgeschlagen hatte und darin verschwunden war. Ich bin definitiv positiv überrascht und froh, mich nicht abschrecken lassen zu haben.

Ich verstehe zwar nicht, worauf diese Beziehung genau beruht und was sie so wunderbar macht (vor allem für einen erwachsenen Mann), aber das heißt ja nicht, dass es sowas nicht trotzdem genauso gegeben haben könnte oder sogar auch gibt.

Viele kritisieren die verschiedenen Erzählperspektiven, da dadurch Dopplungen auftauchen, aber ich denke, das ist die falsche Betrachtungsweise. Es sind quasi Aussagen verschiedener Leute und oft verändert sich auch mal ein Detail, was einen als Leser dazu ermutigt, wachsam zu bleiben und dem Ganzen auf die Spur zu kommen. Darüber hinaus kam es mir jetzt aber auch nicht übermäßig gedoppelt vor und wenn doch (zum Beispiel, wenn eine Aufnahme nochmal abgespielt wurde) dann überfliegt man den Text eben, wenn man sich noch so gut dran erinnert. Wer vielleicht mehr als ein paar wenige Tage an dem Buch sitzt findet die kurzen Erinnerungen dann auch ganz hilfreich. Aber wie gesagt, es kam nicht ständig vor und war eher die Ausnahme - so oder so.

Cover des Buches Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert (ISBN: 9783492307543)
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Rezension zu "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" von Joël Dicker

LibriLeonessa
Langatmig

Das Buch erzählt gewissermaßen seine eigene Entstehungsgeschichte. Ein zentrales Element ist dabei, wie Harry Queberts berühmter Roman entstanden sein soll – inklusive eingestreuter Passagen daraus. Diese Auszüge konnten mich jedoch überhaupt nicht überzeugen, weshalb die ständige Betonung des angeblichen Meisterwerks für mich eher unglaubwürdig wirkte. Insgesamt hatte ich das Gefühl, das Buch bemühe sich krampfhaft darum, selbst als großes literarisches Werk dazustehen – was aus meiner Sicht nicht gelingt.

Am problematischsten fand ich jedoch die Darstellung der Liebesgeschichte zwischen Harry und Nola. Die übermäßig kitschigen Dialoge à la „Mein liebster Harry…“ wirken schlicht unrealistisch, sodass ich auch die gesamte Geschichte nur schwer abkaufen konnte.

Durch die ständigen Wechsel zwischen verschiedenen Zeitebenen werden Ereignisse mehrfach erzählt, was die Handlung unnötig in die Länge zieht und viel von der Spannung nimmt.


Cover des Buches Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert (ISBN: 9783492307543)
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Rezension zu "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" von Joël Dicker

Elenalila
Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen.

Normalerweise verliere ich bei Büchern mit vielen Handlungssträngen schnell das Interesse, deshalb war ich erst skeptisch. Aber Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert hat mich wirklich überrascht. Der Schreibstil ist so lebendig, dass ich total drin war. Die Geschichte hat Tiefe, Spannung und dieses besondere Etwas.

Ein paar Stellen fand ich zwar etwas in die Länge gezogen, aber das hat mich kaum gestört, ich wollte einfach wissen, wie alles zusammenhängt. Am Ende blieb ich richtig beeindruckt zurück. Tolles buch, empfehle ich weiter.

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