Carl-Johan Vallgren Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe

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Inhaltsangabe zu „Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe“ von Carl-Johan Vallgren

In einer stürmischen Winternacht des Jahres 1813 wird Doktor Götz zu einem Bordell Königsbergs gerufen, um dort zwei Frauen zu entbinden. Das Licht der Welt erblicken ein gesundes Mädchen und ein mißgestalteter Knabe, dem niemand Überlebenschancen einräumt. Doch auch er bleibt am Leben. Die beiden Kinder wachsen auf und entwickeln eine tiefe Zuneigung zueinander. Als das Etablissement geschlossen wird, werden Hercule Barfuss und Henriette Vogel getrennt, verlieren sich aus den Augen.

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  • Großartige Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe

    Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe
    buchjunkie

    buchjunkie

    19. June 2017 um 19:59

    In einer Winternacht im Jahr 1813 werden ein Junge und ein Mädchen in einem Königsberger Bordell geboren.Hercule werden kaum Überlebenschancen eingeräumt, denn er ist kleinwüchsig, mißgestaltet und taubstumm. Doch er trotzt allen Widrigkeiten und wächst zusammen mit Henriette , dem zum gleichen Zeitpunkt geborenen Mädchen, im Bordell auf. Die beiden verbindet eine innige Freundschaft, doch das Schicksal schlägt zu und sie werden getrennt. Hercule kommt in ein Irrenhaus, wo er gequält und gedemütigt wird. Bis zu dem Tag, an dem ein Mönch auf ihn aufmerksam wird und ihn von dort ins Kloster bringt.Hercules Fähigkeit, mit den Füßen grandios Orgel zu spielen beeindruckt zuerst die Mönche, doch seine Gabe, die Gedanken anderer zu lesen und zu beeinflussen, bringt ihn in Schwierigkeiten.Manch einer denkt sogar, in ihm würde ein Dämon stecken.Hercule muss fliehen und,seine Odysee führt ihn nach Italien, wo er als Jahrmarktsattraktion auftritt, nach Schweden, wo er einer Gräfin beim Kartenspielen unterstützt. Und immer ist er auf der Suche nach Henriette, seiner Jugendliebe , die er nie vergessen hat.Was für ein großartiger und gewaltiger Roman!Dieses Buch hat mich schon nach ein paar Seiten in seinen Bann gezogen!Darin gibt es Liebe und Hass, Böses und Gutes, Lustiges und Trauriges!  Es ist aussergewöhnlich und phantastisch gut! Es ist spannend und überwältigend! Es ist auch gefühlvoll und brutal!Mit Hercule erleben wir auch das gesellschaftliche Leben an verschiedenen Orten zu der damaligen Zeit. Die Sprache ist wunderbar. Die Wortwahl ist der Zeit des Romanes angemessen, die Sätze sind anspruchsvoll ohne zu überfordern.Keinen Moment habe ich mich gelangweilt, jeder Satz ist lesenswert!Der Schreibstil erinnert ein wenig an “Das Parfüm“.Meiner Meinung hat dieser Roman aus Schweden das Zeug zu einem  meisterhaften literarischen Werk!Es gehört nun in die Riege der besten Bücher für mich! Und ich denke, mit meinen Worten kann ich diesem besonderen und großartigen Roman nicht gerecht werden!“Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe“ ist ein überaus empfehlenswerter Roman!!!

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    • 7
  • Von der ungeheuerlichen Macht der Liebe

    Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe
    TheSaint

    TheSaint

    24. July 2016 um 19:06

    In einer Winternacht des Jahres 1812 werden zwei Kinder in einem Königsberger Bordell geboren: Ein wunderschönes gesundes Mädchen, welches auf den Namen Henriette getauft wird und eine schauerliche Mißgeburt, der man keinen Tag Überleben zutraut und der man Namen und Taufe verweigert... Doch dieser bös mißgestaltete Junge weigert sich zu sterben und legt einen unglaublichen Überlebenswillen an den Tag. Er wird kräftiger und kräftiger und man entschließt sich schlußendlich, ihm deswegen den Namen Hercule zu geben. Da seine Arme und Hände kaum ausgebildet sind, bewerkstelligt Hercule alles mit seinen kleinen Beinen - so kommt er zu seinem Familiennamen: Barfuss. Und diese kaum ein Meter große verkrüppelte, taubstumme und deformierte Gestalt wird der große Held einer von Carl -Johan Vallgren in wunderschöne und berauschende Worte gepackten Geschichte über eine Liebe, die sich in Kindertagen entwickelte, sich über visuelle Attribute, Trennung durch Zeit und Raum bis über das physische Leben hinaus hinweg fortsetzt. Vallgren vermag eine spannende und bewegende Geschichte über einen Mißgestalteten zu erzählen, welche am Stärksten in den Beschreibungen der Gefühle, der Lokationen und der gesellschaftlichen und technischen Umwälzungen des 19. Jahrhunderts ist und am Schwächsten, wenn es um den Kern der Erzählung geht: Dieser unendlich, ungeheuerlich tiefen und alles verzehrenden Liebe zwischen Henriette und Hercule. Hier bleibt der Autor unglaubwürdig, matt und vermag nicht wirklich der Beziehung der Beiden Leben einzuhauchen. Auch nimmt das effektive Zusammensein der Protagonisten in dem Buch nur eine geringe Zeit ein - alles liest sich gehuscht und die Geburt von Hercule's erster Tochter erscheint unglaubwürdig. Der Roman lässt sich in vier schöne Abschnitte teilen: Hercule's Reisen durch Europa auf der Suche nach seiner Liebe Henriette - Ihr Finden und ihre kurze glückliche Zeit miteinander, ehe dieses Glück durch die Kirche ein grausames Ende findet - Hercule's brutalste Racheaktionen an den Kirchenmitgliedern, die ihm und seiner geliebten Henriette Furchtbares antaten und seine Läuterung und das spätere Leben auf Martha's Vineyard. Eine wunderbare Übersetzung aus dem Schwedischen: Die Beschreibungen sind detailreich, opulent und man schwelgt in Wörtern jener Zeit. Die Orte, Riten und Personen sind intensiv dargestellt und die geschilderten Emotionen glaubwürdig. Trotz der kleinen Schwachstellen verbleiben all die Sterne wegen eines gekonnt variierenden Schreibstils und dieser schönen Mär von der großen Liebe... Sehr zu empfehlen!

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    • 5
  • Rezension zu "Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe" von Carl-Johan Vallgren

    Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe
    Samaire

    Samaire

    Unglaublich eindringlich und ein echter Geheimtipp aus Schweden! Neben all den Krimiautoren ist die wirklich sehr merkwürdige Geschichte, die mich in manchen Passagen an Irving erinnerte, mehr als zu empfehlen. Die Frage nach dem Genre gestaltet sich sehr schwer. Historischer Roman? Liebesgeschichte? Oder doch Krimi? Ja, irgendwie von allem etwas, aber in erster Linie einfach grandios geschrieben und immer wieder überraschend!

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    • 2
    Arun

    Arun

    27. November 2015 um 23:22
  • Rezension zu "Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe" von Carl-Johan Vallgren

    Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe
    Carsten L

    Carsten L

    11. April 2010 um 19:43

    Der Sohn einer Prostituierten, kleinwüchsig und taubstumm, verliebt sich in Henriette, ebenfalls Kind einer Prostituierten. Er begleitet sie mehr oder weniger direkt ein ganzes Leben lang. Und als sie das Opfer eines Mannes wird, beginnt er einen Rachefeldzug. Der Leser wird durch die Welt der Prostituierten in der ersten Hälfte des 19. Jhdts. geführt. Sein Rachefeldzug führt ihn durch Europa, wo er viele Missgestaltete kennen und auch lieben lernt. Sein Rachefeldzug endet anders als erwartet. Ein sehr interessant und schön geschriebener Roman.

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  • Rezension zu "Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe" von Carl-Johan Vallgren

    Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. August 2009 um 19:32

    Hach ja, ich weiß nicht. Das ist irgendwie schwer verdaulich. Drei Viertel des Buches sind dunkel, bedrückend und böse. Im Gegensatz zu "Das Parfum" (mit welchem sich durchaus ein Vergleich anbietet - zumindest auf inhaltlicher Ebene), in dem alle bösen Menschen, denen Grenouille begegnet, sterben, werden hier alle guten Menschen auf grausame Weise niedergemetzelt. Der Rachefeldzug des Protagonisten ist dabei in seiner Grausamkeit um ein vielfaches gesteigert und hinterlässt beim Lesen ein beklemmendes Gefühl in der Brust. Der Schluss ist dann ganz versöhnlich, aber dafür, dass die Liebe sogar Teil des Titels ist, wird ihr im Vergleich zum Hass viel zu wenig Platz eingeräumt.

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  • Rezension zu "Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe" von Carl-Johan Vallgren

    Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe
    gumble

    gumble

    07. January 2008 um 08:33

    Wenn dieses Buch kein Meisterwerk ist, hab ich keine Ahnung von Literatur. Es gehört eindeutig in die Liga von Süßkinds "Parfüm". Hercule Barefoots Lebens- und Leidensweg, sein Rachefeldzug und der historische Background ziehen den Leser/dieLeserin wie magisch in ihren Bann. Absolut TOP!!

  • Rezension zu "Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe" von Carl-Johan Vallgren

    Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe
    Ajatar

    Ajatar

    27. July 2007 um 15:39

    Dass dieser mißgestaltete, kleinwüchsige, taubstumme Knabe, der in einer Winternacht des Jahres 1813 in einem Königsberger Bordell geboren wird, überhaupt Überlebenschancen hat, hätte keiner gedacht. Doch seine Fähigkeit die Gedanken anderer zu lesen, rettet Hercule Barfuss mehr als einmal das Leben. Auf seinem abenteuerlichen Weg durch das Europa des 19. Jahrhunderts hat er nur ein Ziel: seine verlorene Jugendliebe wiederzufinden, die schöne Henriette, mit der zusammen er unter der Obhut der Königsberger Prostituierten aufwuchs. Er findet sie auch und zeugt mit ihr ein Kind, kurze Zeit später zwingen ihn die Umstände jedoch Henriette zu verlassen und in die USA auszuwandern. Er führt zwar dort ein glückliches Leben, sieht jedoch seine große Liebe nie wieder.

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