An den Feuern der Leyermark

von Carl Amery 
4,0 Sterne bei5 Bewertungen
An den Feuern der Leyermark
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Hervorragendes Setting. Aber der Stil ist mir zu eliptisch/fragmentarisch.

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Inhaltsangabe zu "An den Feuern der Leyermark"

347 S. N.-A.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453072497
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:347 Seiten
Verlag:HEYNE WILHELM
Erscheinungsdatum:01.09.1996

Rezensionen und Bewertungen

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    J
    Jary_Dittmannvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Hervorragendes Setting. Aber der Stil ist mir zu eliptisch/fragmentarisch.
    Interessantes Setting - kompliziert geschrieben

    Verläuft Geschichte Notwendig? Also: bestimmen Ereignisse bereits die folgenden Ereignisse? Oder auch: ist der Verlauf der Welt Vorbestimmung und Schicksal unterworfen? Wer sich für solche Fragen interessiert, entwirft oft alternative historische Szenarien. Carl Amery lässt beispielsweise knapp 600 amerikanische Bürgerkriegsveteranen in den Deutschen Krieg eingreifen – und Bayern, bzw. die Leyermark zum wichtigsten zentraleuropäischen Staat werden.

    warum lesen? interessantes Szenario, fragmentarischer Stil, Thematisierung u.a. von historischer Notwendigkeit und Rassismus ein Buch für: Philosophen, Geschichtsinteressierte

    Das Setting flasht mich dermaßen. Ein bayerischer Beamter, der von der historisch notwendigen Niederlage Bayerns im Deutschen Krieg gegen Preußen ausgeht und in einem Akt vorgreifenden Ungehorsams bedeutende Anteile des Militärbudgets dafür ausgibt, Waffenrestbestände aus dem amerikanischen Bürgerkrieg zu ordern – an deren Existenz er gar nicht glaubt. Die Waffen treffen allerdings tatsächlich ein, samt ihrer Besitzer – erfahrene Recken des Bürgerkriegs. In diese 560 Herren bringen alles durcheinander und verhelfen letztendlich Bayern, bzw. der Leyermark zum Sieg.

    Ich erwartete einen trashigen, abgedrehten Mix aus Western und Science Fiction mit viel Kampf und Action. Ich bekam einen eliptischen fragemtartigen Roman, der die Geschichnisse aus der Perspektive von etwa 15 verschiedenen Protagonisten, die keineswegs untereinander Kontakt haben. Es sind kurze Szenen, Reden, historische Abhandlungen, Verhörszenen. Die immerhin chronologisch geordnet, das Geschehen keineswegs vollständig abbilden. Die Sprache ist teils technisch, wissenschaftlich, teils prosaisch, teils von bayerischem, amerikanischen und französischen Akzent durchtränkt. Nicht immer leicht verständlich, eher anspruchsvolle Literatur.

    Das ständige Gewechsel hat zur Folge, dass nur ganz wenige Charaktere wirklich Tiefe erhalten. Sämtliche Bürkerkriegsveteranen bleiben oberflächlich, lediglich er Beamte, der die Entwicklungen lostrat sowie eine Muße, die im Laufe der Geschichte mit mindestens drei Männern anbandelt, erhalten charakterliche Tiefe.

    Mit anderen Worten: Das Buch enttäuschte mich etwas. Werde es dennoch ein zweites Mal lesen – sofern ich mich zuvor etwas intensiver mit dem Deutschen Krieg auseinandergesetzt habe. Ich vermute nämlich allerhand Anspielungen. So konnten die Preußen den Deutschen Krieg unter anderem aufgrund besserer Waffentechnik gewinnen. In Amerys Buch gewinnt Bayern aufgrund der hervorragenden amerikanischen Rifles.

    Interessant ist vielleicht noch, wie Amery das Thema Rassismus aufgreift. Entsprechende Koflikte entstehen zwischen den Amerikanern – darunter auch Indianer, Mexikaner, Iren und Schwarze – und der ländlichen Bevölkerung Bayerns und münden in einem Fall im Mord – der aber nur in einem Nebenstrang erzählt wird.

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    rallusvor 8 Jahren
    Rezension zu "An den Feuern der Leyermark" von Carl Amery

    Ein Irrtum im Jahre 1866: Ein fränkisches Mitglied der Ministerialbürokratie in München, wie fast alle vom historisch notwendigen Sieg Preußens überzeugt, ordert in einem spielerischen Anfall von Sabotage unbesehen einen Restposten aus dem eben zu Ende gegangenen amerikanischen Bürgerkrieg: 560 Godfrey-Rifles.
    Er hat keine Ahnung, daß "Rifles" nicht nur die Gewehre, sondern auch die Schützen bezeichnet.
    Dies wird erst in vollem Ausmaß klar, als 560 assortierte Halunken und Abenteurer aus den Staaten über den Königsplatz in München einmarschieren.
    Der Kaltschnäuzigkeit, dem Draufgängertum und vor allem der überlegenen Feuerkraft der amerikanischen Söldner haben die preußischen Truppen wenig entgegenzusetzen.
    Die Leyermark, wie Bayern sich nennt, wird zum bedeutendsten Staat Mitteleuropas.
    Witzige Alternativ Sciencefcition - aus Bayern

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    SV
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    arthez
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    dykevor 9 Jahren

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