Carl Fayn Der Nadeljunge

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Inhaltsangabe zu „Der Nadeljunge“ von Carl Fayn

Ein alter Fluch liegt auf der Familie Schneider. Der Großvater ist ein skrupelloser Stahlgroßhändler und beim Bau eines Staudammes in Rumänien in Goldgeschäfte verwickelt. Er wird vom Forstdirektor Lazarescu verdammt, als er dessen Sohn in den Tod stößt. Doch statt Gerechtigkeit erfährt die Familie des Forstdirektors weiteres Unglück. Lazarescu verunglückt tödlich, seine Frau wird depressiv und die fünfzehnjährige Tochter bringt Vladimir zur Welt. Nach einem missglückten Versuch, das Kleinkind zu ertränken, verlässt sie ihn und vertraut ihn der gefühllosen Obhut ihrer psychisch schwer gezeichneten Mutter an, die Vladimir demütigt und misshandelt. Die seelische Qual treibt Vladimir schon als Knaben in schaurige Schmerzexperimente am eigenen Leib. Als junger Mann lässt er den gegen seine Mutter gehegten Groll an blonden, hübschen Frauen aus. Auf einem Festival im Wald der Südkarpaten treibt ihm das Schicksal Mirela Schneider in die Arme, die Enkelin des Stahlgroßhändlers Schneider.

Ein bunter, böser und fesselnder Thriller der mich sehr gut unterhalten hat

— Anabell

Kantiger Thriller, originelle Backstory, düsterer Bösewicht. Aber kein Mainstream-Titel.

— JanG

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  • Ein Thriller - bunt, böse und fesselnd

    Der Nadeljunge

    Anabell

    28. November 2016 um 21:25

    Zum Inhalt: In den Sechzigerjahren wird ein rumänisches Bergdorf in den Karpaten geflutet. Der Bau des Staudammes wird mit Unterstützung des rumänischen Geheimdienstes vorangetrieben. Es gibt zweifelhafte Goldgeschäfte. Dies ist das Setting für die Vorgeschichte des Thrillers, in der die Ursachen für die unglückliche Kindheit von Vladimir liegen, der sich im weiteren Verlauf der Story als die böse Hauptfigur (der Nadeljunge) entpuppt. Auf der anderen Seite wird die nicht ganz konfliktfreie Beziehung einer Unternehmertochter (Mirela) mit einem Vogelfotografen (David) geschildert. Während man langsam in das unheimliche Treiben Vladimirs eingeführt wird, ahnt man bereits, dass er auf besondere Weise mit Mirela verbunden ist. Durch einen Fluch, den einst sein Großvater gegen Mirelas Großvater ausgesprochen hat. Zu Buch und Autor: Ich habe es als eBook gelesen, es gibt aber auch eine Softcover-Ausgabe mit 312 Seiten. Das Buch ist gerade erst im BoD-Verlag erschienen, der Autor macht Werbung auf Facebook für die Leseprobe. "Der Nadeljunge" ist angeblich sein erster Thriller. Er ist offensichtlich Self-Publisher und schreibt unter dem Pseudonym "Carl Fayn". Meine Meinung: Mir hat der Thriller richtig gut gefallen. Das Buch hat eine ausgefallene Vorgeschichte, einen Mörder, den man nicht nur von seiner bösen Seite kennenlernt und eine tragische Liebesgeschichte mit einem mitleiderweckenden Antihelden. Dass alles größtenteils in Siebenbürgen spielt, gibt dem Ganzen einen Hauch von Exotik. Vor allem die Schilderungen rund um das Musikfestival sind bunt und reich an kleinen überraschenden Nebengeschichten. Der Schreibstil ist eher unauffällig, manchmal sind aber schöne Stimmungsbilder dabei. Ein bisschen gestört hat mich, dass die Kapitel relativ lang sind. Am Anfang springt die Handlung zwischen dem Bösen und den Guten eine Weile hin und her, bis sie irgendwann zu einer Geschichte verschmilzt. Obwohl man dabei zum Beobachter der finsteren Triebe von Vladimir wird, haben mich diese Kapitel besonders gefesselt. Auch Dana, die "Geliebte" von Vladimir fand ich als Figur sehr interessant. Sie ist zerrissen zwischen seinem dunklen Charme und den guten Werten der Gesellschaft. Von der Länge her fand ich das Buch passend, einige Szenen hätten mehr Detail vertragen, einige vielleicht auch etwas Kürzung. Aber alles in allem hat mich diese Story von einem noch völlig unbekannten Autor sehr gut unterhalten.

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