Carl Frode Tiller Kennen Sie diesen Mann?

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Inhaltsangabe zu „Kennen Sie diesen Mann?“ von Carl Frode Tiller

David hat sein Gedächtnis verloren. Er weiß nicht mehr, wer er ist. In einer Zeitungsanzeige fordert er Verwandte und Bekannte auf, ihm einen Brief zu schreiben, um ihm seine Erinnerungen zurückzugeben. Und er bekommt Antworten auf seine Fragen. Aber will er die wirklich hören? Denn sie sind ganz unterschiedlicher Art und nicht immer schön. Sein Jugendfreund Jon, ein Musiker, der gerade den Halt zu verlieren scheint, meldet sich. Sein Stiefvater Arvid, ein Pfarrer, der auf den Tod wartet. Und seine Jugendliebe Silje, eine Frau mittleren Alters, die möglicherweise gerade im Begriff ist, aus ihrer Ehe auszusteigen. Die Briefe geben ihnen allen die unerwartete Chance, von ihrem eigenen Leben zu erzählen, während sie zugleich Davids Geschichte einkreisen. Aber wer ist David wirklich

Leider sehr enttäuschend! Klappentext ist völlig irreführend...

— rainbowly

Vermutlich ist die Geschichte an sich garnicht so schlecht, aber ich habe einen geheimnisumwobenen Thriller erwartet, was das Buch nicht ist

— milkshakee

Ein Leben, drei Personen, drei verschiedene Erinnerungen

— Buecherlabyrinth

Eine schöne Geschichte, mit tollen psychologischen Profilen!

— jasimaus123

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  • Extrem langweilig

    Kennen Sie diesen Mann?

    CocuriRuby

    26. February 2017 um 16:19

    Das Buch war ganz anders als ich vermutet hatte – die Beschreibungen und Klappentexte waren dahingehend auch ein wenig irreführend, auch wenn sie nicht falsch sind. Man könnte meinen, dass die wichtigste Person David ist. So wirklich stimmt das aber nicht, denn obwohl sich drei Menschen aus seiner Vergangenheit melden und ihm von dem Berichten, woran sie sich im Bezug auf ihn erinnern, kommt David selbst nie zu Wort. Er ist als Person selbst nicht präsent, weshalb er sowas wie eine theoretische Figur bleibt.   Das Buch ist in drei Abschnitte geteilt, gewidmet den drei Personen die David schreiben. Dabei sind sie so aufgebaut, dass man abwechselnd etwas über die erzählende Person erfährt und ellenlange Briefe, die sie David schreiben, in denen sie über alles berichten, was sie mit ihm erlebt haben oder über ihn und seiner Familie wissen. Wie man sich vielleicht vorstellen kann, war das nicht gerade spannend. Ich fand es jedenfalls weit überwiegend recht langweilig. Insbesondere den ersten Abschnitt von Jon. Den fand ich zusätzlich noch schrecklich geschrieben.  Darin befanden sich viele Wiederholungen. Es wurde ein Satz geschrieben und dann wurde dieser Satz 2-3 Mal wiederholt, nur in umgestellter Form. Fast ein wenig so, wie Donald Trump spricht. Kaum zu ertragen. Den zweiten Abschnitt (mit der zweiten Person) fand ich besser. Es gab auch dort Wiederholungen im Erzählerstil, aber die waren nicht so schlimm wie im ersten Abschnitt. Sonderlich spannend war der Abschnitt zwar auch nicht, aber es hatte Züge einer Charakterstudie, die ich ganz gut fand. Den dritten Teil fand ich wieder extrem langweilig und habe mehrere Passagen quer gelesen. Es war gespickt von dumpfen Dialogen und unzähligen Wiederholungen – wie fast im gesamten Buch. Die Figuren sagen auch nie irgendwas mit Bewusstsein. Sie fragen sich immer wo die Worte nur herkommen – kaum zu ertragen. Generell wurden die Figuren einen nicht wirklich nahe gelegt, es bleibt immer eine Distanz, was geradezu typisch ist für skandinavische Bücher. So etwas wie Emotionen sucht man ebenfalls vergeblich. An sich ist es eine ganz nette Idee, dass die drei Personen, sich natürlich an unterschiedliche Dinge erinnern und vieles anders wahrgenommen haben. Wodurch natürlich eine gewisse Diskrepanz entsteht und es nicht einfach ist abzuschätzen, was nun wirklich stimmt und wie auch der Mensch David eigentlich wirklich ist. Ich fand es aber nicht gut umgesetzt, denn dadurch, dass David nie wirklich auftaucht bzw. nie zu Wort kommt, entwickelt man keinen Bezug zu ihm als „wirklichen Menschen“. Das macht das Ganze recht obsolet. Ich glaube sogar, dass es so ist, dass der Autor zum Teil typische skandinavische Familiensituationen schildert, in der sich skandinavische Leser wiederfinden könnten – ich finde die Familien und eigentlich fast alle Figuren nur gestört. Alle Bücher, die ich aus diesem Länderkreis gelesen habe, haben mir das Bild vermittelt, dass dort oben alle depressiv, gestört oder einfach unsympathisch sind, es normal ist in der Jugend mit jedem Geschlecht Sex zu haben und trotzdem nicht seine sexuelle Ausrichtung zu finden – grundlegend ungeschützten Verkehr versteht sich, das wird immer explizit erwähnt, zu saufen und rauchen oder Drogen zu konsumieren. Das gehört in Skandinavien zum erwachsen werden einfach dazu und ist komplett gesellschaftlich anerkannt und für normal befunden. Ich kann damit nichts anfangen. Die Anspielung zum Ende fand ich auch nicht gerade überraschend, das hatte ich bereits zu Beginn des Buches vermutet. Das Buch ist für mich gänzlich frei von Charme und Liebreiz. Extrem langweilig.   Fazit Ich hatte insgesamt wieder mit den ganz typischen skandinavischen Einflüssen kämpfen. Dieses Buch hier war mein letzter Versuch und er ist gescheitert. Das Kapitel skandinavische Bücher ist für mich abgeschlossen, ich kann diesen Büchern einfach nichts abgewinnen.

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  • Leserunde zu "Die Attentäter" von Antonia Michaelis

    Die Attentäter

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    „Es gibt keine einfachen Lösungen. Aber wir müssen so lange hinsehen, bis wir Lösungen finden, und wenn wir die Bildschirme anstarren, bis unsere Augen tränen,wenn wir die Nachrichten hören, bis wir uns übergeben. Und wenn es Jahrzehnte dauert.“ Antonia MichaelisIn „Die Attentäter“ erzählt Antonia Michaelis in großer Eindringlichkeit die hochemotionale Geschichte eines jungen Mannes, der zum IS-Kämpfer wird. Ein packender, psychologisch dichter Roman zu einem höchst aktuellen Thema mit einem faszinierenden Protagonisten, der den Leser so schnell nicht wieder loslässt.Die Autorin liefert hier einen beklemmenden Blick in die Abgründe des Terrorismus. Bewerbt Euch & lest dieses Buch gemeinsam in der Leserunde!Jugendbuch ab 16 JahrenObwohl sie aus grundverschiedenen Verhältnissen stammen, sind Cliff und Alain fasziniert voneinander. Zwischen ihnen steht Margarete, die beide von klein auf kennen. Dann konvertiert Cliff zum Islam und verschwindet. Als er zurückkehrt, wird klar: Er soll für den IS einen „Tag des Blutes“ planen. Alain will seinen Freund retten – doch wie lange kann er noch zu ihm halten?Leseprobe über Blick ins BuchAntonia Michaelis, Jahrgang 1979, in Norddeutschland geboren, in Süddeutschland aufgewachsen, zog es nach dem Abitur in die weite Welt. Sie arbeitete u.a. in Südindien, Nepal und Peru. In Greifswald studierte sie Medizin und begann parallel dazu, Geschichten für Kinder und Jugendliche schreiben. Seit einigen Jahren lebt sie nun als freie Schriftstellerin in der Nähe der Insel Usedom und hat zahlreiche Kinder und Jugendbücher veröffentlicht, facettenreich, fantasievoll und mit großem Erfolg. »Der Märchenerzähler«, ihr erstes Buch für junge Erwachsene, wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Autorenspecial Antonia Michaeliswww.antonia-michaelis.deIch suche für diese Leserunde Leser, die gemeinsam in der Leserunde das Buch besprechen & anschließend das Buch rezensieren möchten. Gerne auch Leser/innen im entsprechenden Alter! (ab 16 Jahren) Hierfür stellt der Verlag 20 Bücher zu Verfügung, wobei wir uns auch über einige Blogger freuen würden.Solltet ihr also bloggen, dann schreibt uns bei der Bewerbung eure Blogadresse bei. Bewerbungfrage/Aufgabe: Wie gefällt Euch die Leseprobe? Schaut euch doch mal auf der Verlagsseite um, da warten weitere, interessante Neuerscheinungen auf euch.*** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in Eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie Ihr Eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des BuchesErwiesene Nichtleser werden nicht ausgewähltGewinner-Adressen werden nach Bucherhalt aus Datenschutzgründen gelöscht.

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  • Wirklich nicht meins

    Kennen Sie diesen Mann?

    rainbowly

    Fakten Autor: Carl Frode Tiller Verlag: btb Erscheinungsdatum: 31.08.2015 Genre: Roman Seiten: 352 Inhalt Der Klappentext verspricht, dass man David begleitet, der sein Gedächtnis verloren hat und mithilfe alter Bekannter sein Gedächtnis aufzufrischen versucht. In Wirklichkeit allerdings verfolgt man seinen Jugendfreund Jon, seinen Stiefvater Arvid und seine Jugendfreundin Silje und liest die Briefe, die sie an David schreiben. Aus Davids Gegenwart erfährt man rein gar nichts. Weder wie er die Briefe auffasst noch warum er sein Gedächtnis überhaupt verloren hat. Gestaltung Das Cover ist gut gemacht. Der Mann blickt nach oben auf der Suche nach Antworten. Der Titel hat mich sehr neugierig gemacht. Allerdings passt auch der nicht wirklich zum Inhalt. Sprache Das Buch ist in drei Teile untergliedert - "Jon", "Arvid" und "Silje". In diesen Teilen wechselt sich die Erzählung aus der Gegenwart der jeweiligen Person mit den Briefen, die die Person an David schreibt ab. Dies ist gut abgesetzt, da die Briefe kursiv geschrieben sind. Allerdings gefiel mir der Schreibstil gar nicht. Die Dialoge sind seltsam. Ständig wird gestritten, aber man kommt zu keinem Ergebnis. Die Reaktionen der Gesprächspartner sind für mich meist überhaupt nicht nachzuvollziehen. Dauernd wird "wütend gelächelt", völlig grundlos laut gelacht und außerdem die Einwände des Gegenüber völlig ignoriert. Und es gibt auch unglaublich viele Wiederholungen von Phrasen wie "Sie wusste nicht wo diese Worte herkamen, aber merkte wie wahr sie waren". Alle Personen sind völlig unzufrieden in ihrem Leben, aber wollen oder können nichts daran ändern. Das zieht die Stimmung der ganzen Geschichte total runter. Fazit - Sorry, hier geht's nicht ohne zu spoilern Ich hatte mir bei diesem Buch etwas völlig anderes vorgestellt. Ich dachte man begleitet David, erfährt auch etwas über sein derzeitiges Leben. Stattdessen begleitet man erst einen pessimistischen, agressiv-depressiven Jon, der von seiner Band zu seiner Mutter und dann zu seiner Exfreundin flüchtet. Warum weiß man nicht, da er seine Mutter genauso wie seinen Bruder und seine Exfreundin hasst. Dann einen im sterbenliegenden Arvid, der mit seiner Situation nicht zurecht kommt. Und dann eine Silje, die unglücklich ist, obwohl sie alles zum Glücklichsein hat, und das schlimmste daran man erfährt einfach nicht warum. Über David erfährt man durch die Briefe sehr seltsame Dinge... Er probiert sich sexuell mit Jon aus und ist gleichzeitig oder kurz darauf dann mit Silje zusammen und verstößt Jon. Er sammelt Knochen, eigene Haare, Hautschuppen, Zehnägel und ähnliches und datiert sie. Er beschäftigt sich viel mit Tod und Verwesung und startet dazu auch "Kunstprojekte" mit Silje. Wirklich verstörend der Typ. Also sorry, aber das war für mich mal ein absoluter Flop. Ich habe es bis zum Ende gelesen, da ich dachte da käme noch eine Auflösung, eine Rekation von David, doch das war auch nichts.

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    • 7

    rainbowly

    17. May 2016 um 21:55
  • Anspruchsvolle Handlung mit kreativer Erzählart

    Kennen Sie diesen Mann?

    Shunya

    29. December 2015 um 17:22

    David hat sein Gedächtnis verloren. Er weiß nicht mehr, wer er ist. In einer Zeitungsanzeige fordert er Verwandte und Bekannte auf, ihm einen Brief zu schreiben, um ihm seine Erinnerungen zurückzugeben. Und er bekommt Antworten auf seine Fragen. Aber will er die wirklich hören? Denn sie sind ganz unterschiedlicher Art und nicht immer schön. Sein Jugendfreund Jon, ein Musiker, der gerade den Halt zu verlieren scheint, meldet sich. Sein Stiefvater Arvid, ein Pfarrer, der auf den Tod wartet. Und seine Jugendliebe Silje, eine Frau mittleren Alters, die möglicherweise gerade im Begriff ist, aus ihrer Ehe auszusteigen. Die Briefe geben ihnen allen die unerwartete Chance, von ihrem eigenen Leben zu erzählen, während sie zugleich Davids Geschichte einkreisen. Aber wer ist David wirklich? (Quelle: btb) Bei diesem Buch habe ich einige Zeit gebraucht um hinter das Erzählkonzept des Autors zu blicken. Einige sind da ja sehr kreativ. In drei Abschnitten, aus Sicht von jeweils drei Figuren, wird David, der sein Gedächtnis verloren hat, über sein Leben erzählt. Das hat der Autor ziemlich raffiniert umgesetzt, denn David kommt selber im Buch überhaupt nicht vor. In den Alltagsgeschehnissen zwischen den Briefen seiner Freunde/Familie wird über die Person, die ihm die Briefe geschrieben hat, erzählt. Es hat bis zum zweiten Part der Geschichte gedauert, bis ich das kapiert habe. Im ersten Teil wird also aus Jons Leben erzählt und er schreibt auch die Briefe an David, dann geht es mit Arvid weiter und zum Schluss mit Silje. Dabei benutzt Carl Frode Tiller auch andere Satzstrukturen, die vor allem ein wenig bei den Geschehnissen der Figuren gewöhnungsbedürftig sind. Die Briefe lesen sich ganz normal. Ansonsten fand ich die Handlung aber recht interessant. Bei Jon hat es etwas gedauert bis ich verstanden habe, dass er auch die Briefe schreibt und anfangs war ich ständig am Rätseln ob die nun eine Frau oder ein Mann schreibt, weil es keinerlei Hinweise in den Briefen gab. Erst nach 60 Seiten, als dann erzählt wurde, dass er und David etwas am laufen hatten, wurde mir klar, dass hier Zusammenhänge bestehen. In den Texten hatte ich teilweise mit den Figuren Mitleid, weil jeder so seine Schwierigkeiten innerhalb der Familie hatte und nicht immer auf Akzeptanz gestoßen ist, egal was sie gemacht haben. Bei allen läuft das Leben gewaltig aus dem Ruder, in der Vergangenheit ebenso wie in der Gegenwart. Jon stößt auf Widerstände innerhalb seiner Familie, weil er schwul ist und sein Berufswunsch mit Musik zu tun hat, die in den Augen der Familie aber nicht als richtige Arbeit angesehen wird. Arvid ist allein im Krankenhaus und auf sich gestellt und Silje hat Schwierigkeiten innerhalb ihrer Ehe. Davids Leben wird von jeder Figur aus einer anderen Sicht erzählt. Jon mochte ich. Er hat auf mich sehr zerbrechlich gewirkt, ebenso wie in Arvids Erzählungen. Silje hingegen hat kaum ein gutes Wort über ihn verloren und ihn als Dramaqueen dargestellt. Wahrscheinlich war sie mir von allen Dreien deswegen auch nicht wirklich sympathisch. Sie wirkte auf mich voreingenommen und ichbezogen. Aus Jons Briefen erschien sie mir auch eher wie eine kleine Diva, die immer alles bekommen hat was sie wollte. Arvid, Davids Stiefvater, war eine interessante Figur. Mir gefiel es, die Geschichte auch aus seiner Sicht zu erfahren und was er durchmachen musste. Neben seiner Ehe hat man hier auch am deutlichsten gemerkt wie drastisch David sich verändert hat und das teilweise doch sehr besorgniserregend. Was Silje hingegen wieder als Teil von Davids Persönlichkeit dargestellt hat und es hingegen eher beschönigte. Es war auf jeden Fall interessant zu lesen und hat mir gut gefallen. Man merkt, dass der Autor sich bei dieser Geschichte sehr viel Mühe gegeben hat. Der Autor hat hier auf jeden Fall ein ansprechendes und tiefgründiges Werk geschrieben mit einer sehr erfrischenden Erzählart und mit einer ebenso dichten Handlung. Für mich war es ein Page-Turner, was wahrscheinlich vor allem an dem Schreibstil lag und auch an den Erlebnissen der Figuren. Wer mal etwas Abwechslung vom üblichen Einheitsbrei braucht sollte hier unbedingt reinlesen.

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  • Carl Frode Tiller - Kennen Sie diesen Mann?

    Kennen Sie diesen Mann?

    miss_mesmerized

    22. September 2015 um 20:46

    Die Rekonstruktion seines Lebens liegt vor David, denn er hat sein Gedächtnis verloren. Mit Hilfe der Erinnerungen seiner Mitmenschen soll das, was ihn und seine Vergangenheit ausmacht, wieder zusammengesetzt werden. Zunächst kommt Jon zu Wort, ein Freund wie es scheint und Musiker mit Hang zu Depressionen. Doch bald schon wird klar, dass er mehr war als nur ein Freund, sondern ein Partner, mit dem die erste Liebe entdeckt wurde. Auch Arvid, Davids Steifvater, erinnert sich an gemeinsame Episoden. Und zuletzt Silje, heute frustriert von Leben, damals hoffnungsvolle Jugendliebe und die dritte in diesem seltsamen Bund. Alle drei leben im Jetzt und im Vergangenen und zeichnen ihr Bild von David. Die Beschreibung des Buchs klang für mich ungemein interessant und verlockend. Doch der Lesegenuss ist leider ausgeblieben. Der Autor wirft einem direkt in die Geschichte, was per se nicht schlimm ist, aber hier einfach zu verwirrend wird, bis man die Konstruktion nachvollziehen kann. Inhaltlich war für mich Jons Teil der mit Abstand stärkste, weil er die Verletzlichkeit eines homosexuellen Jugendlichen und das gemeinsame Entdecken der Liebe sehr vorsichtig und überzeugend schildert. Arvid konnte durch seine Geschichte in der Gegenwart punkten, die ebenfalls emotional und authentisch erzählt wird. Bei Silje wurde das Lesen zum Krampf. Für mich hat sich rein gar nichts zu dem abwesenden Protagonisten beizutragen, sondern ist einfach nur sehr schwer zu ertragen. Das Buch verliert hier völlig den Boden und versinkt im Gekeife und Gezeter, dass man ohne schlechtes Gewissen Zeilenweise springen kann, ohne inhaltlichen Verlust zu erleiden. Das Ziel, die Rekonstruktion dieser absenten Figur David, wird völlig aus den Augen verloren und die gemeinsamen Erinnerungen sind so viel schwächer als in den vorangehenden Kapiteln, dass man froh ist, als endlich die letzte Seite erreicht wird. Insgesamt fehlt mir bei grundsätzlich interessanter Konstruktion das Rahmengerüst, das das Buch zusammenhält. Die großen Schwächen im letzten Teil führen leider zu einem insgesamt eher negativen Eindruck.

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  • Ein Leben, drei Personen, drei verschiedene Erinnerungen

    Kennen Sie diesen Mann?

    Buecherlabyrinth

    19. September 2015 um 21:32

    David hat sein Gedächtnis verloren und bittet in einer Zeitungsanzeige um Mithilfe, um mehr über sich selbst zu erfahren. Jon, sein Jugendfreund, Arvid, sein Stiefvater und Silje, seine Jugendfreundin schreiben ihm lange und ausführliche Briefe, die jedoch nicht ganz der Wahrheit entsprechen. Manche Ereignisse können von den verschiedenen Personen anders wahrgenommen worden sein, andere müssen einfach falsch sein, weil sie sich gegenseitig widersprechen. Als Leser habe ich am ehesten Arvid, dem Stiefvater vertraut. Er ist todkrank und schreibt, dass er in seinen ersten Briefentwürfen der Versuchung unterlegen war, David als gläubigen Menschen darzustellen, so wie Arvid, Priester,  ihn sich gewünscht hätte. Schlussendlich beschreibt er David als ein fröhliches Kind, das nach und nach zu einem schwierigen Jugendlichen wurde. Jons Beschreibung sind dramatischer. Er stellt David viel negativer dar als der Stiefvater. In Jons Erzählung ist Jon die Hauptperson während Silje nur neben ihnen geduldet ist. Im Gegenzug sieht Silje sich als Davids Jugendliebe und billigt Jon nur als Nebenfigur. Das Buch ist in drei geteilt. Teil eins erzählt Jon, danach kommen Arvid und Silje zu Wort. Jon fand ich nicht schlecht, Arvids Teil habe ich verschlungen, während ich Siljes Teil (Silje selbst übrigens auch) gehasst habe und sogar Abschnitte übersprungen habe. Passagen aus dem aktuellen Leben wechseln sich ab mit den Briefen der jeweiligen Person. Der Schreistil ist dicht und doch leicht verständlich, so dass man sich als Leser ganz auf die Erzählung konzentrieren kann. "Kennen Sie diesen Mann?" ist interessant zu lesen, weil man viele Ereignisse unter den verschiedenen Aspekten kennenlernt. Carl Frode Tiller analysiert seine Personen bis ins letzte Detail. Oft habe ich zurückgeblättert, mich nach einer Aussage gefragt, wie die beiden anderen dies dargestellt haben, gegrübelt, wem ich in welcher Situation Glauben schenken sollte. Um das Buch wirklich ganz zu verstehen müsste man es eigentlich nach dem Lesen ein zweites Mal lesen.

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  • Kennen Sie diese schöne Geschichte?

    Kennen Sie diesen Mann?

    jasimaus123

    04. September 2015 um 14:11

    Mithilfe von Briefen von seinen Freunden und seinem Vater, soll es David wieder gelingen sein verlorenes Gedächtnis zurückzugewinnen. In diesen Briefen schreiben seine Angehörigen über die schönen und weniger schönen Momente seines Lebens. Dazu gehört nicht nur seine kurzzeitige Fasziniation für den Totenkult und Philosophen sondern auch sein, nicht immer leichtes, Familienleben. Man liest aber nicht nur über David's Leben sondern auch das aktuelle Leben der Schreibenden. Sowohl der Titel des Buches als auch der Klappentext haben mich angesprochen, weshalb für mich klar war dass ich das Buch unbedingt lesen musste.Leider hat mich dieser ein wenig in die Irre geführt, da ich mir dachte ich erfahre wie es aus David's Sicht ist sein Gedächtnis zu verlieren und plötzlich nichts mehr über sich selbst und seine Vergangenheit zu wissen. Dem war nicht so, doch trotzdem konnte mich der hochgepriesene Carl Frode Tiller mit seinem Buch begeistern. Das Buch gliederte sich in drei große Teile, der Erzählung seines besten Freundes, seines (nicht biologischen) Vaters und seiner besten Freundin mit der er auch eine Beziehung hatte. Besonders fasziniert haben mich die zahlreichen, bunten Charaktere. Es fiel mir als Leser sehr leicht, mich mit ihnen zu identifizieren, da alle sehr tiefgründig beschrieben und dargestellt werden. Interessant war auch, dass manche der Personen in meheren Sichtweisen erschienen und in den Augen der unterschiedlichen Personen auch anders dargestellt wurden. Sehr spannend! Auch David wurde in den verschiedenstens Lichtern dargestellt und obwohl seine Lebensgeschichte dargestellt wurde, habe ich nicht das Gefühl ich würde ihn am besten kennen. Durch die Beschreibung seiner Freunde, lernt ich viel mehr über diese beschreibende Personen als über ihn selbst. Der Schreibstil von Carl Frode Tiller geht sehr stark in die Tiefe und wird als Meister der Psychologie bezeichnet. Zweifellos ist sehr gut überlegt was und worüber er schreibt, während er aber nicht auf schwere Fremdwörter zurückgreift sondern mit klarer, einfacher Sprache erzählt. Das lässt die Briefe auch sehr viel realer und authentischer wirken. Das Thema Gedächnisverlust, finde ich sehr interessant aber darauf ist man in diesem Buch leider gar nicht eingegangen. Das finde ich sehr schade, schließlich war das einer der Hautpgründe wieso ich dieses Buch lesen wollte. ~ FAZIT ~ Die Geschichte war sehr interessant und es war spannend so viele unterschiedliche Charaktere kennen zu lernen, mit denen man sich identifizieren kann. Leider hatte ich mir eine ganz andere Geschichte unter dem Klappentext vorgestellt, weshalb meine Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden. Dennoch vergebe ich vier Sterne und lege euch das Buch ans Herz, wenn ihr an faszinierenden psychologischen Profilen interessiert seit.

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