Carl Nixon Rocking Horse Road

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Inhaltsangabe zu „Rocking Horse Road“ von Carl Nixon

Kurz vor Weihnachten 1980: Am Strand von The Spit, einer schmalen Landzunge vor Christchurch, wird die Leiche der 17-jährigen Lucy Asher gefunden. Auf der Rocking Horse Road haben Lucys Eltern ein Milchgeschäft, in dem das Mädchen oft aushalf und dabei von den Nachbarjungen aus der Ferne angehimmelt wurde. Der Mord an Lucy schockiert alle Einwohner des kleinen Städtchens, doch für die Jungen ist das Verbrechen besonders traumatisch und bedeutet das Ende ihrer unbeschwerten Kindheit. Die Suche nach dem Mörder schweißt sie zusammen – und über 25 Jahre später sind sie ihm noch immer auf der Spur

Coming of Age im Schatten eines Verbrechens in Neuseeland.

— Meike_Dannenberg

Interessanter, unkonventioneller (Kriminal)-Roman über Freundschaft und Erwachsenwerden vor der rauen Atmosphäre der Ostküste Neuseelands.

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  • The Spit

    Rocking Horse Road

    walli007

    12. November 2016 um 17:12

    Im Jahr 1980 wird die 17jährige Lucy Asher am Strand vor Christchurch tot aufgefunden. Sie wurde missbraucht und gewürgt. Sie war gerade mit der Highschool fertig und half oft bei ihren Eltern im Milchladen aus. Lucy war etwas wie ein Idol für die jüngeren Schüler. Und einer von ihnen hatte das Pech, sie zu finden. Die Polizei ermittelt intensiv. Doch auch die Jungen machen sich auf die Suche nach dem Täter. Diese Suche soll über 25 Jahre dauern. Gleich zu Beginn fangen die Mitglieder der Clique an, Lucys Wege nachzuzeichnen. Auch in seinem ersten Roman wählt Carl Nixon eine ungewöhnliche Perspektive. Der Erzähler, ein Mitglied der Clique, zeichnet die Nachforschungen der Jugendlichen nach, die versuchen jede noch so kleine Information über Lucy zu finden. Also ist es nicht ein Fall für die Polizei, die eigentlich nur am Rande erwähnt wird, sondern ein Abenteuer für eine 15- oder 16jährige, die versuchen hinter Lucys Geheimnis zu kommen. Und sie stellen sich nicht einmal so dumm an, sie fragen in der Nachbarschaft rum, sie folgen ihren Verdächtigen auf dem Fahrrad, sie bleiben am Ball, bis sich tatsächlich einige Spuren und Informationen auftuen, die den offiziellen Ermittlungen durchaus zu Gute kommen. Wie bereits im Klappentext angedeutet, dauert die Suche seit über 25 Jahren, man muss also davon ausgehen, dass der Täter auch nach der langen Zeit nicht gefasst wurde. Und dennoch sind es die Nachforschungen und Ermittlungen der Jungen, die zu Männern werden, welche die Freunde zusammenschweißen, gegen Jobs, Frauen, Kinder und Hobbys. Natürlich führt des Erwachsenenleben dazu, dass die Bande weniger eng sind, dass es auch mal zeitliche Lücken gibt. Doch grundsätzlich hält das Band. Zwar versuchen hier Jugendliche, herauszufinden, was in der Mordnacht mit Lucy geschah, aber neben dem mysteriösen Todesfalls geht es auch um die Jungs-Clique, aus der sich eine Männerfreundschaft entwickelt. Vieles bleibt im Verborgenen in diesem Fall, der eigentlich keiner ist. Doch genau das macht einen großen Teil der Spannung aus. Man ist versucht selbst zu rätseln und die Lücken zu füllen, die der Autor lässt, man grübelt darüber nach, ob Nixon nicht doch einen Hinweis auf den Täter hinterlassen hat. Irgendwie wünscht man aber auch, dass der Fall nie gelöst wird, damit die schöne Freundschaft zwischen den inzwischen mittelalten Männern nie ihren Zusammenhalt verliert.

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  • Wendepunkte

    Rocking Horse Road

    Gulan

    Mit fünfzehn wußten wir noch nicht, daß es Augenblicke gibt, die ein Leben in „davor“ und „danach“ teilen; Ereignisse, auf die Menschen zurücksahen als Tor zu etwas Neuem, einem neuen Leben, neuen Lebensabschnitten, manchmal besser, aber oft schlechter. […] Weder wir noch, wie wir heute vermuten, die Ashers wollten sich das damals eingestehen, aber dieser kurze Gang von der Kirche zum Leichenwagen bildete das Tor zu einem kargeren Land – und nicht nur für die Ashers, auch wenn sie am stärksten betroffen waren. Es war ein Wendepunkt für uns alle, die auf The Spit lebten. In diesem Moment traten wir in eine Landschaft ein, aus der es, wie die Ereignisse der Zukunft zeigen sollten, keinen Rückweg gab. (S.50-51) Vier Tage vor Weihnachten 1980 wird am Strand der Landzunge „The Spit“ die nackte Leiche der 17jährigen Lucy Asher gefunden. Eine Gruppe von 15jährigen Jungen, die wie Lucy in der Rocking Horse Road auf „The Spit“ leben und in die gleiche Schule gehen, beobachtet den Leichenfund. Von diesem Moment an bilden die Jungen eine verschworene Gemeinschaft mit einem gemeinsamen Ziel: Den Mörder von Lucy Asher zu finden. Sie sammeln Informationen, Erinnerungsstücke, beobachten das Haus der Ashers und stellen eigene Nachforschungen an. Zunächst beziehen sie in einer elterlichen Garage Quartier, später in einem angemieteten Lagerraum. Dort bauen sie eine Art Schrein für Lucy, die immer mehr zu einer Ikone stilisiert wird. Der unaufgeklärte Mordfall wird zu einer Obsession für die Jungen, die auch über 25 Jahre später noch anhält. In all den Jahren haben wir es oft und von vielen verschiedenen Stimmen gehört, und vielleicht haben sie ja recht: Vielleicht sollten wir wirklich „endlich erwachsen werden“. Aber das ist leichter gesagt als getan. Man kann durchaus sagen, daß keiner von uns je über Lucy Asher hinwegggekommen ist. Sie war unsere erste Liebe und in mancher Beziehung auch unsere letzte. (S.86-87) Der Autor Carl Nixon stammt aus dem neuseeländischen Christchurch. Er hat als Autor zunächst Dramen und Kurzgeschichten verfasst. Aus einer solchen ist „Rocking Horse Road“ im Jahr 2007 als sein erster Roman hervorgegangen. Die Geschichte spielt auf der Nehrung „The Spit“ bei Christchurch. Die gebundene Ausgabe enthält einige prächtige Farbfotos der dortigen Dünenlandschaft. Das besondere an diesem Buch ist die Erzählperspektive: Es wird durchgehend in der Wir-Form berichtet. Die Jungen von der „Rocking Horse Road“ sind zumeist Arbeiterkinder, Rugbyfans und in Frauendingen zunächst weitgehend ahnungslos. Sie erzählen als Gemeinschaft von den weiteren Ereignissen, typisch männlich eher rau und unterkühlt. Der Mord an Lucy bildet die Zäsur in ihrem Leben, den Katalysator ihrer Pubertät. Jedoch leben sie 25 Jahre später fast alle immer noch auf „The Spit“, im gleichen Haus, teilweise sogar im gleichen Zimmer und hängen immer noch der Frage nach: Was geschah damals mit Lucy Asher? Der Autor bringt eine weitere Zäsur in diesen Roman ein, die sich auf die gesamte neuseeländische Gesellschaft bezieht. Mitte des Jahres 1981 unternahm die südafrikanische Rugby-Nationalmannschaft eine mehrwöchige Tour durch das rugbyverrückte Neuseeland. Doch die Tour war hoch umstritten, da der Apartheid-Staat eigentlich mit einem Boykott belegt war. Es kam zu starken und teilweise gewaltsamen Protesten. Dieser Part ist zwar durchaus interessant, hätte aus meiner Sicht aber noch besser in die Geschichte integriert werden können. Vieles bekommen die Jungen nur indirekt mit. Insgesamt ein interessanter, unkonventioneller (Kriminal)-Roman über Freundschaft und Erwachsenwerden in herbem poetischen Ton und rauer Atmosphäre der Ostküste Neuseelands.

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    • 10

    Cridilla

    17. August 2015 um 04:56
    Floh schreibt Zwar locken mich die Schauplätze sehr, aber die Thematik reizt mich eher nicht so für einen Roman.

    Ja, die Schauplätze hätten mich jetzt auch sehr gereizt, aber die Thematik eher weniger.

  • Rocking Horse Road - Carl Nixon

    Rocking Horse Road

    milasun

    28. May 2014 um 20:43

    "Mit fünfzehn wussten wir noch nicht, dass es Augenblicke gibt, die ein Leben in "davor" und "danach" teilen: Ereignisse, auf die Menschen zurücksahen als Tor zu etwas Neuem, einem neuen Leben, neuen Lebensabschnitten, manchmal besser, aber oft auch schlechter." Die Ermordung der 17-jährigen Lucy markiert so einen Augenblick im Leben der Jungen in der Nachbarschaft und lässt sie zu Suchenden werden, ein Leben lang. Ein sehr atmosphärischer Roman vor einer ungewöhnlichen Kulisse. Hat mir gut gefallen.

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  • Rezension zu "Rocking Horse Road" von Carl Nixon

    Rocking Horse Road

    Tresckow

    03. November 2012 um 13:13

    Nachdem, was HeikeG hier schon geschrieben hat (deren Rezension ich auf jeden Fall stärkstens empfehle) nachdem, welche interessanten Details sie z. B. zur Gestaltung des Buches herausgefunden hat, fällt es nicht leicht, ebenfalls eine Besprechung zu schreiben und ich tue es nur, weil mich der Roman von Carl Nixon wirklich sehr beeindruckt hat und ich ihm sehr viele weitere Leser wünsche. Eine Gruppe 15jähriger Jungen wird Anfang der 80er Jahre in Neuseeland durch den Mord an einem etwas älteren Mädchen in der Nachbarschaft auf einzigartige Art und Weise für das weitere Leben zusammengeschweißt. Dies findet im Roman seinen Ausdruck, dass die Erzählstimme stets als "wir" berichtet. Obwohl das Mordopfer als älteres Mädchen eigentlich außerhalb ihres näheren Lebenumfelds war, wird die Suche nach dem Mörder zu einer Obzession, die sie über 30 Jahre beibehalten, wohingegen die Polizei schon nach kurzer erfolgloser Suche das Interesse an dem Fall verliert. Immer wieder geraten Jungen und Männer aus dem Umfeld der Ermordeten unter Tatverdacht der Jungen, der sich auch in Selbstjustiz und Gewalt Ausdruck verschafft. Wie überhaupt das Thema Gewalt auf verschiedensten Wegen Bedeutung in der erzählten Geschichte erhält. Spannenderweise wird die neuseeländische Gesellschaft, kurz nach dem Mord, durch den Besuch der südafrikanischen Rugbynationalmannschaft einer großen Belastungsprobe ausgesetzt. In Südafrika war das Arpatheidssystem noch intakt und die Springboks, das südafrikanische Rugbyteam, das sportliche Aushängeschild des weißen Südafrikas. Da Rugby der Nationalsport Nummer 1 in Neuseeland ist führt dieser Besuch zu Straßenkämpfen, die für Westeuropa zu dieser Zeit bereits Normalität waren, die in Neuseeland aber eine völlig neue Erfahrung waren. Der Mord wird am Ende zwar nicht klassisch aufgeklärt aber immerhin hat die Gruppe nach 30 Jahren einen starken Indizienbeweis gefunden. Was kann man besseres über ein Buch sagen, als dass man es nicht aus den Händen legen konnte nachdem man mit dem Lesen angefangen hat? Vielleicht, dass man den Autor auf einer Lesung gehört hat und er ein wirklich begabter Vorleser und sehr sympathischer Mensch ist! Die tolle Übersetzung des Verlegers Stefan Weidle hat HeikeG ja auch schon gelobt, aber ich möchte dies ausdrücklich bestätigen. Das Buch ist erfreulicher- und berechtigterweise seit Wochen auf der "Krimibestenliste der Zeit"!

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  • Rezension zu "Rocking Horse Road: Roman" von Carl Nixon

    Rocking Horse Road

    HeikeG

    30. July 2012 um 20:18

    Meilensteine - Wendepunkte oder Die Unfähigkeit, trauern zu können . Mit fünfzehn hat man zumeist noch keine Vorstellung von Augenblicken, die das eigene Leben mitunter in ein "Davor" und ein "Danach" einteilen können, "Ereignisse, auf die Menschen zurücksahen als Tor zu etwas Neuem, einem neuen Leben, neuen Lebensabschnitten, manchmal besser, aber oft auch schlechter.", wie in Carl Nixons Debütroman zu lesen ist. Um eine derart nachhaltige Begebenheit dreht sich der Plot des neuseeländischen Autors, der im Genre der Shortstory bereits viele Preise gewann. . In einer Sommernacht 1980, fünf Tage vor Weihnachten, wird Lucy Ashers Leiche am Strand angespült, wo sie von einem der 15-jährigen Protagonisten des Romans - Pete Marshall -, gefunden wird. Das 17-jährige Mädchen fiel aller Wahrscheinlichkeit nach einem Sexualverbrechen zum Opfer. Dieses Ereignis stellt einen Wendepunkt im Leben der Jungen wie auch anderer Bewohner von "The Spit" - einer bei Christchurch ins Meer ragenden Landzunge - dar. Von einem Tag auf den anderen hat das vermeintlich beschauliche Leben seine Unbeschwertheit verloren und öffnet ein "Tor zu einem kargeren Land", einer Landschaft, "aus der es wie die Ereignisse der Zukunft zeigen sollten, keinen Rückweg gab." Fortan sammeln die Jungen in einem alten Lagerraum Erinnerungsstücke der Toten und vermeintliche Indizien, um den Mörder ihrer "ersten großen Liebe" selbst zu finden. "Wer also hat Lucy Asher ermordet? Das war die Sechsmillionendollarfrage. Sie summte den ganzen Sommer über in unseren Ohren wie eine Schmeißfliege." Die ehrgeizige Suche der jungen Burschen endet letztendlich in einem eruptiven Gewaltausbruch, der von Carl Nixon kongenial mit den 1981 tatsächlich stattgefundenen Unruhen, die die Tour einer südafrikanischen Rugbymannschaft hervorruft, verknüpft wird. "Da war diese Gewalt in den Leuten, dieselbe Gewalt, die Lucy getötet hat." . Rückblickend berichtet ein namenloser Erzähler in der Wir-Form von den drastischen Geschehnissen und der in Folge aus dem Gleichgewicht fallenden empfindsamen menschlichen Symbiosen der kleinen Arbeitersiedlung an der titelgebenden Rocking Horse Road, die als Dreh- und Angelpunkt der Handlung fungiert. "Unsere Welt hatte sich auch in weit subtileren Belangen verändert." Die Geister der Vergangenheit flüstern den meisten von ihnen noch heute ins Ohr und lassen sie nicht zur Ruhe kommen. "Wir hatten die Erfahrung gemacht, dass es überall um uns herum dunkle Orte gab, (...) an denen sich Vergangenheit und Gegenwart unangenehm berühren (...), die man besser in Ruhe ließ." . Einfache Sätze und relativ lakonische Schilderungen geben trotz ihrer vermeintlich emotionalen Distanz großartig die Gefühlslage der recherchierenden Adoleszenten wider, denen aus mangelhafter Eigenerfahrung selbst die Worte fehlen. Analog dem sie ständig begleitenden Rauschen der Meeresbrandung fungiert die Erzählung wie ein Soundtrack, der ihr kompliziertes Erwachsenwerden begleitet. Nixon gelingt es großartig, einen Spannungsbogen aufzubauen und ihn stetig aufrecht zu halten. Die Handlung treibt den Leser nahezu atemlos durch den Text. Entstanden ist ein feinfühliges, atmosphärisch dicht gewebtes Porträt einer Gegend und ihrer Bewohner auf der anderen Seite der Erdkugel. . Stefan Weidle hat den Text des neuseeländischen Autors sensibel und ohne Bruchstellen ins Deutsche übertragen. Ihm ist es gleichfalls zu verdanken, neben dem eindrucksvollen Text, auch ein verlegerisches Kleinod in den Händen zu halten. Wunderbare Fotos der Landzunge, auf der die Rocking Horse Road verläuft, eröffnen das Buch mit einer Bildstrecke in Farbe. Dem Ort der Handlung wird damit ein unvergleichlicher Tribut gezollt und ermöglicht dem Leser, sich neben dem virtuellen auch ein visuelles Bild der Romanhandlung zu machen. Auf der letzten Seite findet sich noch eine Luftaufnahme von "The Spit". Überdies weisen selbst Typografie und Einband einen engen Bezug zur Romanhandlung auf. So ist zum einen die Titelschrift dieselbe wie auf den Straßenschildern des Schutzumschlags. Zum anderen stammt die Textschrift aus Neuseeland und wurde von Kris Sowersby, einem Schriftgestalter aus Wellington, während der Zeit, als Carl Nixon seinen Roman schrieb, entworfen. Sie fällt vor allem wegen der wunderhübschen 7 "aus dem Rahmen". Unter der Schutzhülle verbirgt sich wiederum eine Fotografie der gewaltsamen Proteste gegen die südafrikanische Rugbymannschaft bei ihrer Tournee durch Neuseeland. . Fazit: "Wir waren ein Gruppe von Männern, die sich an ihrer gemeinsamen Vergangenheit festhielten. (...) Vielleicht kommt wirklich einmal die Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen. Vielleicht sollten wir das auch tun und aufhören, nach etwas zu graben, von dem wir nicht mal wissen, was es ist, geschweige denn, wo. (...) Vielleicht sollten wir wirklich 'endlich' erwachsen werden. (...) Die ausgesprochene Wahrheit ist, dass wir alle noch immer nach etwas suchen. Nicht nur nach Lucys Mörder, sondern nach dem Augenblick in unserem Leben, da wir die unerschütterliche Überzeugung hatten, dass wir einem höheren Zweck dienten, einem übergeordnetem Wohl. Wenn man diese Überzeugung einmal hatte, fällt es schwer, loszulassen. Es ist beinahe unmöglich, eine langfristige Befriedigung in den Alltäglichkeiten des normalen Lebens zu finden." . Großen Dank an den Weidle Verlag für dieses kleine Juwel sowie die ungewöhnlichen Hintergrundinformationen, durch die die Rezensentin einen achtungsvollen Blick auf die bis dato nicht ansatzweise geahnte Arbeit von Schriftgestaltern werfen konnte.

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